Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Beziehungsprobleme
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Hallo Corinna,
hier mal eine Situation:wir gehen mit dem Hund raus und sehen von Weitem einen zerrenden Terrier an der Leine (mit Frauchen). Da ich bei Hundebegegnungen nicht möchte, dass mein Hund in der Leine steht, vergrößere ich lieber die Distanz oder drehe um, wenn ich meine, mit diesem Hund klappt es nicht.
Mein Mann hatte den Hund an der Leine und läuft mit ihm schneller in die andere Richtung. Ich gehe hinterher und sehe, dass Sirius einmal von der einen, einmal von der anderen Seite quer vor meinen Mann läuft. Mein Mann läuft weiter, Sirius springt ihn an. Mein Mann dreht sich weg, bleibt aber nicht stehen. Und da umfasst der Hund mit dem Fang den Unterarm meines Mannes und hält ihn fest. Also kein festes Zubeißen, aber dennoch leicht schmerzhaft.
Andere Situation: wir gehen an Bäumen und Feldern entlang, ich habe den Hund an der Leine. Mein Mann versteckt sich hinter Bäumen, Sirius dreht sich um, guckt und sucht ihn. Soweit so gut, ich merke aber, dass er immer aufgeregter wird. Mein Mann versteckt sich in einem Rapsfeld, Sirius läuft hin und springt ihn an. Er kommt aus dem Feld raus und ignoriert Sirius. Da fasst er den Jackenärmel und zerrt an diesem rum. Keine Chance, ihn loszubekommen. Mein Mann hat dann seine Jacke ausgezogen.
Diese oder ähnliche Situationen hatten wir jetzt 5 Mal.
Was tun wir? Wir haben die Absprache, sofort zu stoppen, wenn wir meinen, der Hund geht gleich hoch. Wir versuchen also, ihn unter der Schwelle zu halten und üben gleichzeitig mit ihm, gelassen zu sein, wenn man sich wegbewegt, schnell läuft, sich Dinge schnell bewegen usw. Dass das keine Sache von einer Woche ist, weiß ich. Aber es ist so zermürbend, weil ich grad das Gefühl habe, nicht vorwärts zu kommen.
Dazu kommt, dass wir am Mittwoch einen Termin mit dem Trainer haben und überlegen, ob wir zunächst einen Maulkorb nehmen, um uns zu schützen.
Ist es so verständlich geworden?
LG.
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5. Mai 2009 um 10:06
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Beziehungsprobleme - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Huhu! Ich finde Aennchens Beitrag großartig. Aber es gibt einen Punkt, in der einfach nicht vergleichbar ist.
Aennchens Mann hatte sofort "dieses Gefühl" für den Hund.
Bei uns ist es ja ein wenig ähnlich. Meine Frau hat Trudi gesehen und beide haben sich sofort gefunden. Ich habe dieses Gefühl nicht (für Trudi). Trudi gehört natürlich dazu, aber sie ist nicht mein Hund.
Jetzt ist Trudi glücklicher Weise nicht annähernd so schwierig, wie ihr es von Euren Hunden beschreibt.
Mein Fynn war mein Seelenhund. Ganz klar, er war eine Katastrophe. Er hat fremde Menschen gebissen, er war sowohl an der Leine als auch ohne aggressiv gegenüber anderen Hunden, als ich ihn bekam kannte er nix und hatte vor allem Angst. Ich habe keinen Besuch mehr bekommen, habe ewig nach einer Frau gesucht, die bereit ist, es mit uns beiden auszuhalten und Spaziergänge waren der reinste Spießrutenlauf. Aber ich hätte ihn niemals hergegeben!!! Nie!!!
Lange Rede, kurzer Sinn:
Mein Tip, trainiere mit ihm und suche gleichzeitig nach einem neuen Zuhause. Vielleicht kommt jemand um ihn anzusehen und es macht "Zack Bum". Vielleicht habt ihr auch den großen Durchbruch im Training und Du entscheidest ihn zu behalten.
