Immer wieder An(Hoch)springen

  • Hallo,
    ich habe schon die Suche betätigt aber leider nichts gefunden...
    Unsere Idefix springt immer noch Herrchen und Frauchen und auch Besuch an. Versuch mit ignorieren usw. hat alles nichts geholfen. Weitere Versuch mit leichter "Erschreckungsmethode", also Geräusch machen das er von seinem "tun" abgelenkt wird, zieht auch nicht immer richtig. Was können wir noch tun? Wer hat noch Tipps wie wir Idefix das Anspringen abgewöhnen können? Bei Herrchen und Frauchen ist es nervig, aber bei kleinen Kindern bzw. etwas gehbehinderten Großeltern wird es auch gefährlich. Mal ganz davon abgesehen, dass Gassi gehen usw. nur in dreckigen Klamotten beendet wird...
    Hat noch jemand "brauchbare" Tipps??? :???:

  • Bringt ihm eine Ersatzhandlung bei.

    Wann immer er versucht zu springen, versucht es mit Sitz oder ähnliches und belohnt dann den Moment.

    Ober belohnt einfach den Moment, wenn alle 4 Pfoten auf dem Boden sind und führt dann später ein Signalwort - zum Beispiel "runter" oder "unten" ein.

    Oder werft ein Leckerchen hinter den Hund werfen und so eine Chance haben, das er a. abgelenkt ist und b. vielleicht etwas ansprechbarer.

    Oder wenn es um das Anspringen von Besuch geht, dann kann man dem Hund noch beibringen, das er zum Beispiel beim Klingeln an einem bestimmten Platz begibt.

  • Hey...

    mit Bowie hatten wir auch eine ganze Zeit lang das Problem...Bei euch könnt ihr es so machen, dass ihr bei einem Anspringversuch euch wegdreht, ihn absitzen lasst und ihn erst dann streichelt....

    Und bei fremden bzw anderen Personen würde ich vielleicht anfangs an der Leine üben, gerade, wenn es sich um Kinder oder ältere Personen handelt...
    Bevor er angefasst und begrüßt wird, lasst ihr ihn absitzen, belohnt ihn natürlich dafür und jeder versuch aufzustehen und hochzuspringen wird direkt mit einem sitz unterbunden...Umso länger ihr das macht, desto mehr prägt es sich auch bei ihm ein, dass er dann automatisch sitz macht....

    Hat bei uns ganz gut funktioniert, aber wie immer : Keine Erfolgsgarantie, ihr müsst halt schauen, ob es für euch evt die richtige Lösung ist...Viele Wege führen nach Rom ;)

  • Kann mich DarkAngel nur anschließen - wir haben das Problem ganz aktuell auch und kriegen es bisher am besten dadurch in den Griff.

  • Hallo,

    was auch noch geht, aber nur in die Hände der erziehenden Person(en) gehört, ist das Mittel "Auf den Hund zugehen".

    Immer wenn ein Hund angelaufen kommt mit der Absicht einen anzuspringen, setzt das beim Hund zunächst mal einen Denkprozess in Gang. Er muss abschätzen WANN er springen muss, d.h. er knobelt sich die richtige Entfernung aus und setzt dann zum Sprung an.

    So und genau HIER kann der HH wunderbar die Rechnung des Hundes durchkreuzen, indem er genau in dem Moment, wo Hundi zum Sprung ansetzt, einen grossen Schritt auf den Hund zugeht, unterstützt wird das Prozedere noch durch einen ausgestreckten Arm mit gespreizter Handfläche/Fingern (Richtung Hund).

    In diesem Moment ist nämlich seine ganze "Rechnerei" hinfällig und er muss seinen Prozess abbrechen und neu ansetzen.

    Diese Übung sollte aber zunächst nur von den Erwachsenen innerhalb der Familie durchgeführt werden, denn hier ist Timing alles! Bin ich nur einen Augenblick zu langsam, ist der Hund schon in seiner "Flugbahn". Bin ich jedoch zu schnell, dann kann der Hund noch umdenken und trotzdem zum Sprung ansetzen.

    Wir haben bei unserem Momo zunächst auch die "Wegdreh-Methode" probiert aber das klappte irgendwie gar nicht. Die Sache mit dem 1 Schritt nach vorne brachte aber sehr schnell Erfolg. Natürlich kann es vorkommen, dass der Hund dann in die Beine läuft, weil er ja schiesslich die Entfernung nicht mehr richtig berechnen kann.

    Aber lieber nehme ich eine Zeitlang dieses bewusste Berühren in Kauf als dass ich meinen Hund auch weiterhin an meinen Klamotten (und viel schlimmer noch ist der Besuch!!!) hochspringen lasse.

    Jedoch sollte man sich im klaren sein, dass dieses Hochspringen in der Regel nichts anderes darstellt, als die Tatsache, dass der Hund bestimmen möchte was ansteht. Er pöbelt sozusagen den HH und die Mitmenschen an und sowas sollte nicht geduldet werden. Wenn mein Hund entscheidet, dass er körperlich werden möchte gegen mich, dann werde ich im Gegenzug ebenfalls körperlich werden. Ich spreche jetzt nicht von gewaltsamen Handlungen gegenüber dem Hund, sondern vielmehr von rausgedrücktem Hintern wenn er mal wieder kommt oder vom wegdrücken mit der Hand.

