Ronja macht fremde Hunde an

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  • Hallo,
    seit einiger Zeit haben wir ein Problem mit unserer sonst eigentlich immer lieben und verträglichen Ronja. Früher war sie eher ein ängstlicher Hund, kam ein fremder Hund auf sie zugelaufen, ist sie einfach abgehauen, war immer schneller als die anderen. Nun zickt sie andere Hunde an, ich glaube so nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Das macht sie sowohl mit als auch ohne Leine. Manchmal startet sie kläffend und knurrend durch und wird richtig fies. Ich kann sie per Pfeife zurückholen, ich kann sie auch mit Leckerchen ablenken. Das bedingt aber, dass ich immer im Blick haben muss, wer so kommt. Und da kommt das Problem: Da Ronja einen krassen Jagdtrieb hat, kann ich sie nur auf der Hundewiese ableinen. Damit das nicht zu stressig wird, gehen wir nur abends, wo nicht mehr so viele da sind. Wir gehen meist mit mehreren. Die Hunde, die sie kennt, sind überhaupt kein Problem, auch wenn sie einen Hund schon mal kennengelernt hat, macht sie nichts. Nun ist es abends aber einfach dunkel und ich kann folglich gar nicht immer sehen, ob ein fremder Hund kommt. Irgendwie ist das alles ziemlich stressig. Weiß jemand Rat?

  • Wenn du abends läufst und nicht sehen kannst, wer dir entgegen kommt, dann würd ich den Hund eh an der Leine oder in meiner unmittelbaren Nähe lassen !!

    Ansonsten (in übersichtlichen Gegenden) arbeite daran, daß du deinen Hund generell rechtzeitig zu dir rufen kannst. Nimm sie aus solchen Begegnungen, bei denen sie (aus Unsicherheit) nach vorne geht, raus.

    Zeig ihr, daß man diesen Hunden einfach aus dem Weg gehen kann. Sie muß nicht zu jedem Hund hin, Kontakte hat sie doch genug.

    Gruß, staffy

  • Na ja, da ist eigentlich genau mein Problem - Ich kann sie sonst nicht ableinen, weil hier überall Hasen und Rehe sind.... Nur abends auf der Hundewiese geht das, weil sich Hase und Co. wegen der vielen Hunde nicht raustrauen....Sie ist ein Windhundmix, sie muss rennen. Wenn sie das nicht hat, fängt sie an, an sich selbst zu nagen... Es reicht manchmal schon, wenn wir einen Tag nicht da hingehen, dann wird sie total nervig. Sie muss auch mit anderen Hunden spielen, sie hat da eine ganz spezielle Freundin, mit der spielt sie immer "Hundekampf", mit beißen (natürlich nicht richtig!) und knurren und jagen und so. Sie macht das auch noch mit anderen aus der Gruppe, aber am liebsten mit Podenco Mix Mary... Ich war auch schon mal mit Mary und deren Besitzer alleine in einer Sandgrube, aber da hat sie Rehe gesehen und ist dann abgehauen. Ich weiß nicht, was ich ohne Hundewiesenfreilauf machen soll. :???:

  • Versteh mich nicht falsch, aber so, wie du jetzt mit deinem Hund lebst - zumindest klingt es so - scheint ihr doch überhaupt nicht glücklich zu sein.

    Du kannst sie nicht ableinen, weil sie abhaut, schleichst dich im dunkeln auf die Hundewiese, weil sie andere anzickt und da hast du dann ein Problem, weil du nicht jeden kommen siehst.

    Ich glaube mich zu erinnern, daß du schon einiges versucht hast, aber das was du schreibst, das kann es doch nicht auf Dauer sein. So ist doch keiner glücklich und ausgeglichen ...

    Würdest du denn mit einem guten Trainer eure gemeinsamen Probleme nochmal richtig angehen wollen ?

