Schleppleinentraining hoffnunglos od.bin ich zu ungeduldig?

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  • "Die Jäger haben ihre Hunde auch im Griff....."

    Ja, nicht alle, aber doch einige.
    Das liegt aber auch daran, daß wir Jagdhunde anders trainieren.
    Beispiel Apport: wenn ein Familienhund 5 mal sein Apportel bringt und beim 6. mal keine Lust mehr hat, ist mir das egal.
    Wenn meine Hündin nach der 5. Ente im Wasser sagt, sie hat keine Lust mehr, dann geht das nicht - sie MUß auch noch die restlichen 10 Enten holen, die können ja nicht auf dem Wasser treiben.

    Gebrauchshunde werden auf Pflicht und Zuverlässigkeit gearbeitet: Der Umgangston ist rau, aber herzlich und wir greifen auch zu unpopulären Methoden und sind dann eben die bösen Hundequäler.

    LG,dd

  • Zitat

    Nun ja, mein Hund (Stabijhoun) gehört zur Gruppe der Jagdhunde, ist aber lt. Rassebeschreibung nur an Maulwürfen interessiert, auf die sie gezüchtet wurden. Leider hat ihr das keiner gesagt.

    Tja, manchmal ist das so... oder andersherum: Kein Jagdgebrauchshund hat ein Schema von "seiner" Beute im Kopf. Wenn er so unflexibel wäre, dann gäb es seinen Urahn nicht mehr. Es gibt eine jagdliche Prägephase, in der man den Hund auf "seine" Beute polen kann. Das machen die Jäger ganz gezielt und bewusst!

    Mein Border Collie-Mädel von sieben Monaten sucht derzeit auch nach ihrem Arbeitsgebiet. Derzeit betrachtet sie unter anderem Wildschweine (noch) als dazugehörend ;) Ich muss ihr jetzt verklickern, dass das die Schäfchen sind...

    Ich habe mal einen meiner großen Border Collies in den Wald geschickt um ausgebrochene Schafe zu suchen, zu sammenln und zu bringen. Sie kam mit Rehen zurück (keine Bange, der Jagdpächter war über unsere Atkion informiert). Ich hab sie zur Arbeit geschickt, und sie hat das gebracht, was der Sache am nächsten kam. Dabei hat sie noch nie Rehe gejagt...

    Zitat

    Also sie schnüffelt für ihr Leben gern und liebt Suchspiele und Fährte, allerdings hat sie bisher nur auf Sicht gejagt. Ich wohne aber mitten im Pfälzer Wald - hier ist immer Wild. Viele viele Rehe, einige Hasen aber vor allem Wildschweine. :sad2:

    Dein Hund zeigt Dir offensichtlich, was er braucht. Jetzt liegt es an Dir das ganze in die richtigen Bahnen zu lenken - wie Du ja schon bemerkt hast.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Corinna: Klar, ich hatte auch nicht ernsthaft erwarten, dass diese Rassebeschreibung so zutrifft :roll: Hm, okay, sie zeigt mir, was sie will. Aber WIE lenke ich das in die richtigen Bahnen???

    daggeldomtöse (toller Nick!): Ich hab nix gegen rauh aber herzlich, solange es dem Hund damit gut geht (und ich denke, es geht ihm gut, wenn sein Rudelführer deutlich ist). Magst Du nicht mal aus dem Nähkästchen plaudern? Wie handelt "Ihr Jäger" das denn?

    Wisst Ihr, der Jagdtrieb ist eine Sache. Aber die andere ist z.Zt. glaub ich eher mein Hauptproblem: Dass Finja sich sofort zu weit entfernt, m.E. aus reiner Freude an der Bewegung und deftiger Abenteuerlust. Eine Hundetrainerin sagte mir, ich solle den Gedanken an das Endziel "Ohne Leine" mal beiseite schieben. Ob das klappt, müsse man sehen. Vorerst müsse die Abrufbarkeit mein Hauptziel sein. Das leuchtet mir auch ein. Doch Finja weiß natürlich, wann die Leine ab und wann sie dran ist und auch an der Schleppleine ist sie heute so und morgen so. Versteht Ihr, was ich meine? Ich hätte wohl gerne deutlichere Fortschritte.

    LG,
    Zozoka

  • Hi Zozok,

    was mir grad noch eingefallein ist:
    Kennst du Reizangeln?

