Der kleine Prinz auf Spass-Entzug (vorsicht, lang)
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beim Lesen dachte ich du schreibst von mir und meinem Hund!! UNd dein Programm, das du jetzt durchziehst, ist in etwa das, was ich jetzt auch seit ner Woche mache - und es klappt. Wichtig ist halt, dass der Hund nix mehr selber entscheiden darf. Daran arbeiten wir am meisten. Ich lasse meinen Hund zwar mit anderen Hunden spielen, aber nur nach ausdrücklicher Erlaubnis. Futter gibts zu Hause nicht mehr, auch keine Aufmerksamkeit usw. Wenn du das ne Weile durchziehst, wirst du sehr schnell eine Veränderung feststellen und euer Team wird wieder hergestellt sein!!
Gut zu wissen, dass es noch jemandem so geht wie mir!

also: dranbleiben!!!!
LG Jennja
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Hallo,
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Hey!
Hast du noch jemanden der auch Bezugsperson für deinen Milo ist? Ich hab letztens am Wochenende verstecken im Wald mit meinem Freund gespielt und immer abwechselnd abgerufen aus´m Versteck, dass hat so Wunder gewirkt! Laica ist in der Hundeschule mit vollem Tempo ohne zögern zu mir in nem Affenzahn gerannt, weil sie dachte jetzt geht es wieder voll ab...
Da haben echt alle gestaunt, weil Laica sonst so eine von der Sorte ist ich renn zu den anderen Hunden oder mach mich mal gemütlich auf den Weg wenn se ruft. Aber ich muss schon sagen, dass sie anfangs echt alles andere interessanter fand als mich, ich hab mich schon gefragt, ob sie überhaupt ne Bindung zu mir hat... Andere Hund haben geheult wenn Frauchen außer Reichweite ging und Laica dachte sich cool, jetzt hab ich Spaß mit anderen Hunden. Obwohl das auch schon seit ner Weile gut läuft, aner nicht sooo super. Also, mein Tipp am besten zu Zweit plus Hund verstecken spielen. -
Haaach, danke!
Das tut echt gut, zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht!Typisch ich, wenn es nicht gut laeuft, sehe ich um mich herum irgendwie nur Hunde, die ihre Besitzer anhimmeln und schon beim ersten Luftholen von Herrchen/Frauchen wie ne Rakete aus dem Hundepulk geschossen kommen.
Meine zwei Trainerinnen waren auch suess. Die eine hat mich fast in den Arm genommen und mir zum Trost Geschichten von Hunden erzaehlt, die auch so gewesen seien, und dass Milo's Verhalten noch total normal fuer das Alter ist etc etc. Da hab ich erst mal dankbar durchgeatmet. In dem Moment kam die andere dazu und bemerkte in nem Nebensatz ", aber so extrem hab ich das jetzt auch noch nicht gesehen"

