Was machen wir falsch ?
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1. Wenn er auf der Straße einen Hund sieht tickt er völlig aus. Er zieht und bellt die ganze Zeit, will unbedingt da hin. Sobald man ihn anfasst, um ihn zu beruhigen beißt er wie wild um sich. Sobald er den anderen Hund erreicht hat, und ihn beschnüffeln kann, beruhigt er sich und alles ist wieder ok. Aber man hat nicht immer die Zeit, zu jedem Hund zu gehen, z.B. wenn er auch auf der anderen Straßenseite ist.
Was könnte da helfen ?
Hund benimmt sich wie eine Wildsau und zur Belohnung darf er zum anderen Hund.
Dein Hund hat gelernt, umso dümmer ich mich benehme, umso eher darf ich hin.
Somit:
Wenn er sich schlecht benimmt, keinen Hundekontakt!
Findet bestimmt auch der andere Hund dann angenehmer.
Bringe ihm bei, sich auf dich zu konzentrieren.
Anfangs, wie schon geraten, mit grossem Abstand. Dann immer näher ran.
(Kann im Übrigen Monate dauern, ich spreche aus Erfahrung.)
Je besser er sich benimmt umso näher darf er ran. Wenn das der andere Hundehalter auch möchte.Zitat2. Wenn wir weggehen ist er wie ausgewechselt. Früher hatten wir noch keine Tür im Wohnzimmer, wir haben ihm von Anfang an beigebracht, nicht aufs Sofa und aufs Bett zu gehen, wenn wir da waren klappte das auch wunderbar, aber sobald wir weg waren ging er ohne Hemmung auf die Möbel, sogar auf Tische, und machte sogar darauf sein Geschäft.
Nun haben wir natürlich überall Türen und lassen ihn im Flur.
Dort allerdings zerbeißt er Teppich und Tapete, er nimmt sich alles was er finden kann (Schuhe, stehengelassenes Kleintierstreu usw) und zerfetzt das ...
Du beschreibst den riesigen Stress, den das arme Tier hat ja schon selber.
Hunde sind Rudeltiere. Getrennt sein löst, deinen beschriebenen Stress aus.
Wie habt ihr ihm das Alleinesein beigebracht? Er kann es anscheinend nicht. von vorne anfangen und neu aufbauen.
Anfangen mit wenigen Minuten alleine lassen.Zitatwir bestrafen ihn hinterher immer, sagen, dass das böse ist, zeigen es ihm usw, aber er macht es einfach immer wieder.
Ein Hund ist kein Mensch. Der hat keine(!) Ahnung weswegen er bestraft wird, wenn ihr nach Hause kommt!
Er lernt nur, dass ihr unberechenbar seid.
Lass es bitte.
Hunde leben im Hier und Jetzt. Der merkt sich nicht was vor 20 Minuten war.
Wenn du schon bestrafen musst (es gibt Alternativen ohne Strafe) dann im selben Moment, in dem er was anstellt.
Keine Sekunde danach.ZitatSeit einiger Zeit verzieht er sich sogar schon iimmer in die Ecke, wenn wir nach Hause kommen, wahrscheinlich, weil er weiß, dass er böse war. Aber warum er das ? Wie kann man das unterbinden ? Ist ihm vllt so langweilig, wenn er allein ist ?
Falsch! Er hat gelernt, dass ihr böse seid!
Das habt ihr ihm mit den, für ihn nicht nachvollziehbaren Bestrafungen, beigebracht!Zitat3. Wenn Besuch kommt pullert er vor Freude, das tut er schon von Anfang an, und es ist bis heute noch nicht besser geworden.
Hunde pullern nicht vor Freude!
Er beschwichtigt und ist unsicher.
Bring ihn dahin, wo ihn keiner anfasst und ihm zu nahe kommt.
Er aber das Geschehen in Sicherheit mitverfolgen kann.Und als letzten Tipp:
Sucht euch bitte einen kompetenten Trainer!
