• Hallo alle zusammen,

    so, nun hat es uns also auch getroffen. Bei unserer 12 jährigen Schäferhündin Sina wurde mittels Biospie ein Osteosarkom im rechten
    Vorderlauf diagnostiziert.

    Sina hat sich letzte Woch Montag zu Beginn eines Spaziergangs den Vorderlauf oberhalb des Mittelfußwurzelgelenks gebrochen. Während ich
    auf meinen Mann und das Auto wartend bei meinem Hund saß, der sich
    von mir erstaunlich schnell beruhigen ließ, war mir eigentlich schon klar, dass so ein Hundeknochen nicht einfach mal so bricht.

    Die daraufhin beim TA erstellte Röntgenaufnahme sagte auch nichts Gutes. Am darauffolgenden Tag wurde dann die Biopsie gemacht. Es kann sich bestimmt jeder vorstellen, dass die Woche des Wartens auf den Befund mit zu einer der schlimmsten Wochen unseres Leben wurde.
    Wir entschieden uns allerdings schon nach der Röntgenaufnahme dafür,dass Bein auf gar keinen Fall zu amputieren und Sina nach positivem Krebsbefund einschläfern zu lassen, da wir überhaupt keine Vorstellung davon hatten, wir sie mit einem Dank der porösen Knochen nicht mehr zu operierenden oder spontan heilenden Bruch schmerzfrei weiterleben sollte. Aber unsere Süße hat uns da ganz etwas anderes erzählt. Der Bruch wurde mit Fiberglas geschient und Sina bekommt jeden Morgen ihre Dosis Metacam und ihr geht es supergut. Wir müssen sie sogar bremsen, da wir schon Sorge haben, dass diese Schiene bricht. Somit machen wir uns jetzt natürlich Gedanken, ob es richtig ist, eifach so abzuwarten bis wir merken, dass ihr schlechter geht und sie nicht mehr leben will. Wir werden am Samstag, beim nächsten TA-Besuch noch einmal mit ihm reden und um eine Röntgenaufnahme der Lunge bitten, um, sollte die Lunge noch nicht von Metastasen befallen sein, zu überlegen, wie es mit unserer Sina weitergehen soll. Wie jeder andere, der vor diesem Problem steht, wollen wir natürlich alles für unseren Hund Richtige tun. Aber das ist sooooooooooooo schwer. Sie ist doch schon 12 Jahre alt, kann man ihr zumuten noch zu lernen auf drei Beinen zu gehen. Ein befreundeter TA kennt allerdings einen Prothesenmacher für Tiere. Ist es andersherum richtig, nur weil sie 12 Jahre alt ist, einfach abzuwarten, bis der Sensenmann klopft. Wir haben nicht anderes als unseren geliebten Hund im Kopf. Es wäre super schön, von euch viele Antworten zu bekommen. Ich habe nun schon stundenlang im Forum gelesen und wegen der sehr sehr traurigen Geschichten viele Tränen verdrückt. Ich sehe aber auch, dass ich hier genau richtig aufgehoben bin, weil nur ihr,
    die ihr Eure Hunde auch so liebt, uns verstehen könnt.

    Ganz liebe Grüße und hoffentlich viele Antworten
    Petra

  • Hallo Petra,

    ach man, eure arme Hündin :(

    Wenn ich es an eurer Stelle zu entscheiden hätte, würde ich zuerst auf das Ergebnis des Röntgens warten. Sollte der Krebs schon metastasiert haben, dann würde ich sie weiterhin mit der Schiene laufen lassen und Schmerzmittel geben - solange es ihr sichtlich gut dabei geht. Da heisst es dann allerdings sofort handeln und im Sinne des Hundes entscheiden, wenn sie Schmerzen hat oder leidet... :|

    Sind bisher keine Metastasen vorhanden, dann würde ich eine OP evtl. in Betracht ziehen - allerdings in ganz starker Abhängigkeit vom Allgemeinzustand des Hundes ! Die Amputation geht oft mit hohem Blutverlust einher und der Kreislauf des Hundes muss die OP incl. Narkose verkraften können - wenn Hunde die OP überleben müssen sie zumindest eine realistische Chance haben, dass die Wunde hinterher heilt und sie ein halbwegs normales Leben führen können, sonst wäre eine solche Belastung ganz sicher nicht im Sinne des Tieres.

    Schäferhunde sind ja zum Glück nicht ganz so massig und schwer, so dass man bei einem fitten - wenn auch älteren Hund - ein Amputation durchaus in Betracht ziehen kann.

    Mag sein, dass sich mein Beitrag recht abgeklärt liest, ich selbst hatte eine junge Hündin mit Osteosarkom im Vorderlauf, bei der wir uns gegen eine OP und Chemo entscheiden mussten, bei der Hündin eines Bekannten wurde trotz hohen Alters eine OP durchgeführt während der diese verstorben ist :no:

    Ich drücke euch die Daumen und wünsche eurer Sina das Beste

    LG
    Stefanie

  • Hallo,

    und willkommen auf dem Forum!

