Fragen rund um meinen Welpen
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So!
Mein kleiner Rottweiler Jaro ist jetzt fast 9 Wochen alt und seit ca. 1. Woche habe ich ihn. Ich wohne vorübergehend in der Stadt Salzburg (studiere da). Mein eigentlicher Wohnsitz ist aber eine halbe Stunde FAhrtzeit von hier weg. Meine Eltern wohnen ca. 1 stunde von hier... So, meine ERSTE FRAGE: Darf ich mit dem Kleinen pendeln, jetzt schon? Oder wieviel darf ich, wieviel verträgt er.
meine ZWEITE FRAGE: er beisst alles an, ich tadel ihn, sage laut nein, oder quietsche wie wenn er mich beissen würde und schubse ihn weg, da er meist sehr aktiv wird. Nun lese ich überall ich darf eben NICHT laut werden und ihn NICHT wegschubsen... Aber ignorieren KANN ich das doch nicht, oder doch??? (z.B. Decken beissen, aufs Bett hüpfen, in Teppische beissen etc etc.)
meine DRITTE FRAGE: Darf ich gleich anfangen mit Bus (einmal sind wir schon gefahren) und Zug zu fahren...
VIERTE FRAGE, GANZ WICHTIG: Der Kleine ist überhaupt nicht anhänglich, liegt meist alleine herum... Läuft mir nicht nach, kommt nicht zum kuscheln... *habangst*Naja, vielleicht formulier ich das ganze einfach anders... *hihi* Wie würdet ihr an die Sache rangehen???
NOchmal der Sachverhalt: 9 Wochen alt, Hundeschule eine STunde weg, Eltern mit Hund eine Stunde weg, Daheim eine halbe Stunde weg... (ich habe seeehr viel Heimweh, bin ein bisschen unglücklich...) Was darf ich tun, was kann ich tun ohne den Kleinen zu "versauen"...PS: MOrgen fahre ich zum ersten Mal nach Braunau in die Hundeschule, weil mein Trainer (der mich und meinen ersten Hund auch ausgebildet hat) will das ich komme.
LIebe Grüße und DANKE für die Antworten...
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Hallo,
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Hallo Julchen,
erstmal gratuliere ich Dir zu Deinem neuen Hundi ;-)
Mir erwecken Deine Fragen den Eindruck als hättest Du Dich mit der Welpenerziehung im Vorfeld NICHT eingehend beschäftigt?!
Ich habe da einen ganz tollen Buchtipp für Dich:
"Welpenspielstunde" von Gabriele Niepel! - Ein MUSS für jeden Welpenbesitzer ;-)Aber nun zu Deinen Fragen:
Die Fahrtzeit zu Deinen Eltern ist schon ok, machst Du ja nicht jeden tag oder doch? Jeden Tag wäre für den Kleinen schon etwas heavy, aber das ist von Welpe zu Welpe unterschiedlich, hast Du ein Sensibelchen oder eher einen Draufgänger ... so wie ich das lese, hast Du ohnehin einen recht selbständigen Welpen ... also dahingehend sehe ich kein grosses Problem.
Zum Strafen bzw. verbieten:
Es ist korrekt, dass Du "NEIN!" sagst und ihn wegschiebst, irgendwann reagiert er dann schon nur auf"NEIN!" und das wegschieben, bzw. der Kontaktabbruch Deinerseits muss nicht mehr erfolgen.
Ignorieren darfst Du seine Erkungungstouren auf keinen Fall, wenn er Dinge tut, die er zukünftig nicht tun soll, dann unterbinden. Aber das IMMER und nicht doch mal durchgehen lassen ;-)Busfahren:
Natürlich darfst Du sofort anfangen mit Bus fahren!
Bitte nicht gleich ne halbe Stunde, erstmal 1-2 Stationen ... das von tag zu Tag langsam ausdehnen.Er ist nicht anhänglich?
Nun, mach Dich interessant für ihn, spiele mit ihm, mach den Clown für ihn. Wenn alles andere (Umwelt, Spielzeug etc.) spannender ist als Du selbst, warum soll er zu Dir kommen?Hundeschule bzw. Welpenspielstunde ... SEHR WICHTIG!!! Unbedingt regelmäßig hingehen!!!!!
Viel Erfolg mit dem Racker!
LG
Kerstin -
Hallo,
Welpen nagen alles an und es liegt an Dir ihm klarzumachen, dass er das nicht darf.
