• Hallo,
    mein erster Beitrag ist leider ein trauriger. Gestern ist unser Pinscher-Ruede Leon (nicht mal 2 Jahre alt) klaeglich gestorben. Vielleicht kann mir ja einer der Forum-Mitglieder Klarheit geben, ob es wirklich ein Giftkoeder (wie von der Tieraerztin vermutet) war....
    1. Tag: Wuergen, kommt aber nichts zum Vorschein, Verhalten normal.
    Abends hab ich dann das Baeuchlein massiert, am Morgen (2. Tag) danach Erbrechen von festen Bestandteilen mit gruenlichem Inhalt (wahrscheinlich Gras, um das versehentlich gefressene zu erbrechen), waren auch Plastikteile, wie von einer Plastiktuete dabei. Kein Appetit, nur Durst auf Wasser. Stuhlgang normal.
    3. Tag: kein Appetit (Tierarzt meint aber das ist normal, wenn wir erbrechen, haben wir auch am selben Tag kein Appetit mehr). Da Leon aber immer sehr kraeftig war, hab'ich mir keine grossen Gedanken gemacht. Dann Erbrechen von weisslichem Schaum (Speichel).
    4. Tag: Ziemlich apathisch. Beim Gassigehen kommt aus dem After ein kraeftiger Strahl (!!!) braunes Wasser und wenig geformter braeunlicher Kot. Sofort zum Tierarzt. Antibiotika und etwas gegen den Brechreiz. Leon beklagt sich, als die Tieraerztin den Unterleib abdrueckt, und scheint grosse Schmerzen zu haben. Sonst aber beweglich, mit leidendem Hundeblick :sad2: Daheim weiter apathisch. Futterverweigerung. Ploetzlich Abgang von blutigem Durchfall (fast nur braeunliches Blut). Wieder zum Tierarzt, Spritze gegen die Blutung. Die Koerpertemperatur faellt. Arzt meint, wir muessten mit dem Schlimmsten rechnen. Daheim unter eine Decke gesteckt, Tee mit Pipette gegeben. Staendiger Abgang von Blut. Fortschreitende Laehmung, nach 4 Stunden Tod.
    Uns geht es schlecht, mein Sohn (18) will die (einzige) Nachbarin verklagen, die wahrscheinlich Giftkoeder gelegt hat - wahrscheinlich um ihre heiligen Huehner vor den Fuechsen zu schuetzen....
    Hat jemand von euch Erfahrung mit aehnlichem gemacht (was ich eigentlich keinem wuensche....).
    Danke fuer eure Nachricht.

  • Das tut mir sehr leid für euch. Vor allem für euren Hund so leiden und sterben zu müssen. :sad2:

    Ob hier Gift im Spiel war, kann ich nicht sagen. Hat denn dein TA kein Blut abgenommen? Da hätte man schon sehen können, in welche Richtung es geht. Da erkennt man auch Vergiftungen.

    Hat evtl. dein Hund Rosinen, Schokolade oder ähnliches gefressen? Auch das kann eine Ursache sein.

    Möglich ist auch ein schlimmer Virus, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder sonstwas. Oder dass dein Hund was gefressen hat, was ihm nicht bekommen ist, aber kein Gift war.

    Wenn ihr kein Gift findet und es auch nicht nachweisbar ist, könnt ihr auch niemanden dafür beschuldigen.

  • Das ist ja wirklich eine traurige Geschichte.... :sad2:
    Vielleicht könnte es auch ein Fremdkörper gewesen sein, den er geschluckt hat? Du schreibst, das er am 2ten Tag etwas Plastikartiges erbrochen hat. Eventuell hatte er einen Darmverschluß wegen einer verschluckten Tüte?
    Wenn du ganz sicher sein willst, lass eine Autopsie machen... und lass deinen TA doch nochmal auf die Blutwerte schauen.

  • @ Brazzi
    Da hatten wir wohl die selbe Idee

    Sardinia
    Hast du deinem TA gesagt, dass er Plastikähnliches erbrochen hat?????

    Ih finde es ja etwas "komsich" dass der TA einfach behauptet es wäre normal nach dem Erbrechen nix mehr zu fressen (das mag vielleicht auch so sein) aber trotzdem klingt es für mich so, als ob der TA die ganze Situation nicht richtig ernst genommen hätte :sad2:

    LG
    Katharina

  • Es tut mir total leid, daß Dein Hund so leiden mußte :sad2:

    Ich kann nur von Rattengift sprechen, weil Bibo sich damit schon mal vergiftet hat. Gefressen hat sie es abends gegen 22 Uhr, für mich nicht sichtbar, da dunkel, aber das war der einzige Zeitpunkt, wo das in Frage gekommen ist. Morgens war alles noch okay, als ich gegen 14 Uhr nach Hause kam, war die Wohnung voller Blut. Sie selbst lag im Körbchen und schaute mich groß an. Ich habe sie geschnappt, ins Auto, zum nächsten Feld, dort lief es hinten mit starkem Strahl raus, dunkles Blut. Sofort zum TA, ihr wurden Infusionen gelegt und das über mehrere Stunden. Sie war ziemlich apathisch zu der Zeit.
    Ich mußte mehrere Tage hin, da sie kaum getrunken hat und ihr wurden jeden Tag Infusionen gelegt.
    Auch wenn es Dir nicht mehr hilft, aber wieso hat die Ärztin solange gewartet, bis sie ihm Flüssigkeit zugeführt hat?!
    Deine Nachbarin würde ich fragen, ob sie Köder ausgelegt hat. Erstmal nichts von dem Tod eures Hundes erzählen. Erst, wenn sie es zugegeben hat, dann würde ich das ansprechen. Sie anzuzeigen wird, denke ich, schwierig, weil Hunde immernoch als Sache gelten :/

  • Vielen Dank fuer Eure Antworten. Auch ich habe mehrmals die TA gefragt, ob nicht eventuell die Plastikpartikel schuld seien, aber sie meinte, im Magen sei nichts mehr drin gewesen, und die innerliche Blutung nach mehreren Tagen deute zweifelsohne auf Vergiftung hin. Er hatte ja auch anfangs noch normalen Stuhlgang. Die TA hatte anfangs eine Gastroenteritis sprich starke Magenschleimhautentzuendung durch die aufgenommenen Plastikteile diagnostiziert, nur sprach dem dann doch die dazugekommene innere Blutung dagegen. Vor ein paar Jahren ist unsere Katze an Gift gestorben, und der Verlauf der Agonie war derselbe wie bei Leon (Muskellaehmung, er konnte nicht mehr schlucken usw....).
    Leider wird hier auf Sardinien sehr sorglos mit Rattengift und auch Hundekoedern (Happen mit Glassplittern drin....) umgegangen. Man fragt sich, wer auf solche Ideen kommt.
    Werde mich baldmoeglichst nach einem neuen Hund umschauen, denn: man kann ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht...
    Kerstin

  • Das hoert sich weniger nach einer Vergiftung als nach Parvo an.

    Welche Gifte sind denn bei Euch frei im Handel, bzw. sind am verbreitesten?

    Tut mir Leid um deinen Hund :sad2:

  • Tanja, ist Parvo denn so agressiv, daß es sooo schnell wirkt?? Ich dachte, daß sich das länger hinzieht :???:

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