Bleibt nicht allein zu Hause Dringend!!!!!!!

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  • Wir haben am Freitag einen Hund aus dem Tierheim geholt die zur Probewoche bei uns ist. Hündin, ca. 7 Jahre alt.
    Unser Problem ist das sie sofort heult und bellt wenn wir sie alleine lassen. Wenn wir nur zum Müll gehen macht sie schon ein Heulkonzert. Wenn sie nachts nicht ins Schlafzimmer darf jault sie ebenfalls wie ein Schlosshund.
    Leider müssen wir sie auch mal alleine lassen (einkaufen und 3-4 Stunden arbeiten etc.)
    Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus zur Miete und wenn sie da so einen Terror macht gibt das bald Ärger.
    Wir haben bis Freitag den 14.08.2009 Zeit uns für oder gegen den Hund zu entscheiden und ansonsten ist sie spitze. Es wäre für uns echt doof sie zurückgeben zu müssen, aber wenn wir das nicht schnell in den Griff kriegen müssen wir sie zurückgeben. Habt ihr vielleicht eine Idee und Tipps was wir machen können??????????? Bitte helft uns!!

  • Hi!

    Der Hund muss das Alleine bleiben (auch wenn er es schon einmal konnte) bei euch erst neu lernen. Das kann unter Umständen auch dauern, denn ihr solltet dabei in kleinen Schritten vorgehen.
    Für die erste Zeit wäre sicher eine Betreuung während eurer Arbeitszeiten nötig. Vielleicht findet ihr einen Hundesitter (Freunde, Nachbarn, ...) die den Hund in dieser Zeit zu sich nehmen?

    Darf sie denn im Schlafzimmer schlafen? Ist sie dann ruhig und entspannt?

    Läuft sie euch in der Wohnung immer hinterher oder bleibt sie schon mal liegen?

  • Suche hier im Forum mal, da gibt es bereits einige Threads dazu. Ansonsten kann ich nur sagen, da habt ihr noch ein ganzes Stückchen vor euch und bis das klappt benötigt ihr auch tolerante Nachbarn...

  • Ihr müsst das Alleinsein langsam steigern. Mit der Zeit anfangen, in der sie noch nicht heult oder bellt - auch wenn das nur Sekunden sind. Ihr dürft nicht reinkommen, wenn sie gerade jault oder bellt - sondern vorher!
    Normalerweise ergeben sich diese kurzen Zeiten im Zusammenleben, weil man die Zimmer wechselt und der Hund nicht immer hinterher läuft (bzw man ihn nicht immer hinterher laufen lässt).
    Das Steigern der Zeit geht dann in Sekunden, später minutenweise weiter.
    Das ist nicht in einer Woche zu schaffen...

    Und die Hündin ist ja so frisch bei euch, muss sich eh erst eingewöhnen, Bindung und Vertrauen aufbauen. Wer weiß, was sie vorher erlebt hat.
    Ich will es nicht schwarzmalen, aber es gibt auch Hunde, die das Alleinsein aufgrund ihrer Vorgeschichte nicht mehr ertragen.
    Der Hund ist ja prinzipiell ein soziales Wesen und muss sich deshalb erst an das Alleinsein gewöhnen. Wenn diese Gewöhnung nicht stattfindet oder gestört wird, kann's sehr schwer werden bis gar nicht gehen.

    Ich denke, das es schaffbar ist, dass der Hund die Zeit für Müllrunterbringen usw alleine bleiben lernt (weil das kurz wie Zimmer wechseln ist), aber einige Stunden...das kann dauern oder in seltenen Fällen auch gar nicht gehen.

    Wurde euch vom Tierheim etwas dazu gesagt, ob der Hund Alleinsein gewohnt ist?

    Könnt ihr euch nicht eine Unterbringung vorstellen für eure Arbeitszeiten?


    Ich finde diesen Zeitdruck von einer Woche unerträglich...

  • Ohje, eine Testwoche? Der arme Hund wenn er wieder zurück muss... :schockiert:
    Also, aus eigener Erfahrung mit einem 3. Hand Hund kann ich euch sagen dass es lange dauern kann bis es klappt.
    Wie lange habt ihr denn Urlaub? Ihr werdet ja sicherlich jetzt noch nicht gleich arbeiten gehen, oder? Ich würde den Hund erstmal garnicht alleine lassen bis er kapiert hat dass er bleiben darf.
    Bei uns hat es einige Wochen gedauert bis er seine Verlassensangst los war. Das habe ich aber auch nur mit Hilfe einer Therapeutin geschafft. Im Moment arbeiten wir dran dass er keinen Bock aufs Alleine sein hat und bellt. Da muss er aber nun durch, wir haben aber auch das Glück eines freistehenden Einfamilienhauses ohne Nachbarn.
    Gehe einfach davon aus, dass dieser Hund durch den Wechsel fürchterlich verunsichert ist und nicht kapiert was mit ihm im Moment passiert.
    Ich würde an eurer Stelle it den Nachbarn reden und ihnen die Sachlage erklären. SUcht euch eine gewaltfreie Trainerin die EInzelstunden anbietet und auf sowas spezialisiert ist.
    Ich drücke euch die Daumen und hoffe dass der Wauzel bleiben darf. :smile:

  • Also wir unterbinden in der Wohnung jegliches hinterherlaufen und das klappt gut. Wenn wir sie einige Zeit ca. 5 Minuten innerhalb der Wohnung in einem Zimmer aussperren klappt das auch. Wenn wir ins Bett gehen klappt das auch ca. eine halbe Stunde bis sie anfängt (nein sie darf nicht im Schlafzimmer schlafen das ist für alle unsere Tiere tabu).
    Wenn wir aber nur den Müll rausbringen was ja nun wirklich nicht lange dauert macht sie gleich super Stress.

