Mein Junghund möchte unsere Katzen totbeißen
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Hallo,
vieliecht weiß jemand Rat. Ich habe einen 7 Monate alten Junghund, Königspudelgemisch. Andere Tiere hier in dem Haus sind noch meine Althündin, die 12 ist und 2 hundemögende Katzen. Ich habe schon 2 Hunde gehabt, auch katzenungewöhnte Jagdhundmischlinge, die haben sich aber nach einer Woche spätestens mit den Katzen vertragen.
Ich habe die Junghündin mit 8 Wochen bekommen, alles so gemacht, wie immer bei jedem neuen Hund, Katzen vorgestellt, die waren auch zutraulich zum Welpen - bischen vorsichtig, aber haben sich durchaus mal in seine Nähe gesetzt und schnüffeln lassen, sie haben alle zusammen ihre Leckerchen bekommen und und.
Der Welpe war schon von Anfang an ein bischen ZU interessiert an den Katzen, hat sie also regelrecht genervt und bedrängt, sie haben mal gefaucht und auch einmal zugelangt (lachhaft, das war eher ein wegschubsen) und sind weggelaufen, wenns zu doll wurde.
Nach einiger Zeit wurde das Verhalten des Hundes immer schlimmer, die Katzen kamen garnicht mehr unbehelligt durch die Katzenklappe, immer versuchte der Hund, auch da zu sein und..(und was? Sie hat sie nie erwischt aber war extrem aufgeregt)
Ich habe es mit Nein, Pfui, Wasserpistole, Wassereimer, Klapperdosen werfen....etc probiert, mit Geruchsaufnahme, mit gemeinsamen Füttern, mit jedesmal Füttern, wenn Katze kam... Ich habe alles, was mir einfiel probiert und jeden Kniff, den ich in Hundeschulen dafür ergattern konnte.
Auch mobile Hundetrainer vor Ort haben sich das angeschaut und hatten gute Methoden und Tipps - entweder kann ich die nicht umsetzen oder sie wirken nicht.
Irgendwann mußte ich die beiden Parteien trennen, nur noch unter strenger Kontrolle konnte ich beide zusammenlassen, um den Hund notfalls sofort zurückzuziehen.
Trotzdem dachte ich - die müssen wissen, daß sie alle zusammen in einem Haus wohnen, mein Junghund muß lernen, nicht seine Mitbewohner zu jagen.Es wurde immer schlimmer. Irgendwann habe ich sie nicht mehr zusammengelassen, weil der Hund größer wurde und vollkommen ausflippte, wenn er Katzen sah - draußen hat er eine gestellt und gebissen, nicht lebensgefährlich, aber blutig.
Dann sagte mein Partner - wenn sie sie hätte totbeißen wollen, hätte sie das getan. Ha! Neulich habe ich mit ihr mit dem Maulkorb trainiert - einfach so, wir spielen an und absetzen, damit sie in Situationen, wo sie einen tragen müsste, nicht davon gestresst wird. Kann sie auch gut haben, ist ja immer mit Lob und Lecker verbunden...
Aber dann: ich ging durch die Trennungstür - eine Katze kam mir entgegen, Hund flippte aus, drängte mich! weg, ging auf die Katze los - mit Maulkorb zwar, aber so massiv, ich dachte, sie drückt die Katze tot!
Die Katze hieb auf die freie Nase und biss wohl auch, ging alles sehr schnell und rannte dann weg - Hund hinterher, sie hat weder beim Krallen noch beim Beißen von der Katze abgelassen.Hätte sie den Maulkorb nicht umgehabt, wäre diese Katze jetzt sicher tot.
Da ich die Verantwortung für alle meine Tiere hier habe und eigendlich keine Katze abgeben möchte, frage ich hier nochmal, ob jemandem etwas einfällt, was funktioniert und was nicht einer der beiden Parteien unnötig quält, die Situation ist ja für alle quälend, Katzen, Hund und mich.
Ich hoffe auf Ratschläge.
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18. Oktober 2008 um 10:23
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Mein Junghund möchte unsere Katzen totbeißen - Vor einem Moment
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Hallo,
wenn ich den Thread so lese, dann wüsste ich als Hund auch nicht, was ich nun machen soll (oder nicht). Du hast ziemlich konfus - aus der Perspektive des Hundes - trainiert. Mal hast Du versucht die Katzen zum Tabu generell zu machen, dann hast Du versucht sie zu "Familienmitgliedern" für ihn zu machen. Und das vermutlich gleichzeitig, hintereinander, für den Hund ziemlich durcheinander.
