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Angst vorm Rausgehen

  • Hallo.


    Ich habe meine 3 jährige Hündin vor fast 10 Monaten aus dem Tierheim bekommen. Sie war von Anfang an sehr ängstlich, wie man an meinen ersten Threads sehen kann, hatte ich vorher keinen Hund und war etwas überfordert.
    Das ganze hat sich aber mit der Zeit eingerenkt, ich habe hier gelernt, was ich von meine Hund erwarten kann, dass ich ihr Zeit gebe, sich einzuleben und mit Geduld und Liebe sehr viel erreiche.
    Bis vor 2 Wochen hat sich auch alles wirklich super entwickelt. Sie hatte von Anfang an Angst vor ziemlich viel, sie wollte eigentlich nicht raus. Das hatten wir aber soweit, dass ich immer weniger Leckerlis gebraucht habe, um sie vom Sofa aus der Wohnung und aus dem Haus raus gebracht habe. An manchen Stellen im Wald ist sie immer stehen geblieben (wir sind oft die gleichen Wege gelaufen im gleichen Wald weil der 1.direkt hier ist und 2. weil sie an anderen Orten Angst hatte wie am Anfang) auch das hatte sich sehr gebessert. Wir haben viele Suchspiele gemacht und ich bin mit ihr durch Wald und Wiesen gerannt, weil sie sich immer sehr an mir orientiert hat und selten mal wirklich gelaufen ist.
    Am Anfang habe ich schon bemerkt, dass sie im Wald ängstlicher ist als auf Wiesen, da hat sie gerne getobt.


    Seid 2 Wochen ist jetzt alles anders. Ich war krank und deshalb ist meine Mutter mittags anstatt mir mit ihr rausgegangen (ich bin noch Schülerin und der Hund ist immer vormittags bei meiner Mutter und sie geht auch eignetlich fast täglich mit ihr raus). Sie kam rein, meinte, dass es geknallt hat (dann rennt der Hund panisch nach Hause, ich war bei kleinen Fortschritten, hab es manchmal sogar schon geschafft, dass sie sich beruhigt hat und wir weiter gehen konnten). Es war also eigentlich besonderes.
    Seid dem Tag aber will sie überhaupt nicht mehr raus. Ich kann sie fast gar nich tmehr von der Leine lassen, dann läuft sie nach Hause. Wenn sie merkt, dass es raus geht, fängt sie an zu zittern. Deshalb gehen wir nur noch die Pipi-Runden (3 mal 30Minuten am Tag) und Wald geht gar nicht mehr, wobei wir die letzten Monate täglich im Wald waren. Es ist so wenig Bewegung am Tag, ich mache deshalb auch viel im Haus mit ihr. Aber es geht ja im Moment nicht anders. Mit Leckerli Spuren schaffe ich es meistens, sie freiwillig und mit vieel Geduld raus zubringen.
    Ich fange quasi von vorne an. Eigentlich ist es noch "schlimmer" als am Anfang. Sie hat schon im Haus manchmal Angst (Zittern, Schmatzen, sucht Schutz).


    Eigentlich weiß ich ja, wie ich weiter vorgehe. Ich fange mit den ganz kleinen Runden an und erst wenn die klappen, steigere ich. Aber sie klappen meistens ganz und gar nicht. Sie zittert fast die ganze Zeit. Außerdem fehlen ihr wirklich die Hundekontakte.


    Einen eigenen Trainer will ich eigentlich nur nehmen, wenn es wirklich nicht mehr anders geht, also wenn es sich jetzt nicht mehr bessert. Es hat ja schon so funktioniert. Außerdem müssen es meine Eltern bezahlen und die sehen darin einfach keine Notwendigkeit.
    Ich würde ja auch einfach zu normalen Kursen in die Hundeschule gehen, daran hätte sie sicherlich Spaß aber ich finde keinen passenden Kurs. Agility wäre so gut für sie, wir haben es schonmal kurz ausprobiert und sie hatte sogar Spaß, aber ich habe kein Auto und weiß nicht, wie ich irgendwohin kommen soll, zumal die ja immer ziemlich weit weg sind.


    Ich hoffe, irgendjemand hat noch irgendeinen Tipp für mich. Sie hatte sich sogar schon ab und zu auf den Spaziergang gefreut und konnte praktisch die ganze Zeit ohne Leine laufen.




    Danke

    Liebe Grüße von Lena mit Mio und Lolle :-)

  • Hallo,


    ach herrje, das ist ja nicht schön zu lesen. Deine Fellnase hat wohl einiges negatives in ihrem Leben erlebt.


    Hochachtung für Deinen Einsatz und Deine Geduld. Finde ich bewundernswert und das muss auch mal gesagt werden.
    Warst Du mit Deiner Hündin mal beim Tierarzt?
    Ich denke, dass es in diesem extremen Falle vielleicht von Vorteil wäre hier mit Bachblüten oder ähnlichem zu arbeiten.


    Da würde ich mal drüber nachdenken. Vor allem in Anbetracht von Silvester in naher Zukunft.


