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Problem beim Gassigehen (Beschützerinstinkt ja/nein)

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    Hallo Liebe Hundefreunde,
    Ich habe zu Hause einen 1 1/2 Jahre alten Mischlingshund (Aussehen ähnelt sehr stark einem Havaneser). Zu erst mal will ich allgemein etwas über ihn sagen, weil ja die meisten schätze ich mal die Hintergründe eines Hundes wissen wollen:
    Also er darf zu Hause im ganzen Haus rumrennen, wird auch sehr oft in den Garten gelassen, wo er auch manchmal aber nicht all zu oft bellt, wenn er etwas hört oder sieht. Im Haus hat er meistens einen Ball rumliegen, mit dem er manchmal selbstbeschäftigt spielt oder wenn einer aus der Familie Lust hat, mit ihm spielt. Ein Knochen liegt auch meistens herum aber die mag er nicht zu gerne.
    Wie es mit gehorchen aussieht, ist das bei uns im Haus eigentlich recht gut. Er kommt zu 80% auf Kommando her, macht sitz, platz, mach Männchen, gibt Pfötchen und hört auch auf "Nein". Wenn ich mit ihm alleine laufe und gerade nichts besonderes im freien ist hört er auch sehr oft auf Fuß (heißt für mich: Wenn er zu weit vorne läuft, dann macht er langsamer. Ist er hinter mir, beeilt er sich etwas). Beim Straßenüberqueren wartet er auch beim Kommando "warten".
    Wenn besuch kommt ist er so aufgeregt, dass er einfach bellen MUSS :D
    Das hatte er aber schon von Welpe auf. Er ist sehr Menschenbezogen, wobei er sich auch mit den meisten Hunden verträgt.
    Nun ist es aber in zwei Fällen so, dass der kleine sooo aufgeregt ist, wenn wir ENTWEDER an einem unbekannten Ort sind ODER noch jemand anderes mit noch einem Hund mitläuft. Er zieht dann häufig an der Leine... sozusagen drehen alle Räder durch =) und sobald er nur einen Fußgänger (besonders Jogger) oder Radfahrer sieht, bellt, zieht an der Leine und bellt er und hört nicht auf, bis wir vorbei sind.
    Mir kommt es wirklich wie ein Beschützerinstinkt vor. Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich für den Hund selbstbewusst genug auftrete, damit er diese Aufgabe ablegen kann.
    Was ich bis jetzt schon immer mache ist: Einfach an der Leine weiter ziehen und falls ich Lerckerlies dabei hab, ihm eins gebe sobald er ruhig wird. Eine andere Methode, für die ich persönlich nicht wirklich bin, da ich denke, dass es am Menschen liegt und nicht am armen Hund, der mich wahrscheinlich nur beschützen will, ist, dass ich ihn am Fell packe und etwas auf den Boden drücke, bis er ruhig ist (also bitte nicht so verstehen, dass ich den halb umbringe. Es klingt brutaler als es ist).


    .... joa ... so ganz weiß ich nicht mehr weiter. So will ich auf jeden Fall nicht weiter machen. Mir liegt sehr viel an meinem Hund und möchte natürlich nicht, dass er in solche Stresssituationen geraten kann.
    Bitte euch um Rat und schonmal vielen Danke fürs Lesen ;)
    Nachträglich Frohe Weihnachten :lachtot:

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  • also da gibts mehrere methoden,
    entweder nimmst du ein Halti,damit er nicht mehr zieht :???: macht meine freundin mit ihren riesen Labrador auch so,klappt prima


    dann frag vielleicht mal gute Bekannte,ob sie sich auf ein Fahrrad schwingen und an dir vorbeifahren,
    sollte der Hund bellen,hält die "gute bekannte" an, nimmt den Helm ab und sagt dem Hund ruhig hallo,ist die situation ruhig und gelassen,dann belohnt sie ihn mit einem Leckerlie,...
    ständiges wiederholen


    vielleicht auch mal dein Partner(in) auf dem Fahrrad vorbei fahren...
    einfach dass er bemerkt,dass es gute Menschen sind


    3,Methode (beim Hundeprofi Martin Rütter gesehen)
    bespritzen mit einer wasserpistole
    sobald der Hund bellt,spritzt du ab
    egal ob der Hund wasser mag oder nicht,denn mit einem unbedingten Reiz"wasser" rechnet er nicht,und sieht das bellen später als Hemmendes gefühl an,weil er es mit einem "schreck" verbindet


