Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Unbekannter Besuch --- wieder Meideverhalten
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Hallo,
wußte nicht, wie ich den Titel formulieren sollte, es geht um Folgendes...:
Gestern hatten wir für Ronja unbekannten Besuch. Ein befreundetes Pärchen mit Sohnemann, der mit unserem Sohn spielen wollte. Ich bin ganz ehrlich mit meinen Gefühlen...: Ronja war mir total peinlich. Okay, sie kennt die Leute nicht, aber sie hat sich aufgeführt...ich war echt am Verzweifeln und konnte den Besuch kaum genießen.
Als sie kamen, ist sie (wie immer) auf ihren Platz im Schlafzimmer gegangen. Allein die fremden Stimmen im Flur haben ausgereicht. Sie hat panisch gebellt...beinahe geheult...ein Wuff ging in das nächste über. Okay, dachte ich, laß sie sich beruhigen und dann darf sie schauen, wer da gekommen ist. Hat bisher immer gut geklappt.
Ich habe die Tür nen Spalt geöffnet, damit sie rüber kann. Das geschah in einem Moment, indem sie ruhig war. Kaum war die Tür offen und somit die Stimmen lauter, wieder panisches Bellen. Es hat ne halbe Stunde gedauert, bis sie wirklich ruhig war. Hab sie dann rüber geholt. Beim Anblick der Leute schiebt sie wieder Panik...rennt aber nicht rüber ins Schlafzimmer, sondern in den Wintergarten unter'n Tisch (an dem alle saßen), stellt die Bürste und bellt fürchterlich. Der Besuch nahm es gelassen, gottseidank, die sind recht locker. Sie haben Ronja auch nicht beachtet (hatte ich vorher gesagt), haben sie nicht mal angesehen.
Ich hab sie auf ihren Platz im Wintergarten verwiesen (neben, leicht hinter mir). Hatte Mühe, sie zu beruhigen. Irgendwann muß der Mann sie angesehen haben. Nur ein Blick und sie bricht wieder voll in Panik aus. Nach einer Stunde hat sie von der Frau gaaaanz zaghaft unter'm Tisch durch nen Leckerchen genommen. Bei ihm nahm sie nicht mal das Leckerchen, keine Chance.
Aber vom Platz wegbewegen durfte sich besonders der Mann nicht. Ihr Platz ist so gewählt, daß Besuch nicht an ihr vorbei oder auf sie zugeht. Jeder, der aufsteht (zum Klo oder so) bewegt sich von ihr weg. Ich versteh es nicht.
Noch schlimmer aber ist, daß sie heute Meideverhalten gezeigt hat, als mein Bruder kam. Den kennt sie. Erst vorgestern war er hier und sie hat sich (wie immer) gefreut wie Bolle. Heute hat sie ihn angebellt und ist von ihm weggesprungen. Sonst geht sie eigentlich an ihm hoch und freut sich.
Ich bin echt am Verzweifeln. Freunde, die öfter zu Besuch kommen, akzeptierte sie bereits. Sie mag nicht jeden, aber es ist okay, wenn sie da sind. Aber ich kann doch jetzt nicht ihr Hundeleben lang auf neue Kontakte verzichten, weil ein entspanntes Miteinander nicht möglich ist...!? Ronja tut mir auch furchtbar leid, weil entspannt ist was anderes. Sie hat die ganze Zeit skeptisch geäugt, das Nackenfell stand eigentlich dauernd und ständig Gegrummel und Gebelle. Und jetzt zeigt sie auch noch Meideverhalten Leuten gegenüber, die sie eigentlich längst gut kennt und mag.
Sorry, daß es so lang geworden ist, aber mir geht's damit grad gar nicht gut. Vor allem, weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Mir ist klar, daß ich um nen Trainer nicht drumrum komme. Haben bisher an ihrer Verbellerei draußen gearbeitet. Aber drinnen wird es dafür jetzt schlimmer seit dem Besuch gestern.
Danke für's Lesen...
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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10. Februar 2009 um 18:34
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Unbekannter Besuch --- wieder Meideverhalten - Vor einem Moment
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Hallo Du!
