Mischlingsdame das Bellen abgewöhnen

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Hallo zusammen,

    ich habe eine kleine Mischlingsdame. Sie war ursprünglich ein Straßenhund in Spanien. Niemand weiß ganz genau welche Rassen in ihr stecken. Ihr Alter wird auf ca. 6 Jahre jetzt geschätzt.

    Jedenfalls erzähl ich euch erst einmal ein wenig über sie. Als wir sie vor 4 Jahren bekommen hatten, mussten wir fast täglich zum TA mit ihr. Sie wurde damals in Spanien auf der Straße halb tot gefunden mit über 1000 Zecken. Durch diese ganzen Zecken hat sie seitdem einen Mangel an roten Blutkörperchen und tausende Allergien. Müssen sie seitdem alle 2 Wochen selber spritzen und sie bekommt nur spezielles Allergiefutter. Ganz am Anfang war sie immer am tropfen, damit sie wieder fit wird.
    Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist sie auch leicht verstört gewesen. War furchtbar scheu und zurückhaltend. Hat sich immer irgendwo versteckt und hat auch im Mülleimer nach Essen gewühlt. Sie war halt nichts anderes gewöhnt.

    Heute ist es viel besser. Sie ist total munter, ein glücklicher Hund und geht gerne Gassi. Nur haben wir ein Problem mit ihr. Sie bellt ständig. Geht einer die Treppen hoch oder runter, wird einmal zB laut geklatscht oder vor allem wenn es an der Tür klingelt. Das Problem ist, auch wenn wir "böse schimpfen" hört sie nicht auf. Egal ob sie denjenigen auch an der Tür kennt oder nicht. Dies ist ziemlich ärgerlich. Wenn man nach Hause kommt dann fängt sie schon nur an zu bellen, wenn ich aus dem Auto aussteige. Haben es jetzt vor einiger Zeit mit dem Antibell Halsband versucht. Das Ding funktionierte seit dem ersten Mal. Nur hat sie tierische Angst davor. Inzwischen ist die Dose schon leer, aber wenn Sie bellt dann zeigen wir es ihr nur, dann haut sie schon ab und versteckt sich. Das Problem ist, dass sie mir furchtbar leid tut, weil sie so große Angst davor hat. Ich will schließlich auch nicht dass sie sich verstecken geht. Und viel hat das Ding auch nicht gebracht, denn sie bellt immer noch, bis sie das Ding halt sieht.

    Weiß jemand wie ich das bei ihr wohl in den Griff kriegen könnte? Mit Hundeschule hatte ich es auch schon einmal probiert, hat aber auch rein gar nix gebracht.

    Bis dahin lg Kathi

  • "Böse Schimpfen" hilft in den meisten Fällen, in denen Hunde unerwünschtes Verhalten zeigen nun wirklich nichts.

    Beim Antibell sollte man auch richtig vorgehen.
    Zunächst trägt der Hund es Tag und Nacht, ohne daß es aktiviert wird.
    Nach ca. 1-2 Wochen, nach Gewöhnung des Hundes wird es aktiviert und reagiert dann auf die Kläfferei. Auch dann bleibt das Gerät Tag und Nacht am Hund, damit er keine falschen Verknüpfungen bekommt.

    Ich fürchte, Du hast die Sache mit dem Antibell ein bißchen verbockt.

  • Zitat

    Ich fürchte, Du hast die Sache mit dem Antibell ein bißchen verbockt.

    Deswegen sollte man solche Erziehungsgeräte gar nicht erst in Erwägung ziehen.
    Du hast genau das Gegenteil erreicht was du erreichen wolltest, nämlich das dein Hund nun Angst hat.
    War es das wert. :???:

  • Hallo,

    das ist mal ein richtig gutes Beispiel dafür, was man mit so einem Antibell-Halsband anrichten kann. Ich hab richtig Gänsehaut, wenn ich das lese. Der arme Hund hat eh schon Streß (ich denke, er bellt aus Unsicherheit) und jetzt auch noch eine völlig überflüssige Angst dazu.

    Ihr habt mit dem Gerät in keinster Weise an der Ursache des Problems gearbeitet. Ihr habt nichtmal das Symptom abgestellt...Hundi bellt ja immernoch. Diese Antibell-Halsbänder sind in meinen Augen gefährlich, verursachen Fehlverknüpfungen und Angst und in den falschen (unkundigen) Händen sind sie ein Folterwerkzeug...mehr nicht.

    Bitte holt Euch Hilfe von außen (privater Trainer). Es muß rausgefunden werden, aus welcher Motivation heraus Euer Hund bellt. Ich denke, er wird durch die Geräusche verunsichert, weil er sie nicht zuordnen kann. Aber das ist von hier schwer zu sagen. Ein Trainer vor Ort kann das Verhalten einschätzen und Euch Lösungen an die Hand geben, wie ihr Eurem Hund dabei helfen könnt, gelassener zu werden.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Zuerst mal :gut: :gut: das Du so einem Hund ein Zuhause gegeben hast.

    Der Arme hat ja wohl mehr als genug mitgemacht... :schockiert:

    Mit dem Bellen würde ich mir einen sanften priv.Trainer holen,der Erfahrung mit so ängstlichen Hunden hat.

    Wünsche Dir viel Glück

  • Ich finde die Antibelldinger manchmal ganz ok, es sind keine Folterwerkzeuge, sondern bringen auf Distanz eine Einwirkung, ohne daß der Hund auf den Halter projeziert.
    Voraussetzung bevor ich sowas einsetze, ist doch aber, daß man vorher schon mit dem Hund vernünftig gearbeitet hat und dann unter sachkundiger Führung mit den Geräten arbeitet.

    Allerdings denke ich in speziell diesem Fall, daß noch mehr schief läuft als die Bellerei und der Hund nicht gut eingenordet ist. Daher solltet Ihr Euch wirklich an einen erfahrenen Trainer wenden.

    LG,dd

  • Ich klinke mich mal kurz ein, aber nicht wegen des Halsbandes, sondern wegen der Frage wie man einem Hund generell das unkontrollierte Bellen abgewöhnt.
    Lola bellt momentan oft wenn sie etwas unheimlich findet und wenn ein Hund vor dem Fenster vorbeiläuft und lässt sich dann auch kaum ablenken. Habt ihr Tipps bzw. kennt ihr Freds wo genau diese Problematik schon behandelt wurde?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!