Bino kastrieren lassen?

  • Dann darfst Du solche Situationen garnicht erst entstehen lassen, wenn Du anschließend nicht in der Lage bist deinen Hund da heraus zu holen. Bevor sich dein Hund auf die "Lauer" legt, heißt es Richtung wechseln. Fixieren und dergleichen wird im Ansatz unterbunden, kommentarlos.

  • Bestätige an einem Punkt, wo er grad noch aufmerksam ist, sein richtiges Verhalten (z.B. dich anschauen). Und immer, immer wieder üben, bis du den Abstand verkleinern kannst. Vielleicht geht das am Anfang nur auf 50m Distanz, aber das ist egal, dann fängst du halt bei 50 Metern an. Irgendwann hast du dann 30 Meter, dann 20 und irgendwann 10 Metern. Bei 10 Metern kann man dann mit vorbeischleusen arbeiten, damit er merkt, Theater bringts nicht, Frauchen ist viel toller.

    Wenn du über den Punkt hinaus bist (weil Hund plötzlich auftaucht oder du dich verschätzt hast), dann umkehren, Bogen gehen. Sein Verhalten nicht bestätigen, nicht beruhigen!

  • WilmaWuff

    Wollte dich mit meiner Frage nicht aufregen! Für mich hatte sich das nur so angehört, als wäre die Kastration jetzt schon geplant. Aber ist ja auch egal. Wäre für mich bei dem Verhalten keine Option mehr.

    Ich versuche jetzt mal zu erklären, wie ich vorgehen würde.
    Zunächst einmal sollte Bino mit diesem Verhalten keinen Erfolg mehr haben. Das heißt du solltest versuchen den Individualabstand zu finden. Das ist der Abstand auf dem er einen anderen Hund noch dultet. Ist das nicht möglich, so solltest du zunächst versuchen dieses Theater abzubrechen. Zieht er zu einem anderen Hund hin, solltest du direkt die Richtung wechseln. Wenn er sich gebärdet und dann noch zu dem anderen Hund kommt bestätigt dies sein Verhalten. Du musst also frühzeitig reagieren!!! Sobald er einen anderen Hund fixiert kommt ein strickttes NEIN und du wechselst die Richtung. Danach nicht mehr auf den Hund einreden (es kommt eh nichts bei ihm an). Geht er ruhig mit, wird er gelobt.
    Wenn der Hund ganz hochkocht und du keine Chance hast, dann nimm dir eine Wasserpistole oder eine Spritzflasche mit. Beruhigt er sich nicht bekommt er eine Ladung! Denk nur immer daran, dass Alternativverhälten (also wenn er ruhig ist) zu loben.

    Er muss lernen, dass dieses Verhalten nicht geduldet werden kann. Nur so wirst du irgendwann entspannter mit ihm gehen können!

  • Hallo,

    ich geh mal davon aus, dass Dein Hund an der Leine ist bei solchen Begegnungen.
    Wenn er sich hinlegen möchte, dann kann er das nicht so einfach, sondern nur wenn Du stehen bleibst.

    Lauf einfach mal weiter und achte nicht auf ihn, egal was er macht. Du gehst weiter und er muss Dir folgen. Bleib nicht stehen und rede nicht irgendwie auf ihn ein, sondern lauf weiter, an den anderen Hunden vorbei. Du kannst auch einen kleinen Bogen einbauen, da Hunde nicht frontal aufeinander zulaufen.

    Meist reicht das schon aus und der Hund merkt, dass es diesmal irgendwie anders läuft als sonst. ;)

    Zusätzlich kannst Du ihm auch ein "Schau"-Kommando beibringen. Wenn er Dich anschaut dann lobe ihn. Dies funktioniert aber nicht sofort und muss geübt werden, sprich die Ablenkung muss langsam größer werden. Für jedes Dich anschauen gibt es ein besonderes Leckerli.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Zitat

    Ich weiß nicht, ob es helfen würde, in kastrieren zu lassen, aber mir fällt auch sonst nix mehr ein, wie man ihn beruhigen könnte.


    :D Ja, das haben einige der Hundehalter, die nun bei uns in der Hundeschule trainieren, auch gedacht.
    Leider kann man die Kastration nun nicht mehr rückgängig machen. :/

    Ich würde dir raten dein Geld gleich in einen guten Trainer zu investieren ... ist auch langfristig gesehen billiger. ;)

    Ich werde nie verstehen, warum man mit Verhaltensproblemen erst zum Tierarzt und danach erst zum Hundetrainer geht ...

  • Wir haben ein ähnliches Problem: Black flippt bei fremden Hunden auch aus. Aber eher weil er zu ihnen hin will und wenn das nicht klappt (Leine) dann bellt und tobt er. An diesem Punkt dringt man nicht mehr zu ihm durch.

    Wie mir nun schon 2 Trainerinnen sowie die TÄ erklärt haben ist eine Kastration nur sinnvoll wenn der Rüde aus sexuell motivierten Gründen gegen andere Rüden agressiv ist. Unserer macht aber keinen Unterschied zwischen Hündin und Rüde.

    Plan lautet nun:
    - oft an Orte mit fremden Hunden fahren
    - "Schau" unter Ablenkung üben

    Liegt noch viel Arbeit vor uns, aber irgendwann können wir auch an anderen Hunden vorbeilaufen ohne Theater! :gut:

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