Angst, agressivität oder dominaz?????

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  • Hallo.
    Wir haben in unserer Familie einen 3 Jährigen Berger Blanc Suisse Rüden.
    Nun ist es so, dass er beim spazieren gehen manchmal Fußgänger anbellt und "auf sie lossgehen" will. Das passiert auch bei anderen männlichen Hunden und die kleinen Ponys bellt er auch an. Aber bei Radfahrern hat er kein Problem...Was mach ich falsch und was ist der Grund für dieses Verhalten? Er schaltet bei solchen Situationen seine Ohren auf Durchzug und reagiert auch nicht auf "angezogene" Handzeichen und Stimmkommandos, es ist dann so als wäre man gar nicht da! Das so ein Verhalten gefährlich werden kann weiß ich und es gab schon Situationen in denen es nur knapp an einem Biss vorbeiging...
    Ich muss dazu sagen das seine Ausbildung nicht so perfekt war wie sie sein sollte und das der Hund nicht mir persönlich gehört.
    Ich hoffe ihr könnt mi ein paar Tipps geben.
    Danke im Voraus.
    LG Johns Darling.

  • Ich schätze, dein Hund ist unsicher und manches kommt ihm eben komisch vor. Vielleicht bewegen sich diese Fußgänger merkwürdig und Ponys sind eh merkwürdige Wesen. Clickerst du? Dann könntest du jede kleine Reaktion deines Hundes weg von dem Objekt einfangen und belohnen. Domnanz ist keine Charaktereigenschaft sondern ein Beziehungsmerkmal. Gegenüber Objekten, zu denen ich keine Beziehung habe, kann ich mich daher nicht dominant zeigen.

    LG.

  • Hallo,

    bezog sich deine Kastrationsfrage auf diesen Hund?

    Der Hund zeigt Unsicherheiten, erst recht ein Grund, ihn nicht kastrieren zu lassen, das mal ganz nebenbei. Er wird durch eine Kastra ggf. noch unsicherer.

    Du solltest grundsätzlich schon vor seinem Verhalten eingreifen und nicht erst, wenn er schon zugange ist. Egal, was du in der Situation machst, du bestätigst deinen Hund nur.
    Kaufe dir eine Schleppleine, an dieser bleibt dein Hund in nächsten Monaten dran.
    Übe zu Hause den Blickkontakt mit ihm.
    Nimm ein Lecker in die Hand, führe es zu deinen Augen, sodass der Hund es mit seinen Blicken verfolgen muss - sobald er dich ansieht, sagst du "schau", lobst ihn und gibst das Lecker.
    Wenn er das kapiert hat, verfährst du draußen auch so.
    HUnd bleibt an der Leine!!! Du siehst ab heute alles vor deinem Hund!!!
    Fußgänger, Hunde, Pferde... alles siehst du zuerst! Dann beginnst du, Blickkonatkt zu deinem Hund aufzunehmen und fütterst ihn solange, bis "Feind" vorbei ist! Anfänglich lasse ihn am besten absitzen, sitzen entspannt. Notfalls auf die Schleppleine treten, damit er nicht nach vorne preschen kann. Sichtkontakt zum "Objekt" blockieren.
    Alles "Unangenehme" für deinen Hund "schön füttern", aber immer nur zum richtigen Zeitpunkt, also vorher!
    Hast du den richtigen Punkt verpasst, weil du nicht aufgepasst hast, ignoriere deinen Hund. Nichts sagen, nicht ansehen, weitergehen!
    Arbeite zuerst in großen Abständen, ggf. Bogen laufen pder umkehren.
    Da der Grundgehorsam scheinbar nicht sitzt, fange am besten von vorne an.
    Führe neue Wörter für "komm" ein und konditioniere ihn auf den Clicker.
    Deine "alten" Kommandos ignoriert er, die brauchst du nicht mehr anzuwenden. Du musst alles neu zwischen euch ordnen.

    Ich empfehle dir diese Bücher: "Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde"
    "Das andere Ende der Leine" und "Alter Angeber".

    Gruß
    Leo

    https://www.dogforum.de/ftopic61353.html

  • Nein, die Frage mit der kastration war nicht auf ihm bezogen. Er wird 100%ig nicht kastriert, das stand schon fest als er zu uns in die Familie kam.

