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  • Wir hatten auch so einen Problemkandidaten.
    Tierheim, konnte null allein bleiben.

    Was soll ich sagen? Es hat ein Jahr gedauert, bis das Grundvertrauen, dass auch wirklich, wirklich jemand wiederkommt vorhanden war.
    Intensives Üben, Toleranz der Nachbarn.

    Manchmal muss man diese Minischritte sehr lange beibehalten und kann nicht schnell steigern. Lange Zeit oft, aber wirklich nur kurz gehen. Die Nachbarn haben uns wohl schon für plemplem gehalten, weil wir (mit gestellter Uhr) in der Tiefgarage im Auto saßen und "schön Musik hörten".

    Ach so, wir haben jeden Tag geübt. Auch Samstags, Sonntags.

    Einsperren würde ich auf keinen Fall. Für den Hund soll die Situation des Alleinbleibens so "normal" wie möglich sein, und ich lege großen Wert darauf, dass er sich frei bewegen kann in der Wohnung, auch wenn er allein ist. Dass er das Zimmer wechseln kann, wenn es in einem zu warm wird, dass er sich "verkrümeln" kann, wenn im Hausflur oder draußen Geräusche, etc. sind.

    Vielleicht findest Du eine Lösung, wie Du das Alleinbleiben wieder kleinschrittiger üben kannst?
    Und übe unbedingst in kleinen Zeitdosen weiter, auch wenn er schon 1 x am Tag allein war.

  • Huhu!

    Ich will Dir wirklich nix böses, aber das alleinbleiben wirst Du ganz neu und sehr Zeitintensiv wieder aufbauen müssen.

    Dabei ist es meiner Erfahrung nach egal, ob der Hund randaliert, wei er unter Kontrollverlust leidet oder unter Verlustangst. Es ist in jedem Fall so, dass ihr bei jeder Überforderung (zu langes alleinbleiben) einen riesen Rückschritt macht.

    Deshalb würde ich nach einer Tagesbetreuung suchen, denn ihr werdet Euch ja vermutlich nicht so lange frei nehmen können.

    Tatsache ist, dass Euer Hund im Moment ganz extrem leidet. Wenn ein Hund so gestresst ist, dass er das fressen einstellt und sich beim Randalieren selbst verletzt, dann besteht dringender Handlungsbedarf.

    Und ihn in eine Box zu sperren, damit Euer Schaden geringer ist, finde ich ehrlich gesagt nicht sehr fair.

  • Ich habe ja auch einen Tierheimhund. Und auch einen, mit ganz schlimmen Verlustängsten. Ich habe ein halbes Jahr gebraucht, bis sie 4h alleine bleiben konnte, jetzt nach 1 Jahr gehen tagsüber auch mal 5h, Abends geht länger, aber bleibe ich tagsüber z.b. 7h weg (hatten wir letztens mal - unvorhergesehen, wenn ich weiss, dass ich länger weg bin ist sie immer bei meinen Eltern oder sonst wo untergebracht und nie alleine), freut sie sich nicht nur wie Bolle wenn ich heimkomme, sondern sie pinkelt mir auch direkt vor Aufregung in den Flur. Das heisst, der Stresslevel war für sie zu hoch, und das, obwohl sie weder gebellt noch etwas kaputt gemacht hat.

    Gehe zurück. Geh zurück auf Sekundenweise Türe schließen. Der Hund muss erst mal wieder Vertrauen kriegen. Er hat offensichtlich einen mega hohen Stress und Frustrationslevel erreicht mittelerweile, der sich mit jedem alleine bleiben steigern wird. Das wird dauern, lässt sich aber nicht ändern.

    Und fangt nicht mit 5 Minuten an, das wird vermutlich schon zu viel sein!

