Emma gibt uns Rätsel auf

  • Hallo miteinander
    Nachdem ich nun seit mehreren Monaten täglich mehrmals still mitlese,möchte ich euch nun um Rat fragen.
    Wir besitzen nun eine 14 Wochen alte(morgen ist Stichtag) reinrassige Jack Russell Hündin namens Emma.
    Mit Emma habe ich mir einen langersehnten Traum erfüllt, da ich schon immer einen Hund halten wollte. Für mich ist dies also mein erster eigener Hund, für meinen Lebensgefährten jedoch bereits der 4.Hund.
    Wir haben uns bewusst einen Jack Russell angeschafft und sind uns dessen temperament,charakterstärke und auch dessen anderen Bedürfnisse wie z.B sportliche Auslastung und geistige Herausforderung bewusst.
    Emma geht regelmäßig in die Welpenstunde und wir tranieren mit ihr fleißig alle Grundkommandos etc.

    So, nach diesen ganzen Info´s komme ich mal zu meinen beiden Fragen, da ich vor lauter Informationsflut überhaupt nicht mehr weiß, wie ich mich verhalten soll,da man überall gegensätzliche Aussagen findet.

    Frage 1: Heute waren wir in der Welpenspielstunde.Emma ist der Schnee nicht geheuer und da sie einen nackten Bauch besitzt,hat sie gefroren und war dementsprechend schon nicht gut drauf. Im Spiel wurde sie mehrmals von den anderen Hunden richtig feste umgeworfen und suchte bei uns Schutz.Nachdem die anderen Welpen weiterhin sehr grob mit ihr umgingen,fing Emma dementsprechend verunsichert an, nur noch um sich zu beißen und verteidigte sich aggressiv und richtig gefährlich.
    Die Trainerin sagte mir dann,ich solle unseren Hund in dem Fall durch den von vielen Leuten kritisierten Nackengriff zur Vernunft bringen.
    Mein Problem ist nun, ist es in so einem Fall wirklich notwendig diesen Griff anzuwenden?Da im Internet wirklich nur gegensätzliche Meinungen herrschen bin ich total verunsichert. Fest steht, unser Hund biss nicht als Drohgebärde, sondern zeigte deutlich das es für sie kein Spaß mehr war..
    Meine Meinung ist jedoch in dem Fall nicht die gleiche wie die unserer Trainerin.
    Unser Hund war nicht "schlecht drauf" sondern einfach überfordert und wollte nicht mehr so grob umgeschmissen werden.
    Ich weiß das unsere Emma nicht dermaßen bissig werden darf, jedoch kann ich ihr Verhalten auch verstehen(jedoch nicht dulden)

    Frage 2: Der Tag an sich war für unseren Hund schon anstrengend genug.
    Da der Hund sehr stark friert haben wir ihm einen Mantel gekauft, der aber auch nur grob wärmt. Sobald mein Lebensgefährte mit unserem Welpen spazieren gehen möchte, bockt dieser und fängt an zu gräsen und aggressiv zu werden sobald man ihn beim bocken zum spazieren gehen"zwingt".
    Ich würde den Hund in diesem Fall auch ignorieren und stehenlassen wie vielfach empfohlen,jedoch muss der Hund lernen sich draußen zu erleichtern und ebenso spazieren zu gehen.
    Emma darf bei uns zwar nicht im Bett liegen,aber mit auf unserer Couch.
    Auch da fängt sie bitterböse an zu gräsen, sobald man sie mal umpositionieren muss(sie liegt auf neben mir,oder auf mir..)
    Soll ich ihr die Couch verbieten? Und wie kann das gräsen bzw wenn sie mal richtig aggressiv wird, das schnappen verbieten?Auch dort den von unserer Trainerin empfohlenen Griff anwenden?Sie hat uns geraten in solchen grenzwertigen Situation den Nackengriff anzuwenden

    Ansonsten muss ich unseren Hund auch mal loben und schwärmen wie toll und schön das Zusammenleben mit ihr ist.
    Ich werde auch weiterhin versuchen mich weiterzubilden und hoffe das ihr mir sagen könnt, wie ich mich richtig verhalte bzw welches falsche Verhalten diese Reaktionen bei meinem Hund auslösen.
    Ich habe wirklich schon viele Bücher gelesen und der Nackengriff wird oft kritisiert, daher bin ich immer wieder verunsichert, dass unsere Hundeschule diesen bei krassen Situationen empfiehlt und auch andere Internetquellen dies so unterstreichen.
    Ich hoffe ihr könnt mir sagen wie ich mich verhalten soll und wie ich diese Fehler vermeide,denn ich denke der Fehler ist wie so oft beim Halter,also bei mir zu suchen und ich möchte für meinen kleinen Freund nur das allerbeste :-)