    Da rennt der HUnd, ist spannend, weil es sich bewegt, aber du selber brauchst nich so eine Riesenkondition ;)

    Ich denk mal, was du machen kannst, ist ein Verhalten kleinschrittig aufzubauen, das du dir wünscht, wenn sie abgeleint wird.
    Also z.B. so lange im Sitz zu bleiben.

    (Platz, wenn sie das nicht so gerne mag, trotzdem täglich in der Wohnung üben, auch das wird kommen, keine Sorge. Vll. mit einem Handzeichen verknüpfen). Und viele, viele Leckerlis fürs Üben bereitstellen :D
    Hab das mit Bungee nach jedem Spaziergang gemacht. Sie fand das Klasse und hat das nachher sogar eingefördert ;)

    P.S.
    Was für einen Hund hast du eigentlich? Welche Rasse bzw welche Mischung?
    Wie groß?


    raina:

    tut mir leid, aber ich finde, dass das eine alte Ausrede von - entschuldige bitet. faulen - Windhundbesitzern ist, ihren Hund nicht ordentlich zu erziehen.
    Natürlich sind das dann Spaziergänge, wo du den Hund nich einfach laufen lassen kannst, sondern den musste beschäftigen, damit der ausgelastet ist und eine andere Möglichkeit hat, seinen Jagdtrieb auszuarbeiten. Auch Antijagdtraining kann sicherlich nicht schaden ;)

    Mit ner Podenca kannste übrigens toll Zugtraining machen. Da hat sie bestimmt Spa? ;)

  • Eine Reizangel hab ich......... nachdem ich das hier:

    http://www.wildundhund.de/r30/vc_content…zangel_0706.pdf

    gelesen hatte, hab ich mich nicht mehr getraut, sie "einfach so" einzusetzen :|

    Finja ist ein Stabijhoun, 17.3kg, Schulterhöhe 50cm.

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    Platz wird täglich geübt, ebenso wie Sitz, Stopp, etc. Zuhause spielerisch und mit Clicker, zusammen mit anderen "Tricks" zur Beschäftigung, auf dem Spaziergang natürlich auch (Platz allerdings nicht im Schnee oder bei starkem Regen, weil sie lange mit Blasenentzündungen zu tun hatte). Die Gehorsamkeitsübungen verbinde ich alle mit Sichtzeichen. Das mit dem "Erst mal Sitz" nach dem Ableinen will ich Üben, allerdings erfordert das ja, das ich die Leine dann auch abmache - dazu seh ich halt im Moment keine Möglichkeit :???:


    LG,
    Zozoka

  • WOW! Was für ein hübscher Hund!!!

    Wenn ich mir die so ansehe, hat sie bestimmt einen Haufen Energie :D
    Sieht aus, wie ein Münsterländer (ich weiß, dass sie das nich is), wer ist eigentlich der niedliche Zweithund an der Seite, den du so abgeschnitten hast?

    Natürlich wird die Reizangel auch gezielt zur Ausbildung von Jagdhunden eingesetzt, aber bei jeder Ausbildung baust du passende Spielelemente ein.
    Dummytraining ist ja auch nix anderes, als die Vorübung zum Bringen der geschossenen Beute. Machst doch trotzdem Dummytraining.

    Wo liegen deine Bedenken?
    Im Gegenteil, wenn der Hund Spaß an dem Teil hat, kannste das doch wunderbar zum Antijagdtraining einsetzten.


    P.S.
    Ich hab von Staffy einen tollen Buchtipp für Fährtensuche gekriegt. Hab mir das Buch auch gekauft und kann es nur empfehlen:
    Anne Lill Kvam:
    "Spurensuche - Nasenarbeit Schritt für Schritt"
    (animal learn verlag, ISBN:978-3-936188202)

    toll und ausführlich erklärt, gut nachvollziehbare Übungseinheiten (wird dem Untertitel voll gerecht), insgesamt für mich ein super Buch

  • Ja, sie eine ganz Hübsche, gell?? :roll: Auf die Rasse kam ich übrigens, weil ich die kleinen Münsterländer sooo toll finde, mich aber wegen des extremen Jagdtriebes nicht getraut habe........... Die Stabijs sind ein klein wenig wuchtiger, gelten als Hofhunde und wurden nach dem Weltkrieg zum Aufstöbern von Ratten und Maulwürfen benutzt. Sie haben ein ausgespochen "weiches Maul" (was sich darin äußert, dass Finja alles auf dem Weg zu mir erst mal verliert, selbst den Futterbeutel, lach!) Und ja: Energie hat sie für zwei!

