• Hallo!

    Ich bin ganz neu hier.
    Wir haben zu unseren 11 Jahre alten Labrador/Hovawartmischlingshündin nun einen 10 Wochen alten Bernersennen/Bernhardinermischling dazugenommen.
    Mit Welpen haben wir keine Erfahrung. Meine Freunding hat den älteren Hund bekommen als er schon 1 Jahr war.

    Ich habe zwar ein Buch über Hundeerziehung wo einiges über Welpen drinsteht, trotzdem haben wir folgende Fragen:

    1. Ist das normal das der Welpe alle 2 Stunden Wasser trinkt und auch danach immer "Pipi" muss?
    2. Wie gewöhne ich ihn am besten an das nicht die Wohnung das Klo ist sondern die Wiese vorm Haus?
    Bis jetzt habe ich immer wenn ich ihn beim Pinkeln in der Wohnung erwischte habe zusammengeschimpft und nach dem Pinkeln im Freien gelobt.
    Was mache ich aber wenn ich zufällig in der Wohnung eine Lacke entdecke die er nicht gerade frisch gemacht hat?
    Schimpfen wird da nichts bringen oder?
    3. Habt ihr sonst noch Tipps damit er Stubenrein wird?

    Danke mal im Vorraus !

  • Schimpfen bringt es nie, auch nicht, wenn er gerade gemacht hat.

    Ja, Welpen müssen nach jedem Essen, Ausruhen, Spielen etc. aufs Klo, darauf muss man sich einstellen, wenn man nen Welpen ins Haus holt.

    Und draußen Loben ist immer gut und immer oft raus gehen.

  • Kleine Geschäftskunde von Patricia B. McConnell ist zu dem Thema sehr zu empfehlen.

    Und ja es ist normal, das der Zwerg nach dem Trinken pieselt.

    Hund trinkt - rausgehen
    Hund frisst - rausgehen
    Hund wird wach - rausgehen
    Hund hat gespielt - rausgehen
    Hund hat geübt - rausgehen
    Hund wurde ausgiebig gekuschelt - rausgehen.
    Hund schnuffelt suchend am Boden - rausgehen
    und ansonsten muss man seinen Gassirhythmus finden

    Auf keine Fall schimpfen in welcher Situation - Mensch war einfach zu langsam und ist schuld - das Unglück still und stumm wegmachen und gut ist und beim nächsten mal den Hund genauer beobachten. Drinnen das Unglück ignorieren und draußen entsprechend ganz dolle loben.

  • der welpe kann schnell stubenrein werden, solange du konsequent bist!

    schimpfen bringt da überhaupt nix! eher musst du mit dir selbst meckern weil du nicht mit ihr rausgegangen bist! woher soll der welpe wissen wo sie hinmachen soll? das kannst nur du ihr erklären und dann fleißig draußen loben!

    ich hab momentan nen dackelmixwelpen von 13wochen. habe sie mit 8 wochen von unseren tierheim geholt und innerhalb 2 wochen so gut wie stubenrein bekommen!

    der welpe muss nach dem schlafen, essen/trinken und spielen raus! solange du dabei konsequent bist, schaffst du es ganz leicht :)
    und nicht das loben vergessen, nicht nur mit leckerlis, sondern du musst dich auch freuen :)

  • Danke für die Tips! :smile:
    Ich werde mir noch 1-2 Bücher bzgl. Welpen zulegen.
    Trotzdem habe ich Fragen:
    1. Geht es, dass der Hund in unseren Garten einen eigenen "Klo-Platz" hat?
    Unser alter Hund hat zahlreiche Umzüge hinter sich.
    Nun haben wir aber unsere Haus indem wir bleiben werden.
    Wir haben versucht unsere Seniorin im Garten nur auf einen bestimmten Platz ihre Geschäftchen verrichten zu lassen, hat aber nicht geklappt. (wahrscheinlich ist sie auch viel zu alt dafür)
    Es ist so dass wir rund ums Haus immer die Häufchen zusammenklauben müssen.
    Stellt es ein Problem dar wenn unsere Seniorin überall machen darf und der Junior nur auf bestimmten Plätzen?

    2. Ab wann kann ich mit "Sitz, Platz, Fuß, Nein, Bleib, komm her" anfangen?
    Muß ich da abwarten bis der Welpe eine ausreichende Reife hat bzw. kognitiv entwickelt ist oder geht das sofort?

    3. Empfielt es sich einen Brustgurt für das "Fuß-gehen" zu erlernen?
    Der Zug der durch die Leine entsteht wenn er die Richtung wechseln möchte kann doch für die kleinen Halswirbel nicht gut sein, oder?

