Mythos Magenumdrehung?
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Hallo,
also mein Altdeutscher Schäferhund hatte vor 9 wochen einen Magendreher mit drehung der Milz.Hab es gottseidank sofort bemerkt und sind dann sofort in die Tierklinik.Er wurde erfolgreich operiert und es ging Ihm dann 6 Wochen supergut als ob nichts gewesen wäre.
Er hat vor dem Fressen nicht gespielt und nach dem Fressen auch nicht ,hab immer sehr darauf geachtet weil sein Vorgänger daran gestorben ist.Der Tierarzt meinte das es immer passieren kann es reicht wirklich nur eine verkehrte Bewegung.Leider hat es unser Hund dann doch nicht geschafft ,es ging im plötzlich ganz schlecht mit Flüssigkeitsansammlung am Herzen und Blut aus dem After.So das Ihm der Tierarzt trotz wirklich aller Versuche nicht mehr helfen konnte und wir Ihn gehen lassen mussten.
Hab immer noch sehr daran zu knabbern.
mfg TamaraOh Tamara, das ist ja schrecklich! Fühl dich gedrückt.
Hmm.. die Magenumdrehung wirkt auf mich fast wie ein richtiger Unfall.
Kind fällt zig Mal vom Klettergerüst und es passiert nichts. Knickt es einmal kurz um, reißt die Sehne. Und das, obwohl nichts Turbulentes passiert ist.
Der umgekehrte Fall ist dabei natürlich nicht auszuschließen.Kann man denn dan im Grunde genommen seinen Hund gar nicht richtig davor schützen? Also nicht mal durch Ruhe?
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Hi,
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Blöde Frage, aber wie und woran merkt man eigentlich ob der Hund eine Magendrehung hat?
Ich lass sie auch nach dem Fressen nicht spielen und meine Schwester meinte ja da wird schon nichts passieren, woher weißt du denn dass das passieren kann und und und, boah das machte mich total wütend :datz:
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http://www.tiermedizin.de/public/fragen/hund/diskdo2.htm
Schau mal da, da steht das im letzten Absatz woran man das erkennt.
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danke für den link

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Eine Magendrehung entsteht nicht unbedingt von heute auf morgen. Die Veranlagung dafür muss gegeben sein. Ich weiß jetzt leider nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe...
Der Grundstein wird schon im Welpenalter gelegt. Wenn der Welpe zuviel auf einmal frisst, dehnt sich der Magen, die Bänder, die den Magen halten sollten werden dadurch auch gedehnt. Der Hund flitzt nach dem Fressen kurz mal rum, um den Stoffwechsel anzukurbeln, der zu volle Magen schwingt hin und her und leiert die Bänder weiter aus. Das zieht sich jetzt über einen längeren Zeitraum hin. Der Hund hat vielleicht einen Fastentag und der Magen bläht auf und dehnt die Bänder, durch die Ungleichverteilung des Gases im Magen "kippt" dieser und der Magen hat sich folglich gedreht. In manchen Fällen dreht sich der Magen sofort wieder zurück, in anderen Fällen bleibt er gedreht.
Also kurz gesagt, wenn die Magenbänder durch zu große Einzelmahlzeiten bei Junghunden ausgeleiert sind, kommt es zur Magendrehung bzw. kann es zur Magendrehung kommen. Ein bissel spielt natürlich auch die Veranlagung mit. Manche Hunde haben von sich aus schon längere Bänder oder nicht so kräftige...
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Eine Magendrehung entsteht nicht unbedingt von heute auf morgen. Die Veranlagung dafür muss gegeben sein. Ich weiß jetzt leider nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe...
Der Grundstein wird schon im Welpenalter gelegt. Wenn der Welpe zuviel auf einmal frisst, dehnt sich der Magen, die Bänder, die den Magen halten sollten werden dadurch auch gedehnt. Der Hund flitzt nach dem Fressen kurz mal rum, um den Stoffwechsel anzukurbeln, der zu volle Magen schwingt hin und her und leiert die Bänder weiter aus. Das zieht sich jetzt über einen längeren Zeitraum hin. Der Hund hat vielleicht einen Fastentag und der Magen bläht auf und dehnt die Bänder, durch die Ungleichverteilung des Gases im Magen "kippt" dieser und der Magen hat sich folglich gedreht. In manchen Fällen dreht sich der Magen sofort wieder zurück, in anderen Fällen bleibt er gedreht.
