Unsere Hündin "kontrolliert" meinen Sohn
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Hallo zusammen,
weiss nicht, ob ich mich richtig ausgedrückt hab. Aber wir haben ein echtes problem mit unserer Hündin. Sie ist jetzt fast zwei Jahre alt (deutscher Schäferhund) und lebt als Familienhund bei meinen Eltern. Sie ist eigentlich eine liebe und hört generell ganz gut.
Nur, das Problem ist, wenn mein Sohn dort ist. Denn dann hört sie gar nicht mehr. Mein Sohn ist acht und nach der Schule immer bei meiner Mutter. Dort wird er sehr überschwänglich begrüsst und der Hund kommt sofort mit Spielzeug. Ab da hat unser Hund die Ohren auf durchzug. Mein Sohn mag schon gar nicht mehr wirklich mit ihr spielen, weil sie ihn immer wieder bedrängt. Wir haben schon vieles ausprobiert. Aber irgendwie funktioniert es nicht.
Wenn ich meinen Sohn abhole, dann fängt sie an wie eine wilde durch das Haus zu rennen und läuft uns zwischen die Füße. Dann muss sie immer in ihr Zimmer, da sie uns sonst nicht rauslassen würde, also eher gesagt, sie würde mit uns die ganze zeit hinterherlaufen. Wenn sie dann auf ihren Platz muss, fängt sie laut an zu bellen und zu jaulen und ist sehr hektisch.
Momentan regeln wir es so, dass wir laut NEIN sagen und sie dann in ihr Körbchen muss und wir dann die Tür des Zimmers zu machen, da sie sonst sofort raus rennt. Sie stellt sich dann auf die Fensterbank und bellt und jault, bis wir dann gefahren sind.
Wenn wir mit ihr draussen sind, dann geht sie ohne meinen Sohn nciht ins Haus, von der Leine reisst sie sich los. Heute ist sie auch dazwischen gesprungen, als mein Partner meinen Sohn mit zum Auto nehmen wollte.
Ist das Kontrolle? Wie kann man das lösen?
Vielen Dank für eure Ratschläge
Sunnrise
- Vor einem Moment
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Zitat
und hört generell ganz gut.
Sorry, aber das kann ich nicht nicht ganz glauben, zumindest scheint es hier Auslegungssache zu sein...sie nimmt euch null Ernst und auch eure Entscheidungen, die ihr für sie trefft, findet sie scheinbar nicht wirklich umsetzungswürdig.
Ich kann absolut nachvollziehen, wie es bei euch läuft, denn Mücke hat meine Nichte , die in dem gleichen Alter ist, auch anfangs immer sehr bedrängt.Er ist ihr permanent hinterhergelaufen, hat sie angestubst, wollte Kontakt, alles andere war unwichtig.
Da hilft nur Erziehung. Wird der Hund auf seinen Platz geschickt oder weg, dann hat er dort zu bleiben.
Mit 2 Jahren sollte sie doch das eine oder andere umsetzten können, von dem, was verlangt wird, aber das hört sich doch alles recht strukturlos an, was du so schreibst.
Wie wird sie denn ausgelastet, wer arbeitet hauptsächlich mit ihr ? -
Das auf den Platz gehen lassen ist eine gute möglichkeit das abzuändern. GANZ WICHTIG!!! Nicht nur rum meckern und wilde NEIN rufe von sich geben sondern sich die Zeit nehmen und ihn LOBEN wenn er auf seinem Platz bleibt. Meine Hündin hat somit gelernt das ihr Korb der sicherste Ort ist den es gibt
Und wenn es geht Ignorieren... -
Danke für eure Antworten. Ich weiss auch nicht mehr. Es ist komisch, dass sie wenn wir allein sind, also nur wir Erwachsenen, dann hört und wenn mein Sohn kommt, ist alles andere egal.
Also sollten wir ihr quasi das Verhalten verbieten, dann ins Körbchen schicken und dann wenn sie lieb sitzt loben. Wenn sie aber nicht ruhig bleibt? Sie ist absolutem Stress ausgesetzt, wenn sie schon sieht dass ich komm und meinen Sohn abhol. Dann sitzt sie ihm quasi "auf dem Schoß". Woher kann das kommen?
Gibt es noch andere Trainingsarten, wie wir ihr es beibringen können?Mein Sohn kann sich ja kaum frei bewegen.
Meine Mutter ist die Person, die in erster Linie mit dem Hund zusammen ist und mit ihr übt. Leider ist sie auch oft selbst sehr nervös. Kann sich das vielleicht auch übertragen?
Vielen Dank
Gruß
Sunnrise -
Zitat
Leider ist sie auch oft selbst sehr nervös. Kann sich das vielleicht auch übertragen?
