Scheinschwangerschaft und Probleme

  • Liebe Foris...

    ich habe jetzt schon einige Threads zu diesem Thema eröffnet, aber jetzt tauchen bei mir wieder neue Fragen auf und ich brauche einfach mal euren Rat :hilfe:

    Also, erstmal zu meinen Fragen bzw. der Ausgangssituation:

    1.mein Hund Luni:

    Sie kommt aus Spanien und ist dort an der Kette gehalten wurden, zusammen mit einem Rüden. Mit 9 Monaten oder 10 kam sie nach Deutschland auf eine Pflegestelle, nachdem die Tierschützer dem Jäger Luni abgeschwatzt hatten.
    Dort warf sie im November 07 4 Welpen, völlig unerwartet. Scheinbar hatte der Rüde an der Kette sie direkt bei der ersten Läufigkeit "erwischt". Nachdem die Welpen vermittelt waren zog Luni bei mir ein :gut:

    Dann wurde sie 2x läufig, einmal im Sommer 08 und einmal im Winter 08, im Abstand von 6 Monaten. Schon bei der ersten Läufigkeit wurde sie scheinschwanger mit Milchbildung, ich behandelte mit Galastop, sie hatte alle Anzeichen einer Scheinschwangerschaft mit Scharren, Nestbau, Appetitlosigkeit usw.

    Jetzt ist sie wieder scheinschwanger. Allerdings habe ich mich über homeöphatische Mittel informiert und vorbeugend seit der Läufigkeit 1xwöchentl. Ignatia und bei den ersten Anzeichen der Scheinschwangerschaft 2xtägl. 10 Globuli Pulsatilla gegeben. Dadurch blieben das Scharren, die Appetitlosigkeit usw. zwar aus, aber gestern entdeckte ich, dass sie wieder Milch hat.
    Also bin ich jetzt wieder zum TA gefahren und habe Galastop geholt, davon bekommt sie jetzt 4-6 Tage 1,5 ml.

    Jetzt möchte ich sie kastrieren lassen und dazu hätte ich gern eure Meinung. Ich wollte die zweite Läufigkeit abwarten, mein TA riet mir auch dazu. Er sagte aber dass durch die SCheinschwangerschaften das Risiko von Gesäugetumoren stetig ansteigt und man dann eben über eine Kastration nachdenken sollte.
    Für Luni ist sowohl die Läufigkeit als auch die Scheinschwangerschaft immer sehr belastend. Sie stellt sich jedem Rüden hin, ist aufgeregt und fiepst ununterbrochen.
    Deswegen möchte ich diesen Schritt jetzt wagen, obwohl ich Luni eigentlich die OP ersparen wollte, aber ich denke so erspare ich ihr einfach weiteres Leid (möchte definitiv Tumore später ausschliessen). Was meint ihr dazu???

    2. mein Hund Maya:

    Maya ist mittlerweile 3,5 Jahre alt und hatte noch nie Probleme mit Scheinschwangerschaft. Sie ist auch sehr unauffällig während der Läufigkeit, fiepst nicht, verhält sich normal und lässt Rüden nicht aufspringen.
    Sie wurde auch immer nur 1x im Jahr läufig, immer im Winter, bis Luni kam. Seitdem werden sie gemeinsam läufig. Ausserdem hat Maya auch schon Anzeichen einer Scheinschwangerschaft gezeigt, als Luni ihre erste hatte. Sie guckt sich das sozusagen ab.
    Weil sie keine Milch hatte, habe ich sie auch nicht mit Galastop behandelt und die Anzeichen gingen sofort weg, als Luni wieder ok war.
    Jetzt gebe ich ihr vorsorglich auch Pulsatilla, momentan zeigt sie keine Anzeichen einer Scheinschwangerschaft.
    Meint ihr das ist ok so?
    Auch weil Maya immer so mitleidet wäre eine Kastration von Luni sinnvoll. Dann würde Maya auch ihren natürlichen Rythmus wiederbekommen, und nur 1x im Jahr läufig werden, meint ihr nicht auch?