Hier im Forum kennen sich einige prima damit aus und wenn ihr Empfehlungen wollt, bekommt ihr sicher Hilfe! - Vor einem Moment
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Hi,
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Der hudn sit nei 10h allein, nru wurde ihm denn allein sein beigebarcht ?
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Natürlich bleibt der Hund NICHT 10 Stunden allein !
Das wäre ja die Höhe. Mein Mann ist auf Arbeit, aber ich bin ja da. Allerdings habe ich viele Arzttermine, sodass ich ihn öfter mal für 1-2 Std allein lassen muss.
Ich weiß, dass er meine Strafe nicht mit dem in Verbindung bringen kann, was er getan hat. Ich mache das so: wenn er z.B. das Toilettenpapier genommen und zerfetzt hat, setze ich mich zu ihm, zeige ihm das Papier und sage ihm in ruhigem Ton, dass das böse ist. dann sag ich er soll mitkommen, und ich zeig ihm, wo das Papier hingehört. Ob das etwas bringt weiß ich allerdings nicht.
Nein, das Alleinsein haben wir eigentlich nie richtig trainiert. Anfangs hat er gewinselt, wenn wir gegangen sind. aber nun weiß er, dass wir bald wiederkommen, wenn wir uns anziehen ohne seine Leine zu nehmen macht er brav sitz und wartet bis die Tür geschlossen ist. Jaulen tut er auch nicht mehr. -
Zitat
Ich weiß, dass er meine Strafe nicht mit dem in Verbindung bringen kann, was er getan hat. Ich mache das so: wenn er z.B. das Toilettenpapier genommen und zerfetzt hat, setze ich mich zu ihm, zeige ihm das Papier und sage ihm in ruhigem Ton, dass das böse ist. dann sag ich er soll mitkommen, und ich zeig ihm, wo das Papier hingehört. Ob das etwas bringt weiß ich allerdings nicht.
Nein das bringr rein gar nichts, da es sich um einen Hund handelt und nicht um ein Kleinkind!ZitatNein, das Alleinsein haben wir eigentlich nie richtig trainiert. Anfangs hat er gewinselt, wenn wir gegangen sind. aber nun weiß er, dass wir bald wiederkommen, wenn wir uns anziehen ohne seine Leine zu nehmen macht er brav sitz und wartet bis die Tür geschlossen ist. Jaulen tut er auch nicht mehr.
Dann bringe es ihm bei!
Mit Hilfe eines Trainers!
Du hast keine Ahnung, was das für einen Stress für dein Hund ist! -
Meine Siva bleibt zwar immer brav alleine, aber einmal hat sie aus Langeweile ein dickes Kabel in mehrere Stücke zerlegt.
Ich habe nun Sorge dass sie irgendwann mal an ein Kabel mit Spannung drauf gerät.
Da ich aber Überwachungskamera, Fernsteuerung, drahtloses Mikro und Lautsprecher habe denke ich ich kann sie mal erwischen wenn sie sich was schnappt und dann von der Ferne (Nachbarzimmer) im richtigen Augenblick bestrafen.
Der arme Hund, warum muss er auch ausgerechnet an ein so technisch versiertes Herrchen geraten ?
Gibt ja auch so Geräte im Handel zu kaufen die den Hund bestrafen wenn er auf den Tisch geht oder so.
Grüße Bernd
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Also wir haben es einmal so probiert, dass ein Bekannter mit seinem Hund gekommen ist, wir sind dann gemeinsam raus, haben beide Hunde von der Leine gemacht und sie haben sich wunderbar verstanden. Wir dachten, dass er sich so vllt an andere Hunde gewöhnen kann. Den ganzen restlichen Tag ging das auch, er hat keine Hunde mehr angebellt. Aber mit dem nächsten Tag ging alles von vorn los. Und der Bekannte kann nun weißgott nicht jeden Tag vorbei kommen.