Wie war das? Jeder kriegt den Hund den er verdient

Also ran an den Speck und gelernt, sich nicht mehr beim Hund anzubiedern. Ich meine auch schon, erste Erfolge zu sehen... kann aber auch nur das schoene Wetter sein...
Ich halt euch jedenfalls auf dem Laufenden!
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Als wir unsere kleine Aruna mit 8 Wochen bekommen haben hat mein Mann immer gesagt:"Jedes Zuviel an Liebe, das du dem Hund gibst, wird sich rächen." Zuerst hab ich ihn für diesen Satz fast gehasst, inzwischen weiß ich, dass er recht hat! Ich könnte meine Kleine manchmal vor lauter Liebe schier auffressen, aber ich weiß, dass ihr das nicht gut tut!
Ein paar Dinge MUSS sie einfach tun, wenn mein Mann oder ich das wollen, egal, ob sie grad schlecht drauf ist, Zickenalarm oder etwas ungeheuer interessantes gerade entdeckt hat. Dazu gehören: Herkommen, wenn sie gerufen wird(ansonsten gibt' "Leinenzwang").
Nicht im Garten buddeln(ansonsten gibt's Gartenverbot, oder Garten nur noch an der Leine).
Kein Betteln beim Menschenessen(ansonsten gibt's Flurarrest).
Nicht dem Putzlappen hinterher laufen,und ihn klauen, wenn geputzt wird(ansonsten wird Hundi weg gesperrt.)
Kein Beißen oder Beknabbern von Händen und Möbeln(ansonsten sitzt Hundi zwangsweise im Körbchen)
Hundi hat in gar keinem Fall Selbstbedienung, egal, was sie sich nehmen will (ansonsten wird's ihr abgenommen und sie wird ne Weile ignoriert)
Es wird nicht an der Leine gezogen, (ansonsten drehen wir uns im Kreis, bis sie aufhört mit Ziehen)
Über alles andere lassen wir mit uns verhandeln
Seit sie diese Prinzipien kennt, sind wir wieder viel interessanter für sie geworden und sie hat gemerkt, dass sie besser dran ist und mehr Freiheiten genießt, wenn sie gehorcht!
Es ist manchmal ätzend, das durchzusetzen, aber ich glaube, dass sich das langfristig auszahlt! -
Ja, ich glaub das ist echt der Gefühls-Spagat den man machen muss.
Zum einen liebt man den Hund natürlich, zum anderen muss man manchmal "gemein" sein, damit es dem Hund gut tut und er seinen Platz im Leben findet. Hat mit Gemeinheit natürlich nichts zu tun, das weiss ich. Nur das auch im täglichen Leben umzusetzen, kostet mich schon grosse Überwindung.Schlimmer als das schlechte Gewissen dem Hund gegenüber (denn der rollt sich ja irgendwann zusammen und pennt, wenn ich ihn nicht beachte), ist für mich der soziale Druck von meinem Umfeld. Es belastet mich schon ein bisschen, wenn ich z.B. im Büro als sadistische Zicke angesehen werde, die ihren armen Hund immer an ihrem Platz festbindet oder in eine Box steckt, wenn er sich seines Lebens freut (und dabei Internet-Kabel durchbeisst oder dem Chef ins Büro pinkelt). Die den Hund anraunzt, wenn er auf dem Gang Leuten hinterher rennt, die ihn doch nur streicheln wollen. Die ihm nicht erlaubt, dass er in alle Büros rennt um nach Futter zu betteln (obwohl doch so mancher sich schon extra nen Vorrat an Hundekeksen für ihn besorgt hat). Die nicht mal zulässt, dass der Hund vor Übermut auf dem Gang herumbellt ("es ist doch schliesslich ein Hund" - aber auch nur solange, bis sich dann doch einer bei der Arbeit gestört fühlt) etc pp. Ich könnt noch so vieles schreiben, wofür ich schon schnippische Kommentare und böse Blicke geerntet habe.
Und das sind nur die Leute auf der Arbeit, die Dummschwätzer auf der Strasse kommen ja auch noch dazu ("lassen Sie den Hund doch auch mal schnuppern", "Hallooo...der darf ja wohl ruhig meinem Hund mal Hallo sagen", "jetzt lassen Sie den Kleinen doch hochspringen, der freut sich ja so").
Jeder meint es soooo gut mit dem süssen Knuffel. Dabei denke ich schon selber manchmal, dass ich saumässig streng bin (anscheinend aber nicht konsequent genug, denn mein Hund verhält sich trotzdem wie ein Prinz). Vom Intellekt her ist mir das auch klar, dass das Unsinn ist und ich im Guten wie im Schlechten für die Erziehung meines Hundes verantwortlich bin. Nur kann ich manchmal nicht anders, als mich innerlich zu winden, wenn wieder jemand meinen Hund mit diesem mitleidigen Blick taxiert ("armes Wuffi, muss mit so ner überkandidelten Hunde-Domina leben").
Das ist mein eigentliches Problem, und so unvernünftig und unnötig wie ein Stachelwürger. Perverserweise schäme ich mich sogar dafür, dass ich heute bei Hundebegegnungen den Leuten nicht die Wahrheit erzählt hab, sondern lieber das Märchen von Milos "Magen-Darm-Problemen"
Hat aber super gewirkt, so schnell wurden die Hundis noch nie zurüch gerufen. Nur die Besitzerin seiner Lieblings-Spielfreundin hab ich in den Therapie-Plan eingeweiht. Sie fand es leider total überzogen, den Hund ne Woche lang nicht mit Hunden spielen zu lassen, weshalb ich das Ganze dann sofort wieder hinterfragt hab. Und ausgerechnet jene Bekannte sah uns heute von weitem just in dem Moment, als Milo und ich von nem Passanten so unglücklich an den Rand des Wegs gedrängt wurden, dass ich meiner Fusshupe aus Versehen auf die Pfote getappt bin. Milos Schmerzens-Schrei war sicher meilenweit zu hören
Jetzt wird der Hund auch noch fürs blosse Hinschauen mit Fusstritten bestraft!Tja, eigentlich könnte ich mich ja jetzt entspannen, denn schlimmer kann mein Ruf als irre Hunde-Quälerin ja nicht mehr werden

