Rudelprobleme - Trainer gesucht
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Ich kann's auch nicht nachvollziehen, außer vielleicht, daß der Größenunterschied Probleme macht, aber sonst sind die Voraussetzungen doch ganz okay.
Naja zum einen sind die beiden tatsächlich ungfähr gleich stark (wenn man Alter, Dienstalter und Geschlecht betrachtet auf jeden Fall und ich denke, was Lotte an Körpergröße und -kraft fehlt, macht sie durch Selbstbewußtsein und Mut wieder wett.) Wären die Unterschiede deutlicher, wäre das Verhältnis vielleicht auch klarer.
Aber jetzt haben wir nun mal diese beiden. Da müssen wir irgendwie mit umgehen.
Und ja, spekuliert bitte weiter.
Mir ist schon klar, dass mir hier niemand einen wirklichen Rat geben kann, aber es hilft die unterschiedlichen Einschätzungen zu lesen. So kann ich meine Gedanken ordnen und manchmal sieht man selbst ja auch den Wald vor lauter Bäumen nicht.
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Hi,
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@ Trillian: verstehe ich und stimme ich dir zu. Darum werfe ich auch nur so Ideen ein
(allerdings a la "ginge evtl. was in der Art wie..." statt "mach doch mal dies und das", so ne Quali kann ich leider nicht bieten).Ich bin echt gespannt, wie wohl jeder hier, der hier mitschreibt, wie die Termine mit den Trainern werden!!! *daumendrück*
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Hallo zusammen,
ich habe ein ähnliches Problem, aber mit 2 Rüden (10 Monate alt). Habe auch schon deshalb hier nachgefragt, was ich tun soll.
War ganz interessant, was so geschrieben wurde.
Bei mir ist es so, daß ich einen Rüden (Kurzhaardackel) von klein auf habe (8 Wochen) und den anderen (Rauhhaardackel) gerade einmal 6 Wochen. Beides sind Zwerge. Der Rauhhaar ist aus schlechter Haltung und ich habe mich überreden lassen, ihn dazu zunehmen. Das Problem fing an, alswir in Urlaub waren und die Nachbarn euch einen Rüden hatten. Der Kurzhaar und der andere Rüde gingen aufeinander los. Beide waren angeleint und kamen eigentlich nicht zueinander. Der Kurzhaar ging daraufhin einfach auf den Rauhhaar los. Seitdem war das Zusammensein nicht mehr ohne Probleme. Ich bin auch sofort dazwischen gegangen, sobald ich meine, es wird mit der Kabbelei ernst und habe beide mit Wasser naßgespritzt.
Am Wochenende hat der Kurzhaar am Rhein einen Angelhaken mit Fischstück geschluckt und mußte Notoperiert werden. Als ich ihn am Dienstag nach Hause holte, ging er sofort auf den anderen los, so daß ich den Rauhhaar erstmal zu Bekannten gegeben habe. Wie es weitergehen soll, weiß ich nocht nicht. Möchte auch keinen von beiden abgeben.
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Ach, eine Leidensgenossin, wie schön.... (Jetzt nicht so schön für Dich und Deine Hunde, aber tröstlich, damit nicht allein zu sein.)
Ich stell mir ständig eine Frage, auf die mir hier auch keiner eine Antwort geben können wird. Aber ich lass Euch trotzdem mal an meinen Gedanken teilhaben.
Wenn die Trainer sagen sollten, das kann man nicht durch Training beheben, wäre das zwar schrecklich, aber das weitere vorgehen wäre klar: Ein Hund müßte ausziehen.
Wenn aber die Trainer sagen sollten, das kann man trainieren, dann traue ich mir das Training an sich auch durchaus zu. Ich kann mir nur im Moment nicht vorstellen, dass ich mich irgendwann mal wieder trauen könnte, die beiden Hunde wieder ungesichert zusammen zu lassen. Ich hab jede Nacht Alpträume, in denen Lotte so eine Auseinandersetzung nicht übersteht. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, wie viel Glück wir bisher hatten.
nachdenkliche Grüße
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Wenn aber die Trainer sagen sollten, das kann man trainieren, dann traue ich mir das Training an sich auch durchaus zu. Ich kann mir nur im Moment nicht vorstellen, dass ich mich irgendwann mal wieder trauen könnte, die beiden Hunde wieder ungesichert zusammen zu lassen. Ich hab jede Nacht Alpträume, in denen Lotte so eine Auseinandersetzung nicht übersteht. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, wie viel Glück wir bisher hatten. nachdenkliche Grüße
Hallo Trillian,
kann ich verstehen. Es ist klar, daß du im Augenblick in erster Linie durch die kürzlich erfolgten schlimmen Vorfälle geprägt bist. War bei mir am Anfang auch so. Ich glaube aber, daß sowohl ein strukturierter Trainingsplan und das, was du in nächster Zeit über eure Hunde lernen wirst, sehr dabei helfen werden, ein bißchen zu relativieren und dein Vertrauen zurückzugewinnen.
Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich habe wirklich unglaublich viel über die Kommunikation zwischen unseren Hunden gelernt durch diesen Vorfall, so daß ich jetzt viel schneller und besser einschätzen kann, wie sich eine Situation entwickelt. Dazu wirst du durch das Training ja gezielt Maßnahmen zur Deeskalation lernen, die du dann einsetzen kannst. Die Anspannung wird automatisch nachlassen, wenn du Erfolgserlebnisse siehst, und wenn du selbst wieder lockerer wirst, werden es die Hunde vermutlich auch.
Klar, ein restrisiko bleibt immer, aber das bleibt letztlich überall. Du kannst auch draueßn unvermittelt auf einen Der-tut-nix-Hund treffen, der meint, sein Mütchen an Lotte kühlen zu müssen. Und du hast bei euren beiden den Vorteil, daß du die Auslöser kennst und noch besser kennenlernen wirst, so daß du rechtzeitig eingreifen kannst.
Dennoch würde ich nachwievor empfehlen, beide (!) Hunde an einen Maulkorb zu gewöhnen. Vielleicht wird es dir damit anfangs leichter fallen, sie zueinander zu lassen, denn dann kann ja nichts wirklich schlimmes passieren.Ich hatte gewissermaßen Glück, daß mein Freund die Auseinandersetzung ja nicht live erlebt hat und er somit viel unbefangener mit den Hudnen agieren konnte, was mir dann wieder mehr Selbstsicherheit gegeben hat, als ich sah, daß sich die beiden Krawallschachteln sich recht gut an unsere Vorgaben hielten. Vielleicht könnt ihr zwei euch auch gegenseitig bestärken?
Das, was ich bisher von euren Nasen gelesen habe, klang ja nicht nach Erzfeindschaft, sondern in erster Linie nach auslöserbedingten Streitigkeiten, die dann halt bei Hündinnen wohl tatsächlich einfach heftiger ausfallen als bei Rüden. Wenn ich daran denke, als ich unsere beiden anfangs durch ein Gitter gerennt habe: die haben sich nicht freundlich beleckt, die haben sich belauert! Insofern scheint da doch echt 'ne gute Basis bei euren beiden vorhanden zu sein.
Und ja, vielleicht entspannt sich die Lage ja auch, wenn die sache mit Lottes Hormonstatus geklärt wird. Ihr habt doch bald wieder einen Termin in Hochmoor, nicht?Wird schon wieder!

Liebe Grüße,
Anja -
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Hi Trillian,
ich kann Dich irgendwie ganz gut verstehen.

Was auch immer am Ende bei der ganzen Geschichte rauskommen wird, wichtig ist vor allem, daß Ihr beide nun zusammenarbeitet, gleich konsequent seid, und gemeinsam eine Entscheidung trefft.
Und wenn es irgendwie gehen sollte, dann werde ich Euch auch helfen.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
ich schließe mich meinen Vorrednern an *mutmach*
und am anfang kannst du sie ja einfach nur gesichert allein lassen
das sind paar stündchen 2 mal die woche?
da hätt ich keine bedenken wegengipsy kann schon seit 5 monaten perfekt allein bleiben *danke trillian, ohne dich hätt ich das training nicht durchgestanden* und ich mache immer noch die aufnahme an, um zu hören, ob sie gebellt hat und höre mir die hohen ausschläge immer noch an und analysiere das ggf. bellen...
das beeinflusst den hund zwar nicht so stark wie ein maulkorb während frauchens abwesenheit, aber ich mein halt nur, so als vergleich

oder, du tust doch lotte eh in eine box, damit sie in ruhe ihr leckerle fressen kann? dann mach das doch weiterhin so, und trudis ggf. angriffen ist sie dadurch auch nicht schutzlos ausgesetzt
da sehe ich eigentlich die allerwenigsten probleme
und wer weiß, du bist so konsequent und geduldig, durch viel training entspannt sich vielleicht, wie die vorredner schon sagen, die lage wieder so weit, dass ihr sie nach ner weile sogar ungesichert allein lassen könnt!
die alpträume sind normal, da du dich so viel mit dem thema beschäftigst in gedanken. das vergeht wieder.
ich hab anfangs ständig geträumt, gipsy würde stundenlang durchkläffen und meine nachbarn meckern und ich verliere die wohnung usw. total behämmert! aber so ist der mensch nun mal gestrickt

glg
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Wo Felle-Melle gerade Entspannung sagt...
