Was geht nur in unserem Labrador vor ???

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  • Hallo alle miteinander,

    vor rund 14 Monaten haben wir uns einen Zweithund geholt: einen Labrador - Balou, damit unser Erster "Diego" nicht so allein ist daheim, wenn meine Frau und ich arbeiten gehen.
    Diego ist der Beste! Die Ruhe in Person, läßt man ihn allein, legt er sich hin und wartet, bis man wiederkommt. Das hat der damals junge Balou aber nicht ganz verkraftet - hat viel Blödsinn gemacht in unserer Abwesenheit.
    Mittlerweile hat er einen sehr eigenwilligen Charakter entwickelt, er testet gern seine Grenzen, übertreibt dann auch schnell mal, wenn aus Schmusen gleich wieder Spiel wird für ihn. In den heimischen 4 Wänden hat er Respekt, sobald jedoch die Tür offen ist, könnte man meinen, er schreit "Fangt mich!".
    Seit der Geburt unseres Sohnes letzten Juni, kamen beide Hunde etwas zu kurz. Meine Frau ist seitdem daheim, hat aber nicht wirklich Zeit für die beiden. Diego steckt das ganz gut weg, doch je weniger Zeit man mit Balou verbringt, desto gehörloser wird er.
    Im Hof rennt er hechelnd und wedelnd auf unsere Nachbarn zu, springt teilweise an Ihnen hoch, wenn ich ihn nicht mit einem Urschrei "Balou, nein!" zurückrufen kann. Wenn er sich in der Wohnung freut, dann räumt er mit seinem Schwanz alles in seiner Höhe ab. Er ist ein richtig frecher Jugendlicher möchte man meinen (er wurde vor einem halben Jahr kastriert).
    Gassi gehen mit beiden an der Leine wird für meine Frau zur Qual, Balou wiegt immerhin fast 40 kg und hat in jungen Jahren wenig Erfahrung mit der Leine gemacht. Dazu habe ich hier im Forum aber schon einige Maßnahmen gelesen.

    Unser größeres Problem ist das Autofahren: als kleines Großmaul springt Balou von der Haustür schon fast direkt in unseren Kombi. Die Klappe geht zu, freudiges Hecheln - "die Fahrt geht los!"
    Diego darf natürlich vorn sitzen, als ruhigstes Familienmitglied muten wir ihm das ungestüme Ungetüm im Kofferraum nicht zu. Diego setzt sich auf sein Hinterteil lehnt sich an und schaut zum Fenster raus.
    Ein paar Minuten unterwegs gehts los: Keuchen, hecheln, Pfeiffen, Jammern. Doch damit nicht genug, die 40 Kilo laufen und hüpfen dann auch noch im Kreis, an der Kreuzung beginnt unser Auto dann generell zu wippen. Von lieber Stimme bis zu bösem Befehl wird alles ignoriert, Leckerlies, die als Belohnung bei 5 sekündigem Höhren nach hinten wandern, werden regelrecht eingeatmet und scheinen noch mehr Energie für Balou´s Marathon zu liefern. Anfangs dachten wir, seine Unruhe kommt daher, dass er mal Gassi muss - der Witz daran ist nur: sobald wir daheim sind und ihn rauslassen, springt er wie eine Gazelle durch die Gegend und will wieder spielen.
    Es sind größtenteils nur 10 minütige Fahrten in Supermarkt und so. Sobald wir aussteigen und die Zentralverriegelung schnappt zu, bellt und springt Balou, als würden wir nie wieder zurückkommen, er jammert nicht, vielleicht ist er eher böse auf uns. Zweimal habe ich reagiert und bin solange zurück ihm das Maul zuzuhalten, bis Ruhe war auf dem Parkplatz. Leider mache ich das zu selten.

    Wie bekommt man so ein "freches", respektloses Tier wieder in den Griff? Wie bleibt er ruhig im Auto, wie hört er auf, Leute anzuspringen.

    Eine Lektion haben wir schon gelernt: je mehr wir uns mit Balou beschäftigen, desto besser reagiert er auf uns, nur was richtig ist, versteht er nicht so ganz - er könnte sich von Diego ja mal ne Scheibe abschneiden.

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  • Was ihr braucht ist ein kompetenter Trainer, der bei euch zuhause anfängt, euch Regeln erklärt, Arbeitsanweisungen und Verhaltenstipps gibt.

    Aber: Was seid ihr bereit zu tun ?
    Auf euch kommt viel Arbeit zu, Training mit Balou alleine, täglich. Neue Regeln, konsequent und verlässlich gehandhabt, ihr werdet vieles umstellen, umdenken müssen.

