an manchen Tagen könnt ich echt weinen!

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  • Hallöchen!
    Leider, leider, leider muss ich in diesem Thread weiter schreiben.
    Vor etwa 5 Wochen hatte ich das letzte Mal hier geantwortet, mir eure Tipps durch gelesen und die letzten Wochen verliefen auch viel ruhiger.
    Seit 1 Woche nun ist es die absolute Katastrophe; noch schlimmer als zu Beginn.
    Sam bellt ständig! Tagsüber rennt er mittlerweilen 30-40 Mal bellend zur Tür, reagiert auf Geräusche von draussen auf die er sonst nie reagiert hat und im Auto gibt er keine Sekunde mehr Ruhe. Wenn er nicht lautstark bellt, dann heult er. Und das non-stop.
    Neu ist auch, dass er uns mittlerweilen 3-4 Mal nachts aus dem Schlaf reisst mit seinem lauten Bellen.
    Und dabei lief es eigentlich ganz ok die letzen Wochen. Das alleine bleiben funktionierte, das Bellen wurde wesentlich weniger und nun das.
    Die letzten Wochen (als es eigentlich ganz ok lief) haben wir alle möglichen Tricks versucht: Sam räumlich zu trennen wenn er gebellt hat, ihn sofort mit einem Leckerli belohnen sobald er mal Ruhe gab, ihn zu uns rufen wenn er bellend zu Tür rannte, haben's mit Wasserspritzpistole und auch mit Rasseldose versuchte (beides liess ihn kalt) und meistens gab Sam sehr schnell Ruhe.

    Wir sind nicht nur absolut ratlos sondern auch nervlich total am Ende. Seit über eine Woche nun können mein Freund und ich kaum noch schlafen, tagsüber leiden wir mittlerweilen unter den ständigen Bellaktionen (reisst einen so richtig aus der Ruhe heraus, Puls geht hoch, etc) und wie es ist 30 Minuten lang unter ständigem Bellen und Jaulen zu fahren, könnt ihr euch ja vorstellen. Nicht nur nervt das extrem, sondern ist auch sehr gefährlich, da es einen vom Fahren ablenkt.

    Wir haben uns auch überlegt, was eventuel passiert sein könnte, was Sam dazu bewegt sein Verhalten so zu verändern, aber uns ins nichts aufgefallen. Es gibt keine neuen Nachbarn (keine neuen Geräusche, Schritte oder Stimmen) und Sam war kaum alleine die letzte Woche; wenn dann nur tagsüber fÜr etwa eine Stunde.

    Es belastet mich so sehr, einerseits weil ich merke, dass es sehr an meinen Nerven zerrt (wenig Schlaf, ständiges lautes Bellen), aber es belastet mich noch viel mehr weil ich diesen Frust leider teilweise an Sam auslasse und mich jetzt 2-3 Mal erwischt habe wie ich Sam angeschrien hab aus lauter Verzweifliung. Ich reiss mich mittlerweilen am Riemen und hab´s auch nicht mehr gemacht seitdem, aber gegen die innere Unruhe komm ich nicht mehr an und das merkt Sam natürlich.

    Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps oder wart/seit in einer ähnlichen Situation. Bin euch auf jeden Fall für jede Antwort sehr dankbar!
    Liebe Grüsse,
    Lynn

  • Das hört sich ja ganz furchtbar stressig an :/ , und es ist eigentlich so gar nicht typisch für einen Flat.
    Bitte entschuldige meine Frage, da sie sehr abgedroschen klingen mag....
    Was macht Ihr mit Eurem Hund so tagtäglich, wie sieht der Alltag für den Hund normalerweise aus?

    LG Britta

  • Hallo Britta,
    ich weiss, ist wirklich nicht typisch Flat, aber leider haben wir das Problem mit Sam's Bellen von Anfang an und üben seitdem daran. Anfangs hat er recht wenig gebellt, wobei ich sagen muss, dass wir die ersten 5 Monate in einem Loft gewohnt haben, also kaum fremde Geräusche und Stimmen um uns waren. Mittlerweilen wohnen wir seit 2 Monaten in einem 5-Parteien Haus...so viel zu den "neuen" Geräuschen.
    Ansonsten ist er ja ein total lieber, super-freundlicher und offener Kerl. Sein Bellen ist normalerweise kein "böses" Bellen, eher ein aufgeregtes "buaaahhh, kommt da etwa wer zu Besuch" Bellen.

