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Unser Hund hat zugepackt
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Hallo,
ich bin neu hier, habe aber schon etwas länger mal Beiträge gelesen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich euch auch einfach mal um Rat frage, auch wenn es vll. schon mehrere Themen zu Hunden gibt die ihren Besitzer gebissen haben oder es vorhatten.
Ich möchte euch ein wenig über unseren Hund erzählen.
Wir waren ein 5 Personen Haushalt, da meine Geschwister nun ausgezogen sind, sind wir nur noch ein 3 Personen Haushalt + Hund und mehrere Kaninchen.
Unser Hund heißt Rocky, ist 10 Jahre alt und ein Mix aus Berner Sennen und Schäferhund. Eigentlich total lieb, spielfreudig, aber nicht unbedingt verschmust.
Mit 8 Wochen haben wir ihn von einem Bauernhof bekommen, die Welpen waren mehr oder weniger ein Unfall. Die Wurfbox war damals im Kuhstall, wo es natürlich auch nicht grad leise ist. Rocky war damals schon ziemlich eingeschüchtert, er war der jenige von den 8 Welpen, der nur in der Ecke saß und sich nicht rührte. Doch er gefiel meinem Vater und mir auf anhieb, allein schon von seiner Farbe her, da er der dunkelste aus dem Wurf war und wenigstens etwas nach Schäferhund aussieht.
Weihnachten 1998 haben wir ihn dann zu uns geholt, alles war bestens. Nachts schlief er immer bei meinen Eltern im Schlafzimmer, damit sie mit ihm rauskonnten, wenn er musste. Doch da meine Eltern auch mal durchschlafen wollten, übernahm ich es auch ab und zu und so schlief Rocky auch mal bei mir im Zimmer. Zeitweise sicherlich auch auf meinem Bett - doch dazu komm ich später noch.
Mit der Zeit wuchs er halt immer weiter heran, wir wuchsen alle zusammen und wurden eine Einheit.
Auch wenn er auf meinem Vater direkter hört als auf mich oder meine Mutter, ist es nicht so, dass er gar nicht hört. Beim Spazieren gehen z.B. wenn wir ihn laufen lassen, also ohne Leine, kommt er ohne Protest und spielt natürlich auch sehr gerne, schleppt auch gerne mal halbe Baumstämme durch die Gegend
doch wenn man sagt "Aus" lässt er es fallen und liegen und kommt so wieder mit uns.Nun ist Rocky jedoch von klein auf ein ziemlicher Angsthase was laute Geräusche angeht, egal ob Gewitter, die Kaninchen draußen klopfen, jemand eine Fußmatte an der Hauswand abklopft etc., er kriegt Angst, klemmt den Schwanz ein und rennt zitternd durch die Wohnung. Wir lassen ihn dann jedoch in Ruhe, bzw. ignorieren ihn, da er sich dann schneller beruhigt und er auch sieht, dass wir keine Angst haben und er dadurch wohl auch merkt, dass er nicht wirklich Angst davor haben muss. Dennoch sitzt es wohl so tief in ihm drin, Angst vor solchen Geräuschen zu haben. Wir vermuten, dass er sich damals im Kuhstall so derbe vor etwas lautem erschrocken hat, was er bis heute nicht vergessen kann.
Ein weiterer Punkt ist, dass er sehr Stressanfällig ist, weswegen wir ihn schon jedes Mal ins Computerzimmer "einsperren", wenn wir besuch haben, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass er danach einfach so derbe unter Stress steht, dass man ihn nicht anpacken kann, ohne dass er zupackt, das habe ich bereits 1x spüren dürfen. Es war nicht schlimm, dennoch hat er gebissen. So war mein Vertrauen zu ihm schon ein wenig angeknackst und zu meiner Mutter erst recht, sie wollte ihn direkt weggeben, da sie sich immer geschworen hat, dass sie keinen Hund will, der ihre Kinder beißt, verständlich, dennoch war ich dagegen.
Das Vertrauen war dann lange Zeit hinüber, aber wir haben uns wieder zusammen gerauft, so dass ich ihm wieder vertrauen konnte.