    Der Hund ist einfach nur unerzogen. Was ihr in den letzten 14 Monaten versäumt habt, müßt ihr nun doppelt erarbeiten. Für den Hund wird es einfacher als für euch.

    Gruß, staffy

  • Hi, ich glaube ihr macht dabei ein paar ganz entscheidende Fehler!
    (Ohne euch auf den Schlips treten zu wollen :smile: ).

    1. Man sollte NIE Erst und Zweithund in dieser Weise vergleichen.
    (Wie alt ist euer Ersthund und wie alt ist der Labi?)
    2. Es ist falsch, davon auszugehen, der "Alte " wird den Jungen schon erziehen.
    3. Ein Labi ist ein Jagdhund, der will arbeiten, zumindest meine Labihündin braucht ihre 2-3 Stunden Arbeit(körperlich und geistig), sonst sucht sie sich Alternaziven in Form von Unsinn.

    Für mich hört sich das so an, als ob ihr dachtet, der Diego soll ja nicht so alleine sein, also muss ein Zweithund her, das der aber auch Zeit kostet, habt ihr nicht bedacht.
    Ich kann mich Staffy da nur anschließen, es kostet Zeit und Geduld, ihr müsst mit dem Labi auch alleine arbeiten.
    Ich wünsche euch viel Glück und weiss aus eigener Erfahrung mit 3 Kindern, dass es echt anstrengend sein kann,
    LG katja

  • Zitat

    Eine Lektion haben wir schon gelernt: je mehr wir uns mit Balou beschäftigen, desto besser reagiert er auf uns, nur was richtig ist, versteht er nicht so ganz - er könnte sich von Diego ja mal ne Scheibe abschneiden.

    Im Gegenteil, IHR seid dafür verantwortlich! Nicht der Hund.

    Mit dieser einen Lektion steht und fällt das Training: Bindung, vertrauen müssen aufgebaut und stabilisiert werden, sonts klappt gar nichts!

    Nehmt ihr die Hunde mit zum einkaufen weil zu Hause was angestellt wird beim Alleinebleiben oder wieso?

    Mir deucht, Balou ist ein unausgelasteter, verspielter und sehr temperamentvoller und energiegeladener Hund!
    Der WILL und der MUSS ausgelastet und beschäftigt werden!

    Ausgelastet sein heißt körperlich etwas zu tun und vorallem GEISTIG!
    Auch der Labrador ist ein Arbeitshund, ein Apportierhund.
    Sie lieben es nicht nur schwimmen zu gehen und imemr dabei zu sein, sondern auch Dinge zu apportieren (Ausnahmen bestätigen die Regel :p ).
    Labbis sind sehr freudige und freundliche - menschenbezogene Hunde, ABER sie sind freudig ungestümt. Schätzen Kraft und Masse sowie Gewicht scheinbar mehr als Falsch ein und wirken in ihren bewegungen eher "butt" und "grob" vorallem wenn sie eben nicht richtig ausgelastet sind...

    1. Anspringen abgewöhnen können NUR die Leute die angesprungen werden! Wenn du Nein schreist und strafst dann bekämpfst du das Symptom, nicht die Ursache.
    Und die Ursache ist ein völlig überdrehter, freudiger Hund welcher sich so seine Aufmerksamkeit holt.
    Und die scheinbar auch kriegt in dem gelacht wird, er weggeschoben und gestreichelt wird, er angesprochen wird: nein das sollst du doch nicht tun....
    Reagieren kann man:

    - Schritt zurück gehen das Hund mit den Pfoten auf den Boden fällt
    - Schritt vorgehen und ihn "wegdrücken"
    - Wegdrehen und Hund auf "Boden fallen lassen" (mit den Pfoten)
    - Ignorieren (nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht strafen)
    - NUR Aufmerksamkeit wenn alle 4e auf dem Boden sind.
    - Hund auf SEINER Höhe begrüßen und beachten so das er gar nicht mehr Springen muss.

