Aggression gegen Artgenossen

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  • Hallo liebe Hundefreunde,

    hatte den Beitrag auch schon in eine andere Kategorie gesetzt, bei dieser passt er aber wahrscheinlich besser... :headbash:

    ich habe eine 9 Monate alte Schäferhündin (Uma), sie wurde mit 7 Monaten läufig. Seit der Läufigkeit gab es nun schon oft zwischenfälle mit Artgenossen, ich habe nicht das Gefühl, dass die Größe oder das Geschlecht eine Rolle spielt - extrem ist es bei jungen Hunden oder ängstlichen, mit denen kommt Uma überhaupt nicht mehr klar. Sie attackiert richtig böse, ohne bellen und ganz plötzlich. Meistens rennt sie richtig auf ihre "opfer" zu und spring diese an. Anfangs dachte ich sie müsste sich behaupten, aber vor kurzen hat sie einen kleinen welpen (3 Monate) sogar geschüttelt und nicht abgelassen obwohl er schrie, das ist doch nicht normal, oder?
    ich habe sie seit sie 8 Wochen alt ist sozialisiert (hundeschule etc.) war erst seit der Läufigkeit nicht mehr in der Hundeschule, ich treffe beim gassi gehen täglich mehrere Hunde und langsam wird es wirklich stressig. Es gibt auch Hunde mit denen hat sie keine Probleme wenn wir diese treffen verhält sie sich neutral oder freundlich, diese sind aber meistens selbstbewusst und lassen sich von ihr nix gefallen. Vor großen Hudnen hat sie sogar manchmal angst. Es nervt mich, weil schäferhunde sowieso ihren ruf haben (obwohl mir auch schon genug andere Rassen mit Aggression begegnet sind) und ich verstehe sie einfach nicht. An der Leine könnte ich es verstehen, aber warum verhält sie sich so wenn sie frei läuft - die läuigkeit ist mittlerweile auch schon 6 Wochen her... hat jemand erfahrung oder tipps? natürlich überlege ich mir wieder in die HuSchu zu gehen, will aber erst versuchen das Problem alleine zu beheben...

    Vielen Dank für eure Ratschläge und liebe Grüße aus Stuttgart

  • Hallo,

    Das Problem mit jüngeren Hunden hatt ich mit Cora plötzlich auch als sie grad ein Jahr alt war. Soblad sie einen Welpen sah ging sie ohne (für mich ersichtlichen) Grund auf ihn los, direkt und ohne Vorwarnung.
    Ich hab das Problem mit meinem Hundetrainer besprochen und wir haben angefangen sie systhematisch mit immer jüngeren Hunden in Kontakt zu bringen und spielen zu lassen. Auch häufig mit Älteren Hunden die gut mit Welpen umgehen zusammen und das hat wunderbar funktioniert.
    Der große "Showdown" kam dann als ich meine Tante besucht habe die zu der Zeit einen 9Wochen alten Welpen hatte. Da hat sie dann geknurrt wenn er zu ihr kam. Von mir kam in genau dem Moment das Abbruchkommando (bei mir ist das Schluss jetzt) und das konsequent und energisch und ich bin mit ihr am Welpen vorbei, Cora war die erste halbe Stunde angeleint.
    Irgendwann als der Welpe zu ihr kam hat sie ihn mal beschnuppert anstatt gleich zu knurren, dafür hat sie von mir sofort ein Lob bekommen.
    So ging das eine ganze Zeit und siehe da, noch am selben Abend haben die beiden tatsähclich noch miteinander gespielt. Seitdem kann ich sorglos an allen Welpen vorbei gehn.
    Ich bin zwar immernoch vorsichtig wenn ich welchen begegne habe aber diesbezüglich keine Probleme mehr mit meiner Hündin.

    Ob dies jedoch ein allgemein gültiges "Rezept" ist kann ich dir nicht sagen, ich habe es so gemacht und es hat funktioniert, meinen Erfahrungen nach tickt aber jeder Hund anders, nimmt Situationen unterschiedlich wahr, je nach Charaktereigenschaft und Erfahrungen.