    Maya hatte noch nie Probleme, soll ich sie auch kastrieren lassen? Grundsätzlich sehe ich keine Notwendigkeit dazu. Wie seht ihr das???

    Danke für s Lesen des Romans und danke schonmal für eure Einschätzungen.
    Liebe Grüsse, Meike

  • Hey Meike :winken:

    Also so wie du das beschreibst, würde ich auch nur Luni kastrieren lassen. Wieso solltest du Maya den Stress antun, wenn sie "ohne Luni" bzw. ohne deren Läufigkeit keine Probleme hat? Du kannst es ja theoretisch immer noch machen, wenn sich bei Maya auch noch später Probleme mit Scheinträchtigkeiten, etc einschleichen sollen.

    Liebe Grüße und euch Weibern gute Besserung :)
    Kaddi

  • Danke Kathi, danke Marion für eure Einschätzung...

    nun hab ich noch ne neue Frage...
    Hat jemand kastrierte Hündinnen? Habt ihr danach eine Wesensänderung bemerkt? Davor hab ich nämlich ein bisschen Bammel :ops:

  • Also ich würde sie auch auf jeden Fall kastrieren lassen! Bei den häufien Scheinschwangerschaften ist das Risiko von Tumoren ja doch sehr hoch!

    Also laut meinem TA gibt es bei Hündinen so gut wie keine Wesensveränderung nach der Kastra.

    Ich lasse meine Hündin sowieso kastrieren da ich es aus sicht des Tierschutzes einfach für besser halte, kann ja schnell mal gehen das man auf einmal Welpis zu Hause hat.

    Mir wurde nur gesagt das ich mich nach dem Zeitpunkt der Kastration danach richten soll was ich mit meinem Hund später mal anfangen will, vor der ersten Läufigkeit bleibt sie kindlich und verspielt, nach der ersten Läufigkeit wird sie geistig belastbarer und nicht mehr ganz so verspielt.

    Aber nachdem deine Hündin ja schon ein paar mal Läufig war kann ich mir nicht vorstellen das eine große Wesensveränderung da sein wird.

  • Danke Noralein, das beruhigt mich sehr.

    Ich hätte sie auch gern direkt kastrieren lassen, aber sie war ja vor der ersten Läufigkeit noch nicht bei mir..
    und mit den Welpen hast du natürlich recht. Nicht auszudenken wenn das passieren würde.

    Ok, dann hoffe ich mal dass alles gut geht und dass sie sich nicht verändert.

    Weiss jemand, wieviel Schonung nach der OP nötig ist? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

  • Zitat

    Danke Kathi, danke Marion für eure Einschätzung...

    nun hab ich noch ne neue Frage...
    Hat jemand kastrierte Hündinnen? Habt ihr danach eine Wesensänderung bemerkt? Davor hab ich nämlich ein bisschen Bammel :ops:

    hallo meike,
    meine rotti-hündin mußte ich mit 9 jahren kastrieren lassen. es gab keine negative veränderung. weder ihr verhalten, noch ihr fell haben sich geändert.

    meine hat nur ziemlich zugenommen gehabt, auch weil wir 4 monate nach der op nur sehr wenig raus gehen konnten (sie war einfach fertig und konnte nicht). ich habe dann das futter umgestellt und alles ist wieder in ordnung.

