Alle "anderen" sind gruselig!!!

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  • Hey Ihr Lieben!

    Jetzt muß ich mich mal wegen eines kleinen Problems an Euch wenden.
    Ich weiß bereits darüber bescheid, wenn Hundi angst vor "seltsam aussehenden" Personen hat nur jetzt legt er ein Verhalten an den Tag...wow da bin ich echt überfordert!
    Und zwar gehts da drum:
    Wenn ich mit meinem Stinker (fast 6 Monate) unterwegs bin und ihm Leute "komisch" vorkommen (nordic-walker, Gärtner beim Umgraben der Beete, Frauen und Männer mit Waren, zB einen Karton oder Kiste in der Hand, Kinder mit Sturzhelm, allgemein fremde personen zu zweit oder zu dritt) dann bleibt er stehen und bellt.
    ich weiß ja bereits, dass junge hunde dinge unheimlich finden können und anfangen zu bellen und diese Phase irgendwann vorbei geht.
    ich habe aber das gefühl, dass es sich bei meinem kleinen verstärkt hat.
    Vor zwei Tagen war ich mit ihm unterwegs, als uns ein etwas älterer herr begegnete, den mein Hund "stellte".
    der Mann saß in der Hocke und machte Unkraut am Gartenzaun weg.
    Mein Hund kennt das eigentlich von meinem Vater, wenn er im garten ist und deshalb verwundert mich sein verhalten: Hund stellt sich vor dem Mann auf, kriegt eine fette Bürste und fängt an, den verwunderten Herren anzubellen und anzu knurren!
    Ich habe mal gehört, dass man dieses Verhalten ignorieren soll und einfach weitergehen muß.
    Nur Hund lief ohne Leine und ließ sich von dem Mann nicht abbringen!
    Also bin ich zwischen Mann und Hund getreten und habe den Stinker "verscheucht" (ausfallschritt nach vorn ein scharfes "nein") und bin weiter gegangen.
    Mein Hund ist mir sofort gefolgt und hat mit diesem Verhalten aufgehört.
    Es war ja nix neues, dass er stehen blieb um etwas anzubellen...ich fand diese Situation aber neu, weil sich Stinker in unmittelbarer Nähe vor dem Herrn aufgebaut hatte und SEHR bedrohlich klang :schockiert:

    mir ist das peinlich, wenn sich mein Hund so aufführt. Und dann erzähl mal den verwunderten Mann, dass der Hund "nur unsicher" ist, das glaubt mir doch keiner!

    Meine Eltern holen den Lütten öfters mal ab um mit ihm Gassi zu gehen. Ich glaube, dass er evtl bei einem dieser Gassigänge für sein Angstverhalten mit Streicheleinheiten belohnt wurde. :/

    Auf dem Grundstück meines Vermieters (das ist eine kleine Einfahrt mit Garagen) hat mein Kleiner auch eine "große Klappe".
    Laufen leute vorbei, rennt er bellend auf sie zu.
    Nur ist hier kein Zaun dazwischen, die Leute haben Angst nun ist Rammar auch kein kleiner tapsiger Welpe mehr sondern hat bereits eine Schulterhöhe von 53 cm.
    Ich könnte mir dieses Verhalten eher als das "beschützen" des eigenen Territoriums vorstellen, er
    stoppt auch bei einer unsichtbaren Grenze und überschreitet diese nicht.

    Ich habe nur wahnsinnige Angst, dass mein Vermieter irgendwann genervt sein könnte und mir wegen Rammars Bellen die Abmahnung in den Briefkasten wirft.
    Ich mache es auch schon so, dass ich Rammar nur an der leine aus der Wohnung lasse, wenn wir einen Spaziergang machen wollen.
    Die Zeiten, wo er friedlich auf "dem Hof" spielte sind nun vorbei ;)

    Aber wie verhalte ich mich denn jetzt richtig, wenn der Stinker wieder anfängt Leute dermaßen zu bedrängen oder sich vom Anbellen diverser Personen nicht abbringen lässt?
    Mit ignorieren klappt es nicht, dass habe ich bereits ausprobiert.
    Befindet sich "die komische person" hinter uns, dreht er sich sogar um um diese anzubellen.
    ich glaube aber nach wie vor, dass es eher unsicherheit ist.
    Nur lässt er sich dann schwer von seinem Verhalten abbringen!
    Will ich normal den Spaziergang fortsetzen, muss ich ihn regelrecht hinter mir herschleifen. (Hund bleibt wie ein Felsen in der Brandung stehen, hat Person fixiert, knurrt und bellt).
    Das macht er an der leine und auch wenn er ohne Leine läuft.

    Könnt Ihr mir einen Rat geben, wie ich das dem Kleinen abgewöhnen kann?
    Es ist ganz schön lästig geworden.
    Oder ist es wirklich so, dass es irgendwann "aufhört" wie viele sagen?

    lg

  • Ob es aufhört, weiß ich nicht. Bei meinem wars schon oder noch so, als ich ihn mit einem Jahr bekam.

    Als Sofortmaßnahme kann ich nur sagen: Leine dran und schneller sein als dein Hund. Er darf gar keine Gelegenheit bekommen, sich so zu verhalten.

    LG

  • Ich würde die betreffende Person, wenn irgend möglich, in ein freundliches Gespräch verwickeln und erst weiter gehen, wenn der Hund sich entspannt hat. So geht er mit einem positiven Gefühl aus der Situation, statt mit riesem Stress, den er fest abspeichert und dann auch auf ähnliche Situationen überträgt.