Das Problem bei ihm ist jedoch mir gegenüber, dass er Abends, wenn ich ihm Wohnzimmer bin und dann in mein Zimmer will, er weiß, dass ich schlafen gehe und er Angst hat, dass ich ihn mitnehme. Ich weiß nicht warum, ich könnte es mir lediglich so erklären, dass ich ihm damals als Welpe unbewusst im Schlaf irgendwie weh getan habe, was er sich bis heute eingeprägt hat oder aber, dass er es damals als Bestrafung gesehen hat, bei mir im Zimmer schlafen zu müssen und nicht bei meinen Eltern.Daher knurrt er mich jedes Mal ziemlich an, wenn ich ihn nur angucke, dann benutze ich meistens Wörter wie "Leckerli?" dann beruhigt er sich wenigstens etwas, so dass ich keine Angst haben brauch, er packt zu.
Nun, es ging auch alles gut, 7 Jahre lang - nach dem letzten Biss, bis er mich am 15.02.2009, also letzten Sonntag erneut gebissen hat.Ich wollte ihm, wie jeden Abend einfach nur gute Nacht sagen, habe mich vorher bei ihm angekündigt, damit er wusste wer da war und er sich nicht erschreckt. Ich konnte ihn auch erst ohne Probleme streicheln, als ich jedoch aufstehen wollte, bzw. mich rückwärts von ihm entfernen wollte, erhob ich versehentlich seine Decke leicht mit meinem Fuß, woraufhin er ruckartig aufsprang und mir in die rechte Hand biss, 4-5mal packte er zu, bis ich meine Hand endlich richtig wegziehen konnte. Mein Vater kam dann natürlich direkt an und hat Rocky erstmal in "Gewahrsam" genommen und mit ihm geschimpft. Rocky wusste auch sofort, dass er scheiße gebaut hat, doch beruhigt hatte er sich nicht so schnell.
Mein Kreislauf fiel aufjedenfall total zusammen, dass ich fast zusammen geklappt wäre, wenn meine Mutter mit mir nicht direkt "Erste-Hilfe" Maßnahmen gemacht hätte. Meine Hand war blau von Druckstellen, lediglich eine 1cm kleine Wunde ziert meine Hand. Ich stand total unter schock und als ich später auf der Couch saß und der Schock nach ließ, kam der stechende Schmerz in der Hand, was mir den Rest gegeben hat, woraufhin ich in Tränen ausgebrochen bin, meine Mutter fing dann an mich zu trösten, woraufhin Rocky ankam und mehr oder weniger auf uns drauf wollte, dazu muss ich sagen, dass er sehr Eifersüchtig ist und es wohl nicht haben konnte, dass Mama mich getröstet hat. Papa hat ihn dann direkt wieder auf seinen Platz geschickt.
Am nächsten Tag haben meine Mutter und ich ihn komplett ignoriert, meine Mutter war wieder der Ansicht, dass er wegkommt, mein Vater war dagegen und ich wusste nicht was ich tun sollte. Rocky wusste am nächsten Tag genau, dass er was falsch gemacht hatte, allein schon weil er gemerkt hat, das wir ihn ignorierten. Am nächsten Tag hab ich mich dann langsam wieder an ihn heran getastet, er kam mit wedelnden Schwanz, wie immer eigentlich, zu mir und sah mich eher "traurig" an, als wolle er sagen "Hast du mich noch lieb?" oder "Es tut mir leid". Bis heute gehe ich eigentlich noch sehr vorsichtig mit ihm um, da mein Vertrauen erneut zerbrochen wurde.
Ich habe mir dann erstmal beim Tierarzt rat gesucht und er meinte nur, dass er wohl von damals ein "traumatisches" Erlebnis in sich sitzen hat, was er mit bestimmten Situationen verbindet, entweder arbeitet man daran (was bei ihm jedoch schwer wäre wegen seinem Alter) oder ich lasse ihn Abends ganz einfach in Ruhe, also ich sage nur in Worten 'Gute Nacht' und gehe dann ganz einfach in mein Zimmer, ohne ihn zu streicheln o.ä. Das mache ich bis heute und es klappt.
Jetzt fragt ihr euch sicherlich warum ich hier schreibe. Ich möchte einfach mal eure Meinung dazu wissen und vll. könnt ihr mir ja ein wenig helfen, dass ich wieder mehr Vertrauen in Rocky kriegen kann und er mich Abends nicht als Bedrohung ansieht.
