Welpe geht nun gar nicht mehr raus!!! Hilfe!!

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Hallo,

    nach meinem Beitrag zu dem Thema "Angst vor Autos" ist alles nun seit drei Tagen noch viel schlimmer.
    Anfangs (als wir ihn aus der Nothilfe holten) ging er gar nicht vor die Tür, hatte panische Angst vor "draussen", machte nur in die Wohnung, ging nicht raus. Nach einiger Zeit normalisierte sich das, es kam vor etwa zwei Wochen wieder, er machte trotz Stubenreinheit plötzlich wieder in die Wohnung, wollte nicht raus vor die Tür, obwohl draussen nichts schlimmes passiert ist (er spielte sogar einen Tag zuvor noch lebenslustig mit anderen Hunden).

    Nun seit drei Tagen ist es so schlimm wie noch nie. Von einen Tag auf den anderen kam es wieder...
    Wie jeden Morgen wollten wir mit Jimmy auf den Hof vor die Tür gehen, sodass er sein Geschäft erledigen kann. Aber er ging nicht, zog den Schwanz ein und versteckte sich mit hintergelegten Ohren in seinem Körbchen. Wir warteten... Es wurde Mittag und er war seit dem Abend zuvor nicht draussen und hat kein Geschäft erledigt!! Er wollte immer noch nicht raus, rannte vor uns weg, ohne schlechte Erfahrungen an den Tagen zuvor gemacht zu haben.
    Es wurde nachmittag und dann entschlossen wir, ihn hochzunehmen und rauszutragen. Vergebens... Sobald wir ihn auf den Boden draussen setzten, rannte er rein, Schwanz eingezogen, Ohren nach hinten und zog wie ein Verrückter und versuchte sich aus dem Geschirr zu befreien, um schnell reinzurennen....
    Ich vergaß zu erwähnen, dass, wenn wir ihn hochnehmen und anleinen, er uns immer vor Angst neuerdings wieder anpieselt... Mit Leckerli locken bringt nichts, er merkt das Spiel.

    Warum hat er ohne eine schlechte Erfahrung am Tag zuvor, wo er noch draussen rumtobte, über Nacht plötzlich so panische Angst vor dem Rausgehen??
    Nicht mal ein anderer Hund animiert ihn mehr, mit nach draussen zu gehen obwohl das bisher immer geklappt hatte.
    Wie gesagt die Geschichte läuft nun schon so seit etwa drei Tagen ab und seitdem pieselt er immer in die Wohnung und macht auch sein großes Geschäft hier.

    Die private Hundetrainerin weiß auch nicht mehr weiter, niemand kann uns helfen.


    Wenn ich ihn jedes Mal ständig raustrage, wird es auch nicht besser, er bekommt nur immer mehr Angst das merke ich. Ich kann auch stundenlang draussen bleiben, er bleibt vor der Tür sitzen, änsgtlich, zitternd, alles was dazu gehört und pieselt nicht, sondenr will einfach nur rein (zwei Stunden war das längste, dann gab ich auf)!!!

    Wir wissen einfach nicht mehr weiter.
    Warum hat er plötzlich wieder so einen Rückfall??? Über nacht???

    Und ich könnte ihn natürlich auch nicht mehr raustragen und in die Wohnung machen lassen, aber wenn er jetzt ein paar Tage nicht raus geht und sein Geschäft hier drinnen macht, wer garantiert mir, dass er plötzlich von einen Tag auf den anderen mal wieder raus geht??!

    HILFE!!! :sad2:

  • Bist du sicher, dass nichts passiert ist?

    Vielleicht in der Nacht irgendetwas?

    Wer wohnt denn noch bei euch?
    Hast du alle befragt (und haben die ehrlich geantwortet)?

    Holt euch doch mal einen kompetenten Trainer in´s Haus (der vielleicht unterstützden mit Bachblüten, TTouch o.ä. arbeitet).

  • Warum er jetzt auf einmal wieder so eine Angst hat, weiß ich nicht. Kann alles gewesen sein: ein Geräusch, was ihn erschreckt hat oder er hat was gesehen, was ihm Angst macht?!

    Wenn er so eine Angst vor "draußen" hat, würde ich versuchen, ihm es draußen richtig schön zu füttern, vielleicht? Kriegt ihr ihn denn über Futter? Dann würde ich ihn immer an der offenen Tür füttern, nur soweit wie er sich traut und jeden Tag ein bißchen weiter in Richtung "draußen" stellen. Nur nie zu große Schritte machen, lieber zuwenig als zuviel!

    Oder über Spielzeug? Spielt er mit einem Ball oder so? Dann immer mal den Ball zur offenen Tür rollen lassen, auch nicht direkt raus, immer ein bißchen.

    Oder immer mal Richtung Tür gehen, aber nicht ganz raus.