    gruß marion

  • Hallo Meike,
    nachdem ich mir damals geschworen hatte, nie wieder eine Hündin kastrieren zu lassen, musste es bei meiner Lütten doch sein - ebenfalls wegen ständiger heftiger Scheinschwangerschaften, die immer länger anhielten, die Medikamente halfen nachher auch nicht mehr wirklich gut.
    Sowohl meine Große als auch meine jetzige Motte haben nach der Kastration extremen Hunger entwickelt und dementsprechend leider auch zugenommen - trotz Futterreduktion. Das kann passieren, muss aber nicht, und hat sicherlich auch ganz viel mit dem Stoffwechsel und der insgesamten Agilität der Hündin zu tun. Beide hatten auch Fellveränderungen: viel Unterwolle und meine Lütte zusätzlich in Teilbereichen Fellverfärbungen von schwarz zu braun.
    Änderungen im Wesen habe ich nicht festgestellt - beide Hündinnen waren aber auch erwachsen bzw. hatten zumindest die 1. Läufigkeit hinter sich, meine Lütte war schon fast vier Jahre alt.
    Meine waren beide innerhalb von 1 Tag nach der Kastration wieder (viel zu) fit. Die Kleine war tagelang wie von der Rolle, als ob sie froh wäre, das endlich los zu sein :???: (hab' mich damals gefragt, ob ich da was reininterpretiere, aber es war halt so), die Große ist nach nur 5 Tagen über einen Jägerzaun gesprungen - GsD haben die Klammern und Nähte gehalten.
    Dennoch würde ich absolut zu einer längeren Schonzeit raten, ich habe wegen einer Spätkomplikation bei meiner Lütten einiges über Narbenbrüche gehört und würde das nicht riskieren - heftiges Toben, Agility oder ähnlicher Hundesport wären daher bei mir für mindestens 6-8 Wochen tabu. Ich würde ebenfalls nur Luni kastrieren lassen.
    LG Petra

  • meike, bei uns war die op ja schief gegangen und es folgte eine zweite. deshalb hat es bei meiner sehr lange gedauert, bis sie wieder in ordnung war. 4 monate habe ich um sie angst gehabt, weil es nicht sicher war, dass sie es überleben würde.
    aber das ist sicher ein einzelfall gewesen.

    gruß marion

  • Rehlein...
    danke für deine ausführliche Erzählung. Ich werde auch eine längere Schonzeit verordnen, finde 1 Woche auch nicht ausreichend, zudem Luni so ein Wirbelwind ist...
    Naja, das mit dem Zunehmen habe ich schon öfter gehört, aber da meine HUnde wahnsinnig viel Joggen (meine Freund läuft Marathon und alle 2 Tage mindestens 20km sind für die beiden ein Klacks), hoffe ich dass wir verschont bleiben.

    @Marion...das tut mir leid..ich glaube ich will die GEschichte gar nicht hören, dann hab ich nur viel zuviel Angst :sad2:
    Ich habe einen wahnsinnig guten Tierarzt, der weit über die Grenzen von Köln bekannt ist, er liebt meine Hunde und ich hoffe "er gibt sich Mühe". Aber natürlich kann immer was passieren. Ich hoffe es aber einfach nicht!
    Das tut mir sehr leid für dich und deinen Hund!

    @all:
    Maya ist seit gestern scheinschwanger mit Milch :sad2:
    Mensch das nervt mich schon sehr...
    das letzte Mal hatte sie nur kurz Anzeichen einer Scheinschwangerschaft und jetzt bekommt sie Milch....verdammt.

    Mein Plan ist jetzt:
    Behandele beide mit ´Galastop seit gestern. Zusätzlich setze ich die Futterrationen runter und gebe noch Pulsatilla.
    Luni wird am 27. März kastriert, Termin steht.

    Da Maya sich alles von Luni abguckt und ohne Lunis Läufigkeit nie Probleme hatte, überlege ich , ihre nächste Läufigkeit abzuwarten (die ja wahrscheinlich erst im Winter sein wird wenn Luni kastriert ist). Wenn Maya dann aber wieder scheinschwanger wird, lasse ich sie auch noch kastrieren...was meint ihr? Durch Rehlein weiss ich ja, dass man auch noch so spät kastrieren kann, meine Maya ist ja auch schon 3,5 Jahre alt

    Das nervt mich natürlich, Maya hatte nie irgendwas, und durch Luni...hätte ich Luni doch schon früher kastriert...naja, vielleicht habe ich Glück und Mayas Rythmus pendelt sich wieder ein...
    natürlich frage ich morgen auch mal den TA weil ich ja eh hinmuss, einen Galastop Nachschub holen...

    aber eure Meinung jetzt...?

    Liebe Grüsse Meike und die zwei Hormonbomben

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