    Wir gehen täglich mit Sam spazieren, dies meistens so um die 90-120 Minuten; mal mehr, mal weniger. Während dem Spazieren gehen legen wir natürlich Pausen ein, und ich lass ihn sowohl an der Leine als auch ohne Leine laufen. Wir üben nämlich noch an der Leinenführigkeit. ;-)
    Anfangs haben wir zwischendurch auch Stöcken fangen gespielt, was ihn aber viel zu sehr aufgedreht hat, daher lassen wir's sein.

    Zu Hause beschäftigen wir Sam mit Such-Spielchen, mit kleinen Apportier-Spielchen, Versteck-Spielchen, etc. Dies aber auch nicht in extremen Massen.
    Ab und zu gehen wir auch an den See schwimmen, was leider die letzten Wochen wegen des schlechten Wetters nicht möglich war.
    Wir haben die letzten Tage auch nicht mehr oder weniger mit Sam gemacht, er wurde auch keinem neuen oder zusätzlichen Stress ausgesetzt.

    Ich hab irgendwie das Gefühl als ob Sam niiiieee zur Ruhe kommt. Sogar wenn er schläft wacht er für jede Kleinigkeit auf.

    Ich würd sehr gerne einem Club beitreten und regelmässig Dummy oder Mantrailing mit Sam ausüben, nur leider sind wir hier in der Pampa und weit und breit ist kein Club, noch nicht mal eine anständige HuSchu.

    Liebe Grüsse,
    Lynn

    EDIT: unser Altag sieht normalerweise so aus:
    stehen auf, drehen eine Pipi-Runde, Sam bekommt was zu essen, wir gehen morgens spazieren. Nach dem Spazieren schläft er meistens und ich arbeite, nachmittags gehen wir eine kleinere Runde drehen (oder fahren an den See) und spielen mit Sam. Ausserdem lass ich ihn jeden Tag alleine, weil ja auch noch daran arbeiten. In dieser Zeit geh ich dann einkaufen und lass Sam mit einem Kong zurück. Obwohl ich ihn meistens aufnehme während er alleine ist und ich, ausser seinen normalen Bell-Aktionen nicht höre, kommt es mir immer vor als ob er nicht schlafen würde während dieser Zeit.
    Abends kommt mein Freund nach Hause, der spielt dann noch mit Sam, es gibt Abendessen, drehen eine letzte Pipirunde und das war's dann auch schon.

  • Hallo,
    ich bin ja jetzt nicht so der Hundeexperte, aber kann es sein, dass dieser Tagesablauf eurem Sam nicht reicht.
    Ist er denn müde nach dem spazieren gehen?

    Also wir sind mit unserem Hund immer 3mal am Tag eine Stunde spazieren gegangen. Manchmal sogar länger. Und vor dem schlafen gehen dann nochmal eine Pipirunde.

    Erst seit sie jetzt älter ist, gehen wir weniger mit ihr raus.

    Vielleicht fehlt Sam doch ein bisschen die Auslastung. Das er dann auch einfach müde ist und schläft ohne dauernd zu horchen.

    Ich würde auch einfach abends noch mal eine längere Runde mit ihm machen und ihn richtig bewegen.

    Spielt er denn mit anderen Hunden? Oder du wirfst ihm ein Spielzeug? Oder fahrradfahren (je nach dem wie alt er ist)?

    Ich denke, wenn er richtig ausgelastet ist, dann ist er vielleicht auch ruhiger.

    Und noch eine Anmerkung: Warum füttert ihr ihn in der Früh vor dem Gassi-gehen? Ist das nicht schlecht? Verbessert mich, wenn ich falsch liege, aber wir haben unseren Hund immer erst nach dem gassigehen gefüttert, wegen Magenverschlingung und so.
    Und wenn er dann gefressen hat, ist er auch erst mal ruhiger.

  • Hallo Xsara und danke für deine Antwort!

    Zitat

    Warum füttert ihr ihn in der Früh vor dem Gassi-gehen?

    Das hab ich wohl schlecht formuliert, wie gehen natürlich zu erst raus, drehen eine Pipi-Runde und danach gibt's was zu essen. Nach dem Frühstück, etwa 1 Stunde später gehen wir "richtig" spazieren.

    Also Sam ist schon müde nach den Spaziergängen, legt sich auch immer sofort hin und ratzt, aber es scheint egal zu sein wie müde er ist, er muss dennoch bei jedem Geräusch aufspringen. Sogar wenn wir vom Sofa aufstehen rappelt sich Sam auf und dabbert hinter uns her.

