Synapsen-Sache: Clicker = Gegenteil vom Teletac ?

  • Och ein Click muß nichts nettes sein, nur mal so am Rande. Er wird positiv besetzt, kann aber auch negativ besetzt werden...

    Und wegen dem fixieren.. Habe ich einen Hund der eine Leinenaggression hat, aber zumindest noch kurze Zeit im fixieren ist, nutze ich das. Ich baue eine Brücke auf. Anfangs wird eben das fixieren bestätigt (gleichzeitig aber auch das stillsein) und darauf baue ich auf. Zumindest habe ich es so bei Lee gemacht :nixweiss:

  • Kommt immer drauf an, wie man den Click verwendet. Man kann den Clicker als Rufsignal, Abbruchzeichen oder eben als Lob verwenden.

    Ich clickere Rocky, seit er etwa 1 Jahr alt ist und er kann dadurch einiges, aber er ist auch unheimlich kreativ dadurch. Wenn ich mich jetzt irgendwo hinsetze und mit etwas in der Hand spiele, versucht Rocky nicht einfach das Teil zu kriegen, sondern er stupst es an, mal mit der Pfote, dann mit der Nase, dann versucht er es zu halten... viele Varianten für ein und das selbe Teil.

    Bevor du anfängst, musst du ihn erst "einclickern". Hundi hängt irgendwo in der Gegend rum, du fläzt dich daneben und clickst, Hundi guckt und kriegt sofort ein Leckerchen, das machste dann mal so 1000x (Hundi muss danach aber nicht zu rollen sein). Dann kannste dich hinsetzen, klopf auf irgendwas drauf (ne Treppenstufe oder so) und wenn Hundi dann die Pfote draufstellt, click + Leckerlie, dann willste dass er beide Vorderpfoten draufstellt, er macht es, click + Leckerlie - mit der Zeit wird der Hund erfinderisch und du auch ;) Ich hab Rocky schon jeden Scheiß geclickert - erst mühselig beigebracht, dass er nicht hochspringt, dann hab ich ihm geclickert, dass er mir in die Arme springt. Nur mal als Beispiel....

  • Jack war ja super hektisch und nervös draußen, da haben wir Clickern angefangen und es gibt ihm eine unglaubliche Sicherheit, er wurde merklich gelöster und entspannter, auch bei Hundebegegnungen.

    Ansonsten ändert sich ja an der Erziehungsart nicht viel, nur weil man nen Clicker in der Hand hat, geht man nicht mit einem leinenaggressiven Hund 1m an nem anderen Hund vorbei. Man weicht weiter aus, genau den richtigen Radius -wir haben jeden Schritt geclickert, der ruhig war, echt extrem anfangs, aber dadurch kam auch immer wieder die Aufmerksamkeit auf den Futterbeutel. Wenn wir weit genug vom Hund weg waren, haben wir auch nur "Schau" geclickert...kamen wir näher, war er recht aufgedreht (aber kein Vergleich zu zuvor).

    Das "Schau" haben wir überhaupt erst richtig mit dem Clicker hinbekommen. Denn in Stresssituationen hat Jack wenn dann nur einmal so schnell den Kopf gedreht, dass ich gar nicht zum Sprechen kam, zum Clicken aber schon.. ab da ging es richtig schnell.

  • Zitat

    Wenn ich nun zB mit Alfons an einem Hund vorbei gehe, Alfie bleibt ruhig, aber "guckt" / fixiert.
    Und ich klickere.
    LOBE ich ihn dann jetzt dafür, dass er etwas tut (fixieren) oder clickere ich ihm die Situation schön, so wie wenn ich ihm Leckerlis in den Mund stopfen würde?

    Interessierte Grüße
    Lisa

    Du clickerst genau das, was du schreibst. Dass nämlich dein Hund lernt, andere Hunde ruhig zu fixieren. Es macht nur Sinn, dann zu clickern, wenn der Hund das von dir gewünschte Verhalten zeigt. Clickern ist das Versprechen auf Belohnung und kein Futter ins Maul stopfen. Wenn du also deinen Hund beim Fixieren, was eine Bedrohung darstellt, clickerst, bringst du ihm das Verhalten schlichtweg bei.

    Ziel wäre es, den anderen Hund zu ignorieren, dich anzugucken und das dann auch zu clickern. Clickern ist eine punktgenaue Belohnungsmöglichkeit für den Hund, um dem Hund was beizubringen.

  • Hallo!

    Ich finde die Fragestellung sehr spannend was in dem Hund vorgeht wenn er geclickert wird.
    Mich beschäftigt dabei auch die Frage: Wie sieht uns unser Hund dabei?
    Ich kann mit einem Klicker punktuell gewünschtes Verhalten bestätigen! Der Hund weiß das er auf dem richtigen Weg ist die Lösung zu finden.
    Mir persönlich fehlt aber die Beziehungsebene zueinander.
    Unsere Hunde sind hochsoziale Wesen mit einem ausgeprägten Sinn für emotionale Stimmungen bzw. die Fähigkeit zum Verständnis von Wörtern. Sie sind großartig darin das Verhalten und die Emotion seiner Bezugsperson einzuschätzen.Ich lebe mit meinem Hund in einer Mensch- Hund Beziehung. Wo jeder die Stimmung des anderen respektiert und einschätzen kann. Im Grunde kann ich mit einem "Prima" genauso punktuell verstärken oder andersrum nicht gewolltes mit einem "No" korrigieren. Emotionalität darf ruhig sein. Der Klicker wäre für uns zu monoton.
    Ich lebe mit der Philosophie ein gemeinsames Ziel mit meinem Hund zu verfolgen. Mein Hund sieht mich hoffentlich eher als Partner mit einer gemeinsamen Zielsetzung und nicht jemanden der Leistung mit Leckerli durch Klick belohnt.
    Das schöne an einer guten Mensch -Hund Beziehung ist das auch Immitationslernen möglich ist. D.h. ich zeige meinem Hund was er machen soll und er macht es dann nach. Irgendwie find ich das natürlicher und letztendlich effektiver.
    Viele Grüße.

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