Angsthündis aus dem Tierheim

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  • Hallo Leute, ich hab einige Threads hier durchgelesen aber bisher nichts gefunden das genau zu meinem Problem passt...und zwar...wir (mein Freund und ich) haben im Dezember 08 eineca 2 jahre alte Angsthündin aus dem Tierheim geholt.. (Sie war mind 1 1/2 Jahre im Tierheim, 2 mal vermittelt)

    Sie war schrecklich eingeschüchtert als wir sie das erstemal gesehn haben...Schwanz komplett drin und geduckte Haltung...mittlerweile ist sie schon sehr aufgetaut.

    Ich bin ihre ultimative Bezugsperson...sie wedelt bei mir mit dem Schwanz, freut sich wenn ich wiederkomme.. alles prima!

    Bei meinem Freund jedoch ganz im Gegenteil...seit sie da ist hat sie kein einziges mal bei ihm gewedelt...sie knurrt wenn ich allein mit ihr in einem raum bin und mein Freund im Bad ist...und selbst wenn sie ihn sieht knurrt sie ihn noch direkt an...ich pfeif sie dann immer scharf zurück leider macht sies immer wieder...Sie ist ein absoluter Frauenhund haben wir gemerkt aber was mich wundert, sie wedelt zB auch wenn der Vater oder der Opa meines Freundes zu besuch sind...mein Freund ist wahrscheinlich der einzigste bei dem sie sich nicht freut..liegt das nur an der eifersucht?was kann man da tun?

    Das wäre das erste Problem...das zweite ist etwas simpler vllt...

    Meine Hündin ist mit allen anderen Hunden ganz arg verspielt! Aber wenn wir versuchen MIT ihr zu spielen, dh ihr einen stock hinhalten, ein mäppchen mit leckerlis hinhalten oder einen Knochen um mit ihr etwas zu "tauziehen" zu versuchen , dann lässt sie sofort los, sobald sie ein bisschen widerstand spürt! Sie spielt auch nicht mit spielzeugen mit uns, nichts!! Das ist ehrlich gesagt sehr erschütternd für mich da ich mir eigl immer einen Hund gewünscht hab der mit mir um stöcke zieht o.ä.... wobei das kein urteil sein soll für meine Hündin! Es wäre nur einfach schön zu hören wenn mehrere solche Probleme haben und noch schöner wenn es dafür wenigstens Gründe gibt oder sogar Lösungen!

    Hoffe ich konnte es etwas beschreiben für euch bin etwas wirr heute da mein Freund schon sehr säuerlich ist auf die kleine :(

  • wie lang habt ihr sie denn schon?
    die sache mit deinem freund- probiert mal aus, was passiert, wenn er sie einfach ignoriert- nichts tut, tut, als wenn sie nicht da wäre und mit dir ganz normal umgeht.
    und zu den zerrspielen- wenn ihr sie noch nicht so lang habt, kann das normal sein und gerade, wenn sie etwas ängstlich ist. sowas kommt dann, wenn sie ein wenig aufgetaut ist.

  • cereza
    die Hündin ist seit Dezember 08 bei ihnen. Steht im ersten Satz :D

    Wie verhält sich Dein Freund der Hündin gegenüber?
    Wie cereza schon sagt, sollte er sie einfach ignorieren.

    Du schreibst etwas von Eifersucht.
    Wie ist Dein Verhältnis zu dem Hund? Ich meine, wie gehst Du mit ihr um, wie ist ihr Gehorsam, folgt sie Dir auf Schritt und Triff?

  • seit Dezember also sprich 4 monate mittlerweile...

    Das mit dem Ignorieren haben wir schon versucht... Weder wenn ich sie ignorier ändert sich was noch wenn er sie ignoriert...Auch Futter aus der Hand geben bringt nichts..oder hinter dem Rücken ohne Blickkontakt...erfolglos :(


    Trotz das sie super lernbereit ist...innerhalb 2 Wochen war sie stubenrein... hat sich den Garten als ihr revier vorgestellt...in der Hundeschule an 1 Tag sitz gelernt...Platz...usw... aber wir bekommen sie einfach nicht...wie sagt man so schön..enthusiastisch...die hängt immer da wie ein schluck wasser...:( In der Hundeschule fällt es besonders auf im Vergleich zu allen andern...wenn sie mit ihnen spielt ist alles super...aber sonst...ihr schwanz hängt immer nur runter wenn er nicht gerade eingezogen ist...und sie ist auch sonst net die stürmische..egal in welcher beziehung :(


    Edit 1:

    Ja sie hängt an mir wie ein Schatten :) Das beschreibt es wohl am Besten! Ok eins noch, wenn man sie tadelt..nicht mit bösen Worten aber mit "scharfen" dann ignoriert sie selbst mich...wackelt mit dem Kopf hin und her und verzieht sich oder "krümmt" sich ganz klein zusammen..Je nach Situation..

