Hund aus dem Tierheim! Probleme - Zurückbringen??

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  • Mmh, ich hatte als Kind und Jugendliche panische Angst vor Hunden, die sich Gott sei Dank mit der Zeit gelegt hat - bzw. ich habe an mir gearbeitet und habe immer mehr Kontakt zu Hunden gesucht. Dabei geholfen hat auch die Hündin meiner Eltern, die nach meinem Auszug angeschafft wurde.

    Im letzten Jahr haben mein Mann und ich uns dann für einen eigenen Hund entschieden. Meggie kommt aus Spanien und war etwa 9 Monate alt als wir sie bekamen.

    Bevor wir unsere Maus mitnehmen durften, hat mir Meggie Pflegefrauchen klipp und klar gesagt, dass ich mir drüber klar sein muss, dass ein eigender Hund auch Kontakt mit fremden Hunden "erzwingt". D.h. ich muss in der Lage sein mit bellenden, knurrenden und unter Umständen sich prügelnden und beißenden Hunden klar kommen. Wenn ich das nicht kann, dann muss ich mich gegen einen eigenen Hund entscheiden.

    Wir sind einige Male mit Meggie und der Pflegefamilie (3 eigene Hunde und neben Meggie mind. 1 weiterer Pflegehund) spazieren gegangen und waren auch dort zuhause. Als ich mich mitten im Wald zwischen 6 oder 7 Hunden hocken konnte ohne mich unsicher zu fühlen, war mir klar, dass es funktionieren kann.

    Heute bin ich sehr froh über die ehrlichen Worte, denn ab und an kommt es zwischen den Hunden auf dem Hundeplatz zu Zickereien, mit denen ich umgehen muss.

    Wenn ihr alle bereit seid an Euch und an Eurer Bine zu arbeiten, dann kann es klappen. Seid Euch aber bitte darüber im Klaren, dass es zu Situationen kommen kann, wo bellende und knurrende Hunde eine Rolle spielen. Evt. müsst ihr Eure Süße sogar mal vor einem Angriff schützen oder einen anderen Hund vor Bines Angriff. Wenn auch Deine Frau sich dazu in der Lage sieht, dann okay. Wenn nicht, sollte sie zumindest nicht alleine mit dem Hund spazieren gehen.

    Ich drücke Euch die Daumen, dass alles funktioniert und dass Deine Frau und v.a. auch Dein Sohn die Angst vor Hunden überwinden können, denn nur so könnt ihr alle zusammen mit Bine glücklich werden.

  • Zitat


    Negative Erfahrungen zu meiner Familie sind einfach, dass er z.B. richtig beißt, nicht zwickt!!!


    Das er richtig zubeisst, liegt an DIR zu vermeiden.
    Leider kann jeder Hund zum Beisser zu werden - und ich glaube langsam aber sicher, dass es viel schwieriger, als man glaubt, dass zu vermeiden. Leider ist es dazu nämlich durchaus nicht notwendig, einen Hund zu misshandeln.

    Zitat

    Sicherlich nicht toll für das Tier, aber der Versuch war wenigstens da diesem Tier ein besseres Zuhause zu geben, als im Heim


    Ja, ich glaube dir gerne deine ehrenwerte Motivation. Allerdings kommt es für Tierheimhunde v.a. darauf an, möglichst wohin vermittelt zu werden, wo sie bleiben können. Wenn sie dafür 2 oder 3 Monate länger im Heim verweilen müssen - egal. Hunde, die jung und gesund sind und bis dato noch nicht als problematisch aufgefallen sind, lassen sich noch relativ leicht vermitteln.
    Lange bleiben v.a. Hunde von der Sorte Kampfschmuser, Beisser (ob aus Angst- oder Dominzgründen egal), mehrfache Tierheimaufenthalte, schon sehr lange im Tierheim, mehrfache Besitzerwechsel bekannt, alt und/oder krank. Ich denke, wenn sich deiner so unproblematisch verhalten hat, wie von dir beschrieben, hätten sich auch andere Menschen für ihn gefunden. Allerdings, je öfter der Hund rumgereicht wird und wieder ins Tierheim zurück muss - desto schwieriger wird er werden. Ähnlich wie bei Heimkindern...

