• Eine vollständige Heilung gibt es nciht, nein. Die Milben werden immer in der Haut leben, auch wenn gerade aktuell keine Demodikose vorliegt. Die Behandlung wird abgestimmt auf die Schwere der aktuellen Erkrankung. Dazu wird unterschieden zwischen lokaler und generaliserter Demodikose. Bei der lokalen Form sind nur einige wenige Stellen des Körpers betroffen, bei der generalisierten halt großflächig über den Körper verteilt viele Stellen.

    Behandelt wird in leichten Fällen mit Advocate, manchmal auch mit Ivermectin (gibts oral und als Spritzen, muss man aber aufpassen mit dem MDR!-Defekt), in fiesen Fällen auch mit Ectodex, das ist ein ganz scharfes Zeug, das aber auch die größte Wirksamkeit hat.

    Wichtig ist, die aktuelle Demodikose zu behandeln mit Medikamenten und danach das Immunsystem so zu stärken, dass die Milben nciht erneut ausbrechen können. Also Vorsicht bei jeder Impfung, jeder Wurmkur, jeder Antibiotika-Gabe, Cortison, Zecken Spot-Ons usw. Hinzu kommt eine gesunde Ernährung.

    Wenn es schnell erkannt wird, kann ein Hund gut damit leben. Ist halt immer bloß ein wenig einschränkend, weil die Milben schnell wieder ausbrechen, sobald das Immunsystem auf welche Weise auch immer geschwächt wird.

    LG, Henrike

  • Hallo,

    ich antworte dir mal zu später Stunde ;)

    Es gibt bei der Demodex zwei Formen, einmal die lokalisierte Demodex und dann die generalisierte Demodex.

    Unter Demodex versteht man eigentlich die Demodex-Milben. Diese sitzen an den Harwurzeln, also in der Haut. Daher sind sie so schwer zu bekämpfen. Dort ernähren sie sich von den Haarwurzeln, sodass die Haare ausfallen.

    Die generalisierte Form ist die schlimmere, da sie nur sehr sehr schwer zu behandeln ist.

    Meine Hündin hatte die lokale Demodex. Ihr fielen innerhalb von ein paar Tagen an der Schnauze Haare aus. Kreisrund, etwas größer wie ein 2-euro-stück.
    erst habe ich mir nichts dabei gedacht, hab dann aber im DF von der Demodex gelesen.
    Ich war dann bei der TÄ und sie hat ein geschapsel unterm Mirkroskop untersucht. Das geschapsel wird mit einer rasierklinge genommen. Das ist serh wichtig, um die Demodex wirklich zu diagnostizieren.
    Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden. Alle sind sehr chemisch.

    Aber es gibt ein neues Mittel. Es heißt Advocate von Bayer. Dieses ist nicht ganz so aggressiv wie die anderen Mittel, hat aber den Nachteil, dass es sehr lange benutzt werden muss. Mindestens 6 Monate. Allerdings ist es nur ein Spot-on was man alle 4 Wochen in den Nacken gibt. (Ein spot-on kostet ca 10 euro)

    Zusätzlich sollte man immer darauf achten, dass man das Immunsystem des Hundes wieder auf Vordermann bringt.

    Die meisten Hunde bei denen es ausbricht haben ein geschwächtes Immunsystem. Entweder durch eine Krankheit, Veranlagung oder schlechtes Futter (so war es bei Numa).

    Prinzipiell (so hat es mir meine TÄ erklärt) haben 98% aller Hunde Demodex. Allerdings haben die meisten Hunde so ein starkes Immunsystem, dass die Milben nicht ausbrechen. Leider werden heute immer noch keine Hunde die Demodex haben von der Zucht ausgeschlossen, denn die Milben verbreiten sich über die Gebärmutter, bzw wenn der Vater sie hat, dann werden sie schon mit dem Samen weitergegeben.

    Die generalisierte Form befällt meist den ganzen Körper, bzw große Teile desselbigen. (Die lokale Form tritt meisten nur im Gesicht auf, oder an den Beinen)

    Numa hat mit Hilfe des Mittels und Barfen die Demodex besiegt :)

  • Advocate ist eine Möglichkeit der Behandlung.
    Waschen mit Ectodex klappt auch gut, meist ist man nach spätestens 10 Waschungen durch. Hier sollte aber dringend mit mehreren tiefen Quetschgeschabseln sichergestellt werden, dass keine Eier mehr vorhanden sind.
    Ivermectin geht auch, aber eben an den MDR1-Defekt denken.

    Als Ursache wird ein genetischer Defekt vermutet, daher sollte mit Demodex-Hunden oder den Eltern solcher nicht (weiter-)gezüchtet werden.
    Bei Junghunden unter einem Jahr heilt es oft aus und kommt nie wieder.
    Wenn die Demodikose immer wieder auftritt, dann sollte man bei einer Hündin über Kastration nachdenken, da die Hormonschwankungen oft einen neuen Ausbruch bringen. Es sollte intensiv nach einer Krankheit/Unverträglichkeit gesucht werden und dann eine gezielte Behandlung erfolgen. Denn immer wenn das Immunsystem geschwächt ist, sind neue Ausbrüche vorprogrammiert.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    hmm also ich weiß von einem Hund, der medikamentös behandelt wird. Er hat diese Milben und lebt bereits länger damit.

    wieso fragst du? Hoffe deine Hundis sind nicht erkrankt!

    nein meine pelznasen sind gesund ;) bin vorhin über diese krankheit im netz gestossen.

    danke für eure hilfe ;)

  • Wie sehen diese Stelllen der Milben aus? Sind sie geschwollen, bzw. fühlt sich die Haut an den Stellen verdickt an?

    Grüße!

  • Werden wirklich die Milben mit dem Samen weitergegeben? Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich dachte, dass die Veranlagung - also vermutlich schwachem Immunsystem - weitergegebn wird. Zumal diese Milben ja auf der Hautoberfläche fast aller Hunde zu finden sind.

  • Zitat

    Werden wirklich die Milben mit dem Samen weitergegeben? Das kann ich mir nicht vorstellen.


    Soweit mir erklärt wurde, wird Demodex nur von der Hündin auf de Junghund übertragen und dies geschieht beim säugen.

    LG
    pilani*

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!