    Hm, okay, dann probier ich die Reizangel doch einfach mal aus!

    Übrigens besitze ich das Buch Spurensuche ebenfalls und würde es auch jederzeit empfehlen!

    Und das Antijagdtraining von Pia Gröning, und "Auf und davon" und und und..... also theoretisch bin ich gut informiert, aber in der Praxis sieht es leider anders aus. So, ich geh mal mit dem Hund dem Regen trotzen!

    LG,
    Zozoka

  • Wenn Du die Leine nicht abmachen kannst, ohne daß der Hund abhaut,
    arbeite doch mit mehreren Leinen.
    Ich hänge an meine ungestümen Hunde schon mal fünf Moxonleinen, lasse sie sitzen, mache eine nach der anderen ab. Aufstehen wird über die verbleibenden Leinen korrigiert, ruhiges Sitzen stimmlich oder über Körperkontakt bestätigt.

    Du hast mit dem Hund noch viele Schritte, die Du arbeiten kannst, Longieren ist bestimmt auch sinnvoll.

    Nähkästchen?
    Damit ich hier Haue kriege?
    Begriffe wie Zwangsapport oder Tacker machen vielen Haltern Angst und schüren wilde Phantasien.
    Tatsächlich lege ich Wert auf Fairness zum Hund. Langsam und gut aufbauen, Festigen und dann kommt irgendwann vielleicht auch Zwang, Druck, nenn es wie Du willst...


    LG, dd

  • was bitte ist ein Tacker?
    Ich kenn das nur aus dem Büro, wenn ich irgendwo Heftklammern reinschießen will...

    Die Idee mit mehreren Leinen zu arbeiten, find ich gut. Ich würde die Leinen allerdings nicht zur Korrektur einsetzen, sondern lediglich zur Sicherung, dass der Hund nicht gleich abhaut.
    Korrektur einfach nur durch Wiederholung der Übung, bis es klappt.


    Zitat

    ..... also theoretisch bin ich gut informiert

    na, dann üben, üben, üben ;)
    Manchchmal hilft tatsächlich ein guter Hundetrainer, der dir das Timing zeigt.. :)

    P.S. Bei uns pieselts auch ;)

  • Hm, Plaudereien aus dem Nähkästchen vielleicht als PN? Ich haue auch nicht! Tacker ist m.W. ein Halsband mit Strom. Ich würde wahrscheinlich erst mal Vibration oder Sprühhalsband probieren - dann, wenn ich mir sicher bin, dass der Hund ganz genau weiß, was von ihm verlangt wird, es aber trotzdem nicht ausführt. Zugegebener Maßen bin ich mir da noch nicht ganz sicher, ob ich ihr wirklich alles 100% vermitteln konnte.

    Die Idee mit mehreren Leinen gefällt mir auch und ich hab auch mehrere, das wäre also kein Problem. Gute Idee, danke!

    Vom Longieren hab ich schon gehört. Aber der Thread ist viel ausführlicher, da werd ich mich mit beschäftigen und es vielleicht mal ausprobieren, danke!

    Hundetrainer? Ich bin beim zweiten. Der erste arbeitete hauptsächlich mit heftigem Leinenruck, das war mir bei meiner sensiblen Finja (die damals noch ängstlich auf Leine, Halsband und Geschirr reagierte), nicht recht. Nun bin ich bei einer Mitarbeiterin von Martin Rütters und die macht ihre Sache wirklich gut. Sie hat auch den Hund sehr schnell sehr richtig eingeschätzt und so. Aber es ist halt so: Zum Einen hab ich so einige Baustellen, für die ich sie "nutze" (Finja bleibt nicht alleine, Finja heult fast eine STunde, wenn Besuch gegangen ist, selbst wenn dieser sie gar nicht beachtet hat, Finja bellt schon, wenn einer der Nachbarn mal pupst etc.). Da ist das Leinentraining also nur einer von mehreren Punkten. Und die eine Stunde im Wald zusammen ist zwar hilfreich, aber trotzem steht man ja meist alleine da und ich will halt soviel Informationen sammeln, wie ich kriegen kann. Die Theorie ist eine Sache. Die Erfahrungsberichte von Euch sind vielleicht hier und dort effektiver.

    bungee: Hab ich ganz vergessen zu beantworten: Der "abgeschnittene" Hund auf dem Foto ist Havanna, die Boston Terrier-Hündin meiner Freundin!

    LG,
    Zozoka

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