Blöd wäre nur, wenn der Tag kommt an dem Du am Ende mit Deinen Kräften bist und dann keine Alternative hast. Denn Tierheim wäre sicherlich die schlechtetste Variante.
Ein zusätzlicher Vorteil an der neues-Herrchen-Suche könnte sein, dass Du unterbewußt entspannst, weil es ja nicht mehr für lange ist und ohne Druck weitertrainieren kannst. (Vielleicht ein doofes Beispiel, aber trotzdem: Ich habe das mal erlebt, als ich mich aus einer Beziehung getrennt habe. Die letzten 2 Monate, die wir nach der Trennung noch zusammen wohnen mußten, waren fast die schönsten der ganzen 3 Jahre, weil der Druck weg war und wir viel großzügiger und entspannter miteinander umgehen konnten)
Im übrigen glaube ich, dass nur Hunde wochenlang trauern, die diese Beziehung zu ihren Besitzern hatten. Fynn hat keinen Moment getrauert, als ich ihn bei seinen Vorbesitzern abgeholt habe.
Nach einem Monat mußte er mal über Nacht bei meinen Eltern bleiben und hat nicht gefressen, nur geweint. Dabei konnte er im Prinzip alleinbleiben.
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Du hast schon einen Trainer, Ihr arbeitet schon mit ihm, Ihr versucht es ja. Es ist schon bessr geworden und Rückschläge kommen leider immer wieder mal vor. Ich weiss aber auch aus eigener Erfahrung, das die einem immer ganz schön traurig machen und vor allem mutlos, obwohl Rückschläge normal sind.
Ich selber war in einer ähnlichen Situation wie Du, ich kann Dich verstehen, aber bei uns ist alles gut geworden. Schwere Zeit, viel Geduld, aber es hat gelohnt.
So zwiespältig wie die Gefühle dem Hund gegenüber am Anfang waren, so tief ist die Beziehung heute zu diesem Hund.
Und ich kenne noch 2 Halter, die diese Situationen auch kennen, teilweise gebissen hatten die Hund auch andere Leute.
Immer wieder verzweifelt, immer wieder am Boden
Und auch da, nach Mühe, Kampf , Tränen, Zweifel , viieeeel Geduld ist heute alles gut, und Freude, Vertrauen sind gewachsen, die Beziehung zum Hund sehr eng.Es geht also, es kann werden.
Wenn jemand alles versucht hat, bin ich manchmal wirklich dafür, DEM TIER ZULIEBE, es abzugeben.Aber in den seltensten Fällen tut das Not, die Menschen geben zu schnell auf, und auch dafür urteile ich nicht, nur die Hunde tun mir immer wieder sehr leid.
Jedes abgeben, jeder neue Besitzer, jeder Zwischenaufenthalt, ständige veränderte Umgangsregeln mit dem Hund machen ihn kaputter, schwieriger, und die Chancen auf ein schönes Leben sinken.
Jedes Tier hat diese Chance verdient, wenn man es zu sich holt, das man auch wirklich alles versucht, Geduld und Liebe aufbringt.
Hast Du dieseGeduld, wirst Du dieses Tier auch irgendwann lieben können, denn Du bekommst an Freude mit dem Tier alles mehr als ausgeglichen.
Ich wünsche Dir viel Glück, das Ihr es schafft, aber mach Dir keinen Kopf, Deine Zweifel und auch das Gefühl dem Hund noch nicht wirklich vertrauen zu können, sind zu diesem Zeitpunkt völlig normal.
Und belaste Dich nicht mit so unnötigen Fragen wie, wie wäre der Hund woanders geworden ?
Nicht zu beantworten, unnötige zehrende Gedanken und wer weiss, vielleicht wäre er dort genauso ,und die Halter würden sich nicht so viel Mühe geben.