Also ich hab diese Probleme zwar noch bei keinem meiner Hunde gehabt, aber ich bin ja gerade in der Hundeschule und dort wird mit einer kleinen Wasserpistole gearbeitet, wenn der Hund nicht mehr ansprechbar ist und bellt wie bekloppt.
Also wenn der Hund anfängt zu bellen, kurz (!) spritzen und den Moment der Verwirrung, also wenn er aufhört, ausnutzen und ihn belohnen.
Ersatzweise kann man ihm auch ein Päckchen Tempo vor (!) die Füße werfen und auch dann belohnen, wenn er ruhig ist.
Du kannst ihn dann auch auf das Hörzeichen "schau" konditionieren (am besten mit dem clicker), also immer dann, wenn er Dich ansieht (egal wann), "schau" sagen und belohnen.
Das wendest Du dann auch an, wenn ein Hund in Sicht kommt und Du mit dem Kleinen ruhig vorbeigehen möchtest. Wenn er Dich also ansieht, weitergehen, im gehen belohnen, sobald er wieder nach dem Hund guckt, "schau" usw. usw.
Es geht einfach darum, den Hund zu erreichen ohne ihn anzufassen und ihm eine für ihn lohnenswerte Ersatzhandlung anzubieten.
Das Ganze dauert möglicherweise einige Wochen, bis da die ersten Erfolge zu erleben sind, aber das musst Du einfach einkalkulieren und nicht aufgeben. Vor allem musst Du das IMMER und ÜBERALL machen, nicht mal so mal so. Der Erfolg stellt sich nur mit Konsequenz und Geduld ein.Zitat
Und mit dem Ablenken bringt überhaupt nichts. Er beachtet einen ja nicht ma, wenn er einen Hund gesichtet hat. In so einem Moment is es unmöglich, in irgendeiner Weise seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Und sobald man ihn anfasst beißt er wie ein Irrer.Doch das funzt. Aber nicht von heute auf morgen, da muss man wirklich dran bleiben und immer das selbe machen, nicht einmal hü und einmal hott.
Arbeite zuhause (und dann immer öfter auch unterwegs) am "schau" und nimm die Wasserpistole mit (oder Tempos) oder eine leere Spüliflasche und handle immer gleich. Der Hund darf nicht auch nur einmal mit seinem Verhalten durchkommen, ohne dass es die immer gleiche Konsequenz hat. Nicht aufgeben, das dauert.Zitat
Ja, wir strafen den Hund, wenn wir nach Hause kommen.
Aber was sollen wir anderes machen ? Wir können nicht immer zu Hause sein, mein Mann ist fast 10 Std. am Tag arbeiten, ich habe eine Menge Arzttermine und einkaufen ect muss ja auch sein.
Und gegen die Langeweile des Hundes kann ich auch gar nixhts machen, es ist ja nicht so, dass wir ihn in einen leeren Flur sperren. Er hat ja seine Spielzeuge, sein Futter ect. alles da.Du siehst ja, dass Strafe nichts nützt. Wozu also weiter strafen? Übe minutenweise das alleine sein oder gewöhne den Kleinen an eine Box, ebenfalls minutenweise. Das kannst Du machen, wenn Du zuhause bist. Mach ihm die Box gemütlich und schön und lass ihn erst ohne zuzumachen immer mal wieder darin, dann schließe für wenige Augenblicke die Tür, dann immer länger, dann entferne Dich von der Box usw. usw. Dann kannst Du ihn schließlich ohne Stress für ihn da rein schicken, wenn Du das Haus verlässt.
Zitat
Und zu 3. wenn Besuch klopft ist mit dem Hund nichts mehr anzufangen. er bellt, springt und hüpft in der Gegend rum, wir haben ihn eine Zeit lang auch auf den Arm genommen, wenn Besuch kam, erst den Besuch reingelassen und die Menschen den Hund begrüßen lassen, anstatt dass er Hund die Menschen begrüßt. Aber gepullert hat er immer.Auch da gilt das selbe wie bei Bellen: Absolute Konsequenz und Geduld führt zum Ziel.
