Stress beim Spaziergang

  • Zitat


    Wenn wir zu Hause sind macht er morgens und abends seinen Haufen und das wars. Darum trauen wir uns ja teilweise gar nicht mit ihm spazieren zu gehen.

    Ich finde nicht, dass das besonders viel ist, wenn euer Hund zweimal am Tag sein großes Geschäft verrichtet. Meiner verrichtet in der Regel auch zweimal täglich sein großes Geschäft.

  • Ihr solltet gerade wenn jemand drittes dabei ist konsequent sein und auch da eure Übungen machen- wieso denn auch nicht?

    Nur weil Hund nicht will?? DU bist der Chef. Und es wird gemacht was DU willst- egal wie nörgelig der Hund ist. Er ist schon 2 Jahre alt- also wirds dringend Zeit ihn mal richtig zu erziehen...

  • Naja, da muss ich vielleicht zugeben, dass wir da in letzter Konsequenz nicht durchgreifen. Weil wir uns dann immer sagen, wenn er alles abgecheckt hat ist ja auch alles wieder normal.
    Er ist ja auch eigentlich ein recht ruhiger Geselle. Nur, dass er halt recht schnell Stress aufbaut und ich es nicht normal finde, dass er immer wieder seine Chefallüren rauslässt.
    Wir waren auch schon mal am überlegen ihn kastrieren zu lassen, um dadurch ihm eine wenig Stress / Männlichkeitsbedürfniss zu nehmen. Habt ihr da Erfahrung?

    Dierk

  • Hallo.
    Eurem Tier fehlt es ganz eindeutig an Grundgehorsam.
    Diesen könnt ihr nur durch konsequentes Üben, Üben, üben
    erreichen.

    Und die Betonung liegt auf KONSEQUENT.
    Ihr wollt etwas durchsetzen bei dem Tier,
    dann tut das.

    Geht mit ihm in eine HuSchu und lasst euch fachmännische Hilfestellung geben.

    ;)

  • Doch unter Umständen schon, wenn der kleine andauernd nicht weiß, ob er sich jetzt auf euch verlassen kann oder doch nicht wird das nicht unerheblich zu seinem Stress beitragen.
    Konsequentes Verhalten und klare Kommunikation mit dem kleinen (die problemlos mit einer rein auf positiver Bestärkung basierenden Erziehung einhergehen können) stellen für ihn das Fundament seiner Situation in der Gruppe mit euch dar, wenn er auf ein Kommando hin mal reagieren muss und mal nicht dann zeigt ihm das nur, das er sich auf euch nicht verlassen kann.

    Diese "Unzuverlässigkeit" kann schon dazu führen, das er in Gegenwart von anderen Leuten und in anderer Umgebung selber alles kontrollieren will und deshalb total hochfährt und den absoluten Mega-Stress aufbaut.

    Viele Grüße

    auch ein Dirk

  • So wie Du das ganze schilderst, könnte es sicherlich für unseren zutreffen.
    Das würde auch erklären, warum er auf verschiedene Situationen und Personen unterschiedlich reagiert.

    Dierk

  • Hallo du,

    willkommen im Forum.

    Auch ich würde euch dringend empfehlen, mal einen Trainer zu Rate zu ziehen, der sich das Ganze anschaut. Sowohl auf den Spaziergängen als auch bei euch Zuhause.

    Wenn der kleine Mann nun schon 2 Jahre alt ist, hat er diesen Stress ja schon über einen langen Zeitraum. Vieles von seinem Verhalten wird sich da schon ritualisiert haben. Natürlich solltet ihr konsequenter werden (damit ist nicht böse oder grob gemeint), aber ihr werdet viele Baustellen haben, von denen das Markieren nur eine ist. Und um an den richtigen Baustellen anzufangen, nicht alles auf einmal zu ändern und den Hund dadurch eventuell noch mehr zu verunsichern, wäre ein Trainer schon hilfreich. Ansonsten wirst du hier im Forum sicherlich auch eine Menge Hilfe, Tipps und Ratschläge bekommen, wenn du es erstmal ohne Trainer versuchen möchtest. Schau dich mal in den Rubriken "Haltung und Erziehung" und "Probleme mit dem Hund" um. Da wirst du sicherlich fündig.

