Anton und sein Martyrium mit dem Krebs...
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Hallo ihr Lieben!
Es ist leider etwas lang geworden.
Zu folgendem Thema wurde bereits ein Thread im Juli eröffnet, aber ich muss mir jetzt mal den Frust von der Seele schreiben. Nehmt es mir nicht übel...
Es geht um folgenden alten, zauseligen Herren namens Anton:
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Anton ist jetzt 13 Jahre alt. Meine Stiefmutter hat ihn mit 4. Jahren aus dem TH geholt. Bis vor einem halben Jahr war Anton sehr aktiv, klar mit den Jahren wurde er ruhiger aber immer frohen Mutes. Seit einem halben Jahr hat er nun einen Tumor in der Nase. Der TA hat eine Schleimhautentzündung vermutet. Mir war gefühlsmäßig sofort klar, was das bewucherte Nasenloch wohl zu bedeuten haben könnte. :| Schrecklicherweise sollte es sich bewahrheiten: Krebs! Wir waren alle schrecklich verzweifelt und schließlich wurde der Tumor weg operiert und eine Gewebeprobe in eine Klinik geschickt: bösartig! Wir (meine Stiefmutter, mein Vater und ich) waren total fertig mit den Nerven, haben uns aber versucht gegenseitig zu beruhigen und es den Hund nicht spüren zu lassen. Aber heute bin ich an meiner persönlichen Grenze angelangt...
Der Tumor ist längst wieder da (ca. 9 Wochen nach der OP) und ich habe das Gefühl er wird immer größer. Anton ist auch total aufgedunsen- ich denke der Krebs hat im Körper gestreut, frisst kaum, trinkt aber zwei große Hundenäpfe voll Wasser am Tag.Hier zwei unangenehme Bilder seiner Nase. Wer sowas nicht sehen mag, bitte weiter scrollen. Möchte sie niemandem aufdrängen!
Externer Inhalt s1b.directupload.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.... und die schreckliche Seitenansicht:
Externer Inhalt s3b.directupload.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Ich befinde mich nun in folgender Situation: im August bin ich mit meinem Freund zusammengezogen. Nun bin ich aber in unserem Haus, da meine Eltern im Urlaub sind. Ich passe auf Hund, Kater und Haus auf und versorge sie. Meine Eltern sind ungern geflogen, aber zur Zeit der Buchung war das ganze "Hundeelend" noch nicht abzusehen. Ich habe das Gefühl Anton mag nicht mehr, vielleicht ist es auch nur mein persönliches Gefühl der Ohnmacht. Nichts tun zu können. Er zieht sich zurück oder lässt den Kopf hängen und trottet durch die Gegend.
Beim Gassi gehen, manchmal auch zu Hause regt er sich immer sehr auf, er fängt dann an absichtlich zu Schnauben wie verrückt. Ich denke, erstens weil er dieses Ding loswerden will und zweitens weil sein Geruchssinn nun so stark eingeschränkt ist. Dann passiert es dass die Geschwulst anfängt zu bluten und es läuft ihm in Strömen über das Maul. Er kann das Blut gar nicht so schnell "aufschlecken", es bilden sich ganze Laachen unter ihm...
Ich habe dann heute den TA von ihm angerufen (der ist ein ganz schöner Ar*ch) , deswegen bin ich mit meinem Kleinen auch woanders), der meinte allenernstes in einem kackfrechen Ton: "Tjjjaaaahaaa da KÖNNEN Sie mal gar NICHTS machen, oder Sie kommen vorbei, ich kann dann was zum Abschwellen spritzen Aber dass das hilft, garantiere ich Ihnen nicht!" Daraufhin war ich erstmal perplex und habe mich dagegen entschieden, diesem Quacksalber mein Geld in den Rachen zu werfen! Unmöglich!Ich denke ich werde das jetzt noch Morgen beobachten und falls es sich nicht bessert oder gar verschlimmert, werde ich zu meiner TÄ gehen.