    Mh mich machen solche Diagnosen immer arg betroffen und ich versuch mich dann in die jeweilige Situation hineinzuversetzen. Ich hab auch eine 12jährige hier, aber bis auf Athrose gehts ihr recht gut.

    Also ich glaube ich würde es ehrlich davon abhängig machen, in wie weit der gesamte Körper des Hundes betroffen wäre. Würde mir TA sagen, es ist "nur" das eine Füsschen und die Maus ist ansonsten fit (auch Kreislauftechnisch) und es wäre so weit fortgeschritten, würde ich mich glaube ich für eine Amputation entscheiden. Anfangs wäre es sicher schwierig für die Fellnase auf drei Beinen durchs Leben zu laufen, aber anhand von unglaublich vielen Fällen stellt man fest, dass Hunde sich sehr schnell mit einer solchen "Behinderung" zurecht finden können. U. a. hab ich mal einen Hund kennengelernt der die kompletten linken Beine amputiert bekam, wegen eines schweren Unfalls und der auf 2 beinen rennt wie der Wind und wenn er stehen bleiben will lehnt er sich gegen HAuswände und ist ein absolut lebensfroher Hund.

    Würde sich aber rausstellen, dass der "Krebs" bereits gestreut hat (oder auch bereits auf andere Knochen übergriffen hat) , würde ich ihr die OP und auch irgendeine Chemo deutlich ersparen und ihr die Zeit so schön wie möglich machen. solange sie sich gut fühlt, wohl fühlt und am Leben Spaß hat, würde ich es unterstützen, was möglich ist. Und wie du schon sagtest, beobachten wann es schlechter wird.

    Es ist immer schwer da die Richtige Entscheidung zu treffen und ich denke auch bei einer Amputation ist immer die Frage, wie kommt Hundi damit klar... oder ob es übrhaupt Sinn macht. Hier braucht es glaub ich echt einen Tierarzt dem man vertrauen kann und ich hoffe, den habt ihr an Eurer Seite.

    Ich wünsch Eurer Süßen alles Liebe und hoffe es geht ihr noch sehr lange gut. (egal wie ihr euch entscheiden werdet)

    Ganz Liebe Grüsse
    Pandora

  • Das ist so furchtbar! Ich habe mich auch mit diesem Gedanken beschäftigen müssen, obwohl es eigentlich schon zu spät war. Ich wusste es nur nicht.
    Mein Hund hatte Krebs im Kiefer, und wir wollten ihm eventuell einen Teil des Knochens entfernen lassen.
    Ganz ehrlich, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass es wiederkommt? Was rät denn der Arzt? Unsere Klinik hat uns damals dazu geraten einzuschläfern, es war so furchtbar schwer aber aus heutiger Sicht das Beste.
    Es gibt Hunde die noch sehr lange mit Krebs leben, ob ich amputiern würde? Ich glaube nicht wenn ich ehrlich bin. Ganz viel Kraft für euch!

  • Hallo,

    fühl Dich erstmal gedrückt und egal, wie Ihr entscheidet, tut dies im Sinne des Hundes.

    Kriterium wäre für mich neben der Frage der Metastasen auch noch, ob der Hund Verschleisserscheinungen (HD, ED, Arthrosen usw.) hat.

    Sollte er insoweit angeschlagen sein, würde er die Belastung, auf drei Beinen zu hüpfen, sicherlich nicht sehr lange aushalten. Dann würde ich mich gegen eine OP entscheiden.

    Bei solchen Vorerkrankungen hätte der Hund zuerst die OP wegzustecken und wäre dann durch die Überbelastung der anderen Beine ständigen Schmerzen und schnell voranschreitenden Verschleisserscheinungen ausgeliefert.

    Dann lieber die wenigere Zeit, die verbleibt, mit Lebensfreude nutzen, als kurzfristig vielleicht zu verlängern, mit der Zeit aber nichts anfangen können, weil zuerst die OP zur Ruhe zwingt und dann die Gelenke.

  • Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank für die netten Willkomenswünsche.

    Es ist schon so, dass Sina Arthrose hat, sie ist ja nun kein junger Hüpfer mehr. HD und ED hat sie nicht und das Herz-Kreislaufsystem ist supergut.
    Für uns ist es nur sehr wichtig, dass wir sie nicht einschläfern müssen, nur weil sie Probleme mit der Schiene bekommt, Reibung, Entzündungen, etc.
    Es ist alles superschwierig, aber ich glaube weiterdenken in Richtung Amputation brauchen wir erst, wenn das Röntgen der Lunge noch keine sichtbaren Metastasen zeigt.

    Lieben Gruß
    Petra und die Mädels

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