Also kurz gesagt, wenn die Magenbänder durch zu große Einzelmahlzeiten bei Junghunden ausgeleiert sind, kommt es zur Magendrehung bzw. kann es zur Magendrehung kommen. Ein bissel spielt natürlich auch die Veranlagung mit. Manche Hunde haben von sich aus schon längere Bänder oder nicht so kräftige...
Hey danke für deine Antwort. Die ist sehr aufschlussreich

Falls du doch noch den Link finden solltest, wäre das natürlich echt klasse.
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es wird ja auch u. a. gesagt, dass hunde mit tiefem brustkorb gefährdeter sind.......!
ich habe bei meinem rotti aufgepasst wie ein luchs und bei erna meiner bullmastiffhündin passe ich auch auf.
ich gebe ihr wenn möglich auch immenoch drei mahlzeiten - damit die einzelnen kleiner sind und nicht zu viel aufeinmal in den magen reingestopft wird. ansonsten zwei mahlzeiten und der rest nach bedarf für gewünschtes verhalten.
die züchterin von erna kannte eine mit dobermännern, alle beiden hatten schon einmal eine drehung gehabt - sie hatte es jedesmal bemerkt und auch rechtzeitig. sie sagte es wären wie klatsch/schwapp geräusche im bauch zu hören................kann man sich auch kürre mit machen - ich jedenfalls.
wenn erna döst nach dem fressen höre ich immer an ihrem bauch ob alles ok. ist.
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Es gibt "Risikorassen" für eine Magendrehung. Am anfälligsten sind wohl Rassen mit einem sehr tiefen und schlanken Brustkorb, wie die Dogge z.B.
Teilweise gibt es auch Operationen die durchgeführt werden, der Magen wird in der Mitte an einem weiteren Punkt festgenäht und soll somit die Magendrehung vermeiden. Wann genau diese Methode eingesetzt wird, weiß ich nicht.
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dt. Doggen sollen ja besonders anfällig sein, da mach ich mir auch ständig Gedanken und ich habe wirklich Angst, dass ich eine Drehung nicht erkenne!
Ich habe eine TÄ rausgesucht die in unserer Nähe ihre Praxis hat, ob sie auch Magendrehungen operiert weiß ich noch nicht.
Ich bin ziemlich paranoid was sowas angeht, seit Bosco an einem unerkanntem Hirntumor plötzlich verstarb, mit 6 Jahren.
Puhh
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Mein Hund gehörte nicht zu den Risikogruppen. Sie ist nicht sehr gross (55 cm) und war immer sehr schlank. Bei ihr kam es wegen Bakterien zu einer Aufgasung, die den Magen kippen liess.
Sie hat weder vor der Mahlzeit noch nach der Mahlzeit getobt. Sie war aufgebläht wie ein Kreppel - und das innerhalb kürzester Zeit.
Sie hat leider einen sehr tiefen und im oberen Drittel sehr breiten Brustkorb. Daher ist der Magen einfach gekippt. Bei der OP wurde der Magen an der Linea Alba fixiert, da zu viel Platz im Brustraum besteht.
Sie musste lange Zeit wegen der Bakterien behandelt werden. Jetzt bekommt sie Mischkost - ich koche und gebe ausschliesslich Nassfutter verschiedener Hersteller und Fleischsorten sowie seit Monaten Probiotika, da sehr immer noch schlecht zunimmt.
Die Klinikärzte haben geraten, sie etwas kräftiger zu füttern - dann wäre auch das Risiko der Drehung, die oft auch sehr schlanke Hunde bekommen, etwas minimiert.
Zu jedem Futter bekommt sie zusätzlich Medikamente gegen eine eventuelle Schaumbildung durch Gärung im Magen. Ihr Schwesterchen ist im Welpenalter an einem durchbrochenen Magen gestorben.
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