    ;-)
    liebe grüße

  • Also, für mich sieht das so aus, dass dein Hund in sehr vielen Situationen die Möglichkeit hat, alleine Entscheidungen zu fällen (häufig allein im Garten rumrennen, hat das ganze Haus uneingeschränkt zur Verfügung, Herumliegen von Ressourcen [Spielzeug / Kauknochen]). Also beginnt er auch, diese Ressourcen, die er hat, zu verteidigen: "Wehe, es kommt jemand meinem Garten zu nahe, dann bell ich!" Wenn Besucher kommen, gerät er in Stress und verbellt. Bist du mit ihm unterwegs, verbellt er Dinge, Menschen, Tiere, die ihm zu nahe kommen.
    Das alles sind Situationen, die eigentlich du als Rudelführer regeln müsstest, dafür müsste der Hund die also glauben, dass du der Rudelführer bist. Dazu wäre es zunächst wichtig, dass du seine Ressourcen kontrollierst, indem du ihn z. B. in nächster Zeit nicht mehr allein in den Garten lässt, ihm einen Liegeplatz zuweist, auf dem er zu liegen hat, wenn Besuch kommt. Sorge dafür, dass die Aufmerksamkeit deines Hundes bei dir ist.
    Dafür gibt es spezielle Übungen. Eine ganz einfache ist: Du hockst dich vor deinen Hund, nimmst ein Leckerli in die Hand, so dass er es sieht, und hälst das neben deinem Gesicht in die Höhe. Sobald dein Hund dich anstatt des Leckerlis anschaut, darf er es sich nehmen. Anfangs kannst du ihm helfen, indem du ihn leicht anpustet, damit er erst mal begreift, was du von ihm willst. Wenn das zu Hause klappt, kannst du das auch im Garten und /oder auf dem Spaziergang machen. Je mehr Aufmerksamkeit du bei dir hast, desto weniger wird er die Umgebung abchecken und auf Jogger oder Artgenossen losgehen.
    Draußen würde ich in Situationen, wo du damit rechnest, dass dein Hund anfängt zu ticken, die Leine hinter den Rücken nehmen, und ein oder zwei Schritte rückwärtsgehen, wenn er wieder loslegt, aber dann sofort aufhören wenn er aufhört und ihn dann loben mit Leckerli oder Klopfen. Damit zeigst du ihm, dass du die Situation regelst, nicht er. Leine hinter den Rücken deshalb, damit er gar nicht erst vorgehen und einen Erfolg für sich verbuchen kann. Mit einem Kommando wirst du in dieser Situation draußen nicht allzuweit kommen, weil Jogger / Radfahrer, also sich schnell bewegende Objekte den Beutetrieb des Hundes auslösen. Da nimmt er dann nichts anderes mehr wahr. Wenn du ihn aber mit deinem Körper zurückdrängst bzw. mit der Leine hinter dem Rücken rückwärts gehst, das kommt dann an. Und das dann gerne mit Freunden/Bekannten in verschiedenen Situationen üben. Die verschiedenen Situationen sind wichtig, da der Hund besser über die Anzahl der unterschiedlichen Situationen ein neues Verhalten verinnerlicht als einfach über die Anzahl der Wiederholungen in immer der selben Situation. Wichtig ist, alle Einschränkungen, die du setzt, nach und nach wieder aufzuheben, wenn dein Hund ein Alternativverhalten, welches du ihm anbietest (nicht mehr bellen, wenn ein Jogger kommt, sondern dich anschauen damit du regelst).
    Uuups, das war jetzt lang. Ich hoffe, es ist was dabei, womit du was anfangen kannst. Berichte doch mal weiter.
    Liebe Grüße

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  • Da hast du wohl recht, Anasi, aber manche Hunde sind draußen so sehr gestresst, dass sie keine Futter annehmen. Irgendwie muss man ja signalisieren: "Das ist es, was ich will!" Und mit der Stimme kommst du oft wegen dem Stress nicht an oder du bist selbst im Stress und es klingt für den Hund anders, als du es meinst.
    Aber zugegeben, mit meine Goldies bin ich da eindeutig im Vorteil :roll:
    LG

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Hallo und danke für die Antworten.
    Also ich persönlich finde nicht gerade, dass er machen und lassen darf, was er will. Mit im ganzen Haus aufhalten meine ich nur, dass er überall herumlaufen darf. Er darf nicht aufs Sofa oder Bett und weiß das auch.
    Leine hinter den Rücken mache ich auch sehr häufig, weil er dadurch eingeschränkt wird. Er merkt aber alles, auch wenn etwas hinter uns kommt und nicht vor uns ist.
    Ihr kennt den Hund einfach leider nicht. Das mit dem bellen, wenn besuch kommt macht er, weil er sich so wahnsinnig freut, wobei es auch darauf ankommt, welche Person zu uns kommt. Er verhält sich bei jeder anders.
    Er ist ein Hund, der einfach bei alles soo flink ist und alles so schnell mitbekommt, da komm ich eigentlich gar nicht mit. Deshalb, wenn ich die Leine hinter den Rücken tue, dauert es keine 2 Sekunden und er geht um mich herum, sodass er wieder "uneingeschrenkt" ist.
    Das mit dem "Mich-Anschauen-Leckerlie-Übung" werde ich mal ausprobieren.
    Ich seh es aber jedenfalls nicht so, dass er über das meisten entscheiden darf. Ein Platz hat er auch im Wohnzimmer, auf welchen er auch (aber erst seit neuestem beigebracht) auf Kommando geht, sofern nichts aufregendes in der Nähe ist. Aber sobald jemand kommt, bringt das alles nichts mehr.


    Danke, Gruß

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