Probleme mit dem Zweiten Hund - Hilfe!!!!

  • Hallo,
    wir haben uns einen Hund (ne Hündin) aus dem Tierheim geholt, er sollte ein Zweithund für unsere kleine Hündin werden. Wir haben uns mit dem Hund lange beschäftigt und sein Verhalten beobachtet. Wir fanden das sie überhaupt nicht dominant war. Sie lag da nur rum, hat keine Streicheleinheiten gefordert, war aber dankbar, wenn man sie gestreichelt hat. Auch gegenüber unserem Ersthund war sie ganz lieb, die haben sich mehr oder weniger ignoriert.
    Und nun zu unserem Problem. Sie scheint doch recht dominant zu sein, fordert dauernd Streicheleinheiten und geht nicht aus dem Weg wenn man sie umläuft. Wäre sie der einzige Hund wäre das kein Problem, das würde man hinbekommen. Aber ich mache mir ein wenig Sorgen um unsere kleine Hündin. Sie ist einfach sehr verunsichert. Und gestern hat der Zweithund , als mein Freund mit ihr geknuddelt hat, plötzlich die Schnauze über die kleine gehabt, es sah aus als wollte sie beißen, hat sie aber nicht. Die kleine hat sofort gequiekt und war ganz verstört. Draußen leckt die große der kleinen öfters die Schnauze.
    Ich vermag das Verhalten einfach nicht zu deuten. Warum leckt sie der kleinen die Schnauze und warum hat sie sie so "bedroht"?
    Weiß vielleicht jemand Rat?
    Über jede Hilfe wäre ich sehr dankbar!!! :hilfe:

  • Zitat

    plötzlich die Schnauze über die kleine gehabt, es sah aus als wollte sie beißen, hat sie aber nicht


    Das ist eine eindeutige Warnung und soll den anderen Hund zeigen, daß sie das nicht möchte, daß er auf Distanz bleiben soll

    Zitat

    Draußen leckt die große der kleinen öfters die Schnauze.


    Manche nennen es schlicht und ergreifend einschleimen, schön Wetter machen oder Ich-tu-dir-nix, tu-du-mir-auch-nix ;)

    Wie verhalten sich denn Hunde sonst ? Gibt es weitere Probleme ?
    Was tut ihr in diesen Momenten? Besucht ihr eine Hundeschule o.ä. ?
    Um was für Hunde handelt es sich (Rasse - Größe, Alter usw.)

  • Danke für die schnelle Antwort.
    Also die Hunde sind eine kleine Bretonenmixhündin (ca.38cm) und eine große Mixhündin (ca. 59 cm).
    Ein weiteres Problem ist, dass die große nicht alleine bleiben kann. Und mir ist gestern noch aufgefallen, dass die große die kleine nicht durchlassen wollte. In solchen Momenten mache ich eigentlich nichts.
    Und zur Hundeschule wollte ich heute gehen und unseren Trainer mal danach fragen. Ich weiß einfach keinen Rat und habe etwas Angst um die kleine. Und ich will den Zweithund auch nicht abgeben müssen...

  • Trainer ist eine gute Idee :gut: denn vor Ort tut man sich immer leichter die Situation einzuschätzen und kann besser helfen.

    Zitat

    Und mir ist gestern noch aufgefallen, dass die große die kleine nicht durchlassen wollte. In solchen Momenten mache ich eigentlich nichts.


    Bei Bewegungseinschränkungen mache ich bei meinen Hunden i.d.R. nichts, die leben aber seit vielen Jahren zusammen und klären Unstimmigkeiten immer friedlich.
    Ob es in deinem Fall Sinn macht das zuzulassen, sollte sich jemand ansehen. Einen Tip möchte ich hier nicht geben, das kann auch mächtig nach hinten los gehen, wenn man unnötig und/oder falsch eingreift.
    Sprich das auf alle Fälle ab und bitte nicht mit Gewalt lösen. Habe schon gehört, daß auf die Hunde eingeprügelt wurde :schockiert: Besser kommentarlos dazwischengehen und die Hunde wegschicken.