So wie Du es schreibst, wird es nicht mehr lange dauern bis er eine killt. Denn der Jagdinsinkt reift mit der Pubertät erst richtig aus. Aber das hast du ja auch schon erkannt, wie man an der Überschrift sehen kann.
Ich denke nicht, dass Du es noch mit "guten Worten" hinbekommst, dass er sie jemals als Teil seiner Familie akzeptieren wird. Er betrachtet sie als Jagdobjekte und wird diese Ansicht nicht mehr ändern...
Das, was Du jetzt nur noch tun kannst, ist, ihm zu erklären, dass das Deine Beute ist und er grundsätzlich niemals was an Deiner Beute zu verloren hat. Du hast ja geschrieben, dass er Dich auch zur Seite drängt, um an die Katzen zu kommen. Sowas zum Bespiel zeigt, dass er selbstbestimmt handelt und er die Beute ausschließlich als seine betrachtet. Wie man das genau macht, kann man allerdings nur vor Ort erklären, zeigen, durchführen...
Eines ist allerdings klar: Du wirst sie niemals mehr unbeaufsichtigt zusammenlassen können.
Mir stellt sich bei all dem auch noch die Frage, ob ein stressfreies Zusammenleben überhaupt jemals wieder möglich sein wird.
Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber einfach eine Tatsache: Du hast es in einer Zeit, in der der Jagdinstinkt noch nicht wirklich ausgereift war nicht hinbekommen das Verhalten zu unterbinden. Es wird jetzt noch schwieriger, weil, wie oben schon erwähnt, das volle Jagdverhalten jetzt erst ausreift. Du müsstest Dir also die Frage stellen, ob Du das leisten kannst auf Dauer...
Viele Grüße
Corinna -
Hallo,
ich würde auf jeden Fall am Grundgehorsam mit ihm arbeiten.
Es kann nicht sein, dass der Hund Dich wegdrängt um an "seine" Beute zu kommen.
Zum anderen musst Du ihm unmissverständlich klar machen, dass Du dieses Verhalten auf keinen Fall duldest.
Ich kenne einige Beispiele persönlich, in denen Jagdhunde, auch ältere, gelernt haben, dass Tiere im Haushalt nicht zum jagen da sind.
Die Flinte würde ich nicht gleich ins Korn werfen. Allerdings solltest Du darauf achten, dass die Katzen sicher sind.Wir haben hier drei Katzen und zwei Hunde. Der jüngere ist 14 Monate alt und kam erst mit 5 Monaten zu uns.
Er würde draußen jedes Tier (Hase, Fasan, Rehe) jagen wenn ich ihn denn lassen würde.
Zuhause hat er gelernt, dass die Katzen TABU sind. Er hat einen Kater mit dem spielt er, den anderen kann er nicht so gut ab, akzeptiert ihn aber und die Kätzin ist ihm gänzlich egal.Es kann ja nicht sein, dass sich Deine Katzen nicht mehr ins Haus trauen.
Um hier erstmal für Sicherheit zu sorgen würde ich ihn an eine Hausleine legen. Je öfter er auf die Katzen "loskann" um so mehr Erfolg hat er und um so schwieriger wird es für Dich.Was haben denn die Trainer gesagt und was haben sie Dir vorgeschlagen?
Vielleicht hast Du wirklich zuviel durcheinander gemacht anstatt bei einer Methode zu bleiben.
So wie Flying Paws schon schrieb.Liebe Grüße
Steffi
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Hallo, danke für die schnellen Antworten.
Ich glaube, ich habe einiges nicht gut ausgedrückt - aber ganz sicher habe ich meinem Hund nicht permanent was anderes gezeigt - sondern je massiver ihr Jagen wurde, desto massiver meine Abwehrmaßnamen dagegen.
Grundgehorsam lernen wir beide in einer Hundeschule, das kommt langsam gut in die Gänge, ist noch lange nicht perfekt, aber verglichen mit anderen Hunden in dem Alter und anderen Hunden aus anderen Hundeschulen finde ich ihr Gehorsam und ihr Hören schon richtig gut.
Aber das sagt ja wahrscheinlich jeder Hundebesitzer von seinem Hund, da bin ich nicht objektiv.