  • hallo,

    mein mädchen macht das auch gelegentlich. aus unsicherheit eben.
    du musst die leute halt eher sehen und deinem hund ruhig und entspannt sagen, dass du die lage gesehen und im griff hast.
    wenn ich zu langsam sein sollte und laura bereits bellt, habe ich festgestellt, dass sie sich fügt, wenn ich mit meinem knie kurz ihre schulter berühre, als ganz kleinen body-check. das akzeptiert sie vollkommen als zurechtweisung. danach muss ich auch nichts mehr sagen.

    viel erfolg
    von korktapete

  • Er macht das ja auch an der Leine. :sad2:
    Dann bleibt er stehen und versucht die personen zu "fixieren" um sie dann anzubellen.
    (Hund ist zB an der Leine. Ein Jugendlicher kommt uns entgegen, verhält sich normal, guckt Rammar nicht direkt an sondern schaut größtenteils auf den Boden. Rammar bekommt eine Bürste, stellt seine Ohren auf, "wufft" dann kommt das Knurren hinzu und das gebell.
    Jugendlicher passiert uns, Hund guckt sich um, dreht sich, bellt weiter, ich gehe in der Zwischenzeit weiter, Hund achtet aber kaum auf mich und so zerre ich Rammar regelrecht ein Stück hinter mir her). :/

    Hmpf das kann auf die Dauer keine Lösung sein.

    EDIT:

    Lucy_Lou dann werde ich das mal so machen und die Person in ein Gespräch verwickeln. Vielleicht entspannt sich mein Kleiner dann.

  • wenn du deinem hund die zeit lässt, noch eine bürste aufzustellen, bist du schon zu spät dran. du musst ihn eher auf dich aufmerksam machen.

    mit den leuten zu sprechen, davon kann ich persönlich nur abraten. meine bellt dann richtig, weil sie nicht fassen kann, dass ich mit diesen bedrohlichen wesen auch noch spreche.

    gruß von korktapete

  • Zitat

    wenn du deinem hund die zeit lässt, noch eine bürste aufzustellen, bist du schon zu spät dran. du musst ihn eher auf dich aufmerksam machen.

    mit den leuten zu sprechen, davon kann ich persönlich nur abraten. meine bellt dann richtig, weil sie nicht fassen kann, dass ich mit diesen bedrohlichen wesen auch noch spreche.

    gruß von korktapete

    Hallo,

    diese Erfahrung kann ich nur unterstreichen...!!!

    Davon, daß ich mich mit Leuten unterhalten kann, sind wir noch weit entfernt. Naja, okay, ist bissel übertrieben. Bei den Nachbarn hier klappt es bereits ganz gut, ohne daß Ronja "austickt", aber bei wirklich Fremden geht das (noch) gar nicht.

    Genauso richtig finde ich den Hinweis auf die aufgestellten Nackenhaare. Bei Ronja weiß ich auch, daß ich gepennt habe, wenn sie den Kamm aufstellt. Da hilft dann nur noch Schadensbegrenzung wie zum Beispiel fluchs noch die Straßenseite wechseln oder wenn es zu eng wird, fange ich an zu rennen und schnalze mit der Zunge um sie mitzulocken. Sie ist dann so verblüfft, daß sie an dem "Angreifer" vorbei mit mir mit rennt.

    Ich habe mir angewöhnt, wenn ich mit Ronja unterwegs bin, die Umgebung komplett zu scannen (mach ich es nicht, scannt Ronja alles). Ich gucke gedanklich auch schonmal um die nächste Häuserecke, soll heißen, ich rechne jederzeit mit plötzlich auftauchenden Personen. Ist anstrengend, geht aber nicht anders. Je weniger Gelegenheiten Ronja hat, dieses Verhalten zu zeigen, umso weniger kann es sich festigen und ritualisieren.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Hey Ok!

    Das ist gut zu wissen! dann wechseln wir eben die andere Straßenseite wenn wir mal wieder eine begegnung der "dritten art" haben. ;)
    vielen dank für eure tips! :smile:

    lg

  • Wäre es nicht sehr viel einfacher, wenn der Hund lernt, mir und meiner Einschätzung zu vertrauen oder dass das Gruselige gar nicht so gruselig ist, statt dass man ständig die Umgebung scannen muss oder massiv auf den Hund einwirkt, so dass er sich schlicht nicht mehr traut, seine Ängste zu äußern?

    Speziell dies hier würde mir sehr zu denken geben, wenn mein Hund da so reagieren würde.

    Zitat


    mit den leuten zu sprechen, davon kann ich persönlich nur abraten. meine bellt dann richtig, weil sie nicht fassen kann, dass ich mit diesen bedrohlichen wesen auch noch spreche.

    Heißt dies nicht, dein Hund vertraut deiner Einschätzung kein Stück? Aber so unterschiedlich sind wohl die Erfahrungen und die Erziehungsmethoden :???:

  • Man kann nicht alles wegignorieren...

    Bellen nur in gewissen Situationen und Beißen niemals. Das sind Dinge, die man eben nicht ignoriert, sondern reagiert.

    In dem Moment, in dem mein Hund "nur" fixiert, ignorier ich das.. wenn der Hund dann aber losbellt, dann korrigiere ich mit "Nein." Und wenn der Hund irgendwen von sich aus anknurrt, der ihn nicht in die Ecke drängt o.ä. dann hab ich ein "DIR FÄLLT DER HIMMEL AUF DEN KOPF!" Signal. Das ist nicht laut oder aggressiv, es ist einfach ein Signal, das ansagt "Das was du da grade tust ist absolut indiskutabel".

    Je nachdem wie stark mein Hund sich an mir orientiert, kann ich Ruhe auch mit Leckerchen belohnen, bei meine ist das zum Beispiel unnötig. Die ist froh, wenn sie sich entspannen kann, weil ich sage, was da kommt, ist nicht gefährlich.

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