    Vielen Dank

  • Ich hoffe du hast den Griff in der Welpenspielstunde nicht gemacht und wirst auch in Zukunft die Finger davon lassen, denn das ist Schwachsinn. Dein Hund war überfordert und ihr hättet ihn aus der Situation nehmen müssen, bzw. die "Trainerin" hätte einschreiten müssen. Sucht euch bitte schnell eine neue Hundeschule in der solche Methoden nicht angewandt (heißt das so?) werden..

  • 1.)
    Mach das was du denkst! Du wirst von hundert Trainern 200 Meinungen bekommen...
    Du kennst deinen Hund aber am besten, wenn die anderen Welpen sich auf sie stürzen und das ist ihr zuviel, ist es ihr gutes Recht, das mitzuteilen. Bevor du den Hund dafür strafst, dass ihm das nicht gefällt und damit auch noch negative Verknüpfungen förderst- nimm den Hund aus der Situation und geh. Dein Hund muss lernen, dass du solche Sachen für ihn regelst, sonst regelt er sie wirklich irgendwann selbst, das willst du nicht.

    2.)
    Euer Hundchen muss lernen, dass ihr die Regeln macht. Ich kann mir vorstellen, dass du so ein süßes kleines Welpi eigentlich immerzu knuddeln könntest und ihr auch gar nicht böse sein kannst ;) . Du musst aber zumindest lernen, glaubwürdig so zu tun als wärst du furchtbar böööööse. Wenn sie euch auf dem Sofa angrantelt gehts abwärts und zwar hurtig. Der Hund muss deshalb nicht gänzlich vom Sofa verschwinden, aber wenn er grantelt muss er gehen- auf seinen Platz wo keiner außer ihm hin will und der nur ihm allein gehört.

    Beim spazieren ist es so, ein Hündchen von 14 Wochen geht einfach nicht so viel. Und wenn sie friert noch viel weniger. Wenn ihr an ihr rumzieht, entspannt sie sich ohnehin nicht, also löst sie sich dann auch nicht draußen.
    Nehmt sie, setzt sie ein paar Minuten in einen grünen fleck, nah beim Haus und gut ist.
    Laufen will die noch früh genug- da werdet ihr schon noch kennenlernen was lauffreude bedeutet :D .

    lg Susanne

  • Zitat

    Ich hoffe du hast den Griff in der Welpenspielstunde nicht gemacht und wirst auch in Zukunft die Finger davon lassen, denn das ist Schwachsinn. Dein Hund war überfordert und ihr hättet ihn aus der Situation nehmen müssen, bzw. die "Trainerin" hätte einschreiten müssen. Sucht euch bitte schnell eine neue Hundeschule in der solche Methoden nicht angewandt (heißt das so?) werden..

    Hallo und danke für deine Antwort
    Leider haben wir den Griff angewandt, bereits mehrfach.Die Trainerin hat den Hund in der Stunde auch derart "beruhigen wollen" und uns geraten unseren Welpen im Spiel zu lassen..Wir haben uns dann aber entschieden unsere kleine Maus aus dem Spiel zu nehmen. Also hatte ich doch den richtigen Eindruck das unser Hund nicht "schlecht drauf" war
    Wir beide kannten den Griff nicht,doch man hat uns in dieser Hundeschule davon so überzeugt und es damit bekräftigt,dass ein Terrier sowas nicht darf und das direkt mit diesem Griff zu unterbinden haben.
    Ich habe dies bereits mehrfach im Internet eingegeben(mir kam dieser Griff nicht normal vor),da in diesem Forum davon abgeraten wird und mehrfach stand dort das unser Hund davon Todesangst bekommen könnte.
    Leider schrieb ich ja bereits schon, dass es jedoch auch viele Quellen gibt, die sowas widerum befürworten..
    Ich habe bereits versucht den Hund durch schrilles Quietschen, oder durch verlassen des Raums zu zeigen,dass ich ihr Verhalten nicht dulde,jedoch wird skie dadurch nur "wuschiger".
    Wie kann ich richtig verhalten?Ich bin total verunsichert und möchte mich nur richtig verhalten.Ansonsten komme ich mit unserem Wildfang super klar und bin auch nicht so überfordert wie es vielleicht scheint. Für mich ist es ja wie beschrieben,der erste eigene Hunde, ich habe zuvor nur Pflegetiere aus dem Tierheim ausgeführt und gepflegt und mein Partner hatte eine erwachsene Problemhündin aus dem Tierheim(wurde geschlagen und war eine Zuchtmaschine)..jedoch waren alle Tiere bereits ausgewachsen und "erzogen", daher kennen wir derlei Griffe nicht.
    Dankeschön für eure Antworten,ich werde mir diese zu Herzen nehmen und weiterhin hier mitlesen.Ich denke wir werden diese Hundeschule nicht mehr besuchen...und uns etwas suchen das zu uns passt und auch unseren Erziehungsmethoden entspricht.
    Ich möchte schließlich nur das allerbeste für meinen kleinen Wildfang und dazu gehört auch eine anständige Erziehung und Auslastung :roll:

  • Ein Welpe muss überhaupt nicht spazieren gehen, sondern die Welt kennen lernen. Was hat der Hund davon, eine bestimmte (von euch festgesetzte) Strecke zurück zu legen? Sich lösen draußen muss er wohl, aber zum laufen zwingen muss man ihn dafür nicht. Oft hilft es, den Spaziergang nicht Zuhause anzufangen, sondern an der Stelle, die er kennen lernen soll. Zum lösen, wenn der Tag schon aufregend genug war, würde ich einfach ruhig an Ort und Stelle warten, bis er sich gelöst hat. Flippt er rum, bitte, soll er, hat er nichts von, wenn man es ignoriert.

    Den Griff in den Nacken kann der Hund als Strafe auffassen. Dass er direkt denkt, ihr wollt ihn töten, denke ich eher nicht, zumindest nicht bei den meisten Hunden. Die Frage ist eher, womit verknüpft der Hund es? Angenommen, er ist überfordert und zeigt das, dann bestraft ihr ihn. Wie soll er das verknüpfen? Ich meine so, dass er sich beim nächsten Mal anders verhält?! Ich finde es wichtig, dem Hund eine Anleitung zu geben. Ist er überfordert, löse ich die Situation, so lernt er, sich auf mich zu verlassen. Strafe ich ihn, was soll er da lernen? Tut er etwas verbotenes, ist ein "Nein" sicher hilfreich, mindestens genauso wichtig ist, dem Hund eine Alternative zu bieten, die positiv ist. Das lohnt sich nicht für dich, aber das ist klasse.
    Wenn der Hund aufdreht, ist vor allem Ruhe wichtig. Meine Hündin z.B. hat Grisu als Welpe sehr selten zurecht gewisen, sondern bei Fehlverhalten meist komplett und völlig ruhig ignoriert. Fand er furchtbar. So suchte er nach Wegen, positive Aufmerksamkeit zu bekommen. Durch Körperlichkeiten bekommt man oft eher Widerstand oder der Hund denkt sich, besser diese Aufmerksamkeit, als überhaupt keine.

    Eine Hundeschule, die so arbeitet wie deine, würde ich persönlich meiden

  • Zitat

    Ein Welpe muss überhaupt nicht spazieren gehen, sondern die Welt kennen lernen. Was hat der Hund davon, eine bestimmte (von euch festgesetzte) Strecke zurück zu legen? Sich lösen draußen muss er wohl, aber zum laufen zwingen muss man ihn dafür nicht. Oft hilft es, den Spaziergang nicht Zuhause anzufangen, sondern an der Stelle, die er kennen lernen soll. Zum lösen, wenn der Tag schon aufregend genug war, würde ich einfach ruhig an Ort und Stelle warten, bis er sich gelöst hat. Flippt er rum, bitte, soll er, hat er nichts von, wenn man es ignoriert.

    Den Griff in den Nacken kann der Hund als Strafe auffassen. Dass er direkt denkt, ihr wollt ihn töten, denke ich eher nicht, zumindest nicht bei den meisten Hunden. Die Frage ist eher, womit verknüpft der Hund es? Angenommen, er ist überfordert und zeigt das, dann bestraft ihr ihn. Wie soll er das verknüpfen? Ich meine so, dass er sich beim nächsten Mal anders verhält?! Ich finde es wichtig, dem Hund eine Anleitung zu geben. Ist er überfordert, löse ich die Situation, so lernt er, sich auf mich zu verlassen. Strafe ich ihn, was soll er da lernen? Tut er etwas verbotenes, ist ein "Nein" sicher hilfreich, mindestens genauso wichtig ist, dem Hund eine Alternative zu bieten, die positiv ist. Das lohnt sich nicht für dich, aber das ist klasse.
    Wenn der Hund aufdreht, ist vor allem Ruhe wichtig. Meine Hündin z.B. hat Grisu als Welpe sehr selten zurecht gewisen, sondern bei Fehlverhalten meist komplett und völlig ruhig ignoriert. Fand er furchtbar. So suchte er nach Wegen, positive Aufmerksamkeit zu bekommen. Durch Körperlichkeiten bekommt man oft eher Widerstand oder der Hund denkt sich, besser diese Aufmerksamkeit, als überhaupt keine.