    Lg
    Volker

  • Zitat


    Jedoch sollte man sich im klaren sein, dass dieses Hochspringen in der Regel nichts anderes darstellt, als die Tatsache, dass der Hund bestimmen möchte was ansteht. Er pöbelt sozusagen den HH und die Mitmenschen an und sowas sollte nicht geduldet werden. Wenn mein Hund entscheidet, dass er körperlich werden möchte gegen mich, dann werde ich im Gegenzug ebenfalls körperlich werden. Ich spreche jetzt nicht von gewaltsamen Handlungen gegenüber dem Hund, sondern vielmehr von rausgedrücktem Hintern wenn er mal wieder kommt oder vom wegdrücken mit der Hand.

    Lg
    Volker

    Du hast wohl gesteren den Rütter gesehen, oder? :D

    In der KB steht folgendes:

    Zitat


    - Ein Hund, der uns zur Begrüßung anspringt ist nicht dominant, im Gegenteil, er zeigt durch diese Geste subdominantes Verhalten.


    ;)

  • Hi Morrygan,

    also in der Tat - JAAA den hab ich gesehen :D

    Aber ganz davon abgesehen, hab ich meine Hunde schon vor dieser Sendung gehabt und nach diesem Schema erzogen ;-)

    Nein, aber viele glauben ja tatsächlich, dass man dem Hund schon Schaden zufügt, setzt man nur seinen eigenen Körper ein und verweigern diese Art der Erziehung. Ich bin ganz sicher gegen Gewalt bei Tieren im allgemeinen, wobei ich immer wieder die Frage stelle - WO fängt Gewalt eigentlich an?

    In meinen Augen dort, wo dem Tier absichtlich oder zumindest schon mit der Kalkulation gerechnet wird, dem Tier körperlich zu Schaden. Dazu zählen in meinen Augen starke Reize an der Leine (reissen) oder der Einsatz von Hilfsmitteln, die auch zum Ziel haben, den Hund durch Schmerzreize zu bändigen (Gentle-Dogs!!).

    Von Tritten und Schlägen mal ganz abgesehen - sowas kommt überhaupt nicht in Frage, es sei denn ein fremder Hund kommt auf mich zugeflogen mit der Absicht, seine Beißerchen in meinem Fleisch zu vergraben - da gehe ich entsprechend roh zu Werke - aber aus Selbstschutz!

    Andere wiederum sehen den Ansatz von Gewalt bereits darin, wenn eben schon der Körper eingesetzt wird (wegdrücken, schubsen etc.) Allerdings frage ich mich allen Ernstes, ob ich einen Hund wirklich allein verbal erziehen kann - ich jedenfalls behaupte nein, das geht nicht. Irgendwo und irgendwann kommt der Punkt, wo ich meinen ach noch so lieben Hund körperlich erziehe, mag es auch unbewusst geschehen, aber ein Hund braucht klare Signale um zu verstehen. Drücke ich ihn mit meinem Hintern weg oder blocke ihn durch angewinkeltes Bein im Zusammenspiel mit verbaler Kommunikation, dann versteht mein Hund sehr schnell was gefordert wird.

    Versuche ich ihm aber allein auf verbaler Art zu vermitteln, warum er dies und jenes nicht darf, dann verwirre ich meinen Hund doch nur noch zusätzlich, denn ein Hund ist einfach nicht dazu geschaffen uns Menschen als Gesprächspartner zu dienen. Jede gute HuSchu wird sagen, dass weniger Kommunikation oftmals mehr beim Hund bewirkt, als sinnloses zutexten.

    Auch dieses Problem war schon Thema bei Rütter. Ich weiß nicht mehr wie der Mann hieß, aber er bombardierte seinen Hund geradezu. "Komm sitz bleib, ja brav,Platz!" Ich dachte sowas gäbs echt nur im übertriebenen Sinne aber dieser Mann hat es tatsächlich so gemacht :irre: "Willst du noch ein Leckerchen? ja willst du noch? ja da komm und bleib...nimm..brav...nein!!" :kopfwand:

    Ja Hallo?? Kein Wunder dass der Border da nur noch Bahnhof verstanden hat, oder?

    Aber diese HH hat es und wird es leider gottes immer wieder geben, die sterben genauso wenig aus, wie die Autofahrer, die nicht mehr wissen wozu der Hebel LINKS neben dem Lenkrad noch zu gebrauchen ist, als nur Lichthupe zu geben :/

    In diesem Sinne

    Maaaaahlzeit
    Volker

  • Eigentlich möchte der Hund beim heimkommen nur die Mundwinkel des Rudelführes lecken - wie man es zu Begrüßung eben macht. Was kann der Hund dafür, das unsere Mundwinkel so weit oben sind und wie kann er dahin gelangen um seine Zuneigung und Einhaltung der "Rangfolge" zu demonstrieren? Er springt. Aber böse meint er es nicht und dominant sind auch die wenigsten. :p

  • @Windi

    Ääähm, mir ging es eigentlich nur um das Wort 'pöbeln'. Ich habe damit nicht die von Dir beschriebenen Methoden kritisiert und auf gar keinen Fall habe ich Dir Gewalt unterstellt. Ich für mich bevorzuge zwar eine andere Lösung (Ersatzverhalten), aber das muss schließlich jeder für sich entscheiden.

    Was ich meinte, ist genau das, was Cerridwen gerade noch einmal ausführlich beschrieben hat ;)

    Cerridwen Danke, genau das wollte ich damit sagen.

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