Hyperaktivität
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Hallo zusammen
Vor einigen Jahren haben wir ein hund aus dem Tierschutz geholt. Was wir nciht wussten und sich erst später herausstellet: Er war Ansgtaggressiv und sobald man vor die Tür ging wurde alles permanent angebellt (nach einer Eingewöhnungsphase von 2 Wochen).
Nun ja das haben wir mittlerweile durch Vertrauen und guten Trainern im Griff. Was da schon Auffällig war:
Es gab Unterschiede zwischen "Normalen" bellen und absoluten reinsteigern.
Der Ta meinte irgendwann mal nachdem wir verschiedene Situationen geschildert hatten er sie Hyperaktiv und hat ihm homöopathische Mittel verschrieben die absolut nichts gebracht haben.Er ist extrem lernbegierig. Zum beispiel konnte er fast alle Agility AUfgabem auf anhieb aber er dreht dabei so auf das er nur noch renne und machen und tun ist und dann rum bellt. Das lässt er sich zwar verbieten aber er kann es im gewissen Sinne einfach nicht unterdrücken. Er ist völlig aufgedreht und das noch Stunden danach.
Ich bin mit ihm dann zum Dog Dancing/Tricksen gekommen. Auch da lernt er eigentlich viel schneller als der Rest usw aber er freut sich so sehr auf die Arbeit das er teilweise nichts mehr um sich herum mit kriegt, so unbedingt was machen will das er uns missversteht und einfach extrem aufdreht. Rennen können wir schonmal gar nicht sondern alles ganz ruhig und in regelmäigen abständen müssen wir ihn in einer Ecke ablegen lassen und erstmal zur Ruhe kommen lassen.Er wird eigentlich sehr gut und viel (auch kopfmäßig) ausgelastet. Wir würden gern noch mehr machen, aber es geht einfach nicht. Da er dann anfängt wie wild um sich zu bellen und Kommandos misszuverstehen. Er ist so begierig aufs arbeiten das er komplett durchdreht. Wie gesagt durch ein "Nein" weiß er das es falsch war und legt sich sofort hin und ist still, aber sobald man ganz ruhig weiter machen will geht das weiter.
Auch vorher stundenlang austoben lassen bringt gar nichts.
Wenn ihn etwas aufregt (Schubkarre z.B.) regt er sich selbst damit ab das er sich einen Ball schnappt und damit hin und her rennt.DIe Aggressionen auf der Straße haben wir zum großen teil damit im griff bekommen ihn zu fordern und ihm Aufgaben zu stellen an denen er sich "abregen" kann.
So weit klappt das ja gut, nur ich würde gerne einen Hundesport (am liebesten Dog-Dancing) mit ihm weiter machen, weil er extrem lernfähig ist. Aber das geht nicht wenn er so aufdreht das er selbst mich manchmal anbellt oder gar anknurrt weil er vor Eifer nicht versteht was ich eigentlich meine...
Habt ihr Erfahrungen mit so etwas?
Lg
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Dies mit dem Bellen kenne ich bestens von meinen Pulis, ich versuche immer, schon im ersten Ansatz dies zu unterbinden, denn sobald sie richtig im Bellen sind, waren sie kaum noch zu stoppen.
Was die Auslastung angeht, kann ich auch nach vollziehen, da sich auch Pulis sehr schnell hochpuschen. Aus diesem Grund würde ich bei Apaly NIE Agility machen, ich ziehe die gelenkschonendere, nicht auf Zeit arbeitende Dog Balance vor, wohl auch unter Mobility bekannt?
Wie wäre es mit Fährtenarbeit?
Inzwischen ist es bei mir so, daß ich rigoros alles abbreche, sobald die Kläfferei wieder anfangen sollte, und dann: Aussitzen, aber dazu braucht man Zeit und Nerven*g*
Vielleicht wäre es auch sinnvoll, einen THP zur Rate zu ziehen, damit unterstützend Bachblüten gegeben werden, aber dazu muß man sich auskennen und dies können viele TÄ eben nicht.
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Was für eine Rasse oder Mix ist er denn?
Du könntest es mal damit versuchen, ihn getreidefrei zu ernähren. Und dann verstärkt Übungen zur Impulskontrolle machen. Die Idee mit dem Fährten gefällt mir auch. Oder irgendeine Nasenarbeit (auch Mantrailing z.B.) eben.
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Ganz wichtig bei derartigen Hunden:
Nicht zuviel Abwechslung. Einen sehr regelmäßigen Tagesablauf. Beschäftigung, die aufdreht gar nicht machen. Auf keinen Fall zur Beschäftigung Dinge werfen und nicht "auspowern". Das macht alles nur noch viel schlimmer.
Runterfahren. Nicht länger als zwei Stunden Gassi, keine "Beschäftigung" zwischendurch, wenn mölgich zwischendurch reine Leinen-Gassi-Gänge, in denen der Hund nicht rumflippen kann.
Außerdem eine wirklich sinnvolle Beschäftigung suchen. Bei derartigen Exemplaren geht eigentlich nur eines: Sucharbeit. Ist der Hund schon ein Spielzeugjunkie, dann ohne dieses. Dann würde ich Mantrailing oder Schleppspuren machen. Und nur diese eine Beschäftigung.