    Nach meiner Meinung hat sie innerhalb des 5 maligen spazierengehens im Tierheim und in der kurzen Zeit eine innige Bindung aufgebaut so das sie immer bei uns ist selbst wenn andere Hunde (kommt aus Rudelhaltung) mit ihr spielen wollen. Im Garten ohne Leine weicht sie nur ganz kurz von unserer Seite. Ich würde sagen die Bindung ist vielleicht schon etwas zu eng, wenn man das so nennen kann.
    Leider wusste das Tierheim nicht ob sie alleine bleiben kann.
    Es gibt für uns auch keine Möglichkeit sie anders unterzubringen. Sie muss also leider alleine bleiben.
    Natürlich müssen wir sie nicht nach einer Woche zurückgeben sondern können sie dann übernehmen. Aber ich möchte sie dann ja auch nicht in ein paar Monaten wieder zurückbringen weil mein Vermieter sie rausschmeisst. Ich finde das wäre auch dem Hund gegenüber nicht fair.

  • Der Unterschied beim Müllrunterbringen kann sein, dass sie die Haustür schließen hört.

    Es ist eine blöde Situation, keine Frage. Aber ich denke, ihr müsst in euch gehen, wie ihr die nächste Zeit mit einem Hund überstehen könnt, der nicht Alleinebleiben kann. Also den Tatsachen ins Auge sehen.

    Habt ihr ein Auto? Ist sicher nicht ideal, aber evt kann der Hund, wenn er gerne im Auto ist, dort besser alleine bleiben als zu Hause. 3-4 Std im Auto würde ich in einer solchen Situation für vertretbar halten - wenn der Hund entspannt ist, wird er in der Zeit schlafen. (Als Not- und Übergangslösung während des Alleinseintrainings).

    Es ist schön zu lesen, dass der Hund sich schon so auf euch bezieht. Aber eine wirkliche Bindung kann das innerhalb der kurzen Zeit nicht sein. Das merkt ihr auch daran, dass ihr für ihn verschwindet, wenn ihr aus der Türe seid. Bindung heißt auch, dass er "weiß", dass ihr wiederkommt. Es ist gerade vielleicht mehr ein Klammern an euch.

  • Zitat


    Ich würde sagen die Bindung ist vielleicht schon etwas zu eng, wenn man das so nennen kann.

    Das glaube ich nicht. ;)
    Zu einer guten Bindung gehört jede Menge Vertrauen, zu eng kann die Bindung nicht sein. Ich denke der Hund hat "Angst" euch wieder zu verlieren, ihm fehlt noch die Sicherheit. Er hat noch nicht verstanden, dass ihr immer wieder kommt.
    Meiner Meinung nach ist ein Hund der eine gute Bindung zu seinem Besitzer hat auch in dessen Abwesenheit entspannt daheim. Weil er weiß, dass der Besitzer wieder kommt und weil er weiß, dass er sich nicht kümmern muss (also nicht kontrollieren, ...).
    Ich denke ihr müsst dem Hund Zeit geben in der er sich einleben kann und sich sicherer fühlt. Erwartete nicht zu viel auf einmal.

  • Zitat


    Habt ihr ein Auto? Ist sicher nicht ideal, aber evt kann der Hund, wenn er gerne im Auto ist, dort besser alleine bleiben als zu Hause. 3-4 Std im Auto würde ich in einer solchen Situation für vertretbar halten - wenn der Hund entspannt ist, wird er in der Zeit schlafen. (Als Not- und Übergangslösung während des Alleinseintrainings).

    Bei den aktuellen Wetter keine gute Idee - da würde ich meine Hunde nicht mal 5 Minuten im Auto lassen ...

    Fangt langsam an. Zuerst müsst ihr begreifen, dass der Hund Angst hat. Neue Umgebung, neue Gerüche, neue Geräusche. Auch wenn die Maus 7 Jahre alt ist, heisst es nicht das sie erzogen ist ;)

    Zur Nacht: Bringt ein Kindergitter an, so dass sie euch sehen und riechen kann. So wird sie wesentlich ruhiger werden und ihre Ängste ein wenig abbauen.

    Am Tage: Ganz am Anfang anfangen. Geh aus dem Zimmer, macht die Tür zu - dann gleich wieder aufmachen und reingehen. Und den Hund loben. Dann gehst du für 10 Sekunden aus dem Zimmer und schließt die Tür. Dann die Zeiten steigern. Wenn ihr merkt das sie jault, dann verkürzt ihr die Abstände wieder ein wenig.

    Ihr wisst nicht was mit dem Hund war, woher er kommt, was er durchgemacht hat. Lasst es also langsam angehen und gebt der Maus Zeit.

    Und wenn ihr wieder arbeiten geht und sie kann nicht alleine bleiben, dann sucht euch übergangsweise einen Hundesitter bevor sie das Haus zusammenbellt.

    Es gibt kein Wundermittel welches innerhalb von wenigen Tagen wirkt. Wenn ihr Glück habt, lernt der Hund innerhalb von 2 Wochen alleine zu bleiben. Wenn ihr Pech habt, dauert es einige Monate. Man kann hier keinen Erfolg erzwingen, sondern echt nur Geduld haben.

  • Zitat


    Bei den aktuellen Wetter keine gute Idee - da würde ich meine Hunde nicht mal 5 Minuten im Auto lassen ...


    Stimmt. Ich meinte auf keinen Fall, den Hund umzubringen :hust:

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