Warum sich der Jagdtrieb natürlich schnell entwickelt und fast explosionsartig steigert, ist mir auch klar, da werden ja eine Menge Glückshormone ausgeschüttet, besser als jedes Leckerli. Auch das wußte ich schon vorher und habe versucht, diese Situationen garnicht erst entstehen zu lassen. Aber als Katze laufe ich weg, wenn mir eine nasse Nase auf den Pelz rückt. Das habe ich halt paar Mal nicht unterbinden können.
Und dieser Hund ist so total anders als alles, was ich vorher gesehen und erzogen habe, von Anfang an so dermaßen penetrant Katzensüchtig. (Aber sie ist sonst Klasse, ich liebe sie heiß und innig, trotz der Schwierigkeiten)
Die Anworten von Euch haben mir aber doch schon klargemacht, daß es wohl keine ultimative Lösung (ich träume ab und zu auch von Lottogewinnen *grins*) gibt, ich werde dann bei einer Hundeschule ein Antijagdtraining mitmachen und danach entscheiden, ob ich die Katzen weggeben muß oder es riskieren kann. Auch wenn das schon wieder ein neuer Versuch ist, aber es ist dann der letzte Versuch, dann gebe ich die Katzen zu ihrer eigenen Sicherheit auf, wenn es dort nicht fruchtet.Kennt jemand eine gute Schule für Antijagdtraining? Bevorzugen würde ich eine Schule im nordwestdeutschen Raum, würde aber auch bin München fahren, wenn es sich lohnt. Bitte nur dann angeben, wenn Ihr selber da gewesen seid und davon überzeugt seid, ja?
Lieben Gruß Anke
PS - Vorschläge von Trainern waren u.a. Sachen, die ich nicht befolgen wollte, Stachelhalsband, Telekak oder auch Sachen, die meine Möglichkeiten überforderten, wie den Hund NUR -und zwar sein Leben lang - auf dem Platz zu packen, nur wenn ich mich mit ihr beschäftige, darf sie den Platz verlassen, um direkt meinen Befehlen zu folgen. Ich kann mir vorstellen, daß einige das machen, aber ich kann das nicht durchgängig. Eine Zeitlang auf den Platz schicken ja, aber nicht nur, ständig, ihr Leben lang. Da bekomme ich ja schon vom zugucken Druckgeschwüre, sorry.
Ansonsten gab es durchführbare Tipps, wie positive Verstärkung, wenn sie nicht jagt, danach solche Methoden, wie Wasserpistole, Klappern etc. -
Sach mal lese ich richtig dass du die Katzen abgeben würdest weil der Hund der später kam sie nicht mag? Ich krieg da echt nen Prass....
Ich hab auch fünf Pelzgurken und dann kam der Hund und wenn der sich nicht mit denen verstanden hätte und ich es in absehbarer Zeit nicht hinbekommen hätte ihm das auszutreiben dann müsste der Hund schweren Herzens gehen oder man findet eine Lösung die die Tiere nicht stresst, was immer schwierig wird.
Last hired, first fired..... warum müssen die Katzen darunter leiden dass du die Erziehung des neuen Hundes nicht hinbekommst?
Kann Corinnas Aussage verstehen, du hast wild rumprobiert weil nichts gefruchtet hat und der Hund hat wohl mit der Zeit gelernt dich in solchen Situationen auszublenden weil du unvorhersehbar geworden bist.
Ein "Nein" bleibt ein "Nein" und hätte von Welpe an trainiert werden müssen, nun scheint er dich nicht wirklich mehr ernst zu nehmen. -
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Hallo Ankocon,
Wo wohnst Du denn? Ich denke man bekommt das mit Deinen Vierbeinern hin, wenn man recht schnell handelt. Aber viel zeit würde ich nicht verstreichen lassen, denn Katzen verschwinden sonst gern auch auf nimmer wiedersehen.
Liebe Grüße
Dana und Wauzis -
Hallo,
ich bin auch der Meinung, dass man das hinbekommen kann. Es erfordert sehr viel Arbeit und Konsequenz.
Du solltest seinen Freiraum im Moment durchaus einschränken um die Katzen zu schützen und zum anderen um eingreifen zu können.Es bringt ja auch nichts wenn sie mit dem Maulkorb hinterher rennt. Erfolg hat sie auch mit dem Maulkorb wenn sie jagen kann.