    Wir werden auf jeden Fall die nächsten Tage etwas länger laufen, können aber auch nicht wirklich jeden Tag 3-4 Stunden spazieren gehen.
    Sam spielt schon mit anderen Hunden...wenn wir welchen begegnen, was so gut wie nie ist. Die wenigen Hunde die es hier gibt sind Hofhunde die nie vom Hof rauskommen. Und die beiden Hunde die auch hier im Gebäude sind, sind...naja...ich trau mich nicht in deren Nähe, dann lass ich Sam auch nicht dahin.

    Sam ist grad mal 9 Monate alt, Fahrrad fahren oder Inline skaten ist also noch nicht drin. Wegen seines Alters frag ich mich auch immer wieder ob wir nun zu viel oder zu wenig mit ihm unternehmen. Will ja auch nicht in 1-2 Jahren 5 Stunden am Tag mit ihm laufen müssen weil er so eine Ausdauer augebaut hat und die täglichen 2 Stunden nur noch ein Scherz für ihn sind.

    Wir spielen schon noch Wurf-Spiele mit ihm, aber eben in Grenzen, da er dadurch oft so extrem aufgedreht wird, dass er uns besteigt. Daher spielen wir noch Ballspiele mit ihm, aber eben nur noch ab und zu und brechen sofort ab, wenn er ungewolltes Verhalten an den Tag bringt.
    Wir lassen ihn liebe Spielzeug und Leckerlies suchen.
    Liebe Grüsse,
    Lynn

  • Ich würde das Programm anders gestalten :smile:

    Grundsätzlich möchte ich haben, dass mein Hund zuhause runterfährt, schläft und relaxt, und das so lange, bis ich wieder etwas unternehmen möchte.
    Das erreiche ich aber nicht, wenn ich zuhause, neben dem Outdoorprogramm, noch Suchspielchen etc.ppp einbaue.
    Es erscheint mir völlig logisch, dass dein Hund keine Ruhe findet.

    Flats sind absolute Workaholics, aber nur, wenn man sie dazu erzieht...
    Mein bescheidener Tipp wäre daher ...
    Das Spaziergehprogramm lieber etwas runterfahren, aber dafür zusätzlich deine Kopfspielchen mit einbauen.
    Ist der erlebnisreiche Spaziergang vorbei, dann ist aber auch aus die Maus, nix mehr ausser nur noch schlafen :schlafen:
    Ich bin gar kein Freund der Rundumbespassung, da sie erstens nur dem Hund schadet, und zweitens dich sowohl arbeitstechnisch, als auch freizeitmäßig blockiert, wie du selber ja auch festgestellt hast.
    Wenn du das konsequent durchziehst, dann lernt dein Hund blitzschnell:
    Draussen Spass und Action, drinnen Friede und Stille.

    Ich habe selber einen Flat, und ich weiß definitiv wovon ich rede.
    Dieser "Plan" funktioniert bei uns in Perfektion, und das kann jeder bestätigen, der uns kennt.

    LG Britta

  • Hallo Lynn,

    hat Euer Hund einen bestimmten Schlafplatz?

    Ich hatte mit meiner kleinen Hündin in diesem Alter damals ähnliche Probleme und meine wohnliche Situation ist die Gleiche.
    Habe allerdings meine Hündin von Anfang an daran gewöhnt, dass sie auf ihren Schlafplatz geht und dort auch bleibt. Die Tür habe ich geschlossen, das Radio leise angestellt, habe kein Tam Tam gemacht, wenn ich gehe oder komme und das hat irgendwann ohne jeglichen Stress geklappt.

    Allerdings waren wir vorher auch immer lange draußen und dabei habe ich sie viel mit Nasenarbeit beschäftigt.
    Anschließend sind wir nach Hause und dann wurde gefüttert.
    Daraufhin hat sie die ganze Zeit, die ich weg war, verschlafen.

    Was ich mit dem Schlafplatz meine- ein Hund braucht auch eine Rückzugsmöglichkeit, wo er zur Ruhe kommen kann.
    Wenn Euer Hund durch die komplette Wohnung rennen kann, wird das vorerst bestimmt nix.

    Inzwischen habe ich einen 2. Hund und auch mit dem funktioniert es genau auf diese Art und Weise.