    Edit 2:

    Wir wohnen zusammen in einem großen Haus mit Garten

  • Es sieht aus, als würde die Hündin Dich kontrollieren.
    Mag sein, dass ich falsch liege, denn aus der Ferne ist das schwer zu beurteilen, aber der Beschreibung nach, könnte es sein.

    die Ignoranz Eurerseits habt Ihr doch bestimmt nicht kontinuierlich und lange durchgezogen, oder?

    Die Erfolge kommen nicht von heute auf morgen. Das dauert.

    Den Verfolgungswahn würde ich unterbinden, ihr einen festen Platz zuweisen und darauf bestehen, dass sie dort bleibt.

    Setzt Euch einfach mehr durch, auch wenn die Hündin ängstlich ist, muss sie nicht betüddelt werden, damit unterstützt du die Ängstlichkeit noch.

    die Hündin soll Euch als Chef anerkennen, heißt, sie soll wissen, dass sie sich auf Euch verlassen kann.

    Mit viel Konsequenz und Souveränität bekommst du das hin.

  • Ich würde deinen Freund füttern lassen (nur ihn) und ihn auch verstärkt in die Gassigänge einbauen, sofern das zeitlich möglich ist. Alles, was nett ist, soll er mit ihr machen (übergangsweise, bis sie ihn akzeptiert hat).

    Dieses Sichkrümmen usw kenn ich auch. Ich musste lernen, sie sowohl von der Stimmlage als auch von der Körperhaltung her weniger zu bedrohen. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum sie deinen Freund "nicht mag"? Mein Angsthund reagiert extrem auf Körperhaltung. Wenn ich zB nicht deutlich genug zur Seite trete, springt sie nicht ins Auto. Weil sie meine "Stop"-Körperhaltung höher bewertet als das "Hopp"-Sprachkommando.
    Seit ich das gerafft habe, geht einiges leichter.
    (Manchmal denke ich, mein Hund ist gar nicht gut erzogen, sondern wir haben nur eine feine Art der körperlichen Kommunikation miteinander :smile: )

    Punkto Zerrspiele: Spielen lässt sich nicht erzwingen, im Gegenteil, auf Zwang und Druck blockieren die Angstnasen schnell.
    Also: Geduuuuuld....

  • Erstmal danke für eure schnelle Reaktion!

    Die ganzen Sachen versuchen wir bereits alles..Wir hatten gleich zu beginn eine Hundepsychologin vom Tierheim hier die meine bereits da gesehn hat..Sie hat einige Tipps gegeben ...Zusätzlich befolgen wir auch alle Ratschläge aus der Hundeschule aber in der Hinsicht gab es leider immernoch keine Erfolge...vorallem wirft mein Freund bald das Handtuch wenn sie so weiter macht..

    Mit dem Ignorieren ist das natürlich so eine Sache..Man kann den Hund nicht ewig links liegen lassen aber die Zeit die wir es versucht haben war genauso erfolglos wie alle anderen Tipps...Sie fasst zu ihm einfach kein Vertrauen, für sie ist es mehr ein 1- Personen+Hund Haushalt als ein 2-Personen Haushalt..

    Alle "bösen" Sachen wie den Hund duschen mach ich ja schon und ich versuch das mein Freund immer weit weg ist um später dann als Guter da zu stehn aber selbst da vergisst mein Hund gleich wieder wer gerade gemein war und springt zu mir..ist alles ziemlich komisch...

    Mein Freund geht schon immer mit ihr laufen um feste Gewohnheiten zu entwickeln, er steht morgens als erster auf und geht mit ihr raus, direkt nach der Arbeit mit ihr laufen,geht in die Hundeschule.. etc...wenn sie bei uns neben dem Sofa liegt kommt sie auch zu ihm und schleckt ihn stundenlang ab (heisst doch auch was gutes oder?) aber trotzdem ändert sie das andere Verhalten nicht...

  • Zitat

    ...wenn sie bei uns neben dem Sofa liegt kommt sie auch zu ihm und schleckt ihn stundenlang ab (heisst doch auch was gutes oder?) aber trotzdem ändert sie das andere Verhalten nicht...