    Du sagst, wenn er Zuhause ist, dann macht er nur morgens und abends ein Häufchen. Bedeutet das, dass ihr an manchen Tagen gar nicht mit ihm rausgeht? Ein Kong und ein bißchen Erziehungsarbeit ist eine feine Sache, aber bei Weitem nicht alles, was ein Hund braucht um ausgelastet zu sein. Schau dich doch hier im Forum mal unter Trainings-, Beschäftigungsmöglichkeiten um. Da wirst du eine Menge finden und sicherlich auch etwas, dass euch und eurem Hund Spaß macht. Das fördert nebenbei und spielerisch auch den Gehorsam.

    Was macht ihr denn auf den Spaziergängen mit ihm? Wenn ihr euch da sinnvoll mit ihm beschäftigt (also nicht Bällchen werfen) hat er ja grundsätzlich weniger Zeit zu schnüffeln und zu markieren.

    Den Gedanken an eine Kastration würde ich erstmal ganz hinten anstellen, solange er nicht leidet, wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist (Futterverweigerung, fiepsen, trauern, etc.). Das Umdenken, nicht mehr Chef sein zu müssen, findet in seinem Kopf statt, nicht in seinen Hoden ;). Und dabei braucht er eure Hilfe.

    Das Futter finde ich leider weder vollwertig noch hochwertig. Schaut euch doch mal hier unter der Rubrik Fertigfutter oder Barf um, da werdet ihr eine Menge erfahren. Auch hier http://www.der-gruene-hund.de und hier http://www.drei-hunde-nacht.eu findet ihr viele Informationen zu einer guten Ernährung.

    Zitat

    Man hat echt bedenken ihn irgendwo mit hinzunejmen, weil man Angst hat.

    Wovor genau hast du Angst?

    Wenn euer Wuff gerade draußen so permanent unter Strom steht, ist es natürlich schwierig, an ihn ranzukommen. Du selbst kannst in Streßsituationen auch nicht wirklich lernen. Wenn er draußen kein Leckerchen nimmt, wäre auch erstmal eine Alternative, ihn sein Futter draußen erarbeiten zu lassen. Dafür gibt es halt nichts oder nur die Hälfte z.B. aus dem Napf.


    Sicherheit, Vertrauen, Konsequenz und Geduld, Geduld, Geduld werden euch - und vor allem dem Hund - aber weiterhelfen. Du wirst sehen, wenn ihr ihm zeigt, dass er sich um bestimmte Dinge nun nicht mehr kümmern muss, wird er ruhiger und hat weniger Stress. Nehmt ihm die Verantwortung ab für Dinge, die er sowieso nicht regeln kann und gebt ihm dafür Aufgaben, die er lösen kann.

    Liebe Grüße,
    SaFla

  • Danke für Deine Antwort.
    Du hast vollkommen Recht damit, dass wir mehrere Baustellen haben und sicherlich den Fehler machan alles auf einmal abstellen zu wollen.
    Ich glaub das liegt aber auch in unserer Natur.
    Das fängt an mit dem Besuch, der dann sagt:" der ist aber lästig, das geht ja gar nicht", oder mit unserem empfinden, kann er nicht so ruhig laufen wie andere Hunde? Warum bellt er denn, es ist doch nichts, bzw. ein paar Windgeräusche nachts und er jammert.

    Was wäre den Deiner Ansicht nach das wichtigste in der Erziehung, was ein Hund kapieren muss und wie kann man sowas umsetzen?

    Ich komme leider vom Land und eine Hundeschule ist hier nicht in Sicht, bzw. vom Eindruck so merkwürdig das man sagt: "ne, da gehen wir nicht hin".
    Deswegen wollen wir es schon versuchen selber zu erarbeiten.

    Dierk

  • Hallo,

    irgendwie verstehe ich das alles nicht so.
    Oder bin ich zu blöde?
    Du hast geschrieben, dass er nur unterwegs so viele Haufen setzt und markiert, aber zu Hause nicht.
    Muss ich das so verstehen, dass er das in fremden Umgebungen macht und in bekannten nicht? Oder was bedeutet "zu Hause" nicht? Dass es daher nicht am Futter liegen könnte...?
    Wenn Besuch an der Tür klingelt, sollte der Hund lernen, auf seinen Platz zu gehen. Das müsst ihr erst mal in Ruhe üben oder kennt er das Kommando "Geh auf deinen Platz"?
    Ihr habt den Besuch an der Tür zu regeln, nicht er, und das funktioniert nur, wenn er nicht mehr dabei sein darf.

    Gruß

    Leo

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