    Zitat

    Ein weiteres Problem ist, dass die große nicht alleine bleiben kann


    Das Alleinebleiben muß mit der großen Hündin behutsam aufgebaut werden. Dazu gibt es hier bereits einige tolle Infos. Benuzt mal die Suchfunktion.

    Zitat

    Ich weiß einfach keinen Rat und habe etwas Angst um die kleine


    Ich glaube, wenn die sich überhaupt nicht leiden könnten, dann würde es nicht so friedlich ablaufen. Die Hunde einfach gut beobachten und im Falle eines Falles vorsorglich trennen.

    Ansonsten immer nur schöne Dinge mit dem anderen Hund verbinden

  • Wahrscheinlich machst Du Dir viel zu viele Sorgen.
    Die beiden Mädchen checken gerade, wer "erst mal" das "sagen" hat ;) Geh bitte nicht dazwischen, laß die beiden das klären. Großer und kleiner Hund ist natürlich immer so eine Sache in den ersten Wochen, doch scheint die neue Hündin gut sozial zu sein. Das sie der kleinen den Kopf auf den Nacken gelegt hat, ist eine Dominanzgeste. Doch damit hat sie nur klar machen wollen, das sie was zu sagen hat. Die KLeine hat das direkt akzeptiert und ihr widerrum gesagt: "ist oki!" :smile:
    Das Schnauze lecken sind Beschwichtigungssignale. Damit macht sie der Kleinen klar, das ihr keine Gefahr droht und nichts passiert.
    Trainer ist super, wenn er denn die Hundesprache spricht ;)

  • Hallo,
    heute ist es uns passiert, dass beide auf ihren Kissen lagen und die große sich ausgestreckt hat und dabei etwas gegrummelt hat. Die kleine hat gedacht sie hat geknurrt und ist ganz langsam von ihrem Kissen aufgestanden. Sofort kam die große und hat die kleine angefallen. Wir haben sofort "Pfui!" geschrien und dann hat die große losgelassen.
    Das kann auf keinen Fall so weiter gehen, vor allem wenn wir mal nicht da sind... Die kleine wehrt sich ja auch nicht. :(

  • Ja, das wird auf Dauer wohl so nicht gut gehen :sad2: Zu der normalen Gefahr, kommt ja auch noch, das die Kleine schnell heftigst verletzt werden kann..
    Bitte bringt KEINEN der BEIDEN in eine TH!!! Sorgt lieber dafür, das im Zweifelsfall einer der Hunde (ich denke, die Große wird gehen müssen) in ein gutes zu Hause vermittelt wird.
    Viel Glück - manchmal muß man eben die Konsequenzen ziehen :sad2:

  • Zitat

    Die kleine hat gedacht sie hat geknurrt und ist ganz langsam von ihrem Kissen aufgestanden. Sofort kam die große und hat die kleine angefallen. Wir haben sofort "Pfui!" geschrien und dann hat die große losgelassen.


    Das kann man zwar vorher nicht wissen, aber hier hätte man bereits dafür sorgen müssen, daß die große Hündin auf ihrem Platz bleibt.
    Das geht so natürlich nicht. Wenn jemand den anderen in seiner Freiheit einschränkt, dann du und vorerst niemand.
    Das die große Hündin sofort zurückweicht und keine ernsten Verletzungen zurückläßt läßt hoffen, daß es u.U. eine Möglichkeit für ein friedliches Miteinander gibt.