Lg Tanja [bin 22] - Luziemaus
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PS. Vll. könnt ihr mir auch Tips geben, wie man einen Hund dazu bringt, nicht wegen jedem Pups zu bellen, sondern nur dann, wenn es klingelt.
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19. Februar 2009 um 00:26
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Die Aussage, dass man mit einem "alten" Hund nicht mehr arbeiten, also in dieser Richtung trainieren könnte, ist schlichtweg falsch. Hunde lernen - wie Menschen - ihr Leben lang.
Sei mir bitte nicht böse, aber ich frage mich wirklich, weshalb so lange über Rockys Angstproblematik hinweggegangen wurde, weil es halt "so funktioniert hat". Ob und was in der Zwischenzeit noch alles schief gelaufen sein könnte, lässt sich so sicher kaum mehr eruieren.
Einen Hund wegen eines Fehlverhaltens mehrere Stunden lang, evtl. sogar einen Tag lang oder länger, zu ignorieren, ist etwas, was der Hund nicht verstehen kann und auch nicht mehr mit seiner Handlung verknüpft. Der von dir bemerkte "Blick" hat dir lediglich seine komplette Verunsicherung gezeigt ob der Situation.
Es wäre schön, ihr würdet euch professionelle Hilfe in Bezug auf den Umgang und die Therapiemöglichkeiten mit bzw. bei Angsthunden holen.
Es ist nie zu spät.
cazcarra
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Moin,
ZitatRocky war damals schon ziemlich eingeschüchtert, er war der jenige von den 8 Welpen, der nur in der Ecke saß und sich nicht rührte.
Also ein als Welpe unsicherer Hund, ist noch nichts AuffälligesZitatWeihnachten 1998 haben wir ihn dann zu uns geholt, alles war bestens. Nachts schlief er immer bei meinen Eltern im Schlafzimmer, damit sie mit ihm rauskonnten, wenn er musste. Doch da meine Eltern auch mal durchschlafen wollten, übernahm ich es auch ab und zu und so schlief Rocky auch mal bei mir im Zimmer. Zeitweise sicherlich auch auf meinem Bett - doch dazu komm ich später noch.
Könnte man als vollen Kontakt aber auch als volle Kontrolle interpretierenZitatMit der Zeit wuchs er halt immer weiter heran, wir wuchsen alle zusammen und wurden eine Einheit.
Bitte mehr dazu, habt Ihr geleitet oder hat er auf euch aufgepasst?ZitatAuch wenn er auf meinem Vater direkter hört als auf mich oder meine Mutter, ist es nicht so, dass er gar nicht hört. Beim Spazieren gehen z.B. wenn wir ihn laufen lassen, also ohne Leine, kommt er ohne Protest und spielt natürlich auch sehr gerne, schleppt auch gerne mal halbe Baumstämme durch die Gegend
doch wenn man sagt "Aus" lässt er es fallen und liegen und kommt so wieder mit uns.
Alles in Ordnung...ZitatNun ist Rocky jedoch von klein auf ein ziemlicher Angsthase was laute Geräusche angeht, egal ob Gewitter, die Kaninchen draußen klopfen, jemand eine Fußmatte an der Hauswand abklopft etc., er kriegt Angst, klemmt den Schwanz ein und rennt zitternd durch die Wohnung. Wir lassen ihn dann jedoch in Ruhe, bzw. ignorieren ihn, da er sich dann schneller beruhigt und er auch sieht, dass wir keine Angst haben und er dadurch wohl auch merkt, dass er nicht wirklich Angst davor haben muss. Dennoch sitzt es wohl so tief in ihm drin, Angst vor solchen Geräuschen zu haben.
Also immer noch ein uinsicherer HundZitatWir vermuten, dass er sich damals im Kuhstall so derbe vor etwas lautem erschrocken hat, was er bis heute nicht vergessen kann.
Möglich, aber hier nicht relevantZitatEin weiterer Punkt ist, dass er sehr Stressanfällig ist, weswegen wir ihn schon jedes Mal ins Computerzimmer "einsperren", wenn wir besuch haben, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass er danach einfach so derbe unter Stress steht, dass man ihn nicht anpacken kann, ohne dass er zupackt, das habe ich bereits 1x spüren dürfen. Es war nicht schlimm, dennoch hat er gebissen.