Biete ihm Alternativen an. Wenn Du ihm etwas wegnimmst, dann sag "Nein" und gib ihm ein Kauspielzeug, welches er haben kann. Nimmt er das, dann lobe ihn.
Er muss ja auch erst lernen was "Nein" ist.Natürlich kannst und sollst Du es nicht ignorieren wenn er Sachen annagt, denn dadurch lernt er nichts.
Wenn er beim Spielen zu feste beisst, dann ist quieken und wegdrehen/Spiel abbrechen, gut.
Wegen des Pendelns:
es gibt Hunde, denen macht es nichts aus. Ronja war zum Beispiel so ein Welpe. Sie habe ich überall mit hingegenommen. Durch meine Selbstständigkeit haben wir auch das ein oder andere Mal in einem Hotel übernachten müssen und es war kein Problem. Ich hatte ein Box in der sie die Nacht über geschlafen hat. Diese ging auch immer mit auf Reisen und so war der gewohnte Schlafplatz für sie ein Zeichen, dass wir hier nächtigen.Sie hat sich zu einer Hündin entwickelt, die überall schläft und zurechtkommt. Wenn wir in Urlaub fahren und ich ihre Decke (Box braucht sie schon lange nicht mehr) in das Ferienhaus lege, ihren Futter und Wassernapf hinstelle, dann weiss sie schon, dass wir hier für eine zeitlang bleiben. Sie bleibt dort auch ohne Probleme alleine.
Filou ist anders. Er hat mit Veränderungen zu kämpfen. Die neuen Geräusche ängstigen ihn erstmal, alleine bleiben wäre für ihn in einem Ferienhaus die Hölle. Auch wenn wir schon ne Woche da waren.
Er fühlt sich wohl, so lange ich in seiner Nähe bin.
Ihn habe ich aber auch erst mit 5 Monaten von Spanien gekommen und er hatte eben auch schon einiges Negatives erlebt.Wenn Du einen selbstbewussten Welpen hast, dann finde ich es nicht verkehrt wenn Du ihn mitnimmst und auch Ortswechsel hast. Du wirst sehen wie er darauf reagiert.
Auch Bus und Bahnfahren finde ich gut, je mehr Situationen des Alltages er lernt in dem Alter um so einfacher wirst Du es haben. Es geht einfach nichts über gut sozialisierte Hunde.Deine Aufgabe ist es dabei:
ihm alles zu zeigen, ihn alles kennen lernen zu lassen, aber dabei immer dafür sorgen, dass ihm nichts passiert und er keine negativen Erfahren sammelt. Damit meine ich:
achte darauf, dass ihm z.B. in der Bahn keiner auf die Pfoten tritt, im Cafe keiner über ihn stolpert, Kinder ihn nicht bedrängen, usw.Geh mit Gefühl und Verstand an die Sache ran und dann denke ich, dass Du auch keine Probleme haben wirst.
Liebe Grüße
Steffi
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Hey, danke für die Tipps!
Nein, würde ich nicht jeden Tag machen, natürlich nicht!

Aber wäre es kein Problem wenn er so viele neue Umgebungen kennen lernt... oder wenn wir dann eben NICHT in der Wohnung die er bereits kennt (also in Sbg.) schlafen??
Mit deiner Vermutung, dass ich mich nicht eingehend mit der WElpenerziehung beschäftigt habe, hast du insofern recht, als dass es für mich schwer ist das gelesene in die Tat umzusezten und ausserdem aus dem ganzen Zeugs das RICHTIGE herauszufiltern... sTeht ja überall was anderes *stöhn*

Zudem ist es mein erster Rotti und ich habe sooo Angst dass ich was falsch mache
ICh kann nicht wirklich einschätzen ob er selbstsicher ist... Er ist draussen relativ unsicher... (Lärm, Strasse, Wiese...) und will auch nur kurz Laki machen und dann wieder rein... Aber in der Wohnung bewegt er sich relativ gelassen fort und spielt rum... provoziert sein Frauchen *gg*
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Hallo auch von mir,
eigentlich haben meine Vorrednerinnen das Wesentliche schon beschrieben.
Über die Vorkenntnisse ode nicht - mach Dir mal keine Gedanken. Das ist ein beliebter (und deshalb nicht sinnvollerer) Vorwurf in Foren, diesmal wenigstens konstruktiv.
