was soll ich noch machen???

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  • na, das interessiert mich jetzt auch, wie ihr das aufgebaut habt :roll:
    grüßle, melissa
    p.s. danke für´s daumendrücken. das buch werd ich mir am montag mal besorgen, wer weiss?? ich hoff ja immer noch ;)

  • Zitat

    Sag mal Muecke mich würde sehr interessieren, wie du das aufgebaut hast


    Was heißt aufgebaut... :???: Ich mach ja so ziemlich alles aus dem Bauch heraus...und komischerweise funktionieren dann sogar ein paar Dinge...
    Also, wie hab ich das gemacht...?
    Beim Füttern hab ich den Napf neben ihn gestellt ( nachdem ich ihn auf seinen Platz geschickt hab ) und er durfte eben nicht ran.
    Er musste sitzen und mich anschauen und den Napf eben ignorieren ( obwohl der Gestank vom frischen Blättermagen so verführerisch war :D )

    Oder ich leg frische Fleischbrocken im Garten aus und er muss mit mir im Slalom drum rum, ohne dran zu riechen oder dahin zu schauen...

    also im Prinzip hab ich "nur" ein Abbruchsignal ( bei mir ist das zwar ein "Nein", aber meist reicht ein "na " oder "ah ah..." ) gefestigt. Reagiert er darauf mit Verhaltensänderung wird bestätigt, reagiert er nicht, wird das Signal deutlicher.

    Mit Leckerchen hab ich bei den Beispielen nicht gearbeitet, die Belohnung war ja dann das Futter, was er dann nehmen durfte.

    Er muss auch zwischendurch meine Tochter ignorieren, wenn die ihm ein Leckerchen hinhält, er darf es halt nur haben, wenn ich es freigebe...

    Und draussen mach ich es eben auch.
    Fixiert er den Feind bzw. zeigt er den Ansatz zum "Großmachen" ( Gucken darf er ja ), wird er korrigiert, so dezent wie möglich.

    Es gibt auch Situationen, wo ich nen Bogen laufen muss oder auch die Richtung ändere...keine Frage, immer so, wie es grad nötig ist.

  • muecke:

    wie lang hat das bei euch gedauert, bis es saß?
    frage nach, weil ich grad von einer pipirunde heimkomm und mir 2 so volli :zensur: mit 2 hunden nachgelaufen sind. ich habe die leute gesehen, pauli nicht. also bin ich in einen weg eingebogen,den normalerweise niemand benutzt(sackgasse). aber die 2 haben sich gedacht, ach der laufma mal nach-und sind auch noch schneller geworden, je näher sie kamen :???:
    da hab ich mich dann auf einen angrenzenden parkplatz geflüchtet, zaun war zum glück auch noch da. viel zeit zum reagieren war nicht mehr, also musst ich den paul mitschleppen.
    also, echt, dass sie den selben weg benutzten-okay. aber dass sie immer schneller auf uns zukamen, sowas trägt auch nicht grad zur entspannung bei.
    ich hab ihnen auch noch zugerufen, meiner hat im moment ein problem mit anderen hunden, sonst hätte sie ihren freilaufenden hund auch nicht rangerufen...
    aber solche situationen gibt´s hier öfter, wieso sind die leute auch manchmal so ignorant :???:
    lg, melissa

  • Zitat

    wie lang hat das bei euch gedauert, bis es saß?


    Nicht lange, ich bau ja immer alles in den normalen Alltag ein, ich mach keine extra "Übungsstunden".
    Dazu hab ich gar keine Zeit mit zwei kleinen Monstern ( ähhh...Kindern ) .

    Meist nutze ich das normale Futter für solche Sachen. Selten bekommt er den Napf einfach so hingestellt.

    Er muss ja auch nicht jeden Hund ignorieren, den wir sehen, sondern muss sich halt einfach benehmen WENN wir einen sehen.

    Frontale Begegnungen ( an der Leine ) mit geringer Distanz sind dennoch schwierig.
    Aber da kenn ich ihn mittlerweile und gestalte die Situationen dann so, dass es stressfrei abläuft.

  • Ich denke das Problem ist, daß bei jedem Hund andere Lösungen gefragt sind Torpedo.

    Mit Prof habe ich ähnliche Probleme. Nach dem Beißvorfall stand er schon auf 500m Entfernung Hundesicht und ließ sich nicht mehr zum weitergehen bewegen. Ein Jahr habe ich gebraucht um die Entfernung auf 10-5m runter zu bringen.

    Ich habe dann auch die Absitztaktik benutzt, weil es nicht immer möglich war auszuweichen oder zurückzugehen. So richtig befriedigend war das nicht. Mit Prof alleine kein Problem. Wenn ich mit beiden unterwegs war, dann mußte ich wie ein Luchs aufpassen, daß Prof sich nicht aufspielt und den sozial verträglichen Wulfen zur "Welle" animiert.

    Irgendwie ging es monatelang überhaupt nicht voran. Manche Begegnungen waren super, andere eine totale Katastrophe.

    Ich habe auch Schau, wie in "alter Angeber" geübt. Leider sind beide Hunde mit Fressen oder Spielis kaum zu locken und in solchen Situationen schon gar nicht (Aber das Schau hat mir beim Fußlaufen das Anhimmeln gebracht als Nebeneffekt *g).

