Angst vor anderen Hunden -> Aggressionen
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Guten Tag allerseits!
Ich habe seit wenigen Wochen einen Mischling aus Rumänien. Enthalten sei in der Mutter ein Schäferhund und eventuell noch etwas Hirtenhund. Ist leider nicht genauer geklärt. Er ist mittlerweile knapp über 4 Monate alt.
Ein absolut toller, intelligenter und aufgeweckter Welpe.
Nur eine Lücke klafft: Andere Hunde!
Er zieht den Schwanz ein, verkriecht sich bei mir zwischen bzw. bei den Beinen und fängt an zu knurren (und das sehr heftig) und zu bellen.
Jetzt habe ich von zwei Hundeplätzen bzw. deren Leitern zwei Meinungen gehört:
1. Den Hund beschützen, sich zu ihm knien und beruhigen. Grund: Er wurde aus seinem Rudel in Rumänien herausgerissen und fühlt sich momentan noch zu unsicher und allein.
2. Den Hund in das kalte Wasser schmeißen und sich von ihm entfernen. Also ihn nicht bei mir "verstecken" lassen. Zurücktreten um ihn der Situation zu überlassen. Grund: Wird im Rudel gleich praktiziert.
Es nervt mich sowieso schon gewaltig... WIE unterschiedlich die vermeintlichen Experten ratschlagen. Und das nicht nur in diesen Belangen... sondern in so ziemlich jedem Punkt. Ich habe das Gefühl, 5x die Hälfte dieser Hundegurus hat 0 verhaltenswissenschaftliche oder empirische Grundlagen.
Jetzt würde ich ganz gerne einmal wissen, was man hier dazu zu sagen hat.
Ich will bei dem kleinen Racker einfach nicht noch mehr kaputt machen. Dafür ist er mir schon viel zu sehr ans Herz gewachsen. Das heißt nicht, dass ich ihn vermenschlichen werde...
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Hi,
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Nimm das Mittelding. Lass ihn zwischen Deinen Beinen hocken, aber schau ihn nicht an, belohn ihn nicht, lass ihn nicht allein.
Sei Vorbild, indem Du da bleibst und so tust als wär da gar nix. Und das funktioniert am besten, wenn Du gar nix machst.
Die anderen Hunde sollten allerdings seine Grenze akzeptieren. Aus diesem Rückhalt heraus wird er irgendwann Kontakt zu den anderen aufnehmen wollen. Man muss nur geduldig sein

Für so einen Angsthasen ist es wichtig zu lernen, dass er eine Grenze setzen und sich so die anderen vom Hals halten kann. Mit dieser Sicherheit wird's dann.
Viele Grüße
Corinna -
Hallo, erstmal willkommen im DF

Schön, daß Du so einen kleinen Racker aufgenommen hast. Vielleicht magst Du ja ein Foto einstellen, dann könnten wir auch mal schauen, ob sich da ein Herdenschutzhund mit verbirgt

Dann zu Deiner Frage, er ist ja erst ein paar Wochen bei Dir und muss sich erst an die Umgebung gewöhnen. Sollte ein HSH (Herdenschutzhund) in ihm stecken, dann könnte es sein, daß er garnicht soviel Interesse hat, mit anderen Hunden zu spielen etc. Diese Hunde sind sehr selbstständig und haben es weniger mit Artgenossen.
Aber, Du solltest ihn nicht "betuddeln", d.h. nicht gut zureden oder ihn streicheln, wenn er zwischen Deinen Beinen steht und knurrt etc.
Ich würde einfach probieren, wie er reagiert, wenn Du ein paar Meter zur Seite gehst, unterhalte Dich mit den Leuten und ruf andere Hunde zu Dir.
Bist Du mit ihm in einer Junghundegruppe?? -
Ich würde dem Hund auch Schutz geben, aber mich nicht zu ihm runter hocken und beruhigen. Da wäre mir die Gefahr zu groß, das sich der Hund umdreht und ich Verletzungen davon tragen würde.
Eher würde ich ihm Schutz geben und auch versuchen, den Abstand zu der Situation zu vergrößern.
Wenn man dann die Status hat, wo der Hund noch andere Hunde ertragen kann, kann man dort die Ruhe und die Entspannung bestätigen und dann ganz langsam diese Abstände verringern.
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Hallo,
die meisten haben es dir ja schon richtig erklärt: schutz gewähren, in harmlosen Situationen entspannt bleiben und kritische Situationen managen damit dein Hund lernt er kann sich auf dich verlassen. Keine frontalen Hundebegegnungen, lieber etwas ausweichen, das entspannt die Situation meist schon etwas. Schließe dich zum gemeinsamen Spaziergang wenn möglich Hunden an die deinen Hund nicht weiter beachten (also auch nicht zum Spielen auffordern o.ä.) damit dein Hund die Möglichkeit hat sich in der Nähe anderer Hunde auch mal zu entspannen. -
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Dankeschön für die Antworten...
er hat sich mittlerweile schon enorm gebessert. Heute in der Welpenschule hatte er mit 5 neuen Hunden innerhalb weniger Minuten Kontakt aufgebaut und kurz später dann auch gespielt.

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Das ist ja klasse Tommy
Ich habe so einen Leinenpöbler hier zu hause und fände es toll, wenn er so weit wäre, mir zu vertrauen und sich hinter mir ablegen lassen würde. Wenn Dein Hund sich zwischen den Beinen versteckt, solltest Du ihm den Schutz auch gewähren und ihn auf keinen Fall alleine lassen. Aber auf keinen Fall betüdeln.
Darauf läßt sich doch prima aufbauen.
LG
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