Erstmal mag ich Dir n dicken Tröstknuddler rüberschicken. Denn das ist eine schwierige Situation, ganz besonders, wenn man den geliebten Hund leiden sieht.
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Wieso hast Du sie nicht im Schlafzimmer gelassen? Warum holst Du sie dann rüber?
Sie durfte bzw. musste selbst entscheiden, was sie tut. Du selbst warst unsicher in der Situation, es war Dir peinlich...und all das spürt der Hund und regt sich gleich noch mehr auf.
Souveränität im Umgang mit Hunden bzw. mit dem eigenen Hund zu erreichen ist schwierig, aber machbar. Du musst halt genau wissen, was Du zu tun hast, wenn Besuch kommt. Und das läuft erstmal JEDES Mal gleich ab. Ob Du sie auf ihren Platz bringst und sie da zu bleiben hat oder ob Du eine andere Variante wählst, bleibt natürlich Dir überlassen. Auf jeden Fall würde ich den bereits von Dir erwähnten Trainer hinzuziehen, denn sie ist auf dem besten Weg in ne Angstaggression und das ist n schwieriges Thema. Empfehlenswert dazu ist das kleine Büchlein "Trau nie einem Fremden" von Patricia McConnellLG
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Dein Hund hat Angst und ist extrem unsicher. Ich würde da mit Futter arbeiten. Wenn ejmand kommt wird dein hund von dir mit Leckerchen vollgestopft. Futer-Futter-Futter, denn schlucken beruhigt.
Dann würde ich versuchen, ob der Besuch dem Hund ein Leckerchen geben kann. Wenn nicht, dann fütterst du immer den Hund, wenn er sich gerade beruhigt hat. Über diesen Weg wirst du Besuch positiver gestalten können. Und guck, dass dein Hund sieht wie du den Besuch freudig begrüßt, und wenn er in einer Box ist. Bei uns hilft es immer, wenn ich jemandem die Hand gebe und Hallo sage. Guck dass dein Hund während der Besuch da ist, einen Platz in einer Ecke hat, wo er alles sehen kann, aber in Ruhe gelassen werden kann. Auch das machst du mit Leckerchen schmackhaft.
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Zitat
Wieso hast Du sie nicht im Schlafzimmer gelassen? Warum holst Du sie dann rüber? LG
Hallo,
danke für den Knuddler.
Warum ich sie nicht drüben gelassen habe? Es kommt mir vor, als ob ich sie ausschließe, wenn ich sie im Schlafzimmer lasse. Müßte dann auch die Tür schließen, weil sie sonst irgendwann selbst rüberkommt und wenn sie dann Fremde im Wohnzimmer sieht widerum pansich reagiert. Außerdem liegt das Bad gegenüber und wenn die Tür offen ist, würde sie die Leute auf dem Weg zum Klo verbellen. Also müßte ich sie tatsächlich "einsperren" und dabei hätte ich so gar kein gutes Gefühl.
Außerdem soll sie ja dabei sein. Sie "wohnt" ja auch hier. Und wenn ich sie bei Besuch wegsperre, wird sie es als negativ ansehen, oder?
Ich muß mir mal ein paar 1-Euro-Jobber holen, die alle paar Stunden mal zu Besuch kommen, damit ich Ronja zukorken kann. Anders wird sie es nie lernen. Sie lernt da echt personenbezogen und generalisiert nicht. Das heißt...: Max mag ich, Paul nicht, Peter kenn ich, der ist okay, Mark ist mir fremd, den mag ich nicht...usw...Jemand muß mindestens 12x hier gewesen sein, bis sie ruhig bleibt oder sich bestenfalls sogar freut. Aber dann auch nur über EBEN DIESEN.
Puuh, ist alles nicht so einfach...
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Zitat
Hallo,
Noch schlimmer aber ist, daß sie heute Meideverhalten gezeigt hat, als mein Bruder kam. Den kennt sie. Erst vorgestern war er hier und sie hat sich (wie immer) gefreut wie Bolle. Heute hat sie ihn angebellt und ist von ihm weggesprungen. Sonst geht sie eigentlich an ihm hoch und freut sich.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
Huhu Betty, das verstehe ich auch nicht, wenn sie deinen Bruder bereits gut kennt und sich sonst immer auf ihn freut, warum bellt sie ihn plötzlich an ??
