Jemand Erfahrung mit hyperaktiven Hunden???

  • Hallo,

    ich kann mir vorstellen, dass deine Nerven blank liegen.
    Du machst schon eine ganze Menge.
    Ein Blutbild würde ich auch machen lassen, überprüfen lassen, ob eventuell Zinkmangel vorliegt.

    Wie ist denn dein Hund aufgewachsen?

    Wenn großes Blutbild etc. nichts ergeben muss man auch an eine hirnorganische Störung denken.
    Auf jeden Fall würde ich in eine Klinik mit guten diagnostischen Möglichkeiten und viel Fachärzten gehen.

    LG, Friederike

  • Nun sitze ich hier im Dienst und schreibe heimlich ein paar zeilen in der Hoffnung, nicht aufzufliegen :???:

    Also:
    Schilddrüse wurde noch nicht getestet (wusste garnicht das Über- oder Unterfunktionen evtl. zu solch einem Verhalten führen können?!?)
    Blutbild ebenfalls NOCH NICHT erstellt...


    Beides werde ich aber Freitag in Angriff nehmen.

    Allergietest? Noch nicht durchführen lassen. Machen das alle TÄ oder muss man da in spezielle Praxen???

    Emmi ist zusammen mit 8 Geschwistern in einem Wohnzimmer groß geworden. Dort durfte sie alles. Sie durfte hinpinkeln wo sie wollte, alles zerstören was ihr zwischen die Pfoten kam, war bis zu dem tag der Abholung noch nie draußen (die "Züchter" hatten Angst, dass sie sich was holen könnte), kannte kein Halsband und nichts.
    Ich dachte zu Anfang, dass sie jammert weil alles Neuland für sie war. Allerdings ist sie weder ängstlich noch zurückhaltend. Sie erforscht alles und geht selbst mit lauten Geräuschen so um, als wenn sie nichts anderes kennen würde- einzigstes Problem bisher: kleine Kinder und bellende Hunde. Davor hat sie tierische Panik. Warum???? Ich weiß es nicht. Übe seit Tagen mit ihr am Kindergarten vorbeizulaufen usw. um die Situation ein wenig zu entzerren.

    Ansonsten ist sie vollkommen unauffällig. Frisst gut, trinkt gut und ist verspielt, typisch Welpi eben :o)
    Einen kranken Eindruck macht sie keineswegs.Das Fell glänzt, der Kot ist gut geformt, nicht hart, nicht weich.
    Wurmkuren hat sie auch bekommen so dass Würmer ausgeschlossen werden können.
    Irgendwelche Hautirritationen kann man auch nicht feststellen. Lediglich eine Welpenakne hatte sie zu beginn die aber schnell abgeheilt war.Die Heilpraktikerin meinte, dass das jucken zwischenzeitlich Langeweile sein kann.
    Mein hauptproblem ist sowieso nicht die Juckerei sondern die Jammerei. Ich habe feststellen können, dass diese sich extrem verschlimmert, wenn Emmi ihren Willen nicht bekommt oder ihr etwas nicht passt. Aber sie jammert wie gesagt ja sogar auf Spaziergängen (wobei sich das inzwischen ein wenig gelegt hat).
    Meiner Meinung nach ist sie auch sehr Konzentrationsschwach.Sie lernt sehr langsam weil sie sich einfach nicht darauf einlassen möchte.

    Momentan schläft sie (Gott sei Dank) obwohl ich sagen muss, dass heute mal ein Tag mit wenig Jammerei war. :gut:

    Gegen 21 Uhr habe ich ihr die erste Sorte Globulis verabreicht, die gegen evtl. Traumen helfen sollen. Die Heilpraktikerin zieht in Erwägung, dass sie ihren Geschistern nachtrauert (zwei von ihnen wurden einen tag eher abgeholt).
    Ich selber kann es mir schlecht vorstellen da Emmi ja nie alleine war. Lotta war immer bei ihr. Aber Lotta kann ihre Geschwister ja nicht ersetzen.
    Man man man, es wird schon wieder ein Roman. Ich höre nun lieber auf.
    Falls ich irgendwelche Fragen übersehen habe verzeiht mir bitte.

    Liebe Grüße

  • Mir fällt spontan auf das du schreibst, sie sei Nachts auch unruhig. Wo steht denn ihre Kiste? Sie ist noch jung und fühlt sich vielleicht einsam in der Nacht? Kannst du dich überwinden sie für einige Zeit mit in dein Bett zu nehmen?

    Und: Wenn sie unruhig ist, wie reagierst du? Könnte es eventuell sein das sie jedes Mal Aufmerksamkeit bekommt wenn sie fiept? Wenn ja, könnte es ja sein das sie einfach nur ihren Kopf durchsetzen will?

