• Hallo Helen,

    ich würde eine Kernspintomographie machen lassen, um evtl. Veränderungen im Gehirn nachzuweisen. Eine CT hat ihre Stärken eindeutig im Bereich der Knochen.
    Wichtig ist es auch deinem Tierarzt die genaue Vorgeschichte zu schildern.
    Wie oft hat der Hund schon gekrampft? Wie viel Zeit vergeht zwischen den Krampfanfällen? Je mehr Informationen, je besser kann dein Hund auf evtl. Medikamente eingestellt werden. Krampft ein Hund nur 1-2 im Jahr sollte man die Gabe von Medikamenten und deren Nebenwirkungen generell überdenken. Nebenwirkungen können Heißhunger, schwankender Gang, Magenreizung,...sein.
    Hundehalter, die Epilepsie-Hunde halten, sollten auch ein Notfallmedikament mit dem Wirkstoff "Diazepam" zuhause haben. Mit einem Diazepam-Zäpfchen (oder Klistier) kann man einen Anfall innerhalb von 2-3 Minuten beenden.
    Gruß
    Capetown :smile:

  • Das Mittel haben wir zuhause. Mit unserer Tierärztin ist schon alles abgeklärt soweit. Warten jetzt eigentlich nur, was weiterhin passiert. Er bekommt ja zur Zeit sehr gering dosierte Medis. Mal gespannt was weiterhin passiert.... Ich hoffe, dass die Anfälle weiterhin ausbleiben!!

    Liebe Grüße

    Helen

  • Hallo Helen,
    dafür sind Foren ja da, dass man sich gegenseitig weiterhilft und mich interessiert dieses Thema halt sehr.

    Ohne weitergehende Diagnostik (wie eben das schon erwähnte MRT/KernspinT) wird niemand etwas genaueres über die Ursache für die Krampfanfälle sagen können. Aber ich denke, bei Eurer ja sehr engagierten Tierärztin seid Ihr in guten Händen und die wird mit Euch eh noch besprechen, wie es diagnostisch weitergeht.

    Zu der Frage nach den Krampfanfällen aus dem Schlaf heraus - daß man daraus auf eine bestimmte Grunderkrankung schließen kann, glaube ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass dadurch, dass es ja unterschiedliche Schlafphasen mit ganz unterschiedlicher Gehirnaktivität gibt, eher da ein Zusammenhang besteht.

    Ob der Schlaf des Hundes schon so weit erforscht ist, wie der des Menschen, weiß ich nicht, aber ich weiß aus der Humanmedizin, dass in der REM-Phase z. B. gehäuft Herzinfarkte auftreten (leidvolle Nachtdienstler-Intensiv-Erfahrung....), einfach, weil da die Gehirnaktivität recht hoch ist und somit das Nervensystem auf Hochtouren läuft....

    So ähnlich könnte ich mir das auch mit dem Hundeschlaf vorstellen - nur mit dem Unterschied, dass Hunde ihren Schlaf ja über Tag und Nacht verteilen und somit auch die einzelnen Schlafphasen anders verteilt sind.

    Eine erhöhte Krampfbereitschaft beim Menschen wird auf jeden Fall beim vorzeitigen Aufwecken in der Tiefschlafphase beschrieben. Nur ist in der Tiefschlafphase die Gehirnaktivität eher gering - durch das Aufwecken werden dann offensichtlich so plötzliche, vermeintlich heftige Reize gesetzt, dass das Gehirn über-reizt ist und mit Krampfen reagiert.

    Wie man das allerdings in den ganz normalen Alltag mit Hund packen soll, weiß ich auch nicht. Jetzt, wo noch alles "neu" für Euch ist, ist am ehesten Beobachten, beobachten, beobachten angesagt, vielleicht sogar eine Art Hunde-Tagebuch in Stichpunkten. Manchmal kann man so nach einiger Zeit Regelmäßigkeiten feststellen, die einem ohne durch die Lappen gegangen wären.

    Liebe Grüße,
    Chris

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