dringend!! Bellen im Treppenhaus
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Ich brauche dringend Hilfe. Bela (7 Monate) ist wohl in einer Unsicherheitsphase und bellt seit kurzem ganz furchtbar, wenn wir im Treppenhaus/Fahrstuhl/an der Haustür/vor dem Haus Menschen treffen. Es ist sehr sehr schlimm geworden, vor allem, weil hier auch viele Menschen wohnen, die Angst vor Hunden haben.
Ich sage laut und deutlich "NEIN", doch das macht es schlimmer. Ablenkung durch Sitz und Belohung hilft auch nicht. Er beruhigt sich einfach nicht. Das Bellen ist so laut, das ist mir extrem unangenehm, ignorieren geht also auch nicht.Ich bin am Verzweifeln! Es wird täglich schlimmer! Jedes Mal läuft es aus dem Ruder, ich schimpfe ihn dann, weil ich selber so getresst bin. So geht das nicht weiter. Wie gehe ich in diesen Situationen richtig mit ihm um??? Hundetrainierin sagt Sprühflasche, aber das will ich nicht machen.
Danke schonmal!
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo Jennja,
ne freundin hatte das auch..wir sind zu unserer Trainerin gefahren und haben nach Rat gefragt...
Sie sagte, so brutal es klingt es ist mit abstand die wirkungsvollste Methode in der Phase, in der dein Hund steckt..Sie tut dem Hund nich weh ist aber verdammt laut..
Am besten wenn du zu hause bist und sie an der Tür bellt bewaffne dich mit lauten sachen so zum beispiel wenn du fliesen hast und beim abwaschen bist, sie bellt schmeist du den topf oder sonstiges mit voller wucht auf die Fliesen...Es ist verdammt laut dein Hund erschreckt sich sehr und ist leise..
Du solltest aber darauf achten, dass dein hund es nicht mitbekommt das du den topf geworfen hast..also sobald du ihn geworfen hast stell dich an die spühle und wasch ab oder trockne etwas schmier dir ein brot was auch immer aber lass dich nicht erwischen, wie du den topf schmeist...
Ich hoffe ich konnte dir helfen!!Viel Glück Liebe Grüße Natascha
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ich würde genau das Gegenteil raten...
gib ihr Sicherheit indem du sehr souverän bist und sie nicht auch noch anschreist!
Beaffne Dich besser mit LEckerlies als mit lauten Sachen :irre: -
Hallo,
vor allem die Fliesen halten das nicht immer aus und dann hast Du ruck zuck auch noch eine kaputte Fliese....
Du könntest ihr das Bellen auf Kommando beibringen und dann auch das aufhören auf ein Kommando. So kannst Du sie stoppen wenn sie bellt.
Auch würde ich ihr zeigen wann bellen erlaubt ist und wann nicht!
Sprich beim Klingeln an der Tür ist bellen erlaubt, so lange Du das Abbruchkommando nicht gibst. Ich würde sie in diesem Fall loben und dann das Abbruchkommando sagen. Hört sie auf lobe sie erneut.So würde ich das machen.
Wie reagierst Du denn wenn sie im Treppenhaus Menschen anbellt?
Bleibst Du mit ihr stehen, oder läufst Du einfach weiter?Liebe Grüße
Steffi
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Es geht ja nicht um das an der Tür bellen, sondern um Leute anbellen im Hausflur.
Abgesehen davon, dass das Werfen von harten Gegenständen auf Fliesen ziemliche Schäden anrichten kann, ist es sicher nicht sinnvoll, den Hund mit solchen Mitteln zu traktieren. Und ausserdem: Hunde sind ja weder doof noch blind - klar bekommt der mit, wer da was geschmissen hat.
Leika ist zwar schon 5 1/2 Jahre alt, zeigt aber ein ähnliches Verhalten gegenüber plötzlich auftauchenden Menschen - im Treppenhaus, im Hauseingang oder auch unterwegs, wenn jemand plötzlich aus einem Auto aussteigt oder so.
Mit viel Geduld sind wir inzwischen so weit, dass wir sie oft mit "Iss gut, nix los, alles ok" oder ähnlichen Floskeln, ganz ruhig ausgesprochen, ruhig bekommen. Aber es passiert halt immer wieder. Wenn möglich, fangen wir ein Gespräch mit dem "angebellten" an, meist ist sie dann auch ganz schnell wieder ruhig. Mit den Angstmenschen klappt das aber in der Regel nicht - wenn die dann noch rumfuchteln, schreien oder rennen, feuert das nur an. Wir versuchen jetzt, Leika anzuerziehen, dass sie in engen Bereichen (z. B. Hausflur) möglichst hinter uns geht. Das ist oft noch ein Kraftakt, zeigt aber erste Wirkung. Wenn wir auf den Aufzug warten, in dem jemand drin sein könnte, halte ich möglichst mit der Hand die Aufzugstür zu, um uns bei "Besetzung" den Rückzug zu ermöglichen.
Wenn wir aus dem Aufzug rausgehen, halte ich sie mittels Leine hinterm Rücken so kurz es geht, damit sie nicht nach vorne stürmen kann. Zusätzlich sichern wir zurzeit im engen Bereich mit einer Maulschlaufe, damit sie nicht versehentlich doch mal zuschnappt, wenn ihr jemand zu nahe kommt.Bei eurem Junghund ist es sicher mit einem kompetenten Trainer (keiner, der mit Wurfdisc oder Klapperdose oder ähnlichem arbeitet) möglich, sie auf ruhigeres Verhalten zu trainieren. Ideal ist es wahrscheinlich, wenn ihr ein paar Helfer habt, die die "Buhleute" spielen, die die Bellanfälle auslösen. Mit deren Hilfe kann dem Kleinen mit viel Geduld gezeigt werden, dass andere Leute, auch wenn sie plötzlich um die Ecke oder aus dem Aufzug kommen, nichts Schlimmes sind.