    Er war bis jezt immer an der Leine. Ich habe immer darauf geachtet das die Leine locker ist und nicht sobald ein hund oder etwas anderes auftaucht die Leine anziehe und somit anspannung übermittle...Aber wenn er sich in die Leine hängt kann ich nicht locker lassen...
    Wir haben eine Schleppleine, finde das aber so nicht sinnvoll, da wir "durch" Obstanlagen spazieren (gibt keine anderen Wege außer auf die Berge) und aufgrund des Verkehrs (durch Landwirte) und den Sportlern und auch wegen des Spritzmittels in den Wiesen ich ihn nicht laufen lassen kann...
    Das mit dem Blickkontakt finde ich gut, ihn aber mit Leckerlis Situationen "schön" zu füttern nicht so gut...(Er darf zurzeit nur Diätfutter fressen wegen einem Hautproblem).
    Mir ist schon aufgefallen dass er nur "neue" Sachen als "Gefährlich" sieht.

  • Für mich sind solche Verhaltensweisen immer ein Zeichen, dass der Hund seinem Halter nicht vertraut.
    Wenn ein Hund sicher ist, dass der HH alles unter Kontrolle hat, dann ist der Hund in sich gefestigt, kann ganz Hund sein und sein Leben genießen.
    Somit sollte ein HH immer sich und sein Verhalten überdenken bevor er die Problematik bei seinem Hund sucht.
    Ändern kann man sowas immer sehr schwer nach dem geschriebenen Wort, denn seine eigenen Fehler sieht man bekanntlich eher selten und es ist einfach besser, wenn man in so einem Fall einen Trainer oder erfahrene Hundehalter an seiner Seite hat, die einem immer im Moment den Fehler aufzeigen. 'Learning by doing'

  • Zitat


    Das mit dem Blickkontakt finde ich gut, ihn aber mit Leckerlis Situationen "schön" zu füttern nicht so gut...(Er darf zurzeit nur Diätfutter fressen wegen einem Hautproblem).
    Mir ist schon aufgefallen dass er nur "neue" Sachen als "Gefährlich" sieht.

    Du sollst nicht in der Sitaution füttren. Du hast Recht, damit bestärkst du ihn nur.

    VORHER!!!
    Du musst ihn "abfangen" und unter Kontrolle bringen, bevor in dieses Verhaltensmuster fällt.
    An neue Sachen solltest du ihn laaangsam heranführen.

  • Das mit dem Trainer finde ich ne gute Idee, leider ist es aber so, dass es bei uns in der nähe keine guten Trainer gibt (oder Überhaupt). Wir waren bei einem Trainer in Deutschland...es hat teilweise geholfen und bei einer Trainerin in der nähe (über eine Fahrtstunde entfernt) aber diese finde ich nicht besonders gut und das Training hat auch nichts genüzt...

    Das Hautproblem ist wahrscheinlich eine Allergie wir wissen aber noch nicht vo was diese kommt 8der Tierarzt hat as Futter verschrieben; leider weiß ich nicht genau was es für eines ist)...

    Ich verstehe schon wie du es meinst mit dem Füttern. Aber die Situationen kommen "unerwartet" ich kann ihn nicht darauf "vorbereiten"...

  • Kemm Dich mal hinter das Futterthema!

    Wenn der Hund wegen der Allergie ständig Juckreiz hat, dann ist sein Stresslevel schon so hoch, das er zusätzlichen "Stress" - z.B. etwas Neues oder für ihn bedrohlich wirkendes nicht mehr verarbeiten kann.

    Oder anders rum formuliert - Du trainierst gegen eine Wand solange Du die Allergie nicht halbwegs im Griff hast.

    Ich hab mit meinem Jacko ein ähnliches Problem, und jetzt zeigen sich langsam erste Trainingserfolge - nachdem ich seit 8 Monaten endlich für ihn richtig füttere.
    PS: ich koche selbst, da weiss ich was drin ist!

  • Was sagen deine Eltern denn zu der ganzen Thematik?
    Du warst ja erst 15 J., als der Hund einzog.

    susami hat Recht, ihr müsst das mit der Allergie mal genau abklären.
    Nicht jedes Futter, was der Tierarzt empfiehlt, ist auch wirklich gut.

    Ihr hattet wegen des Verhaltenproblems schon einen Trainer?
    Was war nicht gut?
    Wie ging er/sie vor?

    In deinem Eingangsthread schreibst du, dass er diese Reaktionen bei Fußgängern, Ponys und Rüden zeigt - also, wenn du vorausschauend gehst, dann sind diese Situationen doch nicht unvorhersehbar.
    Dementsrechend sollst du natürlich vorher agieren.
    Wenn er zurzeit keine Leckerlies haben darf (klärt das mal genau ab, was los ist), dann füttere ihn nicht aus dem Napf, sondern nimm sein Futter!

    Leo

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