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Hallo!
Ich habe hier auch einen Monsieur, der sich ein wenig zu viel herausgenommen hatte....
Auf den Rat einer Trainerin:
ignorieren!
ignorieren!
ignorieren!
Lob = Ignorieren.
Du hast die Hosen an. Du bist die Stärkere und die Coolere. Er muss angekrochen kommen!
Kein Mist:
Nach Zwei Tagen an ihm vorbeilaufen, Futter nur auf Handzeichen-Kommandos bekommen (Die volle Portion wie Leckerlis verfüttert), und -immernoch geltend- Hausverbot auf seine 2 Lieblingsparks, kam er wieder zu mir, hörte, läuft Prima an der Leine, orientiert sich an mir, fordert keine Aufmerksamkeit und freut sich über diese dann um so mehr.
Was mir schwer gefallen ist, war der Gedanke "ihn zu verlieren"... aber der verwarf sich schnell, denn umso rarer ich mich mache, desto mehr klebt er an mir!
Und sein Liegeplatz wurde reduziert...nur noch seine Picknickdecke, und ein Kopfkissen auf dem Boden... Demnächst bekommt er wieder seinen Thron, wenn er auch die anderen nicht mehr anspringt!So haben wir übrigens sogar Rumbellerei bei Klingeln in Griff bekommen.
Das mit dem Futter erarbeiten (alternativ : Kong, aber den auch nur NACH den Kommandos die er schon kann) haben wir übrigens beibehalten!
Macht ihm auch Spaß
Ich wünsch dir viel viel Durchhaltevermögen!
es lohnt sich.(egal wie süß er ist, du packst das!!!)
Lisa
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Danke, ich bleib auf jeden Fall dran und berichte immer mal wie es laeuft.
Hm, inzwischen sind drei Tage rum, und ich kann nicht sicher sagen, ob es schon was gebracht hat. Ich denke schon insofern, dass er draussen recht gut mitspielt, und das Futter erarbeiten klappt sehr gut, macht ihm auch irre Spass (wir benutzen nen Futterdummy, den er suchen und bringen darf).
Ich lotse ihn so gut es geht an anderen Hunden vorbei, aber er starrt ihnen halt noch hinterher und achtet in dem Moment ueberhaupt nicht auf mich. Das ist noch ein wenig anstrengend. Aber er zieht dann nicht wie ein Bloeder, und fuegt sich auch drein, dass er nicht spielen darf. Gestern konnte ich ihn sogar an der Schlepp bei nem naeherkommenden, freilaufenden Hund zu mir rufen, und er kam. Der andere Hund leider auch

Was sein Prinzen-Verhalten zu Hause und im Buero angeht, auch da gemischt. Zum einen ignoriere ich ihn die meiste Zeit, und wenn ich mal was von ihm will, steht er da wie ne Eins. Dabei ist er dann aber so ueberdreht, dass er hochspringt und vor lauter Spielfreude mal nach dem Aermel schnappt. Dann brech ich natuerlich ab und lass ihn links liegen. Nur scheint er es noch nicht richtig begriffen zu haben, warum.
Auch nimmt er sich auf einmal woanders Chef-Sachen raus, wie z.B. wie ein Bekloppter zur Tuer zu rennen, wenn jemand ins Buero kommt, oder, wenn er dort an der Leine ist, zu bellen wenn Leute an ihm vorbeigehen. Das hat er frueher nicht gemacht und nervt tierisch, denn das Buero ist nichts was er bewachen soll. Da reagier ich dann schon mal ungehalten, was aber vielleicht falsch ist. Besser ignorieren? Aber was ist, wenn er dann meint das sei vollkommen in Ordnung?
Irgendwie kommt der Knirps staendig mit neuen Faxen an, sobald was anderes besser geworden ist :/
Aber ich freu mich natuerlich auch ueber die Fortschritte, und wir machen weiter, keine Frage

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