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Hirnschaden durch Antibioitkum?

  • Hallo liebe Foris!
    Heute morgen traf ich eine HH mit ihrem 4 jährigen Beardedcollie.
    Ich sehe sie nicht oft, kenne den Hund aber als lebhaftes überschwängliches Energiebündel. (Meine Tochter ist eine Schulkameradin der HH.)


    Heute nun war der Hund wie verwandelt. Er wirkte wie um Jahre gealtert.
    Auf meine Nachfrage hin erfuhr ich, dass er im Januar eine schlimme Lungenentzündung durchgemacht hat, in deren Verlauf er eine Überdosis Antibiotika bekam, ohne die er aber wohl gar nicht überlebt hätte.


    Jedenfalls hatte das zur Folge, dass er nicht mehr selber fressen konnte (geht wieder) die Orientierung verlor (fand sich selbst im Haus nicht mehr zurecht) und insgesamt nun wie ein richtig alter, dementer Hund wirkt.


    Laut HH wird sich das auch nicht wieder ändern. Das tut mir unendlich leid, sowohl für den Hund, als auch seine Familie, die wirklich alles für ihn tut.


    Habt Ihr sowas schon mal gehört?


    Betroffene Grüße,

  • Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass eine Überdosierung Antibiotika nötig war. Viel hilft nicht viel. Wenn es wirklich überdosiert war, dann war es ein Fehler des TA. Ob solche Folgen durch eine Überdosierung entstehen können, weiß ich nicht. Ich hätte mich als Hundehalter allerdings in alle Richtungen informiert.


    Für mich hört sich das nach einer seperaten oder Folgeerkrankung an.

  • Tja, so wie ich es verstanden habe, hat das AB nicht geholfen und es mußte weiter (über das normale Maß hinaus) gegeben werden, sonst wäre der Hund an der Lungenentzündung verstorben :-(


    Nun hat aber der Körper das AB in der Menge auch nicht vertragen und es kam zu dem oben beschriebenen Zustand.


    Immerhin hat der Hund überlebt. :/


    Ich hätte allerdings auch eher mit einer Schädigung der Darmflora oder auch Leber gerechnet, als mit dem Hirn.


    :???:

  • Beim Hund habe ich es noch nicht gehört.
    Je nach Wirkstoff des Antibiotikums, z.B. bei Nitrofurantoin, kann es zu Polyneuropathien kommen.


    Ich vermute, dass der Hund nicht zuviel AB bekommen hat, sondern einen Wirkstoff mit erheblichen Nebenwirkungen.
    Anders war der Kampf vielleicht nicht zu gewinnen.


    LG, Friederike




  • Soweit ich weiss, schafft es ein normal dosiertes Antibiotikum nicht, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.


    Bei Überdosierung kann es aber vorkommen, dass es über die Schranke ins Gehirn gelangt, und dort Schäden anrichtet, die sich wie im genannten Fall in Fressunlust, schlechtem Gang niederschlägt.


    Deshalb kann man auch so schwer Tumore im Gehirn behandeln. Es gibt einen Blut-Schranken-Defekt bei einem Teil der Beadedcollies, den MDR-1 Defekt. (Ivermectin-Überempfindlichkeit). Auch der Erreger der Borreliose überwindet die Blut-Hirnschranke.


    Es kann daher tatsächlich sein, dass es durch die Überdosierung zu den Verhaltensauffälligkeiten gekommen ist.

    Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Euch sehen kann, wann immer ich will.
    Nero Mala Püppchen Bambi und Julchen - Unvergessen

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • *huch*


    Das hab ich - zum Glück - alles nicht gewußt. Unser Hund hat auch zwei Wochen Antibiotikum bekommen, das eigentlich nur fünf Tage gegeben werden sollte. Und vorher schon zwei Wochen Baytril und noch ein anderes, nur teilweise wirksames Antibiotikum sowie nach Laborbefund Oxytetracyklin. Danach dann zwei Wochen das andere, von dem ich den Namen nicht mehr weißt. Aber wir hatten die Wahl: Entweder geben und das Beste hoffen oder Bakterien freien Lauf geben... Ich habe zu dem Antibiotikum gelesen, dass es zu Rückenmarksproblemen kommen kann und war panisch. Aber wie gesagt, wir hatten auch keine andere Wahl...

  • Danke für Eure Antworten. Ich muß seit heute morgen immer an den armen Wuff denken.
    Klar, er lebt und das ist immerhin etwas, aber es ist trotzdem traurig, er ist nur noch ein Schatten seiner selbst und war doch vorher so ein agiler und fröhlicher Hund. Und er ist doch erst 4!


    Und sein Frauchen meint, das wird nie wieder besser. Keine Ahnung, ob er dadurch jetzt generell eine geringere Lebenserwartung hat, oder ob er in diesem Zustand trotzdem alt werden kann.

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