Leinenführigkeit die 100ste

  • Hallo!

    Die größte Baustelle ist bei uns zur Zeit die Leinenführigkeit. Damit meine ich nicht "Fuß"-gehen, sondern einfach nur vernünftig an der Leine mitzulaufen....
    Ich bin etwas ratlos, denn Emil zeigt nicht in Ansätzen, dass er verstanden hat was ich will, also schein ich es falsch zu erklären :/ Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben.

    Also. Emil kennt fast nur Vorpreschen, Ziehen, zur Seite, nach vorn, quer über den Weg, oder stehen bleiben. Die Phasen wo er mit durchhängender Leine läuft lobe ich natürlich ausgiebig.

    Zieht er nach vorn, bleibe ich stehen und mittlerweile drehe ich mich auch um. Emil bleibt dann (mit Zug auf der Leine) stehen, fängt an zu fiepen und zu kläffen (Blick nach vorn) oder er fängt an in die Leine zu beissen und zu knurren und mit der Leine zu kämpfen. Was kann ich in letztgenannter Situation tun?? Das stehenbleiben und nur kläffen ignoriere ich, aber das Leinekämpfen?
    Manchmal setzt er sich auch hin. Dann ist nicht mehr so Zug auf der Leine, aber er schaut nicht zu mir. Soll ich dann loben und weitergehen? Oder warten bis er schaut oder zu mir kommt?

    Meist zieht Emil aber nicht nach vorn, sondern zur Seite. Wie reagiere ich da? Wenn ich stehen bleibe kriegt Emil ja seinen Willen weil er in Ruhe den Wegesrand begutachten kann. Aber weitergehen ist ja auch nicht so die Lösung.

    Wenn er nicht weiter will locke ich ihn ran, das klappt. Er wird dann gelobt aber prescht dann direkt wieder nach vorne.

    Wir kommen mit Leine wirklich keine 5m vorwärts.

    Bei Fuß gehen klappt ganz gut, nur kann EMil noch nicht wirklich so lang aufmerksam bleiben, als dass ich ihn die ganze Zeit Fuß führen könnte. Ausserdem will ich einfach dass er normal an der Leine laufen kann. Bei meinem anderen Hund hat das Stehenbleiben nach ein paar mal sofort gefunkt, daher weiß ich gerad nicht was ich falsch mache....

    Danke für Tipps und Hinweise. :hilfe:

  • Also ich weiß es sind hier einiege dagegen aber wenn mein kleiner immer an der Seite stehen bleiben wollte bin ich einfach weiter gegangen. Mit leichtem Zug auf der Leine. Er soll nicht machen was er will bzw. Da hin laufen wo er will sondern wo ich hin will. Und wenn er zieht bleibe ich stehen und bitte nur einen leichten Ruck an der Leine damit er weiß das man will das er zurück kommt oder das es nicht in Ordnung ist zu ziehen. Manchmal sieht man ja Leute die reißen den Hund um wenn sie an der Leine Rucken. Also nur kurz und leicht zeihen damit der Hund das merkt.
    Das hat bei meinem kleinen sehr gut geholfen. Er läuft jetzt super mit.
    Es hat ca 2 Wochen gedauert und jetzt brauche ich nicht mehr ziehen und rucken. Also das geht schnell vorbei

  • Hallo :-)

    Nicht bei jedem Hund funktioniert das stehen bleiben leider. Manche sind einfach ausgekoche Schlitzohren und wissen genau, dass sie nur Blickkontakt aufnehmen müssen um sich dann wieder voll in die Leine schmeissen zu können.

    Ich habe schon Hunde erlebt, da hat das konsequenteste stehen bleiben nichts gebracht. es muss also nicht unbedingt an Dir liegen ;)

    wie sieht es denn aus, wenn Du immer die Richtung wechselst, sobald er zieht. Vielleicht funktioniert das besser?

    Liebe Grüße
    Dana und Wauzis

  • Wir fingen an aus Gründen der Abrufbarkeit mit dem Schleppleinentraining an und von da an wurde die Leinenführigkeit auch schlagartig besser.

    Die anderen Varianten (stehen bleiben, andere Richtung gehen) waren bei unserem nicht effektiv. Was auch geholfen hatte war ein spezielles Führgeschirr aber das änderte an dem Grundproblem nix, da es nur funktionierte, wenn er es an hatte. Wie gesagt bei uns war die Lösung das Schleppleinentraining.