    Ich kenne meinen Hund, und ich weiss, wie sehr sie leidet, wenn sie alleine ist. Darum habe ich da wenig Verständnis für Sätze wie "geht nicht, da muss sie durch" oder so (nicht von dir jetzt, alles hier schon gelesen). Ich sehe den Stresslevel wenn ich nach hause komme - und danach habe ich mich gerichtet - und habe sie einfach nicht länger alleine gelassen, als ich ihr zumuten konnte.

    Woran sieht man es? An der Art wie man begrüßt wird, wie lange es andauert, bis sie sich beruhigt hat, am Stresspipi usw.

    Und es gibt auch Hunde, die lernen es nie, 6h alleine zu bleiben. Das sollte man auch berücksichtigen und daher immer einen Plan B haben. Nur weil es alle anderen Hunde konnten oder die der Nachbarn oder Freunde, muss es der eigene Hund trotzdem nicht können. Nur weil alle in der Familie super Klavier spielen können, heisst das noch lange nicht, dass man deshalb auch ein Genie im Tastenhauen ist.

  • 3 Wochen sind nicht wirklich viel Zeit. Bei meinem (ich habe ihn damals mit 11 Monaten bekommen) hat es über ein Jahr gedauert. Unter anderem auch wegen seines Kontrollzwanges. Er konnte mich nicht kontrollieren und hat dagegen rebelliert.

    Deswegen fragte ich auch nach dem Verhalten euch gegenüber. So ein Rockzipfelkleber braucht neben dem Allein-sein-Training auch erstmal eine Lektion darüber, dass Herrchen/Frauchen nicht kontrolliert werden müssen, da sie wissen was sie tun.

    Ich kann Trillian nur Recht geben. Das einsperren in die Box behebt das Problem nicht. Der extreme Stress dem der Hund ausgesetzt ist, kann auf Dauer nicht gesund sein. Aber das habt ihr ja erkannt und wollt das beheben. Ihr müsst von Null anfangen. Vielleicht auch bei -5. Das heißt Reize, die der Hund mit dem Weggehen verbindet dutzende Male am Tag wiederholen und so tun, als sei es das normalste der Welt. Schlüsselklappern, Jacken und Schuhe anziehen inklusive.
    Ich fürchte auch, dass ihr zu große Schritte gegangen seit. Am Anfang wirklich nur aus der Tür raus, direkt wieder rein kommen. Und wichtig ist, dass der Hund beim Reinkommen ruhig ist. Sonst denkt er sich nachher erst Recht, dass winseln/kläffen/heulen euch zurück bringt.

    Und dabei darf euer Hund niemals zurück fallen in seine jetzigen Verhaltensmuster, da ihr jedesmal wieder von Vorne anfangen müsstet. Seht zu, dass ihr den Hund irgendwo in Betreuung unterbekommt.


    Ich habe meinen Hund damals bestimmt beinahe verloren, wäre ich nicht heim gekommen. Er hatte sich im Bad eingesperrt (Katzenklos stehen drin, also musste Tür aufbleiben) und in seiner Not hatte er das Lüftungsgitter unten raus gerissen, das Loch etwas größer genagt und als ich heim kam, hing er mit dem halben Oberkörper in dem Loch und kam weder vor noch zurück. Ich hatte wirklich Schwein. Der einzige Vorteil: Die Katzen können jetzt auch bei geschlossener Tür aufs Klo. Aber witzig war es wirklich nicht.

    Und eines Tages wird euer Hund eine Schwachstelle in dem Käfig finden, nur ob das dann glimpflich ausgeht für ihn... Also bitte arbeitet noch mal ganz intensiv daran!

  • Das schlimme ist ja das es mal 3 monate funktioniert hat. Und dann auf einmal nicht mehr, obwohl keine Veränderung eingetreten ist. Üebn tun wir ja viel mit ihm. Aber wie gesagt ich kann mir nen Therapeuten oder Trainer nicht leisten und auch kein Geld leihen. Deswegen bin ich ja hier in der Hoffnung gute Tips zu bekommen. Manchmal weiß ja jemand was dann auch hilft. Ich liebe meinen Hund und wenn ich könnte hät ich nen Trainer. Das wär ja das einfachste. Aber leider geht es nicht. :sad2:
    Ma gucken wenn ich nachher nach hause komme ob er lieb war. Ich hoffe es. Vielleicht sollte ich ihn nicht loben. hab ich auch schon gelesen, damit es nichts besonderes ist.