    Zitat

    Momentan nach dem heutigen Tag sind wir super zufrieden mit unserem Hund!
    3 Stunden durch den Wald gelaufen, viel gebalgt und gespielt, nun liegt er bei der Frau an den Füßen auf der Couch!


    :gut: :gut: Schön! Aber geht nicht davon aus, dass es so bleiben wird... Es könnte - aber eher unwahrscheinlich.

    Zitat

    Ich frage mich ehrlich gesagt, ob Ihr als Hundeführer geboren worden seit?? :gott:


    Absolut nicht. Ich wollte schon immer gerne einen Hund haben. Was mir aber - zum Glück - nie möglich war. Deshalb führe ich seit fast einem Jahr 4-5 mal die Woche im Tierheim Hunde Gassie. Und ich kann, denke ich wirklich froh sein. Denn dabei lerne ich immer mehr und immer noch, dass selbst einfache Hunde für mich nicht wirklich einfach sind. Da schnappt immer mal wieder mein Liebling beim Bürsten nach mir - weil ich ihm mit seiner Artrose versehentlich weh tue. Und ich weiss überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll. Oder eine wirklich alte Hündin beisst sich plötzlich mit einem Rüden - obwohl sie sich doch vorher immer mit (fast... :ops:) allen Rüden verstanden hat..., halb blind ist, schon deutliche Probleme leider mit dem Laufen hat, und auch sonst vollkommen friedfertig ist...

    "Mein" jetziger Hund - ein kleiner, sehr junger, verschmusster und verspieler Chiwhawha hat in seinen ersten Tagen durchaus keine Radfahrer und Jogger angebellt und wollte hinter denen her. Ein Tag laufen wir problemlos an einem anderen Rüden vorbei - und beim nächsten mal gibt es beim Selben schon von Weitem wieder großes Theater... Oder ich bekomme langsam den Verdacht, dass er Weibchen auch immer weniger mag...

    Im Tierheim kann man auch die Einlebeproblematik beobachten. In den ersten Tagen sind alle (!!!) Hunde ganz anders, als nach 3-4 Wochen...

    Zitat

    Scheinbar hat niemand von Euch jemals mit dem ersten Hund angefangen!? :???:


    Noch nicht. Ich bin mir aber trotzdem recht sicher, dass es nicht einfach wird. Nicht so einfach, wie ihr Euch das anscheinend vorgestellt habt.

    Zitat

    Wir werden uns eine private Trainerin zur Hand nehmen und alles geben, damit der Hund sein Zuhause, was er verdient hat, bei uns findet!


    Super!!!

    Ich glaube, es wird sich lohnen, wenn ihr dran bleibt und Bine so wenig zurückgebt, wie ihr Euren Sohn ins Heim oder zur Pflege gebt (und auch dazu würde ich euch raten, wenn er gewalttäg wäre und ihr machtlos und aus gutem Grund Angst vor ihm habt und andere Hilfsversuche von Aussen nicht viel gebracht haben - in etwa das selbe wie bei einem Hund. Zwei Familienmitglieder...)

    Deine Frau muss ihre Angst vor knurrenden, bellenden, schnappenden Hunden loswerden. Und auch vor einem Biss dürfte sie keine Angst haben. Denn dass man z.B. beim Versuch, ineinander verbissene Hunde zu trennen, was abbekommt, passiert leider schnell. Und selbst wenn nicht, gefährlich sehen Hundekämpfe immer aus. Selbst wenn sie normalerweise nicht zu ernsthaften Verletzungen führen sollten, weil zufälligerweise beide beteiligten Hunden sozialkompetent genug sind.

    Oder wenn der "friedlichste Hund der Welt" an der Leine abdreht und wild um sich schnappt und scheinbar nichts mehr mitbekommt, ausser seinen Erzfeind, auf den der um jeden Preis (und sei es sein Leben...) los muss...
    Und garade dann sollte man souverän bleiben und keinstesfalls Angst oder auch nur Schreck zeigen. Was mir des öfteren schon NICHT gelungen ist...