    LG

  • Was verstehst du denn unter "Fuß"? Am Bein kleben, an lockerer Leine laufen...? Ich fand es am einfachsten, dem Hund vom ersten Tag an beizubringen, dass es keinen Millimeter mehr vorwärts geht, wenn die Leine stramm ist. Hat eigentlich mit Fuß nichts zu tun?! Kommt denn halt auch sehr auf die Wohnlage an, inwiefern das umzusetzen ist. Der Welpe muss natürlich die Welt kennen lernen dürfen und sich bewegen. Läuft dein Welpe denn auch frei oder an einer langen Leine?

    Sitz kannst du vom ersten Moment an üben. Wann immer du siehst, dass dein Welpe sich setzt, sagst du zeitgleich "Sitz" und lobst. Der Vorteil an der Methode ist, dass du keinerlei körperliche Hilfen/Locken mehr abbauen musst.

    Kennst du Clicker-Training?

    Platz kannst du im Prinzip ähnlich aufbauen. Die Frage ist, was soll Platz bei dir später sein? Ein Ruhekommando? Oder willst du Hundesport machen?

    Ich persönlich würde bei Sitz/Platz auch direkt ein Auflösungskommando einführen. Das heißt, das Kommando gilt immer so lange, bis Mensch es aufhebt. Interessiert dich der Aufbau? Dann schreibe ich mehr dazu. In dem Fall wird ein Bleib auch überflüssig.

    Komm ist ein absolutes Muss vom ersten Tag an. Ruf den Hund, wenn er grad auf dem Weg zu dir ist, wenn es Futter gibt, wenn du mit ihm spielen willst... Ruf nie (!), wenn du dir nicht ziemlich sicher bist, dass dein Hund auch kommt. Wenn dein Hund kommt, muss das immer toll für ihn sein. Das reicht, um das Kommando aufzubauen. Einfordern und durchsetzen kann man es dann in der Pubertät immer noch

    Was ich ganz wichtig finde: spiel viel mit deinem Hund. Viel körperlich, aber auch kleine Aufgaben zusammen meistern, Suchspiele... Das geht auch im Welpenalter schon gut und dein Hund lernt, dass es klasse ist, auf dich zu achten und mit dir zusammen zu arbeiten.

    Brustgeschirr beim Welpen würde ich bevorzugen. Meine Hunde haben "Fuß" völlig ohne Leine gelernt.

  • Zitat

    1. Geht es, dass der Hund in unseren Garten einen eigenen "Klo-Platz" hat?
    Unser alter Hund hat zahlreiche Umzüge hinter sich.
    Nun haben wir aber unsere Haus indem wir bleiben werden.
    Wir haben versucht unsere Seniorin im Garten nur auf einen bestimmten Platz ihre Geschäftchen verrichten zu lassen, hat aber nicht geklappt. (wahrscheinlich ist sie auch viel zu alt dafür)
    Es ist so dass wir rund ums Haus immer die Häufchen zusammenklauben müssen.
    Stellt es ein Problem dar wenn unsere Seniorin überall machen darf und der Junior nur auf bestimmten Plätzen?

    Wenn du mit dem Welpen "zum Lösen" immer an die gleiche Stelle gehst, dann wird er in der Regel auch bei dieser Stelle bleiben :gut:

  • Zitat

    TeckelWelpe
    BeitragVerfasst am: 14.05.2009 19:51 Titel:
    Wieos setzt man sich nicht vorher damit auseinander ?


    Wir wollten schon seit längerer Zeit einen Berner/Bernhardinermischling.
    Jetzt haben wir zufällig erfahren das jemand genau solche herzugeben hat.
    Und da haben wir zugegriffen.
    Und sich vorher ewig Gedanken zu machen finde ich eh nicht gut, die meisten Fragen ergeben sich dann wenn wenn man das Tier hat.

    Zitat

    Wenn du mit dem Welpen "zum Lösen" immer an die gleiche Stelle gehst, dann wird er in der Regel auch bei dieser Stelle bleiben daumen rauf


    Toll! :gut:

    Zitat

    Lucy_Lou
    Kennst du Clicker-Training?


    Ja, finde ich super! Interessiert mich sehr!
    Vielleicht hast du auch einen Buchtip dazu?

  • Zitat

    3. Empfielt es sich einen Brustgurt für das "Fuß-gehen" zu erlernen?
    Der Zug der durch die Leine entsteht wenn er die Richtung wechseln möchte kann doch für die kleinen Halswirbel nicht gut sein, oder?

    LG

    ja, finde ich sehr wichtig :gut:

    Mein kleiner hat so lange ein geschirr getragen, bis er keine "oh ein Blatt, ich muss es Fangen"-Sprüngen mehr gemacht hat.

    So ein Zwerg krach bei diesem Hüpfern oft in die leine.

    Von der Wirbelbelastung ganz zu schweigen, wird er im Hals hart und härtet dort ab. So ist er Weg zum leineziehen schnell gemacht.

    Mein Kleiner ist jetzt ein Jahr und läuft vorbildlich an der Leine

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