    Was wäre denn, wenn ihr ganz woanders hin fahrt mit ihm? Also nicht so, dass er die Möglichkeit hat, dass er direkt zurück laufen kann und sich vor die Tür setzen kann?
    Wobei ich bei dem Vorschlag lieber jemanden fragen würde, der mehr Ahnung hat als ich, weil ich mir nicht sicher bin, ob es das nicht noch schlimmer macht!!!!

  • Sorry hab das mit der Trainerin überlesen!

    Wendet euch doch mal an jemand anderes, der euch helfen kann.

    Ich finde die Methode eigentlich nicht gut, aber vielleicht funktioniert sie in dem Fall:

    Leg eine Zeitung aus, auf der er drauf macht (sollte am Anfang dort stehen, wo er sich noch wolh fühlt).
    Wenn er zuverlässig drauf geht, wandert die Zeitung langsam richtung Haustür...

  • Okay -
    ich hab jetzt erstmal versucht rauszufinden wie alt Dein Welpe nun ist.

    Es gibt s.g. Spoky-Periods, also Phasen wo Hunde ängstlich werden und plötzlich vor Dingen erschrecken die sie eigentlich schon kennen.
    Keine Ahnung ob das bei Euch schon mitspielt - Dein Hund ist im 5. Monat.

    Aber - Deinem Hund fehlt ganz sicher die normale Sozialisierung durch Mutter und Geschwister. Genau in dieser so wichtigen Zeit hat er stattdessen traumatische Erlebnisse gehabt. Er wird daher ganz bestimmt immer ein ängstlicher Kandidat bleiben.

    Du solltest Dir einen Trainer suchen, der sich darauf spezialisiert hat. Das Deine Trainerin jetzt schon aufgibt ist schade.

    Bis dahin solltest Du einen absolut gleichen Ablauf mit dem Hund durchziehen. Routine gibt Sicherheit - mach möglichst ALLES IMMER GLEICH! Stellt Dir nen Wecker wann Du mit dem Hund rausgehst, wann es Futter gibt etc., geh immer zu den gleichen Orten.

    Bitte versuch nicht den Hund einzufangen. Mach ihm ein Geschirr um und ne leichte Hausleine dran - so kannst Du ihn nach draußen führen ohne ihn vorher schon zu verängstigen.
    Diese notwendigen Dinge - wie nach draußen zum Pieseln - verrichtest Du bestimmt und zügig, ohne sonderlich auf den Hund zu achten. Dafür gibts Lob wenn er sich draußen gelöst hat.
    Und wie beim Welpen alle 3-4 Stunden.

    Guck mal ob Du ne Tierheilpraktikerin findest die Euch helfen kann.

    lg
    susa

  • Hmm, ich würde mir auch ne Decke und ein spannendes Buch schnappen, die Haustüre weit aufmachen (darauf achten, das kein Zug entsteht und deshalb Türen oder Fenster zufallen können!) und es mir im Hof gemütlich machen.
    Damit der Wurm merkt, da ist nix gefährliches, Fraule sitzt da ja auch ganz entspannt.

    Den Hund überhaupt net beobachten, net locken, net angucken, einfach nix machen.

    Das dann jeden Tag, solange es möglich ist!

    Irgenwann einfach aufstehen, Sachen zusammenpacken und kommentarlos am Hund vorbei ins Haus gehen und die Türe sanft schließen.
    Es soll nix besonderes sein, Kommen und Gehen ist was absolut normales!

  • hallo,

    danke für eure lieben Tipps. Leider wohnen wir in einem großen Wohnkomplex, also Hochhaus an Hochhaus. Da ist das mit dem Türen offen stehen lassen überhaupt nicht möglich. Mit dem Futter langsam in Richtung Tür stellen, habe ich auch schon probiert, ohne Erfolg. Da ich ja in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, daß Jimmy panische Angst vor Autos hat, könnte es ja vielleicht daran liegen, daß ich ihn vor drei Tagen auf den Arm genommen habe, um ihn auf die andere Straßenseite zu tragen. Seitdem zeigt er diese komischen Verhaltensweisen, ansonsten bin ich ja auf Schritt und Tritt bei ihm und ich kann eigentlich mit großer Sicherheit sagen, daß nichts weiter vorgefallen ist.
    über weitere Ratschläge wäre ich euch sehr dankbar.

    Betzy

  • Bist Du alleine mit dem Hund? Sonst könnte es vielleicht mal Dein Partner versuchen?
    Es wäre auch möglich, dass sich Deine Unsicherheit auf den Hund überträgt. Du hast Angst, dass er nicht raus geht, also denkt er: "Oh Gott! Frauchen hat Angst! Da ist bestimmt was Schlimmes, da geh ich nicht hin!"

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!