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Mini Pinscher geht auf grosse Hunde los

  • Also, ich habe seit kurzem ein grosses Problem mit meinem Hund (18 Monate alt). Ich habe den Mini Pinscher Rüden vor 15 Monaten in China gekauft und auch 1 Jahr dort mit ihm gelebt. Vor 3 Monaten bin ich wieder in die Schweiz zurückgekommen.


    In China hatte mein Hund nicht so viel Kontakt zu anderen Hunden, da es keine Hundeschulen gibt.
    Er hat sich aber anfangs sehr gut mit den 2 Hunden meiner Eltern verstanden. Seit ein paar Wochen interessieren sich diese Hunde jedoch nicht mehr so für den Neuling, weil sie schon älter sind und auch nicht so gern spielen. Das gefällt meinem kleinen Energiebündel überhaupt nicht und er versucht deren Aufmerksamkeit mit allen Mitteln zu erlangen: er bellt und rennt um sie herum, dies kann ewig dauern und er hört einfach nicht auf.


    An der Leine hat er jetzt auch angefangen zu ziehen und andere Hunde anzubellen. Wenn der andere Hund frei ist und ich ihn spielen lasse geht alles gut, bis der andere Hund genug hat und nicht mehr spielen will, dann wird meiner wütend, bellt wie verrückt, rennt um den anderen Hund herum und versucht diesen in die Hinterbeine zu schnappen.


    Heute, als die beiden Hunde meiner Eltern den Kleinen wieder einmal ignorierten, hat er sogar nach einem geschnappt (Schweizer Sennenhund). Als dieser meinen Hund darauf hin zu Boden warf, sich auf ihn drauf legte und ihn anknurrte, hat mein kleiner den Schweizer Sennenhund völlig frech in den Bauch geschnappt.
    Den anderen Hund meiner Eltern (Zwergschnauzer) ineressiert meinen Hund nicht! Er zeigt dieses Verhalten beim spazieren auch nur gegen grosse Hunde.


    Glücklicherweise ist der Hund meiner Eltern sehr tolerant und warnt den Kleinen nur mit Knurren, der Kleine weiss aber einfach nicht wann er aufhören muss. Mein 'nein' oder 'stop' ignoriert er total, obwohl er sonst immer auf mich gehört hat, auch wenn andere Hunde anwesend waren. Auch wenn ich Spielzeuge oder Leckerli dabei habe um ihn abzulenken interessiert ihn das überhaupt nicht.


    Ich habe Angst, dass er mal an einen Hund gerät der nicht so tolerant ist und wirklich zu beisst wenn es ihm zuviel wird.


    In der Hundeschule die ich mal besucht habe mit ihm meinten sie nur, dass mein Hund zu verwöhnt sei und er sich daran gewöhnen müsse nicht immer Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies hilft mir jedoch überhaupt nicht weiter, denn zu Hause bellt er mich schliesslich nicht an wenn ich ihn ignoriere..


    Das Verhalten meines Hundes wird jeden Tag schlimmer und ich weiss einfach nicht wie ich es Ihm abgewöhnen kann.

  • Hi,
    ich kann den Leuten in der Hundeschule so auf Entfernung eigentlich nur beipflichten!


    Zitat

    Mein 'nein' oder 'stop' ignoriert er total, obwohl er sonst immer auf mich gehört hat, auch wenn andere Hunde anwesend waren. Auch wenn ich Spielzeuge oder Leckerli dabei habe um ihn abzulenken interessiert ihn das überhaupt nicht.


    Ich habe Angst, dass er mal an einen Hund gerät der nicht so tolerant ist und wirklich zu beisst wenn es ihm zuviel wird.


    In der Hundeschule die ich mal besucht habe mit ihm meinten sie nur, dass mein Hund zu verwöhnt sei und er sich daran gewöhnen müsse nicht immer Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies hilft mir jedoch überhaupt nicht weiter, denn zu Hause bellt er mich schliesslich nicht an wenn ich ihn ignoriere..