Unsicher und neigt zu Übersprungshandlungen, jetzt wirds interessantZitatSo war mein Vertrauen zu ihm schon ein wenig angeknackst und zu meiner Mutter erst recht, sie wollte ihn direkt weggeben, da sie sich immer geschworen hat, dass sie keinen Hund will, der ihre Kinder beißt, verständlich, dennoch war ich dagegen.
Übersprungshandlungen (treten nur in Stressituationen auf) im
Zusammenspiel mit Unsicherheit sind auch nicht so ganz ohne.
Hier hilft eigentlich nur ENTWEDER den Hund an solche Situationen zu
gewöhnen (ist wohl der beste Weg) ODER kritische Situationen VOR dem Hund zu erkennen und sie zu meiden.ZitatDas Vertrauen war dann lange Zeit hinüber, aber wir haben uns wieder zusammen gerauft, so dass ich ihm wieder vertrauen konnte.
Gut soZitatDas Problem bei ihm ist jedoch mir gegenüber, dass er Abends, wenn ich ihm Wohnzimmer bin und dann in mein Zimmer will, er weiß, dass ich schlafen gehe und er Angst hat, dass ich ihn mitnehme. Ich weiß nicht warum, ich könnte es mir lediglich so erklären, dass ich ihm damals als Welpe unbewusst im Schlaf irgendwie weh getan habe, was er sich bis heute eingeprägt hat oder aber, dass er es damals als Bestrafung gesehen hat, bei mir im Zimmer schlafen zu müssen und nicht bei meinen Eltern.
Daher knurrt er mich jedes Mal ziemlich an, wenn ich ihn nur angucke, dann benutze ich meistens Wörter wie "Leckerli?" dann beruhigt er sich wenigstens etwas, so dass ich keine Angst haben brauch, er packt zu.
Hier wird's kritisch.
1. Wo genau schläft der Hund jetzt?
2. Musst Du auf dem Weg in Dein Zimmer an dem Hund vorbei?
m.E. nach gibt es hier 2 mögliche Problemursachen.
-1 Der Hund akzeptiert Dich gar nicht als Chef
-2 Der Hund hat tatsächlich Angst vor Dir
-3 Der Hund hat 'gelernt' das, wenn er Dich anknurrt entweder seine Ruhe
kriegt oder ein LeckerliZitatNun, es ging auch alles gut, 7 Jahre lang - nach dem letzten Biss, bis er mich am 15.02.2009, also letzten Sonntag erneut gebissen hat.
Ich wollte ihm, wie jeden Abend einfach nur gute Nacht sagen, habe mich vorher bei ihm angekündigt, damit er wusste wer da war und er sich nicht erschreckt. Ich konnte ihn auch erst ohne Probleme streicheln, als ich jedoch aufstehen wollte, bzw. mich rückwärts von ihm entfernen wollte, erhob ich versehentlich seine Decke leicht mit meinem Fuß, woraufhin er ruckartig aufsprang und mir in die rechte Hand biss, 4-5mal packte er zu, bis ich meine Hand endlich richtig wegziehen konnte. Mein Vater kam dann natürlich direkt an und hat Rocky erstmal in "Gewahrsam" genommen und mit ihm geschimpft.
Wieder mal 2 Auswahlmöglichkeiten.
Entweder er akzeptiert Dich nicht als Chef, war genervt und hat Dich
gemassregelt ODER der Hund hat (mit 10 Jahren durchaus möglich)
Athrose, HD oder ähnliches und hat aus Angst vor Schmerz gebissen.ZitatRocky wusste auch sofort, dass er scheiße gebaut hat, doch beruhigt hatte er sich nicht so schnell.
Nein, definitiv nicht. Hunde sind nicht in der Lage Schuldgefühle zu
HABEN. Sie haben allerdings gelernt, durch eine devote Haltung eine
Bestrafung zu minimieren.ZitatMein Kreislauf fiel aufjedenfall total zusammen, dass ich fast zusammen geklappt wäre, wenn meine Mutter mit mir nicht direkt "Erste-Hilfe" Maßnahmen gemacht hätte. Meine Hand war blau von Druckstellen, lediglich eine 1cm kleine Wunde ziert meine Hand. Ich stand total unter schock und als ich später auf der Couch saß und der Schock nach ließ, kam der stechende Schmerz in der Hand, was mir den Rest gegeben hat, woraufhin ich in Tränen ausgebrochen bin, meine Mutter fing dann an mich zu trösten, woraufhin Rocky ankam und mehr oder weniger auf uns drauf wollte
Hier haben wir das typische Problem. Er beansprucht die Ressource
"Mensch", in diesem Fall Dien Mutter, ausschliesslich für sich selber.
Zitatdazu muss ich sagen, dass er sehr Eifersüchtig ist und es wohl nicht haben konnte, dass Mama mich getröstet hat.
MEIN Haus, MEIN Auto, MEIN Ménsch...ZitatPapa hat ihn dann direkt wieder auf seinen Platz geschickt.
Dein Vater scheint (ist) für Ihn der ChefZitatAm nächsten Tag haben meine Mutter und ich ihn komplett ignoriert, meine Mutter war wieder der Ansicht, dass er wegkommt, mein Vater war dagegen und ich wusste nicht was ich tun sollte.
Ist auch ganz gut so, Deine Mutter hätte das aber wahrscheinlich nicht
nötig gehabt. DU schon.ZitatRocky wusste am nächsten Tag genau, dass er was falsch gemacht hatte, allein schon weil er gemerkt hat, das wir ihn ignorierten.
Nein, das kann er nicht mehr verknüpfen, ist zu lange herZitatAm nächsten Tag hab ich mich dann langsam wieder an ihn heran getastet, er kam mit wedelnden Schwanz, wie immer eigentlich, zu mir und sah mich eher "traurig" an, als wolle er sagen "Hast du mich noch lieb?" oder "Es tut mir leid". Bis heute gehe ich eigentlich noch sehr vorsichtig mit ihm um, da mein Vertrauen erneut zerbrochen wurde.
In der jetzigen Situation würde ich das an Deiner Stelle auch lassen.ZitatIch habe mir dann erstmal beim Tierarzt rat gesucht und er meinte nur, dass er wohl von damals ein "traumatisches" Erlebnis in sich sitzen hat, was er mit bestimmten Situationen verbindet,
Das glaube ich nicht unbedingt. Die Unsicherheit kann auf alles Mögliche
zurück zuführen sein, ist hier aber in erster Line nicht relevant.
Es sieht mir eher nach 2 Baustellen aus:
-1 Die Rudelstruktur stimmt nicht. Vater und Mutter sind Chef, Du wächst
aus dem Welpenalter heraus und beanspruchst eine Position über ihm
die er nicht gewillt ist abzugeben. Deswegen verweist er Dich in Deine
Schranken.
-2 Die Unsicherheit. Die kann diverse Ursachen haben (auch
traumatische Erlebnisse). Wie oben schon geschrieben sollte man den
Hund daran gewöhnen.Zitatentweder arbeitet man daran (was bei ihm jedoch schwer wäre wegen seinem Alter)
Nö, dauert nur etwas länger als bei einem jungen HundZitatoder ich lasse ihn Abends ganz einfach in Ruhe, also ich sage nur in Worten 'Gute Nacht' und gehe dann ganz einfach in mein Zimmer, ohne ihn zu streicheln o.ä. Das mache ich bis heute und es klappt.
Würde ich auf gar keinen Fall machen. Du umgehst das Problem mehr
schlecht als recht. Sag mir ob ich richtig liege:
Wenn Du Deine Mutter oder Deinen Vater in den Arm nimmst greift
Dich der Hund an oder stellt sich zwischen euch.ZitatJetzt fragt ihr euch sicherlich warum ich hier schreibe. Ich möchte einfach mal eure Meinung dazu wissen und vll. könnt ihr mir ja ein wenig helfen, dass ich wieder mehr Vertrauen in Rocky kriegen kann und er mich Abends nicht als Bedrohung ansieht.
Einfache Lösung: Arbeite mit Ihm. Geh in eine Hundeschule, lasste ihn aus.
Gewöhne Dich daran das Du der Chef bist, nicht der Hund. Und es ist ein
älterer Hund, dem musst Du durch souveränes handeln beweisen das Du
der Chef bist. Und wenn Du das ganze gut händeln kannst wird auch
ein Teil seiner Unsicherheit verschwinden. Führe ihn durch Situationen wo
er unsicher wird. Verhalte Dich so souverän das er sich bei Dir geschützt
fühlt. Aber bitte nicht durch 'Eitidei Methoden' sondern durch klare
Aussagen. Lässt sich schwer vermitteln, bitte geh in eine Hundeschule.CU
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@ sarplaninac :2thumbs:
Toll erklärt!!!!
Ich würde euch Raten über einen professionellen Trainer nach zu denken.
Du hast eure Situation bzw. euer Zusammenleben zwar wirklich gut erklärt, aber für einen "Aussenstehenden" ist es sehr schwer sich ein Bild zu machen.
Es kommt teils auf ganz kleine Zeichen an, die man nur vor Ort erkennen oder deuten kann.Ein Hund ist niemals zu alt um noch etwas zu lernen!
Was ihr vieleicht in erster linie klären solltet.- Kann es sein, das euer Rocky Krank ist und/oder Schmerzen hat.
Ich würde euch zu einem TA-Besuch raten und ihn einmal kontrolieren lassen.Ich drücke euch alles Daumen, das ihr das "Problem" in den Griff bekommt.
LG Nadine
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sarplaninac: Bravo, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Super erklärt und alles wichtige erwähnt!

Für mich hat es nach dem Lesen auch den Eindruck gemacht, dass er dich nicht als höherangig empfindet. Du warst 12, als er zu euch kam. Wahrscheinlich hat dein Vater bzw. deine Mutter den Hund erzogen und du warst mehr oder weniger nur die Person, bei der er sich Streicheleinheiten abholen konnte etc. Er akzeptiert dich nicht als Chef und das hat bzw. macht er dir klar.
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Erstmal vielen dank für eure Antworten.
Doch erstmal vorweg, Geld für eine Hundeschule oder Therapie besitzen wir nicht, so können wir es lediglich selbst in die Hand nehmen mit ein paar Tips. Es ist zwar blöd, gerade auch weil ich mich schon im Net nach Tiertrainern umgesehen habe, allerdings nehmen die einfach alle zu viel.
Also dass er mich nicht als Ranghöher einstuft, hab ich mir auch schon gedacht, doch kann ich es mir nicht erklären warum er dies in den letzten Jahren nicht zugelassen hat, dass er der Rangniedrigere ist. Denn ich habe in den letzten Jahren viel mit ihm gearbeitet, also Kommandos ausgeübt etc. pp. die er auch größtenteils ohne Protest ausgeführt hat, klar gab es hin und wieder noch Schwierigkeiten.
Beim TA waren wir mit ihm und er muss in 2 Wochen kastriert werden, aus gesundheitlichen Gründen, doch dieses Problem besteht ja nicht erst seit 2 Wochen zwischen uns, daher glaube ich nicht, dass er aus Schmerzen so zu mir ist.
Und zu dem mit Leckerli, wenn ich ihn Abends mit dem Wort "Leckerli?" beruhigen will, bekommt er aber keins, aber er wird ruhiger und lässt sich dann auch von mir streicheln. Sicher es ist eine unsicherheit von mir, was sich aber auch nicht so wirklich vermeiden lässt, dadurch das ich bereits 2x von ihm gebissen wurde.
Ich war 11 als wir ihn bekommen haben, sicher konnte ich mich da noch nicht gegen ihn durchsetzen. Ich will nur, dass wir ein besseres Verhältnis miteinander haben und das er mich als 3. "Chef" akzeptiert, denn ich möchte auch nicht, dass er wegen so was weg kommt, weil er mir gegenüber "aggressiv" ist und das ist er ja wie gesagt nur Abends. Tagsüber kann ich mit ihm machen was ich will... =/
Vll. wäre ja auch eine Möglichkeit, mit ihm mal auf ein Feld, vll. alle 2 Tage zu gehen, wo ich mit ihm dann wieder Kommandos etc. ausübe, damit er merkt, dass ich der Boss bin und nicht er....?!
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Moin,
oha, dann wirds schwierig...
Du kennst den Hund schon lange und bist nicht in der Lage
seine Signale neutral auszuwerten.
Das kann man nur von der Position eines 'neutralen'
Beobachters.
Schreib mir bitte mal eine Mail mit Adresse
oder schale Deine mailadresse hier frei.CU
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Ich hab sie mal freigeschaltet..
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Moin,
'You've got mail'
oder 'Sie haben Post'CU
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