Vielleicht ist er genau deshalb bei Euch
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ZitatAlles anzeigen
Du hast schon einen Trainer, Ihr arbeitet schon mit ihm, Ihr versucht es ja. Es ist schon bessr geworden und Rückschläge kommen leider immer wieder mal vor. Ich weiss aber auch aus eigener Erfahrung, das die einem immer ganz schön traurig machen und vor allem mutlos, obwohl Rückschläge normal sind.
Ich selber war in einer ähnlichen Situation wie Du, ich kann Dich verstehen, aber bei uns ist alles gut geworden. Schwere Zeit, viel Geduld, aber es hat gelohnt.
So zwiespältig wie die Gefühle dem Hund gegenüber am Anfang waren, so tief ist die Beziehung heute zu diesem Hund.
Und ich kenne noch 2 Halter, die diese Situationen auch kennen, teilweise gebissen hatten die Hund auch andere Leute.
Immer wieder verzweifelt, immer wieder am Boden
Und auch da, nach Mühe, Kampf , Tränen, Zweifel , viieeeel Geduld ist heute alles gut, und Freude, Vertrauen sind gewachsen, die Beziehung zum Hund sehr eng.Es geht also, es kann werden.
Wenn jemand alles versucht hat, bin ich manchmal wirklich dafür, DEM TIER ZULIEBE, es abzugeben.Aber in den seltensten Fällen tut das Not, die Menschen geben zu schnell auf, und auch dafür urteile ich nicht, nur die Hunde tun mir immer wieder sehr leid.
Jedes abgeben, jeder neue Besitzer, jeder Zwischenaufenthalt, ständige veränderte Umgangsregeln mit dem Hund machen ihn kaputter, schwieriger, und die Chancen auf ein schönes Leben sinken.
Jedes Tier hat diese Chance verdient, wenn man es zu sich holt, das man auch wirklich alles versucht, Geduld und Liebe aufbringt.
Hast Du dieseGeduld, wirst Du dieses Tier auch irgendwann lieben können, denn Du bekommst an Freude mit dem Tier alles mehr als ausgeglichen.
Ich wünsche Dir viel Glück, das Ihr es schafft, aber mach Dir keinen Kopf, Deine Zweifel und auch das Gefühl dem Hund noch nicht wirklich vertrauen zu können, sind zu diesem Zeitpunkt völlig normal.
Und belaste Dich nicht mit so unnötigen Fragen wie, wie wäre der Hund woanders geworden ?
Nicht zu beantworten, unnötige zehrende Gedanken und wer weiss, vielleicht wäre er dort genauso ,und die Halter würden sich nicht so viel Mühe geben.
Vielleicht ist er genau deshalb bei Euch
toll geschrieben

warum macht ihr solche spielchen mit dem hund (verstecken) wenn er so hochfährt?
kann es nicht auch sein das er das als spiel sieht? -
Einige der von Dir beschriebenen Situationen kennt mein Freund zur Genüge, für mich Übersprungsreaktionen. Bei ihm liegt es daran das er nicht konsequent genug ist und die Hunde ihn nicht für voll nehmen.
Ich selbst habe mit der Truppe überhaupt keine Probleme, da reicht schon mal ein scharfer Blick. Es sind eben meine Hunde.
Gerade mit unserem Ossi haben wir
einen Hund geholt der klar im Kopf ist aber nicht zu unterschätzen.
Da trat das nicht für voll nehmen schon im Welpenalter auf. - Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Wir haben uns gar nichts dabei gedacht. Dachten viel eher, die Bindung zu verstärken... Das wir dabei insgeheim Schutzhundarbeit üben und möglicherweise die genetischen Anlagen unseres Hundes fördern, wussten wir nicht. Wir tasten uns langsam heran und erkennen immer wieder neue Dinge, die für ihn offenbar zu viel sind.
Man lernt ja nie aus...