Übe mit dem Kleinen auf dem Platz/im Körbchen zu bleiben. Schicke ihn auf den Platz, macht er das nicht, geh mit ihm hin und zeige ihm, was Du von ihm willst. So lange bis er es verstanden hat. Lobe ihn dafür, jedesmal, wenn er auf seinem Platz ist und dann, wenn er dort bleibt. Auch das wirst Du immer und immer wieder wiederholen müssen, lass Dich nicht entmutigen, dran bleiben! Das übst Du sinnigerweise dann, wenn kein Besuch kommt, sondern integrierst das in den Alltag, also machst das immer wieder zwischendurch. Wenn Besuch kommt und er führt sich auf, leinst Du ihn so lange an, bis er sich beruhigt hat und DU ihm gestattest den Besuch zu begrüßen. Das machst Du so lange, bis er begriffen hat, dass er auch ruhig im Körbchen/Platz zu bleiben hat, wenn Besuch kommt. Auch hier wieder: Immer gleich handeln, nicht mal was durchgehen lassen, es muss immer gehorcht werden.Und das wichtigste bei allen Übungen: Ruhig bleiben, nicht laut werden, nicht hektisch. Das Geheimnis des Erfolgs ist Geduld und Konsequenz, nicht Druck und Strafe.
Viel Erfolg!
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Was glaubst du, wie oft ich heimkam und mein 1.Hund was gefressen hat, was er nicht sollte ? Hab ich mit ihm geschimpft? Nein.
Der Hund kapiert doch dadurch nur: Frauchen kommt heim und schriet mcih an. So wird er das nächste mal schon wenn er alleine ist, die ganze Zeit denken: Frauchen kommt gleich und meckert(oder Herrchen). Warum soll der Hund zu dir kommen, wenn du ihn rufst, wenn er doch Angst vor dir hat?
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aber nun weiß er, dass wir bald wiederkommen,
Und auch hier:
Nein, weiss der Hund nicht.
Ein Kind weiss, dass man wiederkommt.
Ein Hund lernt höchstens, dass Alleinesein nicht schlimm ist. -
also, ich bin zwar kein experte, sondern eher anfänger, aber gerade das mit dem alleinsein ist eigentlich kein problem. wir haben das vom ersten ag so gemacht: er kam nicht mit ins bad, wenn ih dort war, ich bin allein zum briefkasten, in den keller, wäsche aufhängen usw. und das immer ohne kommentar, damit es so normal wie möglich ist. dann bin ich mal eine halbe stunde einkaufen gegangen, dann mal ne stunde, jetzt schaffen wir schon locker mal zwei stunden und er ist 15 wochen. ich sage immer den selben satz, wenn ich gehe, vorher gehe ich mit ihm spazieren und wenn ich wiederkomme freuen wir uns beide, aber das mache ich erst so mit ihm, seitdem ich weiß, dass er das alleinbleiben anscheinend nicht schlimm findet (habe auch die nachbarn gefragt, ob er theater macht, aber die haben ihn noch nie gehört). tja, ich weiß zwar nicht, ob die vorgehensweise richtig ist, aber es hat funktioniert! hol dir aber wirklich tips von nem trainer, das kann nicht schaden!! viel erfolg und liebe grüße
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Ach ja, noch was vergessen:
Wenn Besuch kommt und der Hund am Platz angeleint wird, bzw am Platz bleiben muss (darauf achten, dass der Platz an einem Ort ist, an dem er NICHT die Tür beobachten kann), nur einmal "auf deinen Platz" und "bleib" sagen (nicht öfter!) und dann den Hund so lange völlig ignorieren (egal was er veranstaltet), bis er ruhig ist und sich entspannt hat. Erst dann mit einem Hörzeichen freigeben und losmachen, bzw. wenn er es gelernt hat, reicht das Hörzeichen (etwa "ok" oder "jetzt darfst Du") zum freigeben . - Vor einem Moment
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