    Das sollten alle Beteiligten durchführen.
    Im weiteren ist für Auslastung des Hundes zu Sorgen, ich weiß als junge Familie habt ihr viel zu tun, aber nur weil euer Erster so genügsam ist trifft das nicht auf alle zu. Das ist ein typisches Mitbringsel des "Der erste Hund der Rasse ist so, also muss der zweite auch so tolls ein"- denkens.
    Damit haben schon sehr viele nen Griff ins Klo getätigt ;)
    Das heißt ihr könntet mit ihm:

    - Dummytraining anfangen
    - Such und Nasenspiele machen indem leckelries versteckt werden
    - Intelligenzspiele spielen
    - Basistraining machen
    - Clickern und Tricks einüben
    - sorgt dafür das er sich ausreichend Körperlich austoben kann, spielen und rennen ohne Leine
    - mal ein Kauteil oder ein gefüllter Kong den er ausschlabbern muss wenn er zu aufgedreht ist (kauen und lecken beruhig, belohnt und beschäftigt)

    Zum Leinentraining gab es ja schon viele tolle Tips bestimmt, hier im forum ist ja ne Menge zu finden.
    Ich würde da vermehrt über Aufmerksamkeitsmodelle arbeiten.

    Zum Alleinebleiben:

    - Wieso nehmt ihr mit? (Eingangsfrage oben).
    Alleinebleiben muss bei den meisten Hunden lange in kleinen Schritten geübt werden damit sie es lernen das ihr wiederkommt und das kein Thema ist.

    Wenn ihr Autofahrt, fahrt ihr dann so kurze strecken und lasst dann alleine im Auto oder nehmt irh auch mal mit?
    Es knnte sein das er deswegen so aufgeregt ist oder allgemein so freudig, erregt - bis aufgeregt ist.
    Das mutet auf jedenfalls shcon an der Grenze zu negativbehaftetem Stress....

    Bevor der Hund irgendwo alleine bleibt würde ich das in kleinen Schritten üben - Strafe ist absolut Willkürlich in dem bereich - mal hälst du schnauze zu, mal ignorierst du mal tust du dies mal das.
    Wenn ich in einer Situation ständig anders mit dir umgehen würde mal nett, mal überschwenglich, mal gestresst, mal schimpfend und mal körperlich übergriffig dann wärst du auch verwirrt und zudem noch verunsichert!
    Das heißt verhaltet euch Konsastant und Kosnequent! Sucht neuch aus wie ihr reagieren wollt und dann zieht das durch.

    Ich würde den Hund vor dem alleinebleiben: ordentlich auslasten (Übungen amchen und Gassigehen, ihn sich Lösen lassen)
    Dazu das in kleineren Schritten trainieren und zu beruhigen, ablenken und belohnen von sich selbst z.B. ein Kauteil oder Kong geben.

    Er ist weder FRECH noch RESPEKTLOS sondern scheinbar unausgelastet, völlig überdreht und weiß überhaupt nicht was richtig und was falsch ist - also WIE er es denn besser machen soll.

    Es ist typisch menschlich das wir erstmal IMMER davon ausgehen das unser Gegenüber den Fehler hat und nicht wir.
    Respektlos, Stur, Unerzogen und Frech sind zudem zugeschriebene Attribute die wir Personen und Tieren zuschreiben die nicht tun was wir an der Stelle tun würden bzw. was wir von ihnen erwarten oder wollen.
    Es sind KEINE Charakter oder Temperaments-/Wesenseigenschaften ;)

    Zudem handelt ein hund nicht um uns zu ärgern sondern weil ER seine Handlung in dem Moment und der Situation absolut richtig und sinnvoll findet! Alles andere wäre absoluter Quatsch, alleine hinsichtlich der Effektivität und Effizienz der Handlungen und Reaktionen.
    Sprich: wieso sollte ein Hund solche Energie aufbringen irgendwas zu tun was er aber selbst nicht Sinnvoll findet?

    Erziehung bedeutet also unter anderem: Dem gegenüber die SINNHaftigkeit der erwarteten Handlung näher zu bringen! Und wenn uns etwas nicht gefällt müssen wir ganz einfach dafür Sorge tragen das unser Gegenüber versteht WIESO bzw. WAS es/er anders machen kann.
    praktisch bedeutet das:

    Sorge dafür das dein Hund
    a) lernt was du meinst und weiß wovon du sprichst (Training der Basissachen etc)
    b) du deutlich genug sagst was du erwartest das er es auch verstehen kann - leitet sich aus a) ab.
    c) er es auch schon, hinsichtlich der Ablenkung können und ausführen kann (Schwierigkeitsgrad beachten)
    d) die Motivation zum Ausführen hoch genug ist (du bist interessanter als die Rehe, du bist interessanter als die anderen Hunde, dein Hund findet es sinnvoll eher zu dir zu kommen als zu den anderen Hunden, egal aus welchem Grund)
    Das heißt man muss dem Hund den SINN klarmachen, was oft eben darüber geht das es einfach nur richtig dolle viel Spass amcht mit dem Besitzer etwas zu machen und deswegen kommt er lieber zu dir wenn du rufst. Oder das das Abrufen bedeutet das der besitzer etwas vom Hund MÖCHTE. Nicht Hund kommt sinnlos her, wird kurz gelobt und das wars dann. Sondern ne Übung, ein Spiel, ein Leckerli, Knuddeln, gemeinsam rennen, toben etc.