Ruhe und Souveränität ist das A und O. Unruhe überträgt sich auf das Tier. Und wer nicht souverän ist, wird auch nicht als Chef ernst genommen. Würde mein Chef nervös um mich rumhüpfen, wenn er was von mir will, würde ich ihn auch belächeln und selbst entscheiden, was richtig und wichtig ist.
Kommt eine klare, souveräne Ansage, überlege und hinterfrage ich nicht.
Am Anfang sind es Kleinsterfolge, die es zu loben gilt. Sie geht auf ihren Platz, setzt/legt sich - loben. Und so die Zeitspanne erweitern. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen erwarten, dass sie easy drei Stunden entspannt im Körbchen bleibt. Generell ist ein nur mit "nein" verbieten wollen nicht das Mittel der Wahl. Biete ihr eine komfortable Alternative - eben durch Lob. Verbal, mit Leckerchen, mit ihrem Lieblingsspielzeug, durch Streicheln - je nach Vorliebe des Hundes. So sollte sie auch ihren Platz schätzen lernen.
Bist Du denn auch schon angespannt, weil Du weißt, was kommt? Dann arbeite auch an Deinem Adrenalinspiegel.
EDIT: alternativ fällt mir noch ein: entziehe ihr das Objekt der Begierde - also Deinen Sohn. Führt sie sich derart auf, gibt es keinen Kontakt. Sie muss verknüpfen, dass nur Ruhe zum Erfolg führt. Das haben wir beim Türklingeln am Anfang z.B. auch so machen müssen. Und dabei öfter auch mal dem Pizzaboten die Tür vor der Nase nochmal zugemacht
und Emily wieder auf ihren Platz geschickt. Und nochmal von vorne....
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Aber wie soll ich ihr das verbieten? Soll sie dann die ganze Zeit angeleint sein? Oder öfter in ihr Zimmer? Ich kann sie ja naschmittags nicht die ganze zeit in ihr Zimmer lassen.
Sie würde auch die ganze Zeit Radau machen. Wenn sie dann lieb ist und ich sie raus lasse, dann fängt sie wieder an mit Bedrängen.
Wie kann man da am besten arbeiten?
Vielen Dank
Sunnrise -
Hallo Sunrise,
eine andere Frage wäre, wie ist die 2-jährige Schäferhündin sonst so ausgelastet. Sie ist mit ihrem Alter ja noch ein total überschäumender Junghund, der irgendwo seine Energien loswerden muss.Hat sie Kontakt mit anderen Junghunden, spielen deine Eltern auch mit ihr...?
Für mich sieht es so aus, als hätte sie in deinem Sohn den absolut, genialen Spielgefährten gefunden, den sie natürlich ungern wieder gehn lassen will.
Als ich meine Hündin bekam war mein einer Sohn auch acht. Er wird von ihr als Spielgefährte akzeptiert. Und dafür liebt sie ihn heiß und innig. Aber mehr auch nicht. Aus diesem Status kommt er auch nicht mehr raus. Befehle von ihm akzeptiert sie absolut nicht, aber brauch sie auch nicht.
Ich habe natürlich gut reden, weil ich hier ein Fußhüpchen habe, das in ihrer Ungestümheit nie so wirklich Schaden anrichten kann.
Aber von deinen Schilderungen her, sehe ich für deinen Sohn keine wirkliche Gefahr.Allerdings finde ich es nur gut und richtig, dass ihr daran arbeitet diesem Besitzerinstinkt einhalt zu gebieten.
Dafür kamen hier ja schon ein paar tolle Tipps betreffend dem Körbchen und der Konsequenz das auch durchzuführen.
Wichtig erscheint mir, dass die Hündin aber deinen Sohn nicht mit etwas Negativen verknüpft, also die Körbchenaktion auch stattfindet bis sie sitzt, wenn der Sohn nicht dabei ist.
LG
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Ich würde mir da ernsthaft Gedanken machen und den Hund schnellstens (!) erziehen, richtig erziehen !
Ein 8 jähriges Kind dürfte ein Hund keinesfalls als führungsberechtigen Mensch betrachten, daher wäre mir die Sache viel zu heikel. Betrachtet der Hund das Kind als jemand, den er kontrolliert und gängelt, dann kann es sehr schnell ernst werden - ein Hund maßregelt mit den Zähnen !!
Oder bedeutet das Kind das einzige Highlight im Leben des Hundes. Endlich mal Action, endlich was los, Beschäftigung, Aufmerksamkeit, ...
Ändern sollte man schon etwas. Vielleicht wäre ein kompetenter Trainer, der zu euch nach Hause kommt, die Situation einschätzt und Tipps gibt, sehr hilfreich. Und deine Mutter, die sollte sich etwas mehr entspannen ;-)
Gruß, staffy
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