    Gruß, staffy - die dich gut versteht ;-)

  • Och, wir sind so eigentlich schon ganz glücklich. Wir machen ja viele Aktivitäten, wir machen Mantrainling, im Frühjahr gehen wir wieder auf die Rennbahn und jetzt gerade fangen wir mit Zughundesport an. Ronja ist außerhalb ihres Jagdtriebes auch ein gehorsamer Hund und kann im Gegensatz zu den "Kameraden von der Hundewiese" ziemlich viel; sie ist die einzige, die so lange sitzen bleibt, bis ich "Los" sage, sie kommt sehr zuverlässig heran, wenn ich pfeife und noch andere Sachen. Ich habe auch vor, zu einer Hundetrainerin zu gehen, bei der wir Einzelstunden bekommen werden. Die sind nur leider ziemlich teuer und ich muss noch etwas warten, ich weiß ja auch nicht, wie viele wir brauchen werden... Ich dachte nur, es gebe vielleicht schon vorab noch Tipps von anderen "Mitleidenden". Ronja braucht und will Freilauf und freies Spiel mit Artgenossen, das muss und will ich ihr bieten. Mal abgesehen davon "schleichen" wir uns auch nicht auf die Hundewiese - wir gehen da nicht nur wegen Ronja erst abends, sondern unsere Gruppe, immerhin 6 - 7 Leute, haben auch keine Lust mehr, eher zu gehen, und zwar nicht wegen uns, sondern wegen vieler anderer Hunde, die leider überhaupt nicht gehorchen und Chaos verursachen. So ist Ronja schon mehrfach angegriffen worden, obwohl sie gar nichts gemacht hat. Und nun ist Ronja selber so.. :sad2: Abends kommen "die" halt alle nicht und wir (also unsere Gruppe) haben die Wiese (fast) für uns alleine. :p

  • ehrlich gesagt verstehe ich dich nicht..

    du zählst alle möglichen "Aktivitäten" auf die du mit deinem hund machst ..und von dem allerwichtigsten redest du als wäre es eine unheilbare krankheit ..der Jagdtrieb.

    bevor ich anfange meinem Hund hundert Aktivitäten aufzuhalsen arbeite ich zuerst mal am wichtigsten überhaupt : Der Beziehung !

    Einen Hund zu haben der gelernt hat das er alle möglichen Freiheiten geniessen kann sofern er sich an die Regeln hält ( In der Nähe bleiben, NICHT jagen, etc. ) ist ein Glücklicher Hund ..tausendmal Glücklicher als 5 verschiedene Sachen machen zu müssen .. bei denen man meint er hätte unglaublichen Spaß daran ...und in wirklichkeit ist es meistens nur Stress
    der sich dann wieder in ungewünschten Verhaltensweisen abreagiert.

    also lass doch den ganzen Quark mal beiseite , kauf dir ne 10m Leine und Arbeite Intensiv am Jagdtrieb ..wenn du das hingekriegt hast erledigt sich auch das problem wegen dessen du diesen Thread erstellt hast.

    PS: natürlich benötigt man EINE Alternative die man dem Hund zur Kompensation des Jagens anbietet ..dazu verweise ich aber auf Literatur und /oder Suchfunktion im Forum oder I-net da dies jetzt hier den Rahmen sprengen würde.

  • Das liegt am Namen:-)

    Meine Zicke war und ist jetzt genauso.
    Du schreibst doch, dass ihr abends in eurer Gruppe geht, dann hat sie doch ihren Spass?

    Ich kann Staffy nur recht geben, hier im Forum lernte ich, dass Ronja viele Flausen aus Unsicherheit machte. Also "nehme ich sie raus" aus der stressigen Sitution.
    Viele Leute und Hunde sind ihr Problem, also weichen wir aus.
    Wir gehen und suchen Plätze an denen sie nicht abhauen kann, auch sie hat den Jagdtrieb. Gestern waren wir in einem alten Steinbruch, alles eingezäunt. Eine kleine Ecke für uns, ein Ball dabei, Mann und Kids klopften Versteinerungen, Ronja und ich spielten Ball.
    Und in der gewohnten Gruppe mit ihren Freunden spazieren gehen.

    Versuche deine eigenen Unsicherheiten zu finden und überlege ob diese Eigenschaft auf deinem Hund zu trifft.

    ich mag auch nicht gerne viele Menschen um mich herum, neues schon gar nicht, dies gibt mir Unsicherheit. Ronja spürt es, spürt mein Zögern und übernimmt die Führung, in dem sie los pirscht und den anderen nieder macht.