Ich wünsche euch viel Geduld und natürlich dann einen Erfolg...
Liebe Grüsse
Gudrun -
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danke für eure Antworten! Ich habe festgestellt, dass Bela ein recht sensibler Hund ist. Je lauter ich werde, umso mehr dreht er auf. Am besten geht es immer noch mit ruhiger Stimme "ruuuuhhhhig" sage und ihn eben nicht anschnauze. Auch Lärm in Form von z.B. Türe schmeißen, mit dem Fuß aufstampfen etc. bringt nix, verunsichert ihn nur noch mehr. Also Rütteldose usw. ist hier bestimmt nicht richtig.
Im Moment ist der Fahrstuhgl kaputt, also trage ich ihn die 4 Stockwerke runter :x wobei ich aufpassen muss, dass wir niemanden treffen, sonst würde er mir noch vom Arm springen vor Aufregung.
Es wäre natürlich schön, ihn soweit zu kriegen, dass ihn die anderen Leute im Haus nicht interessieren, aber ich befürchte, der Zug ist abgefahren. Bellen auf Kommando üben klingt ganz gut, mal sehen, wie ich das anstelle... mir fällt sonst nix mehr ein.
Heute morgen auf dem Weg ins Büro hat er im Bürogebäude in den gerade angekommenen LEEREN Fahrstuhl hineingebellt, hätte ja sien können, dass da einer drin steht :kopfwand:
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Hallo,
es beruhigt doch etwas, daß ich hier immer wieder Hundehalter treffe/finde, die das gleiche Problem haben wie wir. Ronja hat mit diesem Verhalten so ziemlich im gleichen Alter angefangen, mit etwa 5-6 Monaten.
Von der Topf-Methode (oder anderen lauten Wurfgeschossen) halte ich in diesem Fall absolut gar nix. Der Hund ist verunsichert, eventuell ängstlich. Ein derart lauter, extremer Reiz fördert das Meideverhalten nur noch zusätzlich. Einen verunsicherten Hund würde ich in der Situation nicht auch noch erschrecken.
Ronja ist jetzt 15Monate alt und wir erarbeiten uns langsam Erfolge. Hab es damals als "Phase" abgetan, aber leider hat sich ihr Verhalten gefestigt. Nun heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten.
Mittlerweile weiß sie, wer hier ins Haus gehört und wer nicht. Diejenigen, die hier wohnen, werden nicht mehr angebellt. Einige Nachbarn habe ich auch mit Leckerchen versorgt und sie stecken Ronja hin und wieder etwas zu. Wir wohnen aber auch nur in einem 4-Parteien-Haus mit Garten, wo sie diesen Sommer viel Gelegenheit hatte, die Mitmieter kennenzulernen.
Menschen unterwegs füttern wir schön. Leute sind nicht "böse" sondern "lecker". Langsam wirkt es. Ihre Individual-Distanz wird kleiner (früher hat sie auf 100Meter schon gebellt). Ich gebe mir große Mühe, nicht gestreßt oder angespannt zu sein in diesen Situationen. Ganz ruhig, passiert ja nix Schlimmes...das muß man dem Hund vermitteln. Ich blocke Menschen ab (gehe zwischen ihr und dem Spaziergänger vorbei, laufe im Bogen oder nehme sie hinter mich). Und lenke sie fröhlich mit nem Leckerchen ab. Manchmal kommt noch nen geträllertes "Feeeeiiiiiner Jogger...!" oder so. Fahrräder ignoriert sie mittlerweile völlig.
Wir haben noch ne Menge Arbeit vor uns, aber die Erfolge bestätigen uns. Halte durch, bestärke sie positiv, wenn sie sich ruhig verhält und übe mit ihr Aufmerksamkeit. Wir haben zum Beispiel geübt, daß sie mich auf "Pssst" anschaut. Das hilft in solchen Situationen. Kannst auch "Schau" trainieren, mit dem Clicker z.B.. Aber bitte erschrecke sie nicht noch zusätzlich. Sie verknüpft den Schreck wohl erst recht mit den bösen, bösen fremden Menschen und nicht mit dem Bellen.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
PS.: Der Zug ist nicht abgefahren...! Mit viel Geduld bekommst Du das hin. Ich schaffe es ja auch. Setz Dich doch mit ihm mal für ein paar Minuten in den leeren Fahrstuhl und füttere ihn. Verknüpfe erstmal den Fahrstuhl an sich positiv, wenn er jetzt schon anfängt, den bösen Kasten zu verbellen.
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eigentlich hatte ich gehofft, dass es nur eine Phase ist und ich das Problem recht schnell - eben mit der richtigen Methode - in den Griff bekomme, weil Bela nämlich eigentlich ein sehr aufgeschlossener, neugieriger und wirklich alles andere als ängstlicher Hund ist! Ich möchte wirklich nicht, dass sich das Verhalten verfestigt, da es auch gar nicht seinem Charakter entsprechen würde (deshalb wundert es mich auch so).
Er verändert sich im Moment allerdings in sehr vielen Verhaltensarten, na ja das nennt man wohl Pubertät. Ich atme tief durch und hoffe, dass es schnell vorbeigeht.
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