    Wenn dein "Nein/Stop" nicht reicht, dann solltest du deinen Hund wegholen, ihn anleinen und weggehen. Ich würd jetzt nicht unbedingt Schimpfen oder so, einfach: raus da. Setz dich durch: was du willst, wird gemacht. Es ist ne absolute Frechheit und Dreistigkeit von ihm, so vehement auf das Spielen zu bestehen. Das kann wirklich böse enden. Eine etwas grobere Maßregelung reicht, um deinem Hund Schaden zuzufügen, du musst ja nichtmal auf einen aggressiven Hund treffen!
    Ich dachte, in China war nicht so mit Hundekontakt? Wie hat er dann auf dich gehört, wenn andere anwesend waren? Oder meinst du die beiden von deinen Eltern? Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob es sich um bekannte oder fremde Hunde handelt!
    Die Aussage, dass er nicht immer Aufmerksamkeit bekommen soll, kann sich ja auch auf die anderen Hunde beziehen, nicht auf dich.
    Ich denke, da gehört auch eine gute Portion Unsicherheit dazu, weil er die Bellerei nur bei größeren Hunden bringt. Wie es sich anhört, verbellt er sie an der Leine erstmal, das kann auch Unsicherheit sein, dann wird er von dir bestätigt (hast du richtig gemacht - Belohnung: Leine ab). Dann wird er beim Spielen immer sicherer und später ein bissel größenwahnsinnig, indem er ihnen das Spiel aufzwingen will.


    Ich denke, du brauchst mehr Hundekontakte (natürlich abgesprochene), mehr Übung für Hundekontakte an der Leine, und vor allem musst du deinem Hund deutlich Grenzen setzen, bevor er anfängt, die anderen in die Hinterbeine zu schnappen. Am besten beendest du das Spiel, wann du willst, und gehst weiter.
    Ich würde trotzdem eine gute Hundeschule suchen. Auch, damit du den Gehorsam unter Ablenkung verbessern kannst. Ich schätze, du kannst ihn auch nicht wegrufen, wenn er das Spiel beenden soll, oder? Würdest du da sicher auch lernen.


    Bis dahin guck dir mal die beiden Themen von "staffy" an, sie hat gut beschrieben, wie man die Sache an der Leine hinkriegt:
    http://www.dogforum.de/ftopic61549.html
    http://www.dogforum.de/ftopic61551.html



    Ui war das lang... sorry.
    Grüßle
    Silvia

  • vielen Dank für deine Ratschläge! ja ich werde versuchen meinem Hund viel Kontakt zu anderen Hunden zu ermöglichen.


    Also, in China war mein Hund fast immer frei im Park oder im Quartier, dort hat er öfters Velofahrer und Fussgänger verfolgt :) Das konnte ich ihm jedoch sehr schnell abgewöhnen und er hörte sehr gut auf mein 'nein'.


    Der erste Monat, den wir in der Schweiz verbracht haben, lief alles gut. Er spielte mit anderen Hunden und ich konnte ihn ohne Probleme zurück rufen und weiter gehen. Ich habe dann einen Agilitykurs angefangen mit ihm voran er auch sehr viel Freude hat jedes mal. Die ersten 3 Wochen lief auch alles gut dort und dann hat das bellen am Wochenende bei meinen Eltern plötzlich angefangen. Auch im Agility ist es sehr mühsam geworden, vorher sass er schön brav neben mir, wenn er nicht an der Reihe war. Jetzt rennt er den anderen Hunden wie verrückt bellend nach im Parcours und ich muss ihn immer anleinen deswegen..


    Am Anfang als mein Hund frei war beim spazieren und ein anderer Hund entgegen kam, musste ich ihn nur zurück rufen und er kam sofort zu mir, jetzt rennt er sofort bellend los und hört kein bisschen auf mich. Ich leine ihn deswegen immer an, was ich auf dauer aber auch nicht möchte.


    Naja, ich weiss einfach nicht was falsch gelaufen ist und diese Veränderung gebracht hat. Es kam von einem Tag auf den anderen und wird jedes Mal schlimmer wenn wir einem Hund begegnen.

  • Hi,
    na das hört sich für mich schwierig an.
    Wenn er generell unsicher wäre, hätte er von Anfang an gebellt.
    Aber so - erst ne Weile alles lieb mitmachen und jetzt plötzlich kläffen? Kann bei deinen Eltern denn etwas vorgefallen sein, hast du da mal gefragt?


    Puh, und was sagt die Trainerin im Agi? Bei uns heißt es meistens, Hund anleinen und völlig ignorieren, wenn ruhig, loben...