    Sorry wenn ich nun komplett falsch liege, aber das ging mir eben so durch den Kopf ;)

  • Zitat

    Mir fällt spontan auf das du schreibst, sie sei Nachts auch unruhig. Wo steht denn ihre Kiste? Sie ist noch jung und fühlt sich vielleicht einsam in der Nacht? Kannst du dich überwinden sie für einige Zeit mit in dein Bett zu nehmen?

    Und: Wenn sie unruhig ist, wie reagierst du? Könnte es eventuell sein das sie jedes Mal Aufmerksamkeit bekommt wenn sie fiept? Wenn ja, könnte es ja sein das sie einfach nur ihren Kopf durchsetzen will?

    Sorry wenn ich nun komplett falsch liege, aber das ging mir eben so durch den Kopf ;)


    Guten Morgen Sonja,

    also: Ihre Kiste steht direkt neben meinem Bett. Da sie noch nicht stubenrein ist, zumindest nicht 100%ig, möchte ich sie nur ungern mit in mein Bett nehmen. Außerdem hätte sie so die Möglichkeit bei langeweile, die Wohnung zu zerstören wenn sie unbeobachtet ist. Habe sie natürlich schon mit in mein Bett genommen aber die ganze Nacht traue ich ihr noch nicht zu.
    Auf das fiepen habe ich bisher sehr unterschiedlich reagiert. Zu Anfang habe ich ihr meine Aufmerksamkeit geschenkt, auf den Rat meiner Hundetrainerin habe ich sie ignoriert, ich habe geschimpft und auch rumgeblödelt wenn sie fiebte. Momentan trifft aber eher zu das ich schimpfe. Meine Nerven sind echt am Ende (ungefähr so wie bei den Müttern, die Schreikinder haben) :sad2: Es ist unvorstellbar nervig. Allerdings muss ich nun auch mal schreiben, dass die Nächte mitlerweile ruhiger werden. Emmi schläft so an die 4 Stunden am Stück, möchte aber dann am liebsten unterhalten werden und jammert. :/

  • ich habe auch einen Welpen der möchte unterhalten werden, aber das äußert sich nicht so wie du das beschreibst.

    sich beißen und kratzen erinnert doch eigentlich mehr nach einem starken Juckreiz.
    Das würde ich auf jeden Fall abklären lassen.

  • In Hinblick auf die Finanzen kannst du auch alles nach und nach abklären lassen.
    Such dir als allererstes einen Tierarzt der sich auf Hautkrankheiten spezialisiert hat. Oft in Kliniken zu finden, oder diese können dir weiterhelfen was die Facharztsuche angeht.
    Für mich klingt das sehr nach ner Hautgeschichte, wunderlich nur dass man absolut nichts sieht.
    Der Hautarzt kann dir aber sicher sagen ob ein Allergietest Sinn macht, dazu wird eine Stelle der Haut geschoren und wie beim Menschen die Allergene injiziert.

    Finde es auf die Entfernung schwer zu sagen woran es liegen könnte, es gibt ja auch stressbedingtes Jucken und ob die Fiepserei "normal" ist und sich irgendwann legt kann dir nur ein guter Hundetrainer vor Ort sagen.

    Bei mir hat es sehr geholfen wenn ich meinen Arm in seine Box gehängt habe. Habe mich absolut still verhalten und ihn zwischendrin nur etwas gekrault. So merkt er es passiert nichts und dass jemand da ist.
    Schimpfen oder viel reden ist da sehr kontraproduktiv. Man muss das ruhig "aussitzen"...

  • Hallo,

    das hört sich auf jedenfall stressig an. Die kleine ist ja noch nicht alt und wenn du ein körperliches Problem ( Juckreiz, Krankheit usw. ) ausschließen kannst, würde ich auch zu erzwungenen Ruhepausen raten. Unsere kleine hat in den ersten Tagen auch extrem viel Stress gemacht. Jaulen und extreme Agilität waren wirklich eine Herrausforderung. Wir haben uns gedacht, ach komm die spielen und beschäftigen wir tod. Das hat das ganze noch schlimmer gemacht. Erst duch viel Ruhe und wirklichen Phasen indenen wir sie nicht beachtet haben, damit sie zur Ruhe kommt hat geholfen. Vielleicht ( das ist wirklich kein Vorwurf ) mußt du Ihr Ruhe gönnen, TA, zuviel Beschäftigung und Heilpraktiker sind für so einen kleinen Hund purer Stress. Deine Besorgniss kann sie sicher auch spüren. Bei uns hat es bei einer Zwangsruhepause auch 45min am Anfang gedauert bis sie runter kam. Wir haben uns dazu in Laicas Körbchen gesetzt und sie sanft aber bestimmt im Körbchen gehalten. Sie konnte sich im Körbchen frei bewegen, aber raus is nicht! Naja über die Zeit ging das dann auch schneller, jetzt kann sie sich auch von allein entspannen vor 3 Wochen noch undenkbar gewesen.

