Synapsen-Sache: Clicker = Gegenteil vom Teletac ?
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Hallo Leute!
Ich habe mir so meine Gedanken gemacht über das Loben.
Mal kommt es zu spät, mal zu früh, mal wird es nicht als solches erkannt.Deshalb ja die Clicker-Idee. Immer das gleiche Geräusch. Immer die gleiche Bedeutung!
Aber was genau vermittelt man in dem Moment?
"die Situation (auch äußere Einflüsse) ist toll, alles ist fein"
"das was du machst ist korrekt, tu es weiter"
"du näherst dich dem Gewünschten, das ist gut!"Löst ein Clicker im Hirn irgendwelche Reize aus?
Ist der Clicker mit der Assoziation der Belohnung schon Belohnung genug?
Zwingen wir den Hund sozusagen dazu, Dinge zu mögen, weil er auf den Click scharf ist?Ist damit ein Clicker so etwas wie das Gegenteil vom Teletac?
Teletac:
"die Situation (auch äußere Einflüsse) ist schlecht, alles ist schlimm"
"das was du machst ist falsch, lass es"
"du fängst an Scheiße zu bauen, das ist nicht gut"Der Hund kann also ein Meideverhalten, Aggressionen, Ängste oder ähnliches entwickeln, durch den Tele-tac.
Entwickelt der Hund dann durch den Clicker gegenteiliges?
Ich bin von dieser Methode noch nicht ganz so überzeugt, weil ich mir es nur teilweise verbildlichen kann.
Mich würde es nicht für Tricks, sondern für Ängste und Aggressionen interessieren.Aber was genau löst der Clicker aus?
Klar ich konditioniere ihn, und er "sagt" dem Hund was korrekt ist, kurz und knapp im richtigen Moment. Das Experiment mit dem Fleischmehl und dem Speichel-produzieren bei einem Pfeifton kenne ich auch..Aber was passiert mit dem Hund dabei genau?
Wenn ich nun zB mit Alfons an einem Hund vorbei gehe, Alfie bleibt ruhig, aber "guckt" / fixiert.
Und ich klickere.
LOBE ich ihn dann jetzt dafür, dass er etwas tut (fixieren) oder clickere ich ihm die Situation schön, so wie wenn ich ihm Leckerlis in den Mund stopfen würde?Interessierte Grüße
Lisa - Vor einem Moment
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Hallo,
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Click = Belohnung
Der Click sagt dem Hund, dass er gemacht hat, was du wolltest. Du gehst zur Arbeit und wirst am Ende des Monats bezahlt. Dein Hund geht zur Arbeit und wird bezahlt, wenn er einen Click hört. Jedem Click folgt eine Belohnung. Der Click bedeutet Belohnung. Es muss nicht immer Futter sein – es kann auch ein Spielzeug sein, Knuddeln, ein Zerrspiel, eine Tür, die sich öffnet, oder irgendetwas, was dein Hund gerade will. Aber da sie leicht verfügbar und zu geben sind und auch den Fluss des Trainings nicht unterbrechen, werden Leckerli deine Hauptbelohnung sein.
Ein anderer wichtiger Bestandteil des Clickertrainings ist, dass der Click das Verhalten beendet. Wenn du ein 10-Sekunden Sitz-Bleib trainierst und nach 10 Sekunden clickst, ist das Verhalten beendet. Falls dein Hund bleibt, wo er ist, wenn du ihm sein Leckerchen gibst, ist das fein, aber falls er aufsteht und zu dir kommt, um sich sein Leckerchen abzuholen, ist das auch fein. Wenn du daran arbeitest, dass du hinter ihm herumgehen kannst, wirst du anfangs clicken, wenn du hinter ihm stehst, dann ein Stückchen weiter, dann wieder ein Stückchen weiter, und schließlich, wenn du deine Zielposition erreicht hast. Aber der Click beendet immer die Übung, und du beginnst danach wieder von vorne.
Viel Glück

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Da setz ich mir gleich mal ein Lesezeichen hier...
Wüsste das auch gern im zusammenhang mit Leinenaggression.
In dem genannten Beispiel: Belohne ich durch das Click beim Fixieren das Fixieren? oder ist es schon ein Fortschritt und deshalb zu belohnen, weil er nicht gleich in Rage gerät und den Affen macht? -
Zitat
Da setz ich mir gleich mal ein Lesezeichen hier...
Wüsste das auch gern im zusammenhang mit Leinenaggression.
In dem genannten Beispiel: Belohne ich durch das Click beim Fixieren das Fixieren? oder ist es schon ein Fortschritt und deshalb zu belohnen, weil er nicht gleich in Rage gerät und den Affen macht?Eben!
Ist der Click nun eine "feinifeine SITUATION", du kannst dich entspannen, oder ist es eine "feinifeine REAKTION", mach weiter so (fixieren ->knurren->angehen)
Beim Target-Stick, Apportel etc klickert man ja auch das, was gemeint ist.