Ob die Beschäftigung für den Hund passend war, erkennt man übrigens daran, dass der Hund sich danach ganz ruhig in die Ecke legt. Wenn er noch ewig braucht, um sich von der Beschäftigung wieder zu beruhigen, dann hast Du genau Gegenteiliges erreicht
Selbiges gilt für Gassi gehen. Ist der Hund danach total aufgedreht, solltest Du was ändern...Normalerweise dauert es gut vier Wochen bis man merkt, dass sich was ändert. Dafür muss man das Entstressungsprogramm allerdings auch durchziehen.
Viele Grüße
Corinna -
Danke für die antworten.
Er kann "suchen" wir haben es bisher nur noch nicht azf Maintrailing etc aufgebaut. Wir haben z.B. Suchspiele nach leckerchen eingesetzt um in in den ersten Phasen von seinem Bellen abzulenken (also sobald ein Hund o-ä. kam ihn suchen lassen) das braucht er aber nicht mehr. Aber wir verstecken halt hin und wieder Dinge die er durch schnüffeln sucht, aber noch kein gezieltes Training.
An Fährten hatte ich auch schon gedacht, nur ich würde ihn gerne erstmal das Jagdtraining "zu ende machen". Er jagd leider sehr extrem (war mal 16h weg) danach haben wir ihn kaum noch lose gemacht. Hatten zar mit unserer Trainerin angefangen zu üben und hat auch bestens geklappt, aber es war einfach die Angst da. Habe vor kurzem wieder angefangen und es klappt super! aber ich kann schlecht fährten machen wenn wir den Jagdtrieb noch nciht komplett umgelenkt haben, oder?
Er ist eine absolute PromenadenMischung aber wir schätzen es ist aufjedenfall Border-Terrier drin.
Wir hatten schon den tip so wenig wie möglich Mais, was wir umgesetzt haben. Momentan probiere ich den Rest der Fam von barfen zu überzeugen, was aber nicht hoppla hopp geht.Das abbrechen mache ich auch, klappt auch. Nur sobald ich dann weiter mache fängt er wieder an.
In der Huschu dreht er auch immer so extrem auf und ich ignorier ihn dann z.B. richtig lange. Ich habe die Geduld, meine Trainerin auch - aber den anderen Platzen die Ohren
Lg
Edit:
Hab das gerade mal ausprobiert. Natürlich würde ich mir ncoh entsprechende Lektüre zu lesen.
Hab erst probiet ne kleine Spur zu legen, das fand er doof da nur das einzelne auf seinem Weg gesucht hat.
Dann hab ich einfach Leberwusrt Häufchen im Garten versteckt (der sehr groß ist). Erst ist er sinnlos drauf los gelaufen aber sobald er einen in der Nase hatte hat er gezielt danach geschnüfffelt und gefunden. Nur am Ende als er ncihts direkt gefunden hat hat er kurz gebellt weil er übefordert war, hab dann auch nach ich glaub 7 minuten oder so aufgehört damit er nicht überfordert ist. Er ist trinken ggegangen und hat sich dann hingelegt.Er hat wirklich den kompletten Garten abgesucht, kann davon ja mal nen Foto machen ist sehr viel strecke

Was gäbe es denn für Bücher dazu? Und welche Varianten?
Will auch nochmal mit meiner Trainerin sprechen. Sie bietet zwar sowas nicht gezielt an hatte in ihren Workshops aber mal "Suchspiele" (leider hatte ich keine Zeit) und da sie selbst immer unterschiedliche Seminare besucht kann es gut sein das sie sich damit auskennt.
Sowas wie gezielte Fährten finde ich irgendwie für den Alltag unpraktisch da man ja eigentlich 2 Personen brauch, oder?
Lg
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hallochen.
auf alle fälle ruhe ruhe ruhe. so gut es geht den gleichen tagesablauf und feste rituale.
bodenarbeit und fährtensuche wären hier meine wahl.
zum fährten kannst du allein, zum maintrailing zu zweit. aber das ist zu schnell finde ich. ich würde mich auf das fährten spezialisieren.
kann man übringends gut mit dem antijagtraining verknüpfen, eben als alternative dazu.
wichtig ist das futter, es sollte getreidefrei sein, denn getreide kann die serotoninproduktion hemmen.
fang mit dem suchen langsam an. er muß erstmal verstehen um was es geht. und muß lernen sich zu konzentrieren, bei langsamer arbeit.
impulskontrolle auch ganz wichtig. müßte ja beim antijagtraining schon mit dabei sein. hier aber immer nur kurze einheiten sonst kommt er in die frustspirale.
lg sandra -
Zitat
Was für eine Rasse oder Mix ist er denn?
Du könntest es mal damit versuchen, ihn getreidefrei zu ernähren. Und dann verstärkt Übungen zur Impulskontrolle machen. Die Idee mit dem Fährten gefällt mir auch. Oder irgendeine Nasenarbeit (auch Mantrailing z.B.) eben.

Mal nen Blick auf´s Futter werfen und ggf. Getreidefrei füttern (gerade Leckerlies haben oft Farbstofffe, Konservierungsmittel die den Hund hochfahren, z.B. diese Hundewurst).
Nasenarbeit machen.
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