    Das kann auch ein Beschwichtigen sein. Kann es sein, dass dein Freund sie einschüchtert, indem er zu "mächtig" auftritt, sie sich von ihm bedroht fühlt? Ist er mit auf dem Hundeplatz, so dass das die Hundetrainerin mal eine Rückmeldung geben könnte?
    Ansonsten sind 3 Monate echt keine Zeit für einen Angsthund... In einem Buch hab ich gelesen, dass es 600 Wiederholungen brauchen kann, bis eine Erfahrung abgespeichert bzw eine schlechte "überschrieben" ist...
    Vielleicht sollten wir mal überlegen, wie man deinen Freund ermuntern kann, damit er noch ein wenig länger durchhält... :smile: Wie wäre es, wenn du ein schönes Foto von den beiden vergrößerst oder so... Oder mit ihm darüber sprichst, was sich bei der Hpndin schon alles verbewssert hat, im Gegensatz zum Anfang - damit er Land in Sicht sieht und die bisherigen Erfolge ihn motivieren...
    Klingt vielleicht blöd, aber ich fände es schade, wenn ihr nicht zusammen weiter macht, denn der Hund scheint ja doch bei euch aufzutauen...

  • Ich glaube in diesem falle nicht , dass die Hündin dich kontrollieren will.

    Sie fühlt sich aber nur bei dir einigermaßen sicher. Alleine auf ihrem Platz zu bleiben z.B. während du in einem anderen Zimmer bist, ist wahrscheinlich schon großer Stress für sie.

    In der Hinsicht fehlt ihr noch jegliches Vertrauen.
    Was du machen solltest, ist ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
    Nicht massig viel Kommandos, lass sie keine Fehler machen, da jedes tadeln ihr wahrscheinlich schon wieder einen Mordsschrecken einjagt.
    Lob sie stattdessen so oft wie möglich und ausgiebig. Bleib auf ihrer Ebené, beug dich nicht über sie, hock dich am besten hin, ebenso wie dein Freund - dann sieht die ganze Welt auch schon nicht mehr so bedrohlich aus :)

    Ich schlag dir jetzt mal vor, was mir so einfällt, du probierst es aus und schreibst obs geklappt hat ;)

    1. Versteck ein leckerlie in deiner leicht geöffneten Faust, schnuppert sie dran und bohrt vielleicht nur ganz wenig ihre Nase ein, öffnest du sie merklich, steckt sie ihre Nase noch tiefer rein, gib das leckerlie frei
    => sie merkt: Uiihh, ich kann ja was erreichen, ich kann mit meinem Willen ja sogar was erreichen.

    Machst du das öfter, wird sie bald immer beharrlicher versuchen das leckerlie zu erreichen

    2. Schmier einen Stock oder Spielzeug mit ein wenig Leberwurst ein und mach ihn ihr durch Bewegungen irgendwie interessant, sobald sie ihn packt, lässt du los und sie die Beute stolz herumtragen (macht aber nicht jeder Hund)
    => Boah, ich kann ja Beute wegnehmen, das ist aber was Neues, dass ich mich sowas traue

    Wiederholst du das einige Male, wird sie bald auch leichter Gegendruck nicht mehr stören, erst sehr wenig, später immer mehr bis sie irgendwann daran zerrt (machen nur Hunde mit großem Beutetrieb), dies steigert merklich ihr Selbstvertrauen.


    3.Versteck Leckerlies in einem Snackball, unter einer Plastikdose (am Anfang stellst du die Dose einsetig ein wenig auf, damit es leichter ist die Nase drunter zu stecken.
    => Maan, hab ich Kraft, ich aknn mir selber war erarbeiten

    Die Hündin wird selbstbewusster und offener für Neues werden, sie hat auch ohne fremde Hilfe etwas erreicht.


    Ziel ist es, dass deine Hündin mehr Selbstvertrauen entwickelt, dass sie sich nicht mehr in vollkommener Abhängigkeit zu dir befindet.
    Im Moment denkt sie, dass ohne dich für sie die Welt untergehen wird, da sie 0 Selbstbewusstsein hat - entwickelt sie aber mehr Eigeninitiative wird es ihr auch nicht mehr so schwer fallen sich von dir mal zu lösen, mal alleine in den Korb geschickt werden (der ihr Rückzugsort bleiben sollte und den auch von euch NIEMAND stören sollte - bietet ihr einen festen Platz in einem ruhigen Teil der Wohnung, wo sie aber noch das Geschehen beobachten kann)

    Hat sie erstmal mehr Selbstvertrauen entwickelt - was durchaus dauern kann - , kann sich dein freund auch mal intensiver mit ihr beschäftigen, ihr leichte Aufgaben stellen, sie füttern, mit ihr Gassi gehen ...

    So lange sollte man ihre Grenzen respektieren um sie nicht noch mehr einzuschüchtern ;)


    So würde ich persönlich das Problem angehen, hoffe es hilft, denn praktisch ausprobieren konnte ich das noch nicht.

    Viel Erfolg
    LG Jana

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