Mein Hund knurrt mich an und schnappt!

  • Möglich, aber wieso rückt er dann von meinem Platz, wenn ich mich hinsetzen möchte? Ich werde auf jeden Fall ihn heute abend nicht aufs Sofa lassen. Ist mein erster Hund und manchmal wird man nicht klug aus ihnen...

  • @Yoli: Ist doch ok. :gut: Wir hatten alle mal den ersten Hund. Da hat bestimmt jeder, (also zumindest ich) von uns, seine Fehler mit den Hundis gemacht. Mach auch heute noch nicht alles richtig. Aber man kann ja auch noch in meinem Alter dazulernen. Deshalb bin ich ja im Forum, da bekomm ich oft tolle Tipps. Auch wenn ich nicht immer was dazu schreibe.
    Na was glaubst du wie es deinem Hundi geht? Was will denn die schon wieder? :)

    LG Conny

  • Hallo,

    Danke für die Antworten, das Problem, hat sich in der Zwischenzeit gelöst. Er knurrt nicht mehr. Er geht jetzt von alleine schlafen und zwar in mein Schlafzimmer. So brauch ich ihn nicht mehr zu wecken. Wir gehen jetzt auch früher mit ihn raus Gassi machen, damit ich ihn nicht mehr im Tiefschlaf wecken muss...

    LG YoLY

  • Guten Morgen,

    dieses Thema greife ich einfach mal neu auf und beschreibe "unser Problem" (man muss ja nicht immer neue Themen eröffnen und von der Überschrift passt es wohl sehr gut ;) )

    Vorgestern habe ich einen 1-jährigen Bordercollie-Mix-Rüden (unkastriert) übernommen.
    Er lebte bis er 4 Monate alt war mit sämtlichen Verwandten (Mutter, Vater, Tante...) auf einem Pferdehof. Dann wurde er von einer Familie übernommen, welche ca. 5 Kinder hatte (hatte nicht so den Rechten Überblick - von 4 bis 16 Jahren). Soweit ich das mitbekommen habe, war in den Haus immer Stimmung bzw. ein wenig Chaotisch (Kinder hoch und runter, rein und raus...) In dem Haus lebte noch eine Bernhardiener-Mix-Hündin. Er war es gewohnt dort über sämltiche Möbel drüber zu gehen, ließ/lässt sich draußen perfekt abrufen (von jeder Situation), an der anderen Grunderziehung fehlt es aber gänzlich (springt jeden an, war der "Herr im Haus")

    Als ich mir ihn angeguckt habe, hatte ich die Labradorhündin meiner Eltern mit. Draußen war alles prima, als wir in's Haus gegangen sind, fing er irgendwann an, die Hündin von seiner Besitzerin wegzuscheuchen (Knurren, schnappen).
    Habe mir gedacht, daß es für die Situation eine "normale Reaktion" ist (da er absolut über Besitzerin stand).
    Bei uns angekommen, fing er direkt an, das selbige Verhalten zu zeigen (obwohl er ja jetzt im Reich der Hündin und eine ihm völlig unbekannte Gegend war!)
    Habe ihn dann ausgesperrt bzw. mich zwischen beiden gestellt - hat prima funktioniert.

    Gut, nun endlich mal zu meinem eigentlichen anliegen!

    Seid gestern wohnt er nun völlig bei mir (Einzelhaushalt nur mit mir ;) )
    Er hat die absolute Angewohnheit, sich immer in Tür/mitten in Flur zu legen, was ich ihm nicht gewähre.
    Heute morgen beim Frühstücken hat er sich mitten in die Küchentür gelegt, habe ihn zu mir gerufen und abliegen lassen. Das ganze Spiel immer wieder:
    Er aufgestanden, in die Tür gelegt, ich ihn gerufen.
    Nach dem dritten oder vierten mal wollte er sich nicht hinlegen. Habe es dann mit ein wenig mit Nachdruck gesagt und ihn böse angeguckt. (nicht die "Hand angelegt" oder dergleichen. Mit ihm kann man völlig normal sprechen und ein Hauch ernsthaftigkeit in der Stimme ist für ihn "strafe genug")
    Dann hat er (was mich verunsichert) in die Luft geschnappt, das erste mal das Maul minimal auf, dann weiter (so wie er nach der Hündin schnappt), ganz schnell - auf - zu. geknurrt/gegrummelt und sich dann hingelegt, mich aber nicht aus den Augen gelassen. Habe seinen Blick solange erwiedert, bis er weg geguckt hat.
    (beim "In die Luft schnappen" ist er aber nicht mit seiner Schnauze/seinem Kopf in meine Richtung gekommen!)
    Habe aber immer wieder gemerkt, daß er mich "beobachtet" hat.
    Einmal habe ich seinen Blick noch einmal erwiedert, dann hat er wieder "geknurrt" (kein richtiges knurren, ein leises "brummen" aber eher in richtung knurren) und weg geblickt hat.
    danach habe ich ihn dann ignoriert - auch wenn er mich beobachtet hat - meinen normales Tagesablauf erledigt.

    Was bedeutet dieses "in die Luft schnappen"?
    Muss ich mir Sorgen machen, daß er irgendwann zuschnappt?!