    Eine Hundeschule, die so arbeitet wie deine, würde ich persönlich meiden

    Ja,du/ihr habt vollkommen recht und ich werde alles so umsetzen.
    Ich ärgere mich selbst, dass wir auf so einen Tipp hereingefallen sind und ich bin froh, dass ich mich so früh an euch gewendet habe.
    Nicht auszudenken was der "tolle" Griff bei regelmäßigen Gebrauch für Folgen bei unserem Hund anrichten könnte.
    Wie alle Welpen hat auch unser immer mal seine 5 Minuten pure Lebensfreude, in der er meint wild rumzuspringen und in die Hosenbeine zu beißen.
    Ich werde zukünftig eure Tipps anwenden und diese Schule nicht mehr besuchen. Unsere bisherigen Erziehungserfolge, wie gewisse Grundkommandos haben wir unserem Hund ebenfalls ohne die Hilfe der HuSchu beigebracht und ich denke auf so eine Schule können wir verzichten.
    Trotzdem müssen wir uns nach einer anderen Möglichkeit umsehen um unseren kleinen Schatz mit anderen Welpen spielen zu lassen-für eine gute Sozialisation.
    Das ist unsere Maus

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  • Hi,
    bitte sucht euch ne andere Hundeschule! Das geht ja gar nicht!

    1. Wird sie soweit gemobbt das Emma so reagieren MUSS und dadurch auch noch lerntd as es funktioniert bzw. das sie sich nicht anders verteidigen kann und auf sich alleine gestellt ist! Und dann wird sice auch noch von euch so derbe verunsichert das sie gar nicht mehr weiß was los ist!

    Mich wundert es gar nicht das das vertrauen ziemlich gering zu sein scheint. Zumal sie ja auch noch nicht lange bei euch ist. Bindung ist, gerade bei Russells welche durch ihr "Erbe" Solitärjäger sind und eben selbstständig blitzschnell Entscheidungen treffen können! Da sie eben nämlich sonst gerne mal Einzelgänger werden und nicht MIT uns Arbeiten!

    Der Hundetrainerin hätte ich mal etwas erzählt! Solche Leute... arme Emma :(
    Knuddel die kleine mal lieb von mir und sag ihr das ichs gut verstehen kann!
    Wir haben diesen Wahnsinn früher auch mitgemacht... und was hatten wir davon? Nichts! Verunsicherte Hunde!

    A) Ergreife Partei für Emma wenn du merkst ihr wird es zu viel! Stell dich dazwischen oder hock dich hin das sie zwischen deine Beine kann. Angst bitte nicht mit Streicheln bestätigen - es reicht das sie weiß: DU bist da und wenn was ist kann sie zu dir kommen!
    Oder das sie sich hinter dir versteckt, das ist völlig okay!

    Später wirst du es DANKEND aufnehmen wenn dein Hund bei Stress und Angst nicht direkt draufgeht weil ers gelernt hat das er alleine dadurch muss, sondern zu dir kommt und dir Vertraut! ;)

    B) Wenn die anderen Hunde nicht aufhören nimm sie weg, oder wehre sie leicht! ab. Und bitte die bbesitzer ihre Hunde zu reglementieren! Mobben als Verhalten gegenüber Artgenossen wird da schon gefördert und dann wundern sich die Leute wenn ihre Erwachsenen Hunde so rumspinnen und da selbst extrem werden! Kommt dann aber ein anderer Hund genau SO an, dann werden sie oft selbst extrem fünsch!

    Ich würde da nicht "unterwerfen". Künstlich schonmal gar nicht - WAS bringt es dir wenn DU den Hund "unterwerfen" musst er es aber gar nicht so meint?
    Vorallem würde ich persönlich nichmal vom Unterwerfen sprechen...