  • Fanta Danke!
    Kannst du das ein bisschen ausführen?
    Im Moment leuchtet es mir nämlich noch nicht ein, wieso ein Hund, der an einer 15m Schleppe läuft, dann an einer 2m Leine aufhören sollte zu ziehen.

  • Wenn Emil ein typischer Welshie ist (und es hört sich ja so an :p ) kommst du mit stehen bleiben nicht weiter. Da belohnt er sich nämlich selber mit schönstem Outdoor-Duft- und Sichtkino. Da ist Ignorieren eher kontraproduktiv. Das Kläffen und Leinenbeissen sehe ich als Versuch, deine Aufmerksamkeit wieder zu erlangen, wenn du dich umdrehst.

    Welpi hat nämlich gelernt: wenn Frauchen an der Leine ist, ist sie voll auf mich fokussiert und passt auf mich auf. Also kann ich mit Rückendeckung spannende Entdeckungen machen. Sie ist ja gesichert und kommt mir nicht abhanden, ich muss nicht aufpassen. :roll:

    Ich würde also erst mal versuchen was passiert, wenn du die Sicherungsverbindung fallen lässt und in die Gegenrichtung wegsprintest - kommt er dann mit?

    Wie ist es in der Wohnung, ist er da leinenführig oder zieht er das gleiche Programm ab?

  • staffy: Danke für den Hinweis - schon gelesen und ich werd mich mal ein bisschen lockerer machen, vielleicht seh ichs gerad zu verkrampft.

    naijra: :lachtot:

    Zitat

    wenn Frauchen an der Leine ist, ist sie voll auf mich fokussiert und passt auf mich auf. Also kann ich mit Rückendeckung spannende Entdeckungen machen. Sie ist ja gesichert und kommt mir nicht abhanden, ich muss nicht aufpassen.


    Genau SO scheint Emil die Situation zu sehn...

    Also wenn ich weglaufe dann kommt Emil. Aber ich kann ja nicht an der Straße die Leine fallen lassen und weglaufen. Oder meinst du es bringt "Kurweise" was, auf gesichertem Gelände das zu üben, also sobald er zieht Leine los und weglaufen?!
    Dass stehenbleiben nix bringt merke ich, ich dachte nur dass ichs irgendwie falsch anstelle.
    Drinnen läuft er ganz brav und schaut immer nach mir. Die Wohnung ist ja auch nicht so spannend wie der Wald.

    Ich werd wohl versuchen, mich ein bisschen interessanter zu machen. Hat heute morgen schon gut geklappt, aber sobald ein Blatt weht oder ein Vögelchen fliegt :roll:

    Naja wir bleiben am Ball...

  • Ach ja, ich habe genau das gleiche Problem.
    Meiner ist es auch völlig egal ob ich stehenbleibe oder in die andere Richtung gehe, dann zieht sie eben da weiter oder zur Seite.
    Manchmal klappt es super, dann wieder nicht, Leckerli interessieren sie auch nicht immer und wenn dann noch ein anderer Hund kommt, ist das Chaos perfekt, dann Bellt sie nämlich zu allem auch noch.
    Ich habe jetzt mit dem Halti angefangen zu arbeiten (ich weiss, die meisten von euch finden das nicht gut und ich hatte eine Einführung von meiner Hundetrainerin), aber es wirkt wirklich beim Leinelaufen. Ich habe das Halti jetzt erst ca. 4mal benutzt und sie läuft jetzt auch schon ohne viel besser.

  • Bei dem Schleppleinentraining richten wir uns nach dem Buch "Mit 10 Metern zum Erfolg" von Amazon. Es geht also nicht darum speziell die Leinenführigkeit zu trainieren sondern wir sondern wir sind noch beim Orientierungsprogramm, wo der Hund lernen soll sich mehr an dir zu orientieren. Dadurch scheint sich auch die Leinenführigkeit zu verbessern. Heißt aber nicht, dass es bei euch so sein muss ... war nu ein positiver Nebeneffekt der mir aufgefallen war und der vielleicht ein Einsatz für jemand anderen sein kann. Das Schleppleinentraining selber machen wir eigentlich nur, weil er jetzt in der Pubertät ist und die damit oft einhergehenden Mangelerscheinungen an den Ohren hat :D.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!