  • Was mir noch eingefallen ist:

    Ein Hund, der es schafft, sich aus einer Transportbox zu befreien, ist vermutlich so klug und hartnäckig, dass er mit "nur" Gassi gehen nicht ausgelastet ist.

    Also würde ich ihn - parallel zum sehr wichtigen Alleinbleiben-Training - geistig mehr auslasten.

  • Zitat

    Ma gucken wenn ich nachher nach hause komme ob er lieb war.


    Und das ist der Stress, der dich auf Dauer krank machen wird. Du bist immer mit einer Hirnhälfte zu Hause und überlegst, was der Hund wohl gerade anstellt, ob es ihm gut geht, was er zerstört hat, ob er aus dem Käfig raus kam usw. Das geht nicht auf Dauer. Ich war völlig kaputt.

  • Zitat


    Und das ist der Stress, der dich auf Dauer krank machen wird. Du bist immer mit einer Hirnhälfte zu Hause und überlegst, was der Hund wohl gerade anstellt, ob es ihm gut geht, was er zerstört hat, ob er aus dem Käfig raus kam usw. Das geht nicht auf Dauer. Ich war völlig kaputt.


    ohja, so gehts mir auch gerade.
    Trillian; ich krieg den nicht alle, der hat soviel energie, das ist unnormal. wochenende sind wir ja immer den ganzen tag draussen im Garten und der tobt wie ein verrückter. aber er wird nicht müde.
    wir machen auch viel verschiedene spiele mit ihm da er ja so ein wirbelwind ist.... ;)

  • Vielleicht ist genau das das Problem. Er dreht vielleicht viel zu sehr auf.

    Fordere ihn mal geistig. Fordere ihn in Gehorsam. Mache mit ihm ruhige Sachen, wo er sich aber konzentrieren muss. Also z.B. Leckerlies suchen. Übe dass er liegen bleibt auch mal. Dass er nicht dauernd unter Strom steht. Übe z.B. dass er auch liegen bleibt und du ein paar Meter weg gehst, so ein bisschen wie man das für die Begleithundeprüfung braucht.

    Bevor du weggehst, schau, dass er Zeit hat, zur Ruhe zu kommen. Dass er nicht völlig hochgedreht, hibbelig von einem Spaziergang heim kommt.

    Und tu dir selber und deinem Hund einen Gefallen: Lass ihn nicht mehr alleine, bis ihr das richtig üben konntet. Hast du niemanden, der auf den Hund mal ein paar Wochen aufpassen kann, damit er nicht immer wieder in diese Spirale um Frust und Verlust gedrängt wird? Du wirst das nicht aussizten können und nur von Auslastung alleine wird sich das Problem auch nicht lösen. Und es reicht auch nicht, nur am WE zu üben, da er ja praktisch 5 Tage wieder zurückgeworfen wird, jeder Fortschritt vom WE ist also am Dienstag spätestens wieder dahin.

  • Faesa; schönes Bild übrigends, die anderen natürlich auch. :D
    Also mit dem Bleib hab ich ja so meine Probleme. Er macht es nur mit direkten Augenkontakt, dreh ich ihm den Rücken zu springt er hoch. Gehorsamstraining machen wir auch viel. Aber ich mach mehr auf Handzeichen. Aber bei dem Training geht er richtig ab.
    Wir haben heut entschieden dass er morgen nicht mehr in die Box kommt. da er wo ich nach Hause gekommen bin die Seitenwände der Nase sich aufgeschürft hat. Und da hörts auf. Leider habe ich niemanden der auf ihn aufpassen kann, da alle arbeiten müssen. Iss schon alles blöd. :sad2:

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