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Harngries bei Welpen - Umstellung auf Barf möglich?

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    Hallo liebe Leute,


    meine kleine Ronja hatte letzte Woche eine Blasenentzündung. Bei der dabei gemachten Urinuntersuchung stellte sich heraus, dass sie Struvitsteine bzw. zumindest Gries davon im Harn hat. Jetzt hat der Tierarzt mit ein Dosenfutter zum Auflösen des Gries gegeben und noch ein Zusatzmittel. Ich würde meine Beiden (12 Wochen bzw. 20 Monate) alt jetzt aber gern auf Barf umstellen. Ist das bei Harnsteinen möglich und was muss ich beachten? Eigentlich soll man ja wohl proteinarm füttern. Geht das überhaupt bei Barf?


    Ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen.


    Ach so, der Große ist ein Hovawart-Mix und in der Kleinen soll Howi-Husky-Boarder Collie und Windhund drinstecken.

    Anja mit Taps, Frodo und Ronja

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  • Auf Proteine musst Du bei einer CNI achten, da sollten sie vor allem hochwertig sein.


    Bei Struvit ist das anders. Da ist der Urin basisch und konzentriert. Das Futter, das Du bekommen hast, säuert jetzt den Urin an, so das die Kristalle, die sehr scharfkantig sind und somit die Blasenschleimhaut verletzen, sich auflösen können. Es gibt aber auch ansäuernde Produkte wie Uropet (Paste) und Tabletten - leider Namen gerade nicht parat. Die harnansäuernden Futtermittel sollten nur übergangsweise gefüttert werden, bis sich der PH - Wert wieder im neutralen Bereich befindet.


    Struvit bildet sich oftmals bei Trockenfutterfütterung auf Grund hohen Gehalts an Getreide, auch geht man von einer genetischen Disposition aus. Dein Hund muss viel Flüssigkeit aufnehmen, um einer Urinkonzentration entgegen zu wirken.


    Barfen tu ich nicht, kann mir aber denken, dass Du damit den Struvit langfristig in den Griff bekommst. Ansonsten kann ich nur raten, auf Nassfutter umzustellen.

    Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Euch sehen kann, wann immer ich will.
    Nero Mala Püppchen Bambi und Julchen - Unvergessen

  • Du brauchst nicht proteinarm zu füttern bei Struviten und schon gar nicht einen Welpen! Rhian hatte das auch mit 18 Wochen, bekam aber kein Spezialfutter, da dies nicht an Welpen verfüttert werden darf (kann zu Mangelerscheinungen führen). Sie bekam AB und Vitamin C zum Ansäuern des Harns. Die Struvite sind weg und nie wieder gekommen (Blasenentzündung schon).


    Falls es dein Welpe ist (ist mir nicht ganz klar), der die Struvite hat: ist das Futter für Welpen zugelassen?


    EDIT: Struvite wegen Getreide? Woher denn diese Idee? :???:

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

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  • Also, die Beiden gehören mir. Bei mir bekammen sie bis jetzt TroFu und Nassfutter immer gemischt. Bei den bisherigen Besitzern (ich habe sie jetzt 3 1/2 Wochen) wurde nur TroFu gefüttert.


    Das Futter vom Tierarzt ist eben nicht für Welpen gedacht sondern für erwachsene Hunde. Auf meine Nachfrage meinte er ich solle eben Welpenfutter und das Diätfutter mischen. Das finde ich eben auch nicht ideal, deswegen meine Frage zur Umstellung auf Barf.

    Anja mit Taps, Frodo und Ronja

  • Ich denke, eine Umstellung sollte möglich sein, aber du wirst dir das ziemlich exakt ausrechnen müssen.... Denn die Übeltäter sind gleichzeitig Mineralien, die ein Welpe unbedingt braucht.


    Meine bekam damals nur Trofu, und ich habe dann einige Wochen zu 2/3 ein Adult-Trofu mit tiefen Werten für Phosphor und Magnesium gefüttert, denn dies sind 2 der 3 Bestandteile der Struvite, und von dem ist im Diätfutter extrem wenig (zu wenig für Welpen) drin. Wenn du mischen sollst, ist es aber schon abgemildert. Wichtig ist, dass der Hund viel trinkt, oder falls er das nicht tut eben das Futter zum Brei verdünnt wird. Das und die Harnansäuerung zusammen mit der AB-Behandlung der Blasenentzündung reichen meist, um den Griess aufzulösen.


    Punkte, die es bei der Frischfütterung zu beachten gilt: genügend hochwertiges Protein für den Welpen, aber nicht den Energiebedarf mit riesigen Fleischmengen decken, sondern lieber zu Fett und evt. Kartoffeln (wirken auch entwässernd) greifen. Keine Knochen, denn sie enthalten viel Magnesium und Phosphate; Calciumbedarf über Eierschalen oder Calciumcitrat decken und an den Phosphorgehalt anpassen.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

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  • Danke erst mal für die Antworten. Ich habe jetzt noch etwas gegoogelt und gelesen, dass man dann auf bindegewebreiches Fleisch und auf viel Knochen verzichten sollte und ansonsten möglichst mageres Fleisch gefüttert werden sollte. Ich habe das auf der Seite http://www.struvit.de/html/struvit.html gefunden. Kann das jemand bestätigen?

    Anja mit Taps, Frodo und Ronja

  • Ich finde die Tipps gut; einzig den Hinweis "mageres" Fleisch kann ich nicht nachvollziehen. Der Welpe benötigt doch neben Aufbaustoffen auch Brennstoff, und da ist Fett ideal. Fett begünstigt auch keinesfalls Struvite. Natürlich kann auch die Kartoffel Energie in Form von KH liefern, aber man benötigt mehr als die 10fache Menge davon verglichen mit Geflügelfett.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

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  • Ich würde mir da erstmal gar keine gedanken machen. Struvitkristalle hat man auch sehr oft bei Blasenentzündung. Ist die erfolgreich behandlet sind auch die Steine wieder weg. Ich würde ganz normal weiter Füttern. Das Diätfutter ist aufkeinenfall für Welpen gedacht !!! Ausserdem ist der Urin nicht basich sondern alkalisch. Zum ansäuern kann man Vit. C geben hat aber meist keine Auswirkung beim Hund. Wichtig ist das man das Antibiotika min. über 2-3 Wochen gibt damit alle Keime beseitigt sind.
    Was mehr nützt ist die Urinabsatzmenge zusteigern, das heisst das man Wasser zum Futter gibt, damit die Blase gut gespühlt wird.

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