Klingt wahrscheinlich echt bescheuert aber: Es zieht mich nur so runter, dassi ich gestern einen frischen Gehörschutz-Stöpsel in mein rechtes Nasenloch gesteckt habe (war ja Sonntag und ich musste nicht vor die Tür)
... Ich wollte- ich weiß nicht was ich wollte. War wohl ein Gedanke von "geteiltes Leid ist halbes Leid" und zu wissen wie der arme Hund damit umgehen muss. Mit diesem Leidensweg. Jedenfalls habe ich nach ein paar Stunden die Krise gekriegt. Ich roch nix, ich schmeckte nichts und es nervte- ich wurde teils richtig aggressiv einfach durch dieses Gefühl, dass das was da war nicht dort hingehörte. ICH konnte ja meinen "Test-Tumor" einfach so wieder rausnehmen...Ich bin jetzt noch bis zum 29.10 hier allein. Also knapp anderthalb Wochen und ich fühle mich mit der Situation überfordert. Diese absolute Konfrontation mit der Krankheit tut einfach so schrecklich weh!
edit: Mir ist ja auch Bewusst dass er schon ein alter Herr ist und dass im Falle von Schmerzen eine Einschläferung unausweichlich ist. Ich habe den Hund unwahrscheinlich lieb, aber ich kann doch nicht über Leben und Tot bestimmen. Er gehört ja quasi von Rechtswegen meiner Stiefmutter, die mich wahrscheinlich Einschläfern lassen würde. Auch wenn viele im Umfeld sagen, dass sie "selbst Schuld" ist wenn sie den Hund hier zurück lässt. Aber ganz egal welche Entscheidung ich für den Hund treffen muss- es wird in ihren Augen die falsche sein. Das verunsichert und beunruhigt mich ja noch zusätzlich.
Ich danke Euch fürs lesen. Es ist gut, dass es mir nicht mehr einsam auf der Seele lastet. :abschied:
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Hallo,
es tut mir sehr leid dass der Krebs so schnell wieder da ist. Mein Hund hatte auch Krebs und ich hab ihn erlösen lassen bevor es heftig wurde.
Hat der Hund vielleicht Schmerzen? Ich würde auch zum Arzt mit ihm gehen, der arme kann dir ja nicht sagen wenn ihm was weh tut!
Schick dir mal ganz viel Kraft und dem Hundi auch
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Ja ich denke auch, dass wir zum Tierarzt müssen. Vorallem wenn er Schmerzen hat würde ich mich gern eingraben. Mal abgesehen von dem schrecklichen Umstand, dass dann ein geliebtes Tier stirbt ist ja grausam, aber ich werde warten müssen bis der Urlaub meiner Eltern vorbei ist. Ich fühle mich einfach nicht berechtigt zu entscheiden und hätte gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, dass ich dem Hund noch 9 Tage Schmerzen antue. Verflixt. Ich fühle mich einfach in die Verantwortung genommen, für eine Sache der ich mich nicht gewachsen fühle. Darüber habe ich insbesondere mit meinem Vater gesprochen. Der verdrängt den Umstand aber einfach, wird schon alles gutgehen. Vor den Kopf stoßen und sagen, dass ich mich nicht um Anton kümmern kann, weil ich Angst habe würde er nicht verstehen.
Lieben Dank für deine Worte greta. Ich hoffe einfach dass Anton es auch bald "geschafft" hat. Er hat es einfach verdient. Da muss der Mensch (in diesem Falle meine Stiefmutter) mal ihr Ego zurück schrauben. Auch wenn das leichter gesagt als getan ist. Ich wüsste nicht was ich täte wenn meinem Kleinen auch noch sowas bevor steht. Aber ihn leiden lassen, nur damit ich ihn nochmal sehe würde ich aus heutiger Sicht nicht. Vielleicht sieht das dann auch nach ein paar Jahren mal ganz anders aus. Na ja wie gesagt, leichter gesagt als getan.