    Das versuche ich zu ändern, indem ich Ronja vorher abrufe, ausweiche, oder einfach sie Beifuss vorbei führe. Im grossen und ganzen, konnten mein Hund und ich uns darauf einigen, dass es Neues nicht gibt, wir ignorieren es einfach und in den meisten Fällen klappt es.

    lg tine

  • Malimix: so einfach, wie Du das darstellst, ist das leider nicht. AJT mit der 10 m Schlepp haben wir gemacht - es ist sinnlos. Außerdem ist der Jagdtrieb keine unheilbare Krankheit, sondern wurde den Windhunden in 4000 Jahren vom Menschen angezüchtet, bzw. wurden sie daraufhin selektiert. Es wäre verantwortungslos, Ronja im Wald oder so abzuleinen und das wird es auch bleiben. Ronja hat keinen Jagdtrieb, weil sie sich langweilt oder weil sie keinen Gehorsam hat - den hat sie, sie hört sogar ziemlich gut. Ich kann sie aus brenzligen Situationen oder auch aus dem Spiel mit anderen Hunden abrufen, das ist nicht das Problem. Dass Ronja mehrere Sachen macht, finde ich auch gut - wir machen ja nicht jeden Tag zig verschiedene Sachen (dafür habe ich auch gar keine Zeit). Ich finde nicht, dass 1 mal die Woche Mantrailing und alle 2 Wochen Rennbahn (nur von Frühjahr bis Herbst und im Sommer nur, wenn es nicht zu heiß ist) zu viele Aktivitäten sind- im Gegenteil, es gibt viele Hunde, die viel mehr machen. Das, was wir öfters machen wollen, ist allerdings der Zughundesport, weil ich hoffe, dass ich sie, wenn sie es erst richtig kann, dann auch ohne Hundewiese gut auslasten kann. Trotzdem braucht sie ja ihren Freilauf mit anderen Hunden.

    Das Problem sind ja auch nicht die Hunde, die sie kennt, sondern eben die, die sie nicht kennt. Sie fängt dann an zu schreien, als ob sie gebissen würde, ist aber selber diejenige, die droht und schnappt. Das sieht ganz komisch aus, sie schreit und jault und geht irgendwie gleichzeitig vor- und rückwärts. Dazwischen knurrt und bellt sie. Sie hat die Rute eingekniffen und die Nackenhaare aufgestellt. Das sieht halt gleichzeitig wie Angst und Aggression aus, und das, obwohl der andre Hund ihr gar nichts tut. Sie macht es so eigentlich nur bei eher unterwürfigen Hunden, die sich gleich auf den Rücken drehen. Das ist schon ein seltsames Verhalten, ich weiß auch nicht so recht, wie man es einordnen soll. Wie gesagt, früher hat sie das nicht gemacht, aber dann, nachdem sie selber häufiger angegangen wurde (weshalb wir ja auch tagsüber nicht mehr hingehen) fing das irgendwann an. Das ist schon alles doof und schwierig. :sad2: Wir begegnen ja auch abends kaum fremden Hunden, immer höchstens 1 oder 2. Manchmal auch gar nicht. Ich denke, ich werde mal hören,, was die Trainerin dazu sagt. Sie heißt Kerkmann und ist in Oerlinghausen. Kennt die vielleicht einer? Ich habe vor, mich im April bei ihr zu melden, vorher geht halt finanziell nicht so gut. Sorry, dass das jetzt so lang geworden ist. :ops:


    Hallo, wollte nur mal den aktuellen Stand der Dinge berichten:

    Also, einige von Euch hatten recht - ich mußte Ronja aus der Gruppe rausnehmen. Ich laufe derzeit nur mit maximal 2 weiteren Leuten, bzw. Hunden aus der Gruppe, manchmal sogar alleine (weil ich ja nun der Spalter bin :sad2: ) Ich spiele dann viel Bällchen mit ihr. Wenn ein fremder Hund kommt, sage ich laut "Ich regel das!" und gehe auf den fremden Hund zu, wobei ich Ronja regelrecht wegdränge. Dann "checke" ich den Hund, wenn ich finde, dass er nett aussieht (und dann hoffe, dass er das auch ist!!!) hole ich Ronja heran, wenn nicht, schicke ich den fremden Hund weg. Tja - Problem gelöst - seit ich das so mache, war KEIN Streß mehr. Zumindest für Ronja nicht. Für mich schon, ich bin nun der "Gruppenspalter", außerdem muss ich die ganze Zeit gucken, ob ein fremder Hund kommt. Wenn ich mir vorstelle, dass vorher Ronja die ganze Zeit diesen Job hatte, kann ich mir ihre Reaktion schon ganz gut erklären. Ich bin aber froh, das Problem gelöst zu haben. Wer Fragen oder Anmerkungen dazu hat - immer her damit!!

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