    Ich bin auch auf die Meinung anderer zu diesem Thema gespannt und hoffe, dass du das Problem in den Griff bekommst.

    LG Maro

  • Mich würde interessieren, wo Deine Hündin her kommt !

    Wie war die Mutterhündin in Bezug auf Umgang Welpen ?

    Warum ich das frage ?
    Ich kenne einen Teil Schäferhundezüchter , da zeigt sich das Verhalten der Mutterhündin ähnlich, somit werden die Hündinnen während der Welpenaufzucht ab der 4 Welpenwoche separiert und erhalten nur "kontrollierten " Zugang zu den Welpen bzw. gar nicht mehr.

    Dann wäre das Verhalten übernommen von der Mutterhündin .Somit wäre es einen Haufen Arbeit ...

    Ich bitte Dich auch zu bedenken :
    Mit ihrer ersten Läufigkeit ist sie eben auch ein Stück erwachsen geworden.

  • immer wenn wir den Züchter besuchten, war die Mutter nicht dabei, sie wurde uns separat gezeigt, weil sie einen starken Schutztrieb zu ihren Welpen hatte - sie schien uns etwas nervös aber ansonsten in Ordnung. Laut Züchter hatte die Mutter wenn kein besuch da war permanent zugang zu ihren welpen.
    Ich denke eigentlich nicht dass es daran liegt - ich glaube es könnte mit resourcenverteidigung zusammenhängen, da sie was mich betrifft sehr eifersüchtig ist. Ich habe mir heute ein Buch bestellt: Das Aggressionsverhalten des Hundes von James O´Heare, und hoffe das ich so tipps zum Umgang mit ihr bekomme., sollte ich es tatsächlich nicht alleine hinkrigen, muss ich wieder zur Hundeschule...

    Vielleicht ist es tatsächlich auch nur eine Phase (Pubertät) - du hast recht, sie ist halt erwachsen geworden - sie spielt auch kaum noch (wenn sie sich mal mit anderen hunden verträgt).

    Vielen Dank und liebe Grüße


    10.09.2009

    nochmals Hallo,

    habe heute einen erfolgreichen Spaziergang mit Uma gehabt (habe das Buch gestern fast durchgelesen) :gut:
    wenn wir Hunde gesehen haben, habe ich versucht ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken (Leckerlies) und wenn Sie ruhig blieb habe ich ihr immer wieder eins gegeben, damit Sie den Zusammenhang andere Hunde = positiv herstellt. wir konnten problemlos, ohne Leinenziehen an allen vorbei :D Auch ein paar Hunde die nicht angeleint waren (obwohl ich meine an der Leine hatte :/ ) wurden von Uma nur kurz beschnüffelt ohne zu attackieren - sie konzentrierte sich die ganze zeit auf mich und fand mich und meien Leckerleis viel interessanter.
    Uma hört wirklich schon sehr gut - ich bin dann ein Stück mit einer Dobi Dame und Ihren Besitzern gelaufen (mit ihr verträgt sich uma ausgezeichnet) und wir haben einen großen Hund getroffen. ich habe Uma erst mal weiter mit Leckerchen vollgestopft, wenn Sie brav war und der Dobi und der große haben gespielt. Nachdem Uma ruhig blieb habe ich sie abgeleint und sie lief hin und rannte ein bisschen mit den anderen beiden rum - dann kam auf einmal ein kleiner schwarzer hund angerannt und ich sah wie meine ihn schon anfing zu fixieren und in Angriffsstellung ging. Habe dann in dem moment sie freudig zu mir gerufen und sie kam ohne zu zögern und ohne faxen zu machen - echt super :gut: keine zwischenfälle, ich werden so auf jeden fall in nächster Zeit weitermachen. Außerdem habe ich gelesen, dass Hümdinnen sogar noch 2 Monate nach der Läufigkeit Hormone im Blut haben, die Ihr Verhalten beinflussen bzw. negativ verändern können.
    ich denke ich kriege das mit ihr hin, sie ist sonst einfach perfekt - am samstag gehe ich trotzdem wiedermal in eine hundeschule...

    Ganz liebe grüße aus Stuttgart

    Julia

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