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Vielleicht kann man ja erstmal was geben gegen Schmerzen, wenn es denn wirklich so sein sollte! Warte mal ab was der Arzt sagt. Eine wirklich besch... Situation für dich!
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Du hast recht mit dem Abwarten. Aber immer wenn ich ihm ins 'Gesicht' gucke versetzt es mir einen richtigen Stich und ich male mir die schlimmsten Szenarien aus. Nichts mehr da von dem Spielkameraden, dem Helden (er hat mal einen Mann gestellt der eine Frau gewürgt hat), stets begeisterungsfähigen und so lebenslustigen Hund. Das alles habe ich ja durch meinen Auszug aus dem Elternhaus, nicht so intensiv mitbekommen. Und nun habe ich meinen kleinen tobeverrückten Alwin, der beschäftigt werden will und den kranken Anton der beruhigt werden muss wenn er wieder anfängt zu Schnauben, dass es blutet. Ein bisschen viel alles. Ich werde jetzt im Schlaf ein bisschen Kraft für die nächsten Tage tanken. Ich berichte Dir/Euch dann wie es Morgen bei TA war. Ich sag gute Nacht.
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Das mit Anton tut mir so leid. Ich würde auch mit ihm zu einem anderen Tierarzt fahren und ihm etwas gegen die Schmerzen geben.
Ich drück Dir und Anton die Daumen, dass er es schafft, bis Deine Eltern aus dem Urlaub zurück sind. Es ist eine schlimme Situation für Dich.
LG Noora und Jerry -
Das ist wirklich eine traurige Situation.
Ich finde die Idee mit ihm einmal zu deiner Tierärztin zu gehen eigentlich gut. Als meine Nova letztes Jahr an Krebs erkrankte hatte ich Gott sei Dank eine ganz tolle Tierklinik mit lieben Ärzten hinter mir die mir geholfen haben sie ohne Schmerzen durch die letzten Wochen zu begleiten.
Ich denke ein guter TA der viel Einfühlungsvermögen hat und in dieser schwierigen Situation (mit der man selbst erst einmal völlig übervordert ist und die emotional so belastet) berät und hilft ist wichtig. Das kann auch wenigstens ein wenig Druck von den Schultern nehmen.
Ich wünsche euch alles Gute und halte uns bitte auf dem Laufenden. -
Hallo Du.
Ich kann Dich gut verstehen. Der Hund, der einst durch die Gegend gesaust ist, der den Schalk im Nacken hatte, jetzt müde und kraftlos zu sehen, ist für uns Mensch sicher sehr schlimm. Aber ich glaube, er arrangiert sich. Er verkriecht sich nicht, er geht mit Dir raus, er scheint ja auch noch zu futtern - das sind seine Zeichen von Lebenswillen.
Zeig Deinem Hund, dass Du für ihn da bist. Sei fröhlich, denke an Eure schöne aktive Zeit - Du wirst das alte Männlein mit Deiner dann positiven Einstellung bestimmt anstecken. Meine Hunde merken sofort, wenn ich traurig und niedergeschlagen bin. Sie sind dann ruhiger und manchmal auch etwas irritiert.
Ich weiss, es ist schwer, mit solchen Krankheiten umzugehen. Schenke Deinem Hund viele zärtliche Momente, zeig ihm, dass Du an ihn glaubt.
Die Idee, mit ihm bei Deiner Tierärztin vorbei zu schauen, finde ich gut. Sie wird mit Dir sicher über den Zustand reden können, denn scheinbar vertraust Du ihrer Kompetenz. Vielleicht gibt es ja noch weitere Möglichkeiten, sein Leben besser zu gestalten.
Ich drücke Dir beide Daumen - und Deinem alten Männlein erst recht.
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Wie gehts denn Anton jetzt? Seid ihr beim TA gewesen?
LG Noora und Jerry
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