    C) Wenn Emma fünsch reagiert, sag ihr NEIN und nimm sie raus und gib ihr eine Auszeit. Kurz wegsetzen aus dem Spiel raus reicht meistens schon.
    Siehst du das sie selbst anfängt andere zu mobben greife ein und setze sie in eine Auszeit. Geht sie wieder rein, einfach konsequent immer wieder und wenn das nichts bringt ANLEINEN!

    DU bist der Hundebesitzer und die Trainerin hat dir nichts zu sagen! ;) Letzendlich könnt IHR entscheiden was ihr tun wollt und was nicht! Nutzt das! Es ist euer Hund! :)

    Zum zweiten Problem:

    Stell dir mal vor du liegst in einer decke eingemummelt und total Müde auf der Couch und dann kommt jemand an und ruckelt an dir rum, legt den Arm hin und wieder zurück, boxt dich zur Seite, dreht dein bein etc.
    Was tust du? Richtig: du meckerst bzw. KNURRST oder BRUMMST!

    Knurren, brummen, gurren, fiepen, bellen, kläffen etc. sind in erster Linie eines: Verbale Kommunikation des Hundes!
    Wieso willst du deinem Hund den Mund verbieten NUR weil er sagt: He ich lieg hier, lass mich?

    Nur weil ein Hund den Mensch "nicht anknurren" darf um zu sagen: ich mag das nicht? Spiel mit mir? WAG es ja nicht? Komm mir nich zu nahe? DAS ist meines? Vorsicht? Oder: Sei gewarnt?

    Zumal ja jedes Kind lernt: schläft der Hund wird er NICHT gewckt und dranrumgezogen und in Ruhe gelassen! Viele Hunde haben schon im Halbschlaf im Affekt geschnappt! Sie meinten das aber keineswegs böse!
    Wieder andere meinten es als Warnung und andere auch genau SO!

    Wieso wird es einem Hund verboten, was wir die ganze Zeit tun?
    Wenn ich auf dem Sofa liegen und einer meienr Russells trampelt butt über mich drüber werde ich auch knurren und brummen und mich umdrehen oder ihn im Affekt wegschubsen...im Halbschlaf.

    Wenn ich meine Hunde verdrehen will, spreche ich sie meist vorher kurz an. Nach dem Motto: Hey XY
    Schaut Hund mich an dreh ich ihn oder zieh ihn rum. Klappt sehr gut.
    Clou brummt auch wenn man ihn dreht wenn ers nicht will :P
    Amadeus hingegen ist ruhig. Und Yako brummt und ächzt eher weil es unangenehm ist.
    Ich spreche sie an damit sie im Schlaf nicht erschreckt werden und wissen das ichs bin.

    Was ich überhaupt nicht mag ist: Stress auf Möbelstücken. Bei uns gibts eigentlich keiner probleme, aber unter den hunden manchmal. Das sie sich um ein Möbelstück streiten. Wer streitet, fliegt runter. das wissen sie und deswegen kommt es auch nur verdammt selten vor. ist alles friedlich dürfen sie soviel liegen, kuscheln, spielen und ärgern wie sie wollen!

    Ich würde auch erstmal eure Emma länger bei euch behalten, vertrauen und Bindung aufbauen und über Positive verstärkung arbeiten um diese erstmal aufzubauen.
    Das erfordert Arbeit und Nachdenken, aber es funktioniert hervorragend!
    Das komtm von alleine, ihr müsst ja auch erstmal eine beziehung aufbauen, was nicht von heute auf morgen geschieht!

    Leider unterstützt das eure Hundeschule eher weniger - meiner Meinung nach und ich persönlich würde sie wechseln wenn es geht.

    Hör auf dein Gefühl und schau deinem Welpen (es ist ja noch ein Baby!) ins Gesicht! Glaubst du das ein so kleiner Hund sowas tut weil er BÖSE ist und weil er dich "dominieren" will - die Herrschaft an sich reißen? Im zarten Alter von 14 Wochen?!
    NEIN...

    Und nur weil Menschen an solchen Krams glauben und sich jedes mal bestätigt fühlen, wenn ein Hund sowas tut - werden Hunde so und auch noch ganz anders behandelt... Leider.

    Meine Meinung.
    Das Thema ist extrem Komplex und deswegen könenn Punkte natürlich fehlen oder unzureichend "ausgearbeitet" sein.

    Nina

  • Eine richtig süße Kleine hast Du da. :D

    Zur 1. Frage haben Dir ja die anderen schon gesagt, was von diesem Nackengriff zu halten ist, und Du hast Dich auch schon richtig gut entschieden, das lieber sein zu lassen und die HuSchu zu wechseln.