    Außerdem glaube ich, dass Euer Hund sehr unsicher ist..., wie ich gelesen habe, wohnt Ihr erst wenige Zeit in der neuen Wohnung.
    Indem Ihr derart gestresst reagiert, verunsichert Ihr Euren Hund noch mehr.
    Ich habe das Gefühl, dass Euch der Junghund auf der Nase rum tanzt.

    Einen richtigen Ratschlag kann ich leider nicht geben, weil ich nur die beschriebenen Sympthome herausgelesen habe- um was zu ändern, müßt Ihr erstmal die Ursache heraus finden.

    Wenn es Unsicherheit ist, könnt Ihr das vielleicht in den Griff bekommen, wenn Ihr das mal mit dem festen Schlafplatz versucht.

    Was das Bellen betrifft: wenn er im Flur steht und bellt, gehe mal zu ihm und streichel in einfach nur- so, als ob du dich für seine Aufmerksamkeit bedankst und dabei kannst du ganz nebenbei deinen Hund mit einem bestimmten Geräusch (psst) darauf konditionieren, dass es nun wieder okay ist.

    Ganz abstellen wirst du es nicht können, meine Hunde bellen auch mal.
    Aber du kannst es ein wenig eindämmen, indem du ihm Sicherheit gibst und ihn ganz nebenbei an die üblichen Geräusche, die vor der Tür zu hören sind, gewöhnst.

    Ich drücke dir oder Euch ganz fest die Daumen.
    Bleibt beharrlich, konsequent und vorallem ruhig, ganz ruhig!

    L.G.,Claudia.

  • Liebe Britta,
    was du schreibst scheint mir absolut logisch und ich würd's sehr gerne mal probieren.
    Könntest du's mir vielleicht etwas genau erklären, wie sieht zum Beispiel ein Spaziergang bei euch aus? Und was unternimmt euer Flat zu Hause? Wenn er spielen mag, beschäftigt er sich dann selber?

    Also zu Hause spielen wir auch nur dann, wenn ICH es will. Sam kommt natürlich immer wieder mit einem Spielzeug angerannt, aber er hat mittlerweilen verstanden, dass ich bestimme wann wir was spielen.

    Irgendwie kann ich mir momentan nicht vorstellen einen friedlich schlafenden Sam zu haben, der tagsüber ruhig in der Wohnung bleiben kann. Schöne Vorstellung!!! Will es definitiv ausprobieren.

    Was denkst du, was ist zu viel spazieren gehen und was zu wenig für einen 9 Monate alter Flat?

    Liebe Grüsse,
    Lynn

  • Wir gehen morgens so eine sehr gute Stunde spazieren.
    In dem Spaziergang sind Schwimmen, Versteck-und Suchspielchen so gut wie immer mit eingebaut.
    In meinem Rüstgepäck sind immer ein paar Dummies und Bällchen.
    Die Bällchen verstecke ich gerne auf dem Hinweg, damit Bonny sie auf dem Rückweg suchen kann, im Idealfall merkt er sich die abgelegte Stelle im Vorfeld schon.
    Die Dummies lege ich aus, lasse sie suchen und bringen. Das ist nichts Besonderes, aber macht Spass und müde.
    Dasselbe kann man im Wasser machen.

    Dann gehen wir arbeiten :gut: , und somit ist absolut Schicht im Schacht.
    Von 10 Uhr bis 17 Uhr gibt es keinen Mucks, dann holt mein Mann das Köterchen ab.

    Entweder gehen sie ins Revier nach dem Rechten sehen, oder aber sie fahren mit dem Fahrrad...Schwimmpausen immer inbegriffen.
    Am Wochenende gehen meine Männer fast immer auf die Jagd.

  • Toll, danke für die Erklärung.
    Werd's morgen gleich mal probieren, denn Bälle und Dummies haben wir "en masse".
    Kleine Schwimmpausen können wir leider nicht beim "normalen" Spaziergang einlegen, denn der See ist 30 min Autofahrt entfernt und dort kann man nicht wirklich schön spazieren gehen.
    Jagd wär jetzt nicht wirklich was für uns, aber wie schon gesagt, wir würden so gerne Dummytraining machen, nur leider finden wir keinen Club. Hab mich schon öfter informiert, mehrmals unseren TA hier gefragt und der schickt uns immer an die gleiche (einzige) HuSchu, die's hier in einem Umkreis von 50km gibt.

    Freu mich schon aufs spazieren gehen morgen und werd euch auf jeden Fall berichten...hoffentlich von einem glücklichen und müden Sam.

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