    Beschäftigt euch mit Balou!

    Er braucht die Auslastung, die Aufmerksamkeit, das positive arbeiten und zusammensein mit euch.

    Übt euch in Kommunikation, seid deutlich, konseuqent (nicht mal so mal so) und seid auf seiner seite! ER hat niemand anderen außer euch und ist darauf angewiesen das IHR seine Bedürfnisse und Wünsche erkennt und befriedigt.
    Und diese Grundbedürfnisse sind zentral für die Psychische und körperliche Gesundheit! Auch eines Hundes ;)


    Übt das abrufen,übt das Spielen, übt Sitz, Platz, vielleicht pfötchen geben oder Bitte, Bitte oder keine Ahnung es gibt tolle Tricks wie z.B. Flaschen einsammeln, Socken ausziehen oder Schranktüren öffnen und schließen, Telefon bringen (also pragmatische und sinnvolle Tricks). Oder lasst ihn Dinge apportieren - like Dumymarbeit, also nicht bloss stupides Bällchen werfen, sondern richtig arbeiten damit :)

    Übt und arbeitet Positiv und zeigt ihm wieviel Spass es macht mit euch zusammen zu arbeiten.

    Wenn er weiter so extrem unruhig ist, auch mit genügend Auslastung (geistig/körperlich) - nicht übertreiben man kann sich auch nen Junkie heranziehen!, dann kann man auch mal mit dem TA sprechen über Hyperaktivität, mangelnde Impulskontrolle, etc.

    Ansonsten würde ich auch mal schauen was er für Futter bekommt.
    Bei zu viel Rohproteinen und zu viel Getreideanteil werden die Hunde hibbelig - gar aggressiv.
    " Den sticht der Hafer"... das würde ich kontrollieren-

    Das heißt aber auch: von EUCH muss die Aktion kommen, IHR müsst euch Mühe geben und Zeit nehmen. Auch zeit für ihn alleine!
    es gibt Hunde die werden phlegmatisch und nehmen sowas hin, stumpfen leicht bis stark ab. Oder Hunde die von Haus aus schon ruhig sind. Aber es gibt auch Hunde die würden NIE ruhiger werden mit der Zeit und einfach so. Die brauchen eben etwas mehr Power, Aktion und vorallem Interaktion mit dem Besitzer!

    Meine bescheidene Meinung dazu.

    Liebe grüße

    Nina

  • Zitat

    Diego darf natürlich vorn sitzen, als ruhigstes Familienmitglied muten wir ihm das ungestüme Ungetüm im Kofferraum nicht zu. Diego setzt sich auf sein Hinterteil lehnt sich an und schaut zum Fenster raus.

    Du weißt aber das das nicht zulässig ist und außerdem gefährlich.
    Wenn du von der Polizei mal angehalten wirst, kann das mit einem Bußgeld enden.
    :/

  • Na da habt ihr ja einen kleinen Rabauken zuhause, aber sei mir nicht böse, so wie deinen Text lese, seit ihr ggf. zu Leichtgläubig zu einen Labbi gekommen!

    Ein 14 mon. Labrador hat Feuer im A*** und ist vermutlich in der Rüpelphase. Er braucht Auslastung, körperlich sowie geistig. Davon schreibst du leider nichts, außer das ihr durch das Kind wenig Zeit für die Hunde habt.

    Ich kann jetzt eine litanei an Tipps schreiben, aber den Sinnvollsten wie ich finde, schrieb Staff schon. Holt euch ein Trainer ist Haus, der Eurer miteinander beobachten kann.

    Eins möchte ich noch loswerden, einen 40 kg Labbi *m.M. nach viel zu schwer* der im Auto rumspringt ist ja gefährlich! Holt euch ne Autobox und gewöhnt in langsam und positv daran. Threads dazu findet ihr genügend!

  • Super geschrieben NIna!!!

    nochmal folgendes

    Zitat

    Zweimal habe ich reagiert und bin solange zurück ihm das Maul zuzuhalten, bis Ruhe war auf dem Parkplatz. Leider mache ich das zu selten.

    Das ist nie und mnimmer eine Lösung!!!