Hast Du für die beiden ein Entspannungssignal? Pia wird das wahrscheinlich sowieso empfehlen, aber hier ahlt schon mal vorab.Entschuldige bitte, dass ich nur Überflogen haben, aber der "Überflug" hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass es ja eigentlich nur um Futter geht? Oder liege ich da falsch?
Falls das so ist, oder falls das jedenfall ein Hauptproblem ist, kann man das doch ganz gut trainieren, und wenn man nicht trainiert, gut Managen.
Man muß eben immer höllisch aufpassen, das nirgendwo irgendetwas Essbares rumliegt.Gedankenanstoß, falls noch irgendwelche Zwischenfälle waren, wo ihr Euch nicht wirklich erklären könnt woran es liegt, weil da kein Futter im Spiel war:
Es so extreme Ressourcenverteidiger geben, die Den Ort verteidigen, wo es irgendwann mal Futter gegeben hat. Den Ort wo das Futter herkommtn (Schrank, Schublade, bestimmter Raum...) oder irgendwas anderes, was irgendiw mit Futter verknüpft ist. Vielleicht reicht in gewissen Situationen auch Geruch von Futter (an Händen der Menschen, die unbeteiligt vorbei gehen, Leckerchen in Taschen oder Futterbeuteln...) oder in Kochtöpfen.Ich habe regelmäßig eine ewig futterneidische JRT zum Sitten hier. die sichere ich ab, gebe eine anderen Hund Futter, und sie bekommt essen für "sehen wie ein anderer Hund frisst" und zwar nicht zu knap!
Da sie erstaunlich tiefe Löcher machen kann mit den relativ kleinen Zähnchen, werte ich es als enormen Fortschritt, dass ich ihr inzwischen ohne Maulkorb ohne Leine einen anderen, fressenden (nicht futterneidischen) Hund vor die Nase setzen kann und sie mich anguckt und sagt: rück mein Essen raus, ich weiß, es kommt nur von Dir und nicht aus DEM Napf!!
Sie kommt nur alle paar Monate für eine Woche, seit drei Jahren, und ist zu Hause "Einzelkind", dass das Futter tagelang im Napf stehen läßt, weil sie da nicht mag...
Hier würde sie einen ganzen Futtersack auf einmal verschlingen, weil es könnte ja sonst von jemand anderem gegessen werden
PS: ERzähl wie es bei Pia war!!
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Ich habe noch in einem anderen Forum nachgefragt, was ich machen sollund auch da wurde mir geraten, die Hunde räumlich zu trennen. Als die erste Attacke kam, habe ich sie in einem Zimmer getrennt an der Leine gehabt. So ca. 2 m lang jeder. Sie konnten also beide zu mir aber nicht zueinander. Das hat ganz gut geholfen und Nachts schläft der mit den älteren Rechten bei mir im Bett und der andere wird auch wieder außer Reichweite angebunden auf seinem Kissen. Da schlief er immer schon.
Tagsüber habe ich es dann nach einer Zeit probiert und es hat auch geklappt mit beiden ohne Leine. Wenn ich meine, daß die Stimmung umschlägt, spritze ich beide mit einer Blumenspritze naß. Sie hören dann sofort auf und jeder geht in seine Ecke.
Jeder sagt mir, daß es nicht gut gehen wird, aber ich möchte eigentlich auch keinen von beiden abgeben. Habe mir das leider angetan, ohne zu überlegen. Ich dachte, daß sie noch jung sind und zusammen groß werden können. Sie spielen ja draußen auch zusammen.
Du bist bei einem Trainer? Was sagt der denn? Ich habe noch keine Hundeschule besucht, auch nicht mit der Dogge.
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Wo Felle-Melle gerade Entspannung sagt...
Hast Du für die beiden ein Entspannungssignal? Pia wird das wahrscheinlich sowieso empfehlen, aber hier ahlt schon mal vorab.Nein, habe ich nicht.
Um ehrlich zu sein, wollte ich mich damit schon seit einer Weile befassen. Aber irgendwie raff ich das nicht so ganz. Aber vermutich wird Pia es so erklären können, dass selbst ich es raffe...Hoffe ich...Allerdings waren die Hunde immer entspannt. Die Hunde haben immer auf ihren Decken oder irgendwo im Raum gelegen. Dann hat Lotte sich bewegt - aus meiner Sicht nicht anders als sonst auch - und plötzlich ist Trudi auf sie los.