Viele in meiner Umgebung verstehen nicht, wie man so ein Theater um seinen Hund macht und warum "man ihn nicht einfach mal härter anfasst". Und ich bin mir sicher, dass sie denken, dass ich nicht so viele Probleme hätte, wenn ich bei Zeiten mal draufgehauen hätte. Gerade deshalb danke ich euch für die lieben Worte und den Mut, den ihr mir macht. Es ist immer schön zu hören, dass man nicht alleine ist.
LG.
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Was war es gleich nochmal - ein Mali-Schäfermix?
Da wundert es mich nicht, dass die Schwelle schnell überschritten ist.

Leider.
Offensichtlich bringt er das passende Rüstzeug für den Schutzdienst mit, was ihr allerdings ja nicht gebrauchen könnt.
Die Idee ihn möglichst unter der Schwelle zu halten ist gut. Und diese durch Training langsam zu erhöhen auch.
Aber ich denke, da sind noch ein-zwei Dinge, die ihr beim Training berücksichtigen solltet: Ein Alternativverhalten zum Frustablassen, wenn die Schwelle eben doch überschritten wurde, das Wahren Eurer Individualdistanz und die Möglichkeit für ihn, seinen "Beißlust" (mir fällt grad kein besser Begriff ein) auszuleben!
Ich denke (hoffe?) das kommt in Eurem Trainingsplan irgendwann auch vor.
Viele Grüße
Corinna
PS: Der "Beißer" mit dem ich unterwegs war, war übrigens ein Rottweiler - also auch eine klassische Schutzdienstrasse
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Ok, das ist jetzt auch für uns spannend, da Trudi wenn sie sehr aufgeregt ist, dazu neigt, unsere Hände und Unterarme ziemlich fest zufassen. Sie versucht definitiv nicht zu beißen, aber es ist schon unangenehm. Glücklicher Weise kommt es nur noch selten vor, aber mir war nicht klar, dass das "schutzhundrassentypisch" ist.
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Corinna
Wie könntest du dir ein Alternativverhalten vorstellen? Ich möchte, dass er schon vorher - statt hochzugehen - eine Alternative für sich findet. Bzw. wir sie gemeinsam erlernen. Und ich hoffe, durch ein gesichertes Aus-Kommando, ihn dann auch (im Fall der Fälle) vom Ärmel loszubekommen. Weiß allerdings nicht, ob er das in seiner Aufregung umsetzen kann. Als erstes gilt es, diese Situationen zu verhindern, damit er nicht immer mehr den Eindruck gewinnt, er könne die Situationen mit diesen Aktionen regeln.Trillian
Ein Beißen ist es bei uns auch nicht. Es ist ein festes Zufassen/ Festhalten. Aber auch das kann schon schmerzhaft sein. Und beim Malinoi ist es mit Sicherheit genetisch bedingt. Wenn man bedenkt, dass sie fast ausschließlich für den Schutzdienst gezüchtet werden/ wurden. -
ok, dann habe ich das falsch gelesen, für mich klang es eher nach einem mehr oder weniger ernst gemeintem Schnappen.
Bei Trudi ist es tatsächlich so, dass es hauptsächlich bei großer Aufregung vorkommt. Ganz besonders bei Begrüßungsszenen. Die Szene, die Du beschrieben hast, wo Dein Mann sich versteckt hat, da hätte Trudi sicher ähnlich reagiert.
Glücklicher Weise war es nie soooo schlimm. Anfangs haben wir es immer durch ein Kommando unterbrochen, aber dann hat sie aus Frust in den Kater oder Lotte gebissen.
Jetzt versuchen wir solche Szenen möglichst ruhig zu halten. (So die richtige Mischung aus beachten und zurückfreuen und ignoriern)
Hast Du mal versucht, ein Alternativverhalten aufzubauen?
Ganz egal, wie Du Dich letztendlich entscheiden wirst, es ist sicher in keinem Fall ein leichter Weg und ich wünsche Dir alles gute.
- Vor einem Moment
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