  • Nina hat es perfekt geschrieben.

    Dein Labbi, es sind ohnehin sehr lebhafte ungestüme Kerlchen,ist auch noch mitten in der Pubertät, er quillt über vor Lebenslust und Power.
    Hättest Du nur einen Hund für Diego gebraucht, hättest Du diese Rasse nicht wählen dürfen.

    Ich habe auch einen 7 jährigen ruhigen Hund zuhause, aber ich erwarte nicht von meine 20 Monate alten Labbi, sich diese Ruhe abzuschauen.

    Lese Dir den Post von Nina nochmal gut durch und nehme Dir die Ratschläge zu Herzen.

  • Vielen Dank für die vielen, vielen Tips und Rügen.

    Ich kann eine Menge nachvollziehen - der Hund kann im Endeffekt gar nix für sein Verhalten, da sind wir ganz allein dran schuld. Was ich gesucht habe hier, waren Infos darüber, wie wir unsere Fehler ausmerzen können. Balou ist anstrengend und manchmal nervig, aber wir lieben ihn.
    Kaum Zeit mit dem Hund und wenig Konsequenz, das waren unsere Fehler.
    Leider sind meine Frau und ich uns manchmal nicht ganz einig, was Durchführung und Konsequenz angeht. Als Welpen wollte ich ihn gleich an die Leine nehmen - "Jetzt noch nicht, er ist noch Klein, das lernt er noch!" war die Antwort, schließlich hat Diego ja aufs Wort gehört.
    Wir haben Garten und nen Sandplatz, wenn ich mich mit Balou beschäftigt habe, es mal ein Leckerli oder Balgerei gab, dann sollte ich Diego wieder mit einbeziehen. Das apportieren mit dem Ball klappt sehr gut bei Balou, sobald Diego mitspielt, nimmt dieser den Ball weg und legt sich damit irgendwo hin, Balou steht dann dumm da.
    Ich glaube sehr, dass es sinnvoll ist, die Hunde auch getrennt zu behandeln, meine Frau meint eher - bekommt einer ein Leckerli, so muss der andere auch eins bekommen.
    Diego durfte schon immer auf die Couch, also müssen wir es Balou auch erlauben. Diego darf ins Bett, also soll Balou auch nicht unten liegen.
    Es gab etliche Diskussionen. Jetzt steht ein Umzug an, in den neuen vier Wänden haben sich die Hunde dann grundsätzlich auf dem Fussboden aufzuhalten, egal ob Tags, oder nachts.

    Zu der Frage, warum wir ihn mitnehmen überall hin: wir wissen nicht, was er anstellt, wenn wir ihn allein lassen. Für uns ist es einfacher ihn einzupacken, als uns beim Heimkehr überraschen zu lassen.
    Wir haben eben auch unsere Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Verboten: Diego war früher ein Streuner, würde nicht hören, nicht nach HAuse kommen. Er kam zu meiner Frau und blieb fortan an ihrer Seite, durfte ins Bett, wurde zugedeckt. Das jetzt zu verbieten, so denkt meine Frau, würde Diego nicht verstehen, ergo, wird beio Balou auch keine entsprechende Regel angewendet.

    Noch zur Info: beide, Diego und Balou haben täglich 1-2 Stunden in denen sie sich austoben. Wir haben noch 2 Ponys, da sind die Hudne regelmäßig im Stall, balgen und wühlen sich durchs Heu, jagen sich und kämpfen. Wenn ich dann auch noch mitmache, dann hängen wir zu dritt an einem Stück Holz und knurren uns an.

    Balou wog mal 40 Kilo, mittlerweile sieht er sehr sportlich aus, davon abgesehen scheint er etwas größer zu sein, als der Standard. :gut:

    PS: Die Geschichte mit dem "Maul zu halten" wird von manchen verpöhnt, von anderen wieder vorgeschlagen - der Hundetrainer meiner Mutter hat ihr dies geraten und es funktionierte. Davon abgesehen, ist es nicht ganz einfach einem Hund zu sagen, dass er nicht bellen braucht, wenn man sich mal kurz vom Auto entfernt. Ich werde es als Lösung auf jeden Fall nicht noch einmal versuchen

  • warum geht ihr mit Balou nicht in eine Hundeschule und macht mal alleine was mit ihm??Leider ist es so,das der Zweithund ja nicht durch zugucken vom ersten lernt (außer Blödsinn machen)...Eine Doppel-Box für beide Hunde mit Trennwand wäre denke ich eine sinnvolle Möglichkeit zum Transport.

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