    Immerhin, als ich vor einem Jahr das erste Mal im Tierheim war, hatte ich - leichte - Angst vor allen fremden Hunden. Das hat sich aber wirklich ganz schnell gelegt. Und ganz sicher nicht, weil die TH-Hunde alle so ungefährlich, lieb und friedfertig sind ("meine" schon so ziemlich, aber die anderen ganz sicher nicht).

    Viel Erfolg!

    Wolfsspitzfan

  • Servus Leute,

    heute kommt einen private Hundetrainerin zu uns.
    Momentan läuft alles wirklioch super mit "bine".
    Läuft frei im Garten und hört sehr gut.
    Sie weiß scheinbar unser Vertrauen zu schätzen und zahlt es im Moment zurück!

  • Zitat


    Na zumindest haben wir keine Angst vor Hunden gehabt. ^^

    Oder vorher daran gearbeitet. Auch als Hundeliebhaber muß man keinen eigenen Hund gleich haben, wenn die Umstände nicht passen. Gassigänge im Tierheim sind eine gute Alternative.


    Zitat

    Hab erst angefangen zu lesen ..... aber ich kenne inzwischen eine Hundephobiker, die sich mit eigenem Hund von der Phobie kuriert haben! ich finde das eine super Idee!!!!

    Aber doch nicht unbedingt mit so einer Kanditatin? Meiner Meinung nach kann das mit diesem Hund ohne geeignete Führung böse in die Hose gehen, wenn sie schon Menschen anknurrt, weil diese durch den Garten laufen.

    Zitat

    Ich frage mich ehrlich gesagt, ob Ihr als Hundeführer geboren worden seit?? niedermayr anbeten

    Nö, hatte immer Angst vor Hunden. Bin dann jahrelang in ein Tierheim gegangen und hab dort geholfen. Mittlerweile habe ich gar keine Angst mehr, ginge auch gar nicht, soviel fremde Hunde wie ich ständig antreffe.

    Zitat

    Scheinbar hat niemand von Euch jemals mit dem ersten Hund angefangen!? grübel

    Doch na klar, aber mit einem unkomplizierten Hund, da es für mich nicht in Frage kommt, ein Tier zurückzuschaffen nur weil ich mir das vorher nicht richtig überlegt habe. ;)

    Zitat

    Sie weiß scheinbar unser Vertrauen zu schätzen und zahlt es im Moment zurück!

    Darauf würde ich mich nicht verlassen, warte mal, bis der Hund sich eingelebt hat.

  • Hallo stronger,

    Na hier wird ja von manchen hier wieder ein riesen Bohei um das Thema "wieder abgeben" gemacht.

    Laß Dich nicht verunsichern. Ihr habt den Schritt gewagt und es ist euer gutes Recht "Eure Überlegungen" zu machen. Egal wie ihr entscheidet.

    Und das ihr einen Hund geholt habt trotz negativen Erfahrungen, kann ich auch gut nachvollziehen. Mein Sohn zum Beispiel(15) hatte echt Angst vor Hunden. Er wurde öfters von dem Hund unserer Verwandten gebissen und jedesmal knurrend verfolgt wenn er nur vom Platz aufstand...keine Erziehung :zensur:

    Naja trotzdem kam eine Labrador-Schäferhundmischung zu uns. Auch mein Sohn hatte am Anfang so seine Ängste...und bis er unserem Hund "traute" verging einige Zeit. Auch ich bin Ersthundebesitzer und mußte mich an die Nähe zum Hund und Sprache des Hundes erst mal gewöhnen...Jetzt ist es wirklich toll :gut: ...aber unser Hund hat es uns auch leicht gemacht.