Ich glaube der Hund tut Dir mehr leid als die Katzen. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich würde ihn auch an seinem Platz anbinden wenn Du grad nicht aufpassen und verhindern kannst, dass er die Katzen jagt.
Er darf sie nicht mehr jagen und keine Gelegenheit mehr dazu bekommen.
Überleg Dir wie Du es schaffen kannst, ihn zu sichern und hol Dir gegebenenfalls wirklich nochmals kometente Hilfe ins Haus.
Ach:
meine Katzen lassen sich auch mal die nasse Nase ins Fell drücken und hauen nicht gleich ab. Warum auch?
Sie haben gelernt, dass die Hunde ihnen nichts tun und sie unter meinem Schutz stehen.
Deine Katzen sind ja an Hunde gewöhnt.Liebe Grüße und viel Erfolg
Steffi
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Zitat
Sach mal lese ich richtig dass du die Katzen abgeben würdest weil der Hund der später kam sie nicht mag? Ich krieg da echt nen Prass....
Kann das nicht jeder entscheiden wie er möchte? Und kommt das da nicht auch...vielleicht ein klitzekleines bisschen...darauf an zu welchem Tier die Bindung tiefer ist?
Wir haben auch Hund und Katze - glücklicherweise einigermaßen problemlos - und sollte da irgendwann das Zusammenleben nicht mehr funktionieren würde bei mir auch die Katze gehen, obwohl sie länger da ist! -
Zitat
Kann das nicht jeder entscheiden wie er möchte? Und kommt das da nicht auch...vielleicht ein klitzekleines bisschen...darauf an zu welchem Tier die Bindung tiefer ist?
Wir haben auch Hund und Katze - glücklicherweise einigermaßen problemlos - und sollte da irgendwann das Zusammenleben nicht mehr funktionieren würde bei mir auch die Katze gehen, obwohl sie länger da ist!nein, finde ich nicht. Bei mir hat jedes Tier denselben Stellenwert. Die Katzen liebe ich anders als den Hund und manche Katzen liebe ich mehr als andere aber ich würde trotz allem das Tier behalten welches als erstes kam.
Meine Ältesten sind 9 und 8 Jahre alt und sehr auf mich geprägt und ich fände es unverantwortlich dass sie wegen meiner Schuld einem Welpen weichen müssten, das geht einfach nicht. Auch wenn ich meinen Hund abgöttisch liebe und alles dransetzen würde dass es funktioniert.
Ich schaffe mir kein Tier an um es irgendwann wieder abzugeben, das kann und würde ich nie tun, denn egal was ist es gibt immer eine Lösung und kein Tier müsste wegen meiner Inkompetenz leiden.So ist meine Meinung aber anscheinend haben Katzen hier einen geringeren Stellenwert als Hunde und das finde ich erschreckend.... Katzen sollten keine "Platzhalter" sein bis man einen Hund halten kann und dann kommen sie weg weil der Hund sie nicht mag....
Sorry ich kann den Gedankengang eben nicht nachvollziehen....
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Hallo,
also ich sehe das, ganz ehrlich, auch so wie Kitara.
Für mich war es klar, dass der Hund mit Katzen auskommen muss. Ansonsten kann er nicht hier bleiben. Dies sagte ich damals schon der Tierschutzorga.
Natürlich habe ich Probleme eingeplant und auch eine gewisse Eingewöhnungszeit. Um ehrlich zu sein, glaube ich auch, dass man einen Hund durchaus an Katzen gewöhnen kann und umgekehrt. Vor allem wenn er als Welpe ins Haus kommt.Ich bin bei uns eher der Hundemensch (habe selbst auch eine Findelkatze), meine Freundin ist der Katzenmensch. Ich kann ja schlecht von ihr verlangen z.B. ihren Kater, der schon seit 7 Jahren bei uns lebt, abzugeben wegen einem Hund, der als letzter in die Gemeinschaft kam.
Natürlich muss das jeder selbst wissen.
Es kann auch gut sein, dass die Katzen von sich aus gehen wenn sie die Möglichkeit (Freigang) haben. Jedoch würde ich persönlich das nicht wollen und es auch nicht darauf ankommen lassen.
Wie gesagt, ich denke mit dem richtigen Training bekommt die TS das auch in den Griff. Nicht von heute auf morgen, aber es ist machbar, vor allem bei einem Junghund von 7 Monaten.
Liebe Grüße
Steffi
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