Mein Hund knurrt mich an und schnappt!

  • Unterwerfung hat nichts mit Sklaventum zu tun!
    Das unterwürfigkeitsverhalten ist in allen Tier- und Menschengattungen im alltäglichen Leben vorhanden. Ohne dem würde ein vertrautes und harmonisches Zusammenleben garnicht funktionieren!
    Derjenige, der dem anderen die "Führung" überlässt, unterwirft sich immer. Da muss weder Gewald noch Herrschaft vorhanden sein.
    So leid es mir tut, auch Dein Hund unterwirft sich Dir, wenn er das befolgt, was Du möchtest.
    Um ein harmonisches und im Alltag unproblematisches Miteinander mit unseren Tieren führen zu können, sind wir darauf angewiesen, daß das Tier sich unterwirft, was nichts anderes heißt, als, daß das Tier einsieht, daß die Entscheidungen, die wir treffen, die richtigen sind.

  • Hallo,

    als Paul bei mir einzog, hatte ich in verschiedenen Situationen schiss, dass er mich beißen würde. Er hat auch rumgegrummelt und geknurrt.
    Ich habe jedoch vom ersten Tag an Handfütterung gemacht. Nachdem ich merkte, dass er sich rein gar nichts wegnehmen ließ ( Socken zum Beispiel), was er ein mal hat, habe ich auf herumliegende Spielsachen verzichtet. Er durfte weder aufs Sofa, noch aufs Bett. Zum Kuscheln bin ich auf den Boden, habe mich einfach nur angeboten. Er hat es in 99% der Fälle angenommen.

    Gespielt wurde ausschießlich draussen. Ich habe ihm seinen Platz zugewiesen, wo er ungestört seinen Knochen knabbern kann und ich möchte, dass er ruht.
    Jetzt, nach 3 Monaten kann ich ihm alles aus seinem Maul nehmen. Er weiß genau, wo er liegen darf, er rennt mir auch nicht mehr ständig in den Füßen herum und hört sehr gut. Draussen gibt es bei mir immer Aktion und er weicht mir selten weiter als 10 Meter von meiner Seite. Nach wie vor bekommt er noch einen guten Teil seines Futters draussen.

    Daher meine Empfehlung, wenn man einen schon erwachsenen, jedoch noch unerzogenen Hund aufnimmt, erst mal konsequent alle Ressorcen verwalten. Damit kann man wunderbar arbeiten.

  • Zitat

    Dann hat er (was mich verunsichert) in die Luft geschnappt, das erste mal das Maul minimal auf, dann weiter (so wie er nach der Hündin schnappt), ganz schnell - auf - zu. geknurrt/gegrummelt und sich dann hingelegt, mich aber nicht aus den Augen gelassen. Habe seinen Blick solange erwiedert, bis er weg geguckt hat.
    (beim "In die Luft schnappen" ist er aber nicht mit seiner Schnauze/seinem Kopf in meine Richtung gekommen!)
    Habe aber immer wieder gemerkt, daß er mich "beobachtet" hat.
    Einmal habe ich seinen Blick noch einmal erwiedert, dann hat er wieder "geknurrt" (kein richtiges knurren, ein leises "brummen" aber eher in richtung knurren) und weg geblickt hat.


    Ich kenne das von Emy. Wenn sie überdreht ist, allerdings ein Kommando ausführen soll, was ihr in dem Moment nicht in den Kram passt, macht sie das auch. Es ist bei ihr dann Frustration. Es kommt zwar nicht sehr oft vor - aber von der Beschreibung her würde es passen.
    Nimm es aber bitte nicht als "Ferndiagnose".
    Ich glaube, Emy würde nicht *die Zähne gegen mich erheben* - da würde sie sich anders verhalten.

    Sie hat in dem Moment abgestaute Energie, die muss irgendwie raus, ich verlange von ihr aber runter zu kommen.


    Du verlangst von ihm ja auch etwa,s was ihm augenscheinlich nicht direkt gefällt.

  • Zitat


    Um ein harmonisches und im Alltag unproblematisches Miteinander mit unseren Tieren führen zu können, sind wir darauf angewiesen, daß das Tier sich unterwirft, was nichts anderes heißt, als, daß das Tier einsieht, daß die Entscheidungen, die wir treffen, die richtigen sind.

    Nun das ein Tier einsieht, das unsere Entscheidungen richtig sind, hat nichts mit unterwerfen zu tun. Und warum sollte sich mir ein Tier unterwerfen, damit wir ein harmonischen Alltag und ein unproblematisches Miteinander haben?

    Ich kann meine Tiere führen, ohne das ich darauf angewiesen bin, das sie sich mir unterwerfen. Ich möchte lediglich, das sie mich respektieren, aber durchaus sollen sie auch ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen und mir auch mal sagen dürfen "Nö jetzt nicht" - wenn es nicht gerade etwas war, was unbedingt war.

    Für mich gehört zu einem harmonischen Leben auch, das mein Hund sich mal aussuchen darf, wo er lieben möchte und wenn er in der Tür liegen möchte, dann bitte schön. Wenn ich da durch möchte kann ich ihn immer noch zur Seite schicken, wenn mir danach ist.
    Ich habe es auch nicht nötig, den Blick meines Hundes zu erwidern, bis er diesen abwendet. Warum auch? ich will ihm nichts und schon gar nicht provozieren oder gar bedrohen bzw. verunsichern. Lieber wende ich den Blick ab und sage ihm damit das alles okay ist und keine Gefahr besteht und löse damit auch kein Knurren oder schnappen oder ähnliches aus. Weil dieses sind - so wie es sich aus den wenigen Sätzen darstellt - wohl eher aus Unsicherheit gezeigt.

    Baut doch lieber eine harmonische Beziehung basierend auf Ruhe, Liebe und Respekt auf und zwar auf beiden Seiten. Behandel den Hund, wie du auch gern behandelt werden möchtest. Du willst doch auch nicht verunsichert werden und nicht wissen, was man eigentlich von dir erwartet.

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