    Wenn Deine älter wird, dann wird sie Dir wahrscheinlich noch intensiver zeigen, wen sie überhaupt nicht mag, denn so sind die Weiber. ;) Und da heißt es beobachten und rechtzeitig handeln: Wenn sie rumzickt und der/die andere sofort darauf reagiert und abläßt, dann muss man nicht eingreifen und kann sie es selbst regeln lassen. Wenn sie rumzickt und der andere hartnäckig weiter macht oder sie hartnäckig weiterzickt, obwohl das Gegenüber auf die Signale reagiert hat, dann sollte man sofort aus der Situation herausgehen. Vielleicht nur für ein paar Minuten, vielleicht war es das dann für den Tag, dass muss man situationsbedingt entscheiden.

    Aber man sollte gerade bei Hündinnen sehr feinfühlig und schnell reagieren, damit sie sich diesen unsoziale Verhalten nicht ernsthaft angewöhnen (müssen). Manchmal sind wenige Hunde, mit denen sie sich richtig gut versteht und rumtoben kann, besser, als dass sie alles über sich ergehen lassen muss. :roll:

  • Vielen lieben Dank für eure ausfürlichen Antworten-alle werde ich mir verinnerlichen :-)

    Nina Du hast recht, die Kleine muss erstmal lernen das sie auf uns zählen kann.
    Eine Bindung hat sie zu uns schon, in dem Spiel hat sie immer zwischen meinen Beinen Schutz gesucht- ich habe sie dann auch hochgenommen und aus dem Spiel- jedoch meinte die Trainerin, ich würde Emma´s unsoziales Verhalten nur verstärken :irre:
    Wenn wir unsere kleine Maus rufen kommt sie auch blitzschnell...*stolzbin*

    Ich ärgere mich auch jetzt noch immer, unsere Kleine hat bei dem Griff der Trainerin richtig gepfiept...und uns wurde es so verkauft, als wäre dies ok :kopfwand: Der Hund war danach sichtlich verstört und bei jeder Handbewegung verängstigt-das hat mir zu Denken gegeben und ich habe mich an euch gewandt ;)

    Ich habe mir vor dem Hundekauf zig Bücher gekauft, viele die hier empfohlen wurde, nur leider fehlt in diesen Büchern immer der Teil, der einem Hundebesitzer richtig vermittelt gewisse Verhaltensweisen zu unterbinden oder zu unterstützen...

    Emma liegt nun wieder bei uns auf der Couch und schläft neben mir...
    Wir werden eure Ratschläge umsetzen und die HuSchu meiden

  • Hi,

    das Problem an der ganzen Sache ist das euch das "nicht nur so" verkauft wird!
    Diese Leute sind wirklich davon überzeugt das es SO sein muss und nicht anders!
    Du wirst auch hier viele Stimmen finden die sagen das das Verhalten deiner Trainerin völlig ok und richtig war!
    Und auch in Zig Büchern wird es genau SO dargestellt und beschrieben!

    Das kommt darauf an was für eine Grundhaltung man gegenüber dem Tier hat und ob man von Dominanz und Rudelhirarchietheorien ausgeht, oder nicht.
    Die Theorien besagten das Hunde wenn sie nicht ggeführt werden und man nicht "der Chef" ist, eben die Macht an sich reißen und der Rudelchef sind...

    Da ich nicht von diesen Theorien ausgehe und ganz andere grundlagen und eine andere Grundhaltung und Arbeitsphilosophie aufgebaut und entwickelt habe - arbeite ich auch ganz anders und finde das nicht sinnvoll. Wie natürlich noch viele andere in diesem Forum - ich bin da keine rühmliche Ausnahme, oder sowas.

    Das ist eben absolute Ansichtssache.
    Das Problem ist eben das diese leute es wirklich ernst meinen und mich erschüttert das immer ungemein wie man so mit einem Tier umgehen kann und das damit rechtfertigt das Hund sonst der Rudelchef ist und dich dominiert... und das im zarten Alter von 14 Wochen :(

    Für mich ist das schon lange nichts mehr und wir haben Hunde so erzogen aber mittelerweile auch Hunde anders erzogen (wie ich es jetzt tue) und ich muss sagen das für mich derzeitig nicht denkbar ist anders zu arbeiten als so wie ich es jetzt tue...

    Viel Spass noch mit eurer Russellmaus.
    Achja, rein freude und neugier (ich bin ja ein Russellfieberinfiziertesteil) - woher habt ihr eure Kleine?

    Nina

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