    Auf die Dauer musst du ihn ja nicht anleinen. Er muss nur lernen, sich bei Hundebegegnungen erstmal auf DICH zu konzentrieren. Das kann schon ein bissel dauern. An die Leine soll er nur, damit er mit seinem Lärm keinen Erfolg (keinen Kontakt, kein Spielen) hat. Am besten wirklich zügig weitergehen, raus aus der Situation, dann steigert er sich vielleicht auch nicht so rein. Später kannst du eine lange, dünne Leine verwenden, damit du das Abrufen vom anderen Hund wieder üben/durchsetzen kannst.


    Die Leine tut deinem Hund nicht weh. Er muss dir deswegen nicht leid tun. Ich denke, er hat einfach eine geringe Frusttoleranz ("ich will aber" - "ich will aber, und zwar sofort!!").


    Für absolute Notfälle könntest du auch mit einer Wasserpistole ein Wort wie "Ruhe", "Lass es" oder so KONDITIONIEREN.
    Dieses Vorgehen solltest du aber mit einem Verhaltenstrainer besprechen, der sich das Gekläffe näher angesehen hat. Aus der Ferne lässt sich das schlecht beurteilen, und das wäre wichtig, damit so eine Konditionierung nicht nach hinten losgeht.


    Lies auf jeden Fall die beiden Sachen von staffy, haben schon vielen geholfen :)


    Viele Grüße
    Silvia

  • ja ich habe gefragt, aber meine Eltern können sich das auch nicht erklären. sie sagten alles sei normal verlaufen bis mein Hund plötzlich auf die anderen losgegangen ist..


    Noch zu deinem ersten Eintrag, da hast du glaub ich was missvestanden. Ich lasse meinen Hund nicht von der Leine wenn er bellt (du hast da geschrieben er kann das als Belohnung und Bestätigung empfinden). Ich meinte da einfach allgemein wenn mein Hund schon frei ist und ein anderer entgegen kommt der auch nicht angeleint ist.


    Wenn er bellt drehe ich mich meistens um und gehe weg, er hört dann erst auf zu bellen und ziehen and der Leine, wenn er den anderen Hund nicht mehr sieht. Und im Agility sagen sie mir dasselbe was du gesagt hast, aber leider gibt es nicht viele Momente wo er ruhig ist..


    Naja ich werde mit ihm üben mit anderen Hunden. Hoffe dass er sich irgendwann wieder beruhigt. Meine Agility Trainerin hat mir angeboten mir zu helfen dabei, ihre Hunde sind sehr tolerant, lassen sich aber nichts gefallen und weisen den Kleinen sofort in die Schranken wenns zu viel wird ohne ihn zu verletzen.


    Vielen Dank für deine Tipps und die Links! Ich werde versuchen diese Ratschläge zu befolgen und hoffe es bessert bald!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hallo,


    Dein Hund könnte jetzt auch erwachsen werden und mit 18 Monaten testen viele aus, ob sie denn wirklich auf Frauchen oder Herrchen hören müssen.


    Wenn er bellt ignorier ihn und laufe einfach an den anderen Hunden vorbei, kein Blick, kein Nein, kein garnix, einfach laufen...


    Ich würde ihn auch an die Schleppleine nehmen und das abrufen in Anwesenheit anderer Hunde üben.
    Kann verstehen wenn Du Dir Sorgen machst, bei so einem Kleinen kann eine Beisserei halt schon anders ausgehen als bei etwas größeren Hunden.


    Zudem würde ich ihn durchaus mit souveränen Hunden spielen lassen, denn von diesen bekommt er seine Grenzen aufgezeigt und ich habe den Eindruck, dass er im Moment meint er sei der Größte..


    Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Training


    Liebe Grüße


    Steffi

    Liebe Grüße


    Steffi E.


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    Filou August 2007 der Spanier
    Murphy April 2010 der Amerikaner
    Ronja 10.08.1998 - 13.06.2012 die Deutsche, tief im Herzen und unvergessen

  • Das mit dem erwachsen werden habe ich mir so gar noch nicht überlegt, könnte jedoch so stimmen. Er war früher sehr ängstlich als wir ihn gekauft haben und ist beim kleinsten Geräusch oder Bewegung sofort zwischen meine Beine geflüchtet. Das hat sich sehr gebessert bis er richtig neugierig wurde. Jetzt ist er sehr selbstsicher. Vielleicht etwas zu selbstsicher :)


    Vielen Dank für den Tip!

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