Ansonsten schließ ich mich allen Tipps an, füge nur noch hinzu:
Die Bindung zu Dir wird kommen. Lass ihm draußen Zeit, gib ihm den Schutz, den er braucht, indem Du ihm Deine Beine etwa zum Verstecken zur Verfügung stellt, ihn aber, wenn er ängstlich ist, NICHT auf den Arm nimmst oder mit sanfter Stimme beruhigst. Damit würdest Du seine Angst verstärken.
Und: Gerade weil Du ein bisschen Angst vor Deiner eigenen Courage (einen Rotti großzuziehen) hast und er sich in der Whg. schon so selbstbewusst zeigt (wobei er Dich mit 9 Wo. sicher noch nicht provozieren will!!!), würde ich anfangen, ihn nur noch - oder zumindest eine Mahlzeit tägl. - aus der Hand zu füttern. Bei den Rottis geht die Liebe oft durch den Magen
.
Und der Respekt auch. Nur was geben, wenn er was toll gemacht hat. Auf "Nein" gehört, langsam das "Hier" befolgt oder Sitz und Platz gemacht usw. Du wirst sehen, er wird sehr schnell anfangen, sich auf Dich zu konzentrieren.Nimm seine Decke oder sein Kissen mit zu Deinen Eltern, damit er dort einen "bekannten" Geruch hat. Wirst sehen, das wird eure Bindung enorm festigen.
Viel Erfolg!
Kirsten -
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Hallo Julchen

Dein Welpi scheint meiner ganz ähnlich zu sein, ich habe seit 6 Wochen ein Labradormädchen, das jetzt 14 Wochen alt ist. Auch sie ist sehr selbstständig, mag knuddeln und schmusen nur bedingt und dann fängt sie an, mich spielerisch zu beißen und zu zwicken. Nachdem meine Hände und Füße aussahen, wie durch den Fleischwolf gedreht, habe ich unseren Hundetrainer mal zu einer Einzelstunde zu uns nach Hause geholt. Er hat mir geraten, sie sofort in die Diele zu sperren, wenn sie mit dem Beißen anfängt, weil sie dann so "am Rad dreht", dass nichts hilft, um sie davon abzubringen. Und du hast völlig recht: wer kann schon diese spitzen Milchzähnchen ignorieren, die tun höllisch weh!
Also kommt meine Aruna jetzt beim ersten "Angriff" in die Diele, Tür zu und warten, bis sie aufhört zu fiepen und zu bellen, dann darf sie wieder rein. Und siehe da! Seit Vorgestern beißt sie nicht mehr! Wenn sie schnappen will, merke ich gleich, dass sie sich das sehr genau überlegt. Und nun haben wir einen "lieben Hund", jedenfalls ab und zu
Dass sie an alles dran geht ist klar, sie will doch wissen, wie die Welt funktioniert; sie hat auch schon ein paar Gegenstände "auf dem Gewissen", aber ich denke, damit muss man sich abfinden, wenn man sich einen Welpen ins Haus holt. Noch ein guter Tipp vom Hundetrainer: alle Sachen, die sie auf gar keinen Fall anknabbern darf habe ich mit "Stop and grow" eingeschmiert, das ist ein Mittel, das eigentlich gegen Nagelkauen eingestzt wird und man bekommt es in der Apotheke. Besonders
nachdem meine Madame ihre Elektikerprüfung mit dem Durchbeißen eeines ,GsD nicht stomführenden Kabels, bestanden hatte, ist mir dieser Tipp sehr wertvoll, denn das könnte u.U. tödlich für Hundi enden!
Und zum vorherigen Informieren kann ich nur sagen: wir haben uns 1 1/2 Jahre Zeit gelassen mit der Anschaffung unseres Welpen und in der Zeit habe ich mich ausgiebigst informiert, aber das Buch, das ich hätte gebraucht, schreibt letztendlich meine Aruna

Ich kann dir aber sagen, dass meine Kleine schon megaviel gelernt hat, sie gerne und ohne Probleme überall mit uns hingeht, sie keine Scheu vor Ortswechseln hat und wenn sie müde ist, legt sie sich auf ihr Deckchen, da ist es ihr völlig egal, ob das Deckchen nun bei Nachbarn, bei meinen Eltern oder daheim liegt, Hauptsache es riecht nach ihr.
So, nun viel Spass und noch mehr Geduld mit deinem kleinen Racker und lliebe Grüße aus dem Rheinland: Sissi
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