ZitatEntschuldige bitte, dass ich nur Überflogen haben, aber der "Überflug" hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass es ja eigentlich nur um Futter geht? Oder liege ich da falsch?
Kein Problem. Dein Eindruck ist richtig, es geht nur um Futter. (Wobei es eine Phase gab, in der es um Macht ging, und Lotte deutlich provoziert hat. Das ist aber mit Auszug des Rüden wieder vorbei.)
ZitatFalls das so ist, oder falls das jedenfall ein Hauptproblem ist, kann man das doch ganz gut trainieren, und wenn man nicht trainiert, gut Managen.
Man muß eben immer höllisch aufpassen, das nirgendwo irgendetwas Essbares rumliegt.Tja, das ist so eine Sache.... In der Theorie klingt das so einfach, in der Realität würde das aber unser aller Lebensqualität erheblich einschränken. Vor allem, weil wir einen gemeinsamen Wohn/Essbereich haben. Hätten wir eine abgetrennte Küche wäre es womöglich einfacher...
Meine Sorge beleibt, dass die Folgen eben wirklich schwerwiegend sein können, wenn wir das mit dem Management mal versauen. Da kann dann ein kleiner Fehler von uns gravierende Folgen für Lotte haben. Ich frage mich halt immer, ob es richtig ist, sie diesem Risiko auszusetzen.
Meine Sorge ist nicht das Training, der damit verbundene Aufwand oder so. Im Gegenteil, im Grunde freue ich mich auf die Herausforderung.
Meine Sorge ist der Punkt, wo man nach der Trainingsphase in den Alltag übergehen muß.
ZitatGedankenanstoß, falls noch irgendwelche Zwischenfälle waren, wo ihr Euch nicht wirklich erklären könnt woran es liegt, weil da kein Futter im Spiel war:
Es so extreme Ressourcenverteidiger geben, die Den Ort verteidigen, wo es irgendwann mal Futter gegeben hat. Den Ort wo das Futter herkommtn (Schrank, Schublade, bestimmter Raum...) oder irgendwas anderes, was irgendiw mit Futter verknüpft ist. Vielleicht reicht in gewissen Situationen auch Geruch von Futter (an Händen der Menschen, die unbeteiligt vorbei gehen, Leckerchen in Taschen oder Futterbeuteln...) oder in Kochtöpfen.Genau so ist es mit Trudi. Eigentlich nur so. "Offizielles Futter" ist eigentlich kein Auslöser (mehr)
Wir hatten uns mit dem Thema eigentlich ganz gut arrangiert. Trudi wußte: Alles Futter gehört den Menschen und wird von den Menschen zugeteilt. Lotte wußte, wenn Futter nicht den Menschen gehört, gehört es Trudi und ich halte mich fern.
Zu Zwischenfällen kommt es eben in den von Dir beschriebenen Situationen. Dann ist uns Menschen gar nicht klar, dass da Futter ist. Dementsprechend beanspruchen wir es nicht für uns. Lotte weiß auch nicht, dass da Futter ist, deshalb meidet sie es nicht. Trudi ist zunehmend wütend, dass Lotte nicht rafft, dass Futter tabu ist. ---- soweit zumindest meine Theorie
ZitatIch habe regelmäßig eine ewig futterneidische JRT zum Sitten hier. die sichere ich ab, gebe eine anderen Hund Futter, und sie bekommt essen für "sehen wie ein anderer Hund frisst" und zwar nicht zu knap!
Da sie erstaunlich tiefe Löcher machen kann mit den relativ kleinen Zähnchen, werte ich es als enormen Fortschritt, dass ich ihr inzwischen ohne Maulkorb ohne Leine einen anderen, fressenden (nicht futterneidischen) Hund vor die Nase setzen kann und sie mich anguckt und sagt: rück mein Essen raus, ich weiß, es kommt nur von Dir und nicht aus DEM Napf!!
Sie kommt nur alle paar Monate für eine Woche, seit drei Jahren, und ist zu Hause "Einzelkind", dass das Futter tagelang im Napf stehen läßt, weil sie da nicht mag...
Hier würde sie einen ganzen Futtersack auf einmal verschlingen, weil es könnte ja sonst von jemand anderem gegessen werden
So habe ich mit Trudi auch die Fütterungszeremonie trainiert. (oder so ähnlich) Auch das Leckerchen verteilen klappt problemlos.
ZitatPS: ERzähl wie es bei Pia war!!
Klar mach ich das.
Euch allen nochmal vielen Dank für die vielen Anregungen, Ideen, Ratschläge, Denkansetze und lieben Worte.
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