    Irgendwann in irgendeiner Situation, habe ich Prof nicht angeleint, sondern "bei mir" gesagt und er lief neben mir ohne Motzen am anderen Hund vorbei. Und das war reiner Zufall, funktionierte jedoch auch bei den nächsten Begegnungen.

    Irgendwie habe ich den Eindruck, er ist auch erleichtert, daß er keine eigene Entscheidung treffen muß, sondern einfach nur unter Befehl steht. Und im Gegensatz zum Absitzen, bekommt er ja auch nicht wirklich die Gelegenheit zum fixieren.

    Nach zwei Jahren kann ich nun auch entspannte Hundebegegnungen erleben. Das größte Problem dabei war jedoch nicht Prof, sondern ich, weil ich von vornherein bei Hundesicht immer schon mehr oder minder angespannt war.

    Der Freilauf ist was ganz anderes. Prof ist sehr ich sage mal "uncharmant" oder anders unhöflich, wenn er seine Spielansage an andere Hunde macht. Er stürmt auf die anderen Hunde zu und zwickt auch gerne in den Hals, in die Beine oder in den Hintern.

    Wulfen versteht das, die meisten Schäfis oder Schäfimixe auch aber andere Hunde werden verunsichert oder machen eine klare Ansage, daß sie das Sch.... finden.

    Jeder Hund ist anders. Wulfen ignoriert einfach Hunde, die er doof findet. Und ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, daß unsere Hunde nicht mit allen anderen klarkommen müssen (oder spielen), jeder eben auf seine eigene Weise.

    Bei Konflikten regel ich das. Sorge dafür, daß unsere Hunde insbesondere Prof, nicht mobben. Halte Hunde die provozieren von unseren fern.

    Was ich mit meinem ellenlangen Text sagen wollte. Verzweifel nicht, wenn Du an Dir und mit Deinem Hund arbeitest, dann geht es vorwärts auch wenn es Dir so lange und unendlich mühsam vorkommt. Habe Geduld.

    Weder Du noch Dein Hund sind Maschinen. Ihr müßt Euren eigenen Weg finden. Was bei dem einen Hund prima funktioniert, kann bei dem anderen ein totaler Flop sein.

    Wichtig ist einen guten Trainer im Hintergrund zu haben, der Dich und Deinen Hund beobachtet und Dich in Deinem Verhalten korrigiert.

    LG
    Angie

  • danke angie für die nette antwort!
    im moment ist einfach mein größtes problem, dass ich kaum weiss, wo ich ansetzen soll! für mich einfach zur zeit extrem schwierig!
    dass jeder hund und dessen halter anders sind, bin ich mir auch bewusst geworden-viel einfacher wär´s natürlich, wenn es ein patentrezept für alle gäb :roll: ´
    das absitzen lassen mach ich auch nicht mehr, da er so ja doch immer die möglichkeit hat, zu fixieren.
    morgen früh geht´s wieder los mit einem übungsspaziergang. männe muss auch mit, ab jetzt wird extremst am gleichen strang gezogen!!
    GLG, melissa

  • Wenn du die Sache aktiv angehst, in der Lage bist dein Verhalten zu reflektieren und auch mal was ausprobierst, wirst du deinen Hund besser kennen lernen und einen Weg finden.
    Ich wünsch dir viel Kreativität und Geduld :gut:

  • Zitat

    im moment ist einfach mein größtes problem, dass ich kaum weiss, wo ich ansetzen soll! für mich einfach zur zeit extrem schwierig!

    Ich weiß wie das ist Melissa. Eine Zeit lang hatte ich das Gefühl, ich kann nicht mehr agieren, sondern nur noch reagieren und den Schaden (in der Konfliktbewältigung bei Prof) in Grenzen halten.

    Mit der Einstellung habe ich dann auch meine Spaziergänge begonnen. Wenn ich dann mal guten Mutes losgelaufen bin, hat mich die erste Situation, die nicht nach meinen Vorstellungen gut verlaufen ist, wieder um Meilen zurück geworfen.

    Und dann immer das Schuldgefühl, das alle anderen Hunde so liiiieeeb sind und nur meiner pöbelt. Und dann die Leute, die ihre Hunde auf Prof zulaufen lassen, obwohl er an der Leine ist. Und ob ich das kenne ;)

    Ich hatte nach der Problemhundgruppe, die aufgelöst worden ist, dann Einzelstunden bei einer neuen Trainerin, wo mich die Trainerin beobachtet hat. Sie hatte zwar auch keine Patentlösung aber hat mich doch auf einige Dinge über meine Körpersprache aufmerksam gemacht, die mir sonst nicht bewußt geworden wären.

    Dann kam das "bei mir" Erlebnis.

    Außerdem habe ich das Glück, daß Prof nun eine neue Gruppe dort gefunden hat. Drei Hunde auf einem großen Gelände, wobei ein anderer Rüde ein ähnliches Problem wie Prof hat. Dazu kommen wechselnd die Hunde der Trainerinnen dazu.

    Prof wird zunehmens relaxter, lernt die Nähe der anderen Hunde zu ertragen.

    Ich sende Dir morgen ein paar Ommmms für den Spaziergang mit Männe und Wuftie.

    LG
    Angie

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