    Ansonsten kann ich mich nur den anderen anschließen...fangt noch mal ganz von vorne an. Keine Unternehmungen (3 Stunden Spaziergang ist am Anfang noch viel zu viel) bespaßt den Hund zu Hause nicht zu viel. Am besten Ihr versucht ihn nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken...und ihm trotzdem am Alltag teilnehmen zu lassen...Er darf nicht Euer MITTELPUNKT werden, das kann nach hinten los gehen :klugscheisser:

    Viel Glück und Freude an Euren
    Wuff wünsch ich Euch.

    Und wenn`s gar nicht geht...ist es nun mal so, davon geht auch die Welt nicht unter.

    Susanne

  • Zitat

    Servus Leute,

    heute kommt einen private Hundetrainerin zu uns.
    Momentan läuft alles wirklioch super mit "bine".
    Läuft frei im Garten und hört sehr gut.
    Sie weiß scheinbar unser Vertrauen zu schätzen und zahlt es im Moment zurück!

    :gut: Ich wünsche Euch viel Erfolgt mit der Hundetrainerin!
    Wie ist es denn gelaufen?
    LG Noora und Jerry

  • Dake für die Worte.

    Wie alt war den Dein Hund als er zu Euch kam?

    @ noora:

    Erste Sitzung mit der Trainerin war sehr gut!
    Viel Theorie und die wichtigste Aussage, dass es sich nicht um einen bösen Hund handelt!

    Probleme hat sie scheinbar nur, wenn Frauchen mit Ihr Gassi geht und Frauchen von fremden Männern angesprochen wird. "Beschützerinstinkt"??

    Sonst bis jetzt alles va bene. :D

  • Stronger

    Meintest Du mich? :???:

    Also gemäß dem Fall das es dich interessiert: Sie war erst 4 oder 5 Monate alt(ungefähr), was an sich erst mal ein Vorteil ist für einen Ersthundebesitzer, denn man sieht nicht in jeden Verhalten eine große Agression. Sie war halt noch ein halber Welpe.

    Euer Hund ist schon aus den größten Pupertätsschlamassel heraus, das ist Euer Vorteil.Unsere hat gerade erst begonnen :headbash: :schockiert:

    Tja jeder hat so seine Baustellen...

    liebe Grüße
    Susanne

  • Zitat


    Probleme hat sie scheinbar nur, wenn Frauchen mit Ihr Gassi geht und Frauchen von fremden Männern angesprochen wird. "Beschützerinstinkt"??

    Meiner Meinung nach sollte Frauchen das nicht tun - jedenfalls nicht, solange Herrchen nicht dabei ist.
    Ich bleibe dabei - und bin mir ganz sicher: DU musst die Führungsrolle übernehmen. Im Prinzip sollten Frauchen oder Söhnchen am besten gar nicht ohne Dich beim Hund sein.
    Allerdings kann es natürlich nur von Vorteil sein, wenn Frauchen bei jedem Spaziergang MIT dabei ist. Hundewiese - viele andere Hunde - und auch immer mal wieder Kämpfe, Bisse und Problemhunde, das sollte sie jetzt möglichst oft mitbekommen und sich gut einprägen, was die anderen dann machen - um ihre Ängste zu verlieren.

    "Beschützerinstinkt" wünsche ich Euch nicht. Denn da sich Euer Hund nicht als Wachhund genutzt werden soll, wäre das nichts Gutes... Jegliche Anwandlungen in solche Richtungen solltest DU mit Hilfe der Traineri von Anfang an unterbinden.

    Und das quasie mit dem Hund alles in Ordnung ist - es weisst zum Glück alles darauf hin - aber ich würde unbedingt die ersten 3-4 Wochen abwarten.
    Vielleicht gibt es aber auch für die Trainerin ganz generell keine "bösen" Hunde? So ähnlich sehe ich das nämlich z.B.

    Und was ich auch wichtig finde: Macht gerade jetzt am Anfang nicht so viel mit dem Hund. Schenkt ihm nicht so viel Aufmerksamkeit, nicht viel Spielzeug, keine grossen Ausflüge oder langen Spaziergänge, ...

    Ansonsten freut mich aber, dass alles gut klappt bisher!!!

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