    Vielleicht gnnst du dir j auch mal 1-2 Stunden Ruhe, vielleicht hast du jemanden der sich kurz umsie kümmern kann. Das bringt dir vielleicht Kraft und dein kleiner " Jammerlappen " spürt vielleicht auch wenn du nicht mehr unter Spannung stehst. Bai Laica ist das zumindest so, sind wir gestresst ist sie es auch!

    OK wie gesagt, nur Tipps....wenn es nichts körperlichs ist! Ansonsten viel Kraft.

  • Ich hätte noch ne Frage zum Tagesablauf... Ist der bei euch immer gleich?
    Gibt es so feste Rituale? Zum Beispiel gassi, fressen, schlafen, kuscheln oder so?
    Dann hättest du ja auch Zeit für dich und ignorierst sie.

    Mein Nico hat auch viel gejammert. Zwar nicht den ganzen Tag, aber irgendwas passte ihm immer nicht. Mit der Eingewöhungszeit wurde es dann besser. Wir haben nen festen Tagesablauf eingeführt. Außerdem habe ich genau auf die Aktivitäten und Ruhezeiten geachtet. Halt auch nicht zuviel Animation gemacht. Nicht zuviel Reize. Er hatte zwischendurch wohl auch Zahnschmerzen.... da war es dann auch extrem...

    Bei Schreikindern ist es auch so, dass sie feste Rituale brauchen und weniger Gedöns im Kinderzimmer ;-)

    Hoffentlich findet ihr einen Weg.

    Wünsche dir starke Nerven und Ausdauer! Ihr bekommt das schon hin!

  • Zitat

    Guten Morgen Sonja,

    also: Ihre Kiste steht direkt neben meinem Bett. Da sie noch nicht stubenrein ist, zumindest nicht 100%ig, möchte ich sie nur ungern mit in mein Bett nehmen. Außerdem hätte sie so die Möglichkeit bei langeweile, die Wohnung zu zerstören wenn sie unbeobachtet ist. Habe sie natürlich schon mit in mein Bett genommen aber die ganze Nacht traue ich ihr noch nicht zu.
    Auf das fiepen habe ich bisher sehr unterschiedlich reagiert. Zu Anfang habe ich ihr meine Aufmerksamkeit geschenkt, auf den Rat meiner Hundetrainerin habe ich sie ignoriert, ich habe geschimpft und auch rumgeblödelt wenn sie fiebte. Momentan trifft aber eher zu das ich schimpfe. Meine Nerven sind echt am Ende (ungefähr so wie bei den Müttern, die Schreikinder haben) :sad2: Es ist unvorstellbar nervig. Allerdings muss ich nun auch mal schreiben, dass die Nächte mitlerweile ruhiger werden. Emmi schläft so an die 4 Stunden am Stück, möchte aber dann am liebsten unterhalten werden und jammert. :/

    Also ins Bett wird der Hund eigentlich nicht machen. Und wenn du in der Nacht weiterhin alle 3 Stunden rausgehst, sollte auch die Wohnung sauber bleiben ;)

    Wenn sie fiept und die meckerst mit ihr - schenkst du ihr auch Aufmerksamkeit. Zwar negative, aber zumindest bekommt sie in dem Moment Beachtung von dir.

  • Hallo,
    wir haben eine hyperaktive Hündin und ich weiß, was Du gerade durchmachst. Wir hatten zwar Glück, weil sie nicht ständig gejammert hat, aber dafür machte und macht sie teilweise auch heute noch andere merkwürdige Sachen, wie zum Beispiel den Teppich ablecken oder anfressen, sich ablecken, ewig um den Esstisch laufen, Schränke anfressen und son Zeug. :headbash:

    Wir haben unsere Dropsi mit 5 Monaten zu uns geholt und jetzt ist sie 5 Jahre alt und ihr Verhalten hat sich im Laufe der Zeit enorm verbessert.

    Genau wie Deine Kleine lernt sie seehr laaangsaaam und kann sich nicht gut konzentrieren, aber was sie einmal begriffen hat, vergisst sie dann auch nicht mehr. :gut:

    Wir haben bei Dropsi ebenfalls mit Zwangspausen gearbeitet. Außerdem haben wir sie geistig ausgelastet, indem wir Leckerlies versteckt und ihr Tricks beigebracht haben. Allerdings haben wir darauf geachtet, daß es zu Beginn nur kurze Übungssequenzen waren, da sie sich sonst wieder selbst hochgepusht hat.

    Es hat zwar eine ganze Weile gedauert, aber irgendwann wurde es dann besser. Inzwischen hält sie von sich aus ihre Ruhezeiten ein und ist sogar etwas übellaunig, wenn sie sich nach der ersten Runde nicht nochmal aufs Ohr hauen kann. :roll:

    Sie hat zwar noch immer kleine Aussetzer, bei denen sie dann den Teppich ablecken muß oder dauernd im Kreis um den Esstisch läuft, aber es ist inzwischen selten und kaum noch der Rede wert.

    Liebe Grüße
    Miriam

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