    Mach dir doch ein paar Notizen und bring diese zum Termin in der Huschu mit. Vielleicht kann die Trainerin auch mal zu euch nach Hause kommen und man kann eine solche Situation nachstellen. Das wäre sehr wichtig

    Zitat

    Das kann auf keinen Fall so weiter gehen, vor allem wenn wir mal nicht da sind... Die kleine wehrt sich ja auch nicht


    Bitte die beiden vorerst nicht alleine in einem Raum lassen und sei froh, daß sich die Kleine nicht wehrt. Es ist zwar nicht schön zu sehen, würde sie sich allerdings wehren, könnte es doch noch zu einer Rauferei kommen.

    Bitte mit der Trainerin oder mit dem TH besprechen. Sollte es wirklich nicht funktionieren, dann muß, so leid es einem tut, ein Hund zurück ins TH :sad2:

  • Hallo,

    wie lange ist die Zweithündin denn jetzt da?
    Wie alt ist die Ersthündin und wie alt die Zweithündin? (wie heißen die beiden denn eigentlich? Mit Namen ist das alles viel einfacher)

    Ist eine der beiden kastriert?

    Weist Du, am Anfang kann es immer zu Reibereien kommen. Hündinnen untereinander können Ärger machen wenn eine von beiden läufig wird. (bitte jetzt nicht zum TA rennen und die Hunde kastrieren).

    Du musst beiden Hunden zeigen wo ihr Platz ist und vor allem, dass Du das Sagen hast und keine Mobbereien duldest. So etwas geht nicht von heute auf morgen aber es geht!
    Wenn Du die neue Hündin jetzt nicht streicheln möchtest, dann signalisier ihr das ganz deutlich. Hör einfach auf damit und schicke sie weg.
    Sollte sie es nicht dulden, dass die Ersthündin zu Dir geht, dann schick sie ebenso weg. Genauso wenn sie sich dazwischen drängeln möchte. Schieb sie bestimmt weg und ignorier sie.
    Ich weiss ja nicht wie lange die zweite Hündin schon da ist, aber auch sie muss sich erst in die Gemeinschaft einfinden und dafür braucht sie klare Regeln.

    Du scheinst selbst sehr verunsichert zu sein und von daher finde ich einen Trainerbesuch bei Euch zu hause schon mal sehr gut.

    Hunde, die mal aneinander geraten, verletzen sich nicht zwangsläufig. Es sieht oftmals schlimmer aus als es ist.
    Denke immer daran: Sie haben nur ihr Maul mit den Zähnen um sich gegenseitig anzugehen, sie können nicht diskutieren.

    Als Filou hier ankam hätte Ronja ihn am liebsten zum Frühstück verspeist. Ich musste ihr ganz konsequent klarmachen, dass er hier dazu gehört und sie ihn zu dulden hat.
    Auch er bekommt ab und an mal eine in die Seite wenn er sich z.B. vordrängeln will wenn es in den Garten geht. Da misch ich mich dann auch nicht ein.
    Schränkt aber einer der beiden den anderen in seiner Bewegungsfreiheit ein, dann schreite ich sehr wohl und sehr bestimmt ein.

    Hast Du Plätze der beiden nebeneinander? Wenn ja, dann schaffe etwas Abstand zwischen den Kissen, oder wenn möglich platziere eines von beiden an einen anderen Ort.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hi,

    ich halte selber 2 Hündinnen - bis vor 3 Monaten waren es drei.

    Die Hunde müssen sich ja erstmal mit der neuen Situation zurecht finden - dass kann schon ne zeitlang dauern ;)

    Aber wirklich raten kann man dir nicht, da man es einfach sehen muss. Deshalb kann auch ich nur zu einem Trainer raten, der die Sache vor Ort ansieht und euch denn Tipps gibt, wo ihr eingreifen müsst und wo nicht.

    Als ich zu meinen zwei Hunden damals die dritte dazugeholt habe - hat sich das Rudel wieder neu finden müssen und so haben sie sich auch mal gefetzt. Ich habe selten eingegriffen, aber wie gesagt, man kann immer nur in der direkten Situation beurteilen, ob vom Halter eingegriffen werden muss oder nicht.

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