    Liebe Grüße und weiterhin gute Nerven und viel Geduld


    Steffi

    Liebe Grüße


    Steffi E.


    ____________________________



    Filou August 2007 der Spanier
    Murphy April 2010 der Amerikaner
    Ronja 10.08.1998 - 13.06.2012 die Deutsche, tief im Herzen und unvergessen

  • Hallo Lena,


    da hast du offenbar ein fettes Verhaltensproblem zu lösen.


    Weißt du denn halbwegs, wovor sich dein Hund fürchtet? Unbekannte Menschen, Hunde, fremde Umgebung?

    Liebe Grüße von Antonia

  • keine beschäftigung und nix mehr im haus.. alles draussen machen.. auch futter geben... spielen, knuddeln, ansprache...


    ich würd auch nichts loben draussen.. es ist normal, draussen zu sein, das muß nich gelobt werden... und sicher sein, dass du nix falsches lobst, kannste eh nich...


    klingt ziemlich hart... aber ständig angst haben draussen is auch hart...

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den kostenlosen Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Also ich habe mal eine Hündin kennen gelernt, die ging nie vor die Tür, weil sie so panische Angst hatte, noch nichmal die letzten 10 Meter bis zur Haustür. Die Besitzer haben sie immer im Innenhof ihre Geschäfte machen lassen. Meine Kusine hat dann mit ihr trainiert und mittlerweile geht sie ohne Angst spazieren, das hat allerdings sehr lange gebraucht.
    Sie hat nur mit Gedult und Leckerchen gearbeitet und hat immer den Hund entscheiden lassen, ob er weiter gehen will oder lieber zurück. Und immer nur kurze Einheiten, so zehn Mintuten am Tag oder alle zwei Tage.


    Der Hund war am Brustgeschirr und an der Langlaufleine, Schleppe geht auch. Sie hat nie einen Ton gesagt immer Leckerlies vor den Hund hin gelegt immer etwas weiter und wenn der Hund zurück wollte ging sie mit zurück und fing wieder von vorne an. Ganz langsam traute sich die Hündin immer weiter vor. Das ganze hat so ein Jahr gedauert.


    Bei sowas ist Gedult und kein Zwang wirklich das wichtigste, sonst kommt man nicht weiter.

    Lg Friederike mit Lilli und Heather
    Anja du bist in meinem Herzen!


    FOTOGALERIE DER USERHUNDE S.10 und 17


    "Solange der Mensch denkt, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können."

  • Danke schonmal für eure Antworten.


    Also, wovor sie Angst hat, dass kommt eigentich immer darauf an. Ich beobachte ihre Körpersprache sehr genau und habe dadurch einfach vom Gefühl her ein Bild, wovor sie Angst hat. Sie ist sehr Geräuschempfindlich, da kann ich es gar nicht richtig in Worte fassen. Alle Knall-artigen Geräusche, aber auch Bau-Geräusche machen ihr Angst. Bei den Bau-Geräuschen kommt es aber immer darauf an, und wie sie an dem Tag drauf ist.
    Richtig Angst mit weglaufen verbunden hat sie eigentlich nur bei Geräuschen. Großen Menschen geht sie leicht geduckt aus dem Weg, was sich aber denke ich mit der Zeit auch noch geben wird. Ich lasse sie da mal, hat bei Hunden auch mit der Zeit geklappt.


    Das mit Zwang nichts geht habe ich relativ schnell gemerkt. Im Moment sind meine Mittel Leckerlis und Geduld. Ich mache so lange weiter, wie sie Leckerlis annimmt, denn wenn sie das nicht mehr tut, ist das ein sicherer Indikator dafür, dass sie gestresst ist und ich gehe nach Hause. Es macht ja keinen Sinn, wenn sie draußen schlechtes erfährt.


    Heute ist wieder etwas komisches passiert. Sie voran in den Wald gegangen und wir sind fast 2 Stunden spazieren gegangen! Normalerweise läuft sie hinter mir und bleibt öfter mal stehen. Heute war es ein wenig anders, sie ist teilweise voraus gelaufen und als ich an ihrer Körperhaltung gemerkt habe, dass alles okay ist, hab ich sie von der Schleppleine gemacht (Die hatte ich dran, um ihr ein bisschen Freiheit zu ermöglichen aber sie im Notfall an der Leine zu haben). Es hat alles super geklappt! Ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass wir eine engere Bindung hatten. Sie hat sich anders an mir Orientiert. Irgendwie war es intensiver. Sie hat ihre Rute sogar entspannt getragen, was selten draußen vorkam. Am Ende haben wir dann noch ihren einzigen Spielepartner getroffen und die beiden sind richtig getobt (sie ist sehr wählerisch bei anderen Hunden).


    Ich habe das Gefühl, die kleine "Auszeit" hat ihr wieder mehr Sicherheit gegeben.


    Trotzdem wollte sie eben bei der Abendrunde wieder nicht so recht.


    Stellt euch vor, ich war früher mal wirklich ein richtig ungeduldiger Mensch, dieser Hund ändert mich vollkommen!

    Liebe Grüße von Lena mit Mio und Lolle :-)

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