Also könnte ich doch quasi auch das aggressive Verhalten fördern, anstatt die Situation schön-zu-klickernIch weiss, was man mit dem Clicker macht, und wie man ihn nutzt.
Aber mich interessiert wirklich wie genau dies nun beim Hund ankommt (siehe oben)
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ZitatAlles anzeigen
Eben!
Ist der Click nun eine "feinifeine SITUATION", du kannst dich entspannen, oder ist es eine "feinifeine REAKTION", mach weiter so (fixieren ->knurren->angehen)
Beim Target-Stick, Apportel etc klickert man ja auch das, was gemeint ist.
Also könnte ich doch quasi auch das aggressive Verhalten fördern, anstatt die Situation schön-zu-klickernIch weiss, was man mit dem Clicker macht, und wie man ihn nutzt.
Aber mich interessiert wirklich wie genau dies nun beim Hund ankommt (siehe oben)
Irgendwie ahne ich, dass man mit dem Clicken beim Fixieren das Fixieren belohnt...Aber ich denk mir, dass er sich dann beim Click ja zu mir dreht, Lecker bekommt und dann einfach gleich nochn Click+Belohnung fürs "zu-mir-gewandt-sein" (Oh, man ich hoffe man versteht was ich mein)
Es muss also nicht unbedingt sein, dass man die aggression fördert, wenn man dann clickt...
(oder ist das mal gerad Wunschdenken von mir?Ach, bin jetzt mal ruhig mit meinem Halbwissen und gespannt auf die Antworten...) -
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Das click bedeutet für den Hund: Eine gute sache kommt gleich und aniemiert ihn dazu mitzumachen. Das geräusch hat eine bestärkende bedeutung.
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Ich machs so:
Hundebegegnung - Hund fixiert anderen Hund - ich clicke NICHT - sondern gebe zB das Kommando SCHAU - Hund guckt mich an - CLICK
Belohne also nicht das fixieren oder zum andern Hund hinwenden sondern die Alternativhandlung/ das auf mich konzentrieren.
LG
Tina -
Soweit ich weiß ist der Teletac in Deutschland verboten, oder?
Ich meine die freundlichere Wariante ist der clicker, aber das kann auch beider nach hinten losgehen, Vielleicht sollte man erst mit gestik versuchen dem Hund was beizubringen. Wenn das nichts bringt, am besten zur hundeschule.
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Tja, das ist eben gerade die Herausforderung beim Clickern, dass der Hund eben nie nur eine Sache tut, sondern immer viele Dinge gleichzeitig. Du kannst nie ganz sicher sagen, was der Hund nun gerade mit dem Click verknüpft hat, vermutlich aber das, womit er sich als letztes beschäftigt hat.
Daher belohnst du in der Regel tatsächlich das Fixieren, wenn du in dem Moment clickst, ABER wenn der Hund sonst z.B. in dieser Situation schon in die Leine gesprungen wäre, dann kann man natürlich auch schon einmal belohnen, dass der Hund in diesem Moment NUR fixiert hat, auch wenn man natürlich auch vom Fixieren irgendwann ganz weg kommen möchte. Beim Clickern geht es immer darum den nächsten mini-kleinen Schritt in die richtige Richtung zu belohnen und nicht darum gleich das Ergebnis zu erwarten.
Allerdings solltet ihr, bevor ihr euch gleich an solch heikle Situationen heranwagt, euer Timing bei unverfänglicheren Clickerübungen schulen. Anfangs ist es ziemlich normal, dass der ein oder andere Click völlig verquer geht und euer Hund nur Bahnhof versteht.
Dann seht ihr auch selbst, in welcher Situation euer Hund was verknüpft. -
Ok...
also nehmen wir mal an ich würde jetzt Clickern wollen.
1) konditionieren
2) "schau" üben + klickern (heisst bei mir gaaanz langgezogen "guck miiiiiiich an", mit ruhiger lieber leiser Stimme)
3) anderen Hund suchen, Alfons zu mir locken und "schau" machen lassen, dafür clickern.Das dann eben immer näher und immer "selbstverständlicher" gestalten?
Und damit lernt er "ah ja ok... wenn ich das mach, ist das gut" und wartet irgendwann, wenn er einen anderen Hund sieht, förmlich auf ein "schau" ?
Gebe ich ihm mit dem Click auch sicherheit?
Weil bei Stimmen hört man ja manchmal die Unsicherheit, den Stress, die Wut etc.
Allerdings hört man auch plakative Entspanntheit (zB mein laaanggezogenes "guck mich an")Der Click ist immer gleich, emotionslos quasi. Weder gestresst noch entspannt...
Wie lange braucht denn ein Hund, um den Click zu verarbeiten?
wenn er mich anschaut, ich klicke, und er wegschaut und loskläfft, assoziiert er DAS dann nicht?
- Vor einem Moment
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