  • Hallo,

    es ist natürlich schwer zu beurteilen, ob der Hund irgendwann mal richtig schnappen würde, aber ich denke, in erster Linie sollte der Hund bei dir ankommen.
    er ist gerade erst eingezogen, muss sich an dich , an eine neue Umgebung gewöhnen und das braucht Zeit.

    Sicher sollst du nicht zulassen, dass der Hund macht, was er will, aber eine Eingewöhnungszeit braucht er.

    Warum starrst du dem Hund in die Augen?
    Vielleicht fühlte er sich durch deinen Blick bedroht und hat deshalb geknurrt. Das könnte ich verstehen.

    Gib ihm einen festen Platz und führe ihn dorthin, wenn du bestimmen möchtest, wo der Hund sich aufhält.

    Ein Bordermix lernt schnell und braucht in der Regel keine lauten Ansagen

  • Vielen Dank für Deine Antwort.

    Seinen Platz hat er, muss ihn nur noch "akzeptieren" und das er eine Eingewöhnungszeit braucht bzw. verunsichert ist, verstehe ich selbstverständlich auch und gewähre es ihm auch.
    Ich habe ihn ja nicht angestarrt, sonder seinen Blick erwiedert.
    Das "knurren" und "in die Luft schnappen" war vorher.
    Meines Wissens - bitte klärt mich auf, wenn es falsch ist - wirft sich derjenige unter, der seinen Blick abwendet.
    Das heißt jetzt natürlich nicht, daß ich meinen Hund ständig anstarre, bis/das er weg guckt.
    Aber ich würde es als falsch ansehen (bitte aufklären, wenn ich da falsch liege!) wenn ich meinen Blick abwende, NACHDEM er geknurrt/-grummelt hat und mich weiterhin anstarrt (er mich!)?!

  • Es ist wirklich schwer eine Ferndiagnose zu stellen, doch ich kann dir ja mal schreiben, wie ich die Situation einschätze.
    Ich denke, dass er in die Luft geschnappt hat, weil er frustriert ist. Ihm wurden zuvor keine Grenzen auferlegt, nun ist das anders. Damit kommt er nicht klar und muss erst einmal lernen, dass er nicht mehr schalten und wallten, wie er will. Wichtig ist, sollte sein Verhalten schlimmer werden, würde ich mir Hilfe holen.
    Das Starren, das du beschreibst, kann auch einfach nur beobachten sein.
    Das ist bei einem Hütehund normal. Sie müssen alles mitkriegen und machen es auch, wenn man es ihnen erlaubt. Mein Hund (Sheltie) hat auch immer einen Blick darauf, was ich mache, folgt mir auch gerne, wenn ich es zulasse, um alles mitzukriegen. Des weiteren kenne ich auch das in die Tür legen.
    Von dort aus hat der meist den besten Überblick über alles. Ist also normal.
    Willst du das Verhalten nicht, würde ich ihm an deiner Stelle immer einen festen Platz zuweisen. Unser Hund muss in den Korb.
    Das ist aufwändig, weil deiner das alles nicht von klein auf kennt, doch er kann es lernen.

  • Ich sehe es generell anders.
    Sucht der Hund Blickkontakt bedeutet es für mich eine Art Frage oder Erkundung des Hundes und möchte sich informieren, (bin kein Experte, sondern auch nur Hundehalter) nicht provozieren .

    Diesen Blick würde ich kurz erwidern und gut ist es. Ob ich mich damit dem Hund unterwerfe, wage ich zu bezweifeln, weiß es aber nicht.


    Wenn ein Hund knurrt, ist es eine Warnung, anders kann er sich nicht äußern und es liegt dann an uns, herauszufinden, warum der Hund knurrt, was gefällt ihm nicht. Es muss nicht immer ein Aggressionsverhalten sein, es kann auch Unsicherheit dahinter stecken
    Bei deinem Hund war es, dass du bestimmt hast, wo er liegen soll, doch ich vermute, er testet auch aus, wie weit er bei dir gehen kann.

    In der Tierwelt ist es doch auch so, dass ein ranghohes Tier das Knurren eines rangniedrigen Tieres aktzeptiert, ohne dabei sein "Gesicht" zu verlieren

  • Zitat

    Meines Wissens - bitte klärt mich auf, wenn es falsch ist - wirft sich derjenige unter, der seinen Blick abwendet.

    Bitte lass solche "Machtspielchen" und streiche das Wort "Unterwerfung" - und alles, was damit zusammenhängt - aus deinem Wortschatz. Der Hund ist nicht dein Sklave und du nicht sein Diktator, da muss sich niemand unterwerfen.

    Dein Hund kommuniziert mit dir. Er ist unsicher und anstatt ihn anzuleiten, provozierst du ihn und forderst ihn heraus. Kein Wunder, dass er dann knurrt.

    Selbst wenn es klappen würde, arbeitest du damit nur am Symptom, nicht aber an der Ursache. Der Grund für sein Verhalten ist damit nicht behoben.

    Versuche also, die ursache zu finden und überlege, wie du daran arbeiten kannst.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!