Anscheinend hat sie mehr Angst vor Männer, bist du sicher daß sie nichts negatives in den letzen Tagen erlebt hat mit Männer??
Ist nur so eine idee... - Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Hallo,
nein, negatives erlebt hat sie nicht. Sie ist allgemein sehr menschenscheu, von anfang an schon und hat besonders mit Männern ein Problem (auch draußen).
War es vielleicht der Streß vom Vortag wegen dem Besuch?
Silvester hatten wir auch noch 3 Tage später arge Probleme. Sie hatte in der Silvesternacht solche Angst, daß sie erst 3 Tage später wieder einigermaßen entspannt nach draußen gegangen ist.
Im Dunkeln hat sie auch schonmal ihr Herrchen verbellt, bis sie ihren Irrtum bemerkt hat.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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<---grübbel....
ich hab mich mal im internet durchgelesen, menschenscheue Hunde waren oft als welpen nur im Zwingerhaltung, da gibt es diese Prägephase auf Menschen bei ganz jungen Welpen oder so ähnliches.Mein Labbi war als Welpe oft schreckhaft, alles was neu war, geräusche, gegenstände sogar Kleidungstücke. Ich bin dann immer schnurstracks dahin gelaufen, zum Beispiel eine Strassenlaterne, hab es angefasst und Hundele dazu aufgemuntert auch das "gruselding" anzuschnüffeln. Hat prima geholfen, mache ich heute noch wenn sie irgendwas sieht was sie nicht kennt und anbellt, zum Beispiel letzte woche einen Schneemann oder die Leiter vom Nachbar, der grad seine Obstbäume geschnitten hat,
Menschenscheu war sie aber nie, im gegenteil, sie würde ja mit jedem mitgehen, jammer.....ist auch im Wohnzimmer der Züchterin geboren und eben von Baby an mit menschen zusammen. -
Zitat
ich hab mich mal im internet durchgelesen, menschenscheue Hunde waren oft als welpen nur im Zwingerhaltung, da gibt es diese Prägephase auf Menschen bei ganz jungen Welpen oder so ähnliches.
Naja, nur auf die sogenannte Prägephase kommt es halt auch nicht an. Da gehört schon ein bisschen mehr dazu, um Rückschlüße auf das Verhalten eines Hundes machen zu können. Genetische Disposition, gesammelte Erfahrungen...
Ich glaube wohl, dass Erfahrungen, die in den ersten Wochen gemacht wurden mitunter prägend sind, die Wissenschaft ist aber mittlerweile so weit, zu sagen, dass vieles nachholbar ist.Ich habe ja - wie mir scheint - einen recht ähnlichen Fall hier. Ich kann es wirklich nachfühlen, was da in dir vorgeht.
Meine Hündin generalisiert negative Gefühle auf bestimmte Situationen auch sehr schnell. D.h. findet sie den einen Besuch gruselig/doof/furchteinflößend, aus welchem Grund auch immer, ist der Besuch am nächsten Tag grundsätzlich (auch wenn bekannt) anfangs jedenfalls genauso schlimm wie der am Vortag. Sie braucht dann einige Tage um von diesem Besuch-ist-blöd-Gedanken wegzukommen, dann geht´s wieder.Lg
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Hallo,
jackie...: Ja, genau so ist meine Ronja. Du hast nur die Worte gefunden, die mir vorhin gefehlt haben. Gestern der Besuch war voll blöd und heute war sie wohl auch noch auf der Schiene.
Zur Prägung...: Ronja ist auf nem Dorf geboren in nem Hunderudel. "Hundemama" ist eine Frau, die sich kurz nach der Geburt von ihrem Freund getrennt hat. Die Welpen hatten somit kaum Kontakt zu Männern. Mit Kindern hat Ronja null Probleme und bei Frauen braucht sie nen Moment, dann ist es okay. Vielleicht liegt es tatssächlich mit daran. Hab mir da oft Gedanken drüber gemacht. Anfangs hatte sie auch Angst vor Bussen, LKW's usw.. Kannte sie halt vom Dorf nicht. Aber das hat sich gelegt...da hat sie keine Angst mehr.
Ich denke, wir beginnen morgen erstmal (wieder) mit nem intensivem Klingeltraining. Mein ehemaliger Verlobter ist momentan zu Hause und kann den Klingler spielen während ich Ronja füttere. Eigentlich waren wir bereits darüber hinaus, aber seit diesem "gruseligen" Besuch gestern ist die Klingel für sie wieder ganz böse.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
PS.: Was ich noch nicht so ganz verstanden habe...: WARUM festigt sich Negatives so schnell...? Ronja lernt total schnell. "Gib 5" hat ne halbe Stunde gedauert. Sie patscht die Pfote auf meine und bekommt nen Leckerchen...hat sie prompt begriffen. Wenn wir unterwegs Fremde sehen, bekommt sie auch Leckerchen. Warum schnallt sie seit fast einem Jahr nicht Menschen = positiv (weil Futter)...??? Es hat ihr noch nie einer was getan, ehrlich. Jeden kleinen Trick lernt sie total schnell, gibt ja Leckerchen dafür (sie ist verfressen). Daß es für's Klingeln auch Leckerchen gibt, scheint sie okay zu finden, aber die Klingel (=Besuch) ist doof, bzw. macht ihr Angst. Versteht Ihr, was ich meine? DAS versteh ich einfach nicht.
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Ganz ehrlich...ich glaube mal, dass Hunde, die eben schnell lernen, leider auch negative Dinge schnell "behirnt" haben.
Ich glaube dir, dass deiner Ronja noch nie etwas Schlimmes im Zusammenhang mit Menschen passiert ist. Jedenfalls nichts für dich sichtbares. Und das ist der springende Punkt. In dem Moment, in dem sie z.b. beim Spazierengehen einen Menschen entdeckt, der ihr gruselig vorkommt, und die Distanz zu diesem für sie vielleicht auch noch zu klein ist, passiert für sie schon etwas, sie hat Angst. Sie muß dieses Gefühl aber aushalten, da sie die Leine, der schmale Weg oder was auch immer am Flüchten hindert. Und sobald ein Hund Angst hat, kann er ganz einfach nichts mehr positives aus der Situation mitnehmen, bzw. ist nicht mehr im Stande zu lernen. Er wird in die nächste ähnliche Situation wieder mit der selben Angst hineingehen.
Ich weiß nicht, ob das verständlich war, darum gebe ich dir mal ein Beispiel. Meine Kleine hat sich vor einigen Wochen fürchterlich vor einem Kind mit Schultasche erschreckt, das plötzlich um die Ecke geschossen ist, und dann auch noch einen Meter vor uns stolperte und auf der Nase landete. Sie war total von der Rolle, kläffte, was das Zeug hielt, und hat sich so schnell auch nicht mehr eingekriegt. Tage später sind wir dann wieder einem ca. gleich großen Kind mit Schultasche begegnet, gleiche Reaktion, riesen Gekläffe, Panik. Meine Kleine hat also gelernt, Kind mit Schultasche macht mir Angst, also verbellen.
Also übe ich jetzt Begegnungen mit solchen Kindern. Wichtig dabei ist jedoch zu bedenken, dass der Hund nur lernen kann, wenn ihm der Auslöser noch keine Ansgt bereitet. Also haben wir anfangs eine Distanz von 50 Metern gewählt, da zeigte sie noch keine Anzeichen von Angst. Für jedes hinschauen zum Auslöser wurde sie belohnt. Und das ist auch ein wichtiger Punkt, für`s hinschauen belohnen, nicht ablenken! Ich habe die Distanz dann einfach von Tag zu Tag ein wenig verringert, aber dabei immer darauf geachtet, dass sie noch keine Anzeichen von Angst beim Hinsehen zeigt, wurde es für sie zu viel, hab ich die Distanz wieder vergrößert.
Ich möchte damit sagen, dass Hunde aus Situationen in denen sie bereits Angst zeigen nicht mehr lernen können, und das ist keine gute Voraussetzung, um in die nächste Situation entpannt hineingehen zu können.Du sagst, sie kriegt Leckerchen, wenn